Christoph Theiler
Genre:
Instrument: Klavier

Theiler Christoph

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 Torsion II - für Altblockflöte und Klavier 2003 ~11m
2 Im Schatten des Meteor - Musik zum gleichnamigen Theaterstück nach Texten aus der Alltagssprache 1996 1h 1m
3 Ich schulde der Welt einen Toten - Musik zum gleichnamigen Theaterstück nach Texten von Platon, Galileo Galilei, Heiner Müller/Alexander Kluge und Heinrich von Kleist 1996 1h 30m
4 Improvisation - für Violoncello oder Viola 1996 15m
5 Der Mann mit der Blume im Mund - Musik zum gleichnamigen Theaterstück von Luigi Pirandello 1995 55m
6 gebt mir einen bogen papiers eine (neue) welt zu bauen - Musik zum gleichnamigen Hörspiel nach Texten von Konrad Bayer 1995 7m
7 Trio - für Violine, Blockflöte und Gitarre 1995 17m
8 Invention - Nocturne - für Kammerorchester 1995 36m
9 In memoriam Thelonious Monk - Klaviertrio 1994 16m
10 Worte und Musik - Musik zum gleichnamigen Hörspiel von Samuel Beckett 1994 21m
11 Vier Jahreszeiten in Sarajevo 1994 24m
12 Sonatine für Violine und Klavier 1993 12m
13 Vier Klavierstücke 1993 11m
14 Bläserquintett - für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott 1992 15m
15 Lieder für Bariton und Klavier 1992 - 1994 22m
16 Das Plädoyer - Musik zum gleichnamigen Hörspiel von Renate Pittroff 1992 35m
17 Kampf gegen die Stille - Streichquartett 1991 17m
18 Variationen - für Marimba 1990 10m
19 Drei Klavierstücke 1990 12m
20 Chinesischer Gesang - für gemischten Chor 1989 5m
21 Vier Inventionen - für Flöte oder Klarinette oder Violine oder Viola 1989 15m
22 Variationen - für Viola 1989 21m
23 Intermezzo - für Violine 1988 10m
24 Kaleidoskop - für großes Orchester 1987 20m
25 Acht Collagen - für Viola oder Klarinette 1986 27m
26 Reflexion - für Flöte oder Klarinette 1983 26m
27 Dreizehn Bilder - für Streichquartett 1982 27m
28 Studie - Septett für Baßklarinette, Fagott, Horn, Posaune, Schlagzeug, Cello und Kontrabass 1981 - 1985 10m
29 Trio - für 3 Posaunen 1981 - 1985 10m
30 Posaunentrio 1981 15m
31 Andante und Allegro - für 3 Posaunen 1981 6m
32 Toccata und Fuge - für kleine Trommel 1979 11m

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  28. März 1959
Geburtsort:  Ebermannstadt
Geburtsland: 
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1995

Gründungsmitglied des Theatervereins

1997

CD-Produktion zum Theaterstück "ich schulde der welt einen toten"

Initiative Zeitgenössische Musik: Gründungsmitglied

Jeunesses Musicales Kroatien, Groznjan: Leitung eines Kammermusikkurses im Rahmen der Sommerkurse

Aufführungen eigener Kompositionen

Aufnahmen beim Bayerischen Rundfunk, bei Radio Koper, bei Belgrad-TV und Ljubljana-TV

freischaffender Pianist und Komponist

Konzerte als Solist und Kammermusiker in Österreich, Deutschland, Schweiz, Ex-Jugoslawien, Italien, Spanien, Belgien, Frankreich, Südamerika, USA und Russland

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

UA von "3. Streichquartett" durch das Nevsky String Quartett St. Petersburg

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1982

Stadt Stuttgart: Kompositionspreis

1993

Luis de Narváez International Composition Competition, Granada (Spanien): Kompositionspreis

"Piano in Concert" - Kompositionswettbewerb Berlin: Finalist

Stipendium

Florida Composers Competition: Finalist

ICONS Composition Contest: besondere Würdigung durch die Jury

Klavierwettbewerb der Konservatorien Deutschlands: Erster Preis

Kompositionswettbewerb Münster: Finalist

Stadt Nürnberg: Dr. Drexel-Preis

Stilbeschreibung

Komponieren heißt Zusammensetzen. Viele glauben, daß die Musik am Ende des 20. Jahrhunderts sich an einem Punkt befindet, der keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr offenläßt. Als Beweis für diese Behauptung glaubt man erkannt zu haben, daß schon alle Klänge in allen Kombinationen verwendet wurden (tonal, atonal, polytonal, dodekaphonisch, Clustertechnik ...), daß die Spielmöglichkeiten sowohl auf den traditionellen Instrumenten, als auch die mittels elektronischer Klangerzeuger ausgeschöpft sind undsoweiter. Der Ruf nach Rückkehr zur Tradition wird laut. Halbe Wahrheiten, die zu falschen Schlüssen führen. Der ungeheure Vorrat an Musik verschiedenster Stilrichtungen, der in unserem Kulturleben präsent ist, eröffnet für den Komponisten heute Möglichkeiten, die bis jetzt kaum genutzt wurden.

 

Vergleichen wir unsere Situation mit der vor etwa 1000 Jahren, d.h. mit der Zeit, als sich die Mehrstimmigkeit entwickelte: Damals, als die Musik nur einstimmig gedacht werden konnte, war die Vorstellung, mehrere Melodien gleichzeitig erklingen zu lassen, absurd; bis die Idee sich durchsetzte, mehrere Melodien so zu organisieren, daß sie sich in einem Wechsel von Konsonanz und Dissonanz gegenseitig stützen. Das Organum, die früheste Form der Mehrstimmigkeit, entstand. Genauso erscheint heute der Gedanke, zwei Ensembles gleichzeitig verschiedene Musikstücke - beispielsweise ein Concerto grosso und eine klassische Sinfonie - spielen zu lassen, vielen unverständlich, da man zunächst annimmt, das Resultat dieses gemeinsamen Musizierens könne nur von Zufall und Beliebigkeit bestimmt sein. Doch hier liegen aber die Chancen einer zukünftigen Musikentwicklung. Manche Kompositionen, z.B. die, die mit "Polystilistik" umschrieben werden, deuten darauf hin, daß die Musik sich wohl in diese Richtung bewegen wird.

 

Im Zusammenhang mit dieser neuen Musik wird auch eine Neufassung der Begriffe Konsonanz und Dissonanz notwendig sein. Beide Begriffe, die zur Zeit noch kein Thema im musikalischen Diskurs sind, erhalten dann einen neuen Inhalt, wenn es gelingt, sie von ihrer traditionell punktuellen Bedeutung loszulösen und sie in eine übergeordnete kompositorische Struktur zu stellen. Durch die Entwicklung der musikalischen Stile im 20. Jahrhundert sind die Mittel bereitgestellt, aus denen der Komponist schöpfen kann. Eine neue Tonalität kann entstehen. Die Möglichkeiten einer multistilistischen Kompositionsweise werden besonders in meinen Stücken 'In memoriam Thelonious Monk', 'Vier Jahreszeiten in Sarajevo', 'Trio für Violine, Blockflöte und Gitarre' und zuletzt in 'Invention - Nocturne' für Kammerorchester deutlich. Im letztgenannten Werk entsteht durch das Zusammenfügen und Übereinanderlegen von barocken, klassischen zwölftönigen und Jazz-Elementen ein mehrschichtiger musikalischer Raum, dessen Dramaturgie sich aus dem polyphonen Gewebe der verschiedenen stilistischen Ebenen entwickelt.

 

Christoph Theiler

AusbildnerIn von (Person)

Kontaktperson von (Organisation)

Kontakt, Links