Fotograf: Christian Klein ©

Toufektsis Orestis

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 diminutionen 2014 ~ 8m
2 zeitfluss-collage - für Ensemble 2014 ~ 3m
3 Chromades - für Ensemble (16 Musiker) 2013 ~ 9m
4 diminution for dissonart 2013 ~ 1m
5 Hommage à Machaut 2013 ~ 10m
6 60 diminutionen über Bilder 2012 ~ 30m
7 Hommage à l'isorythmique (de Machaut) - Streichquartett No 3 2010 ~ 10m
8 Perichronos - für Ensemble und Live-Elektronik 2010 ~ 9m
9 EpiPente I (Version für Klavierquartett) 2010 ~ 26m
10 Für zwei Marimbas 2009 ~ 9m
11 chrinope - für Flöte (auch Piccolo), Bassklarinette und Viola 2009 ~ 9m
12 EpiPente I - für 8 Musiker 2008 ~ 25m
13 echochronoi - für Viola und Live Elektronik 2008 ~ 45m
14 EpiEnteka III - für 8 Musiker 2007 ~ 9m
15 Interferenz III - Viola, Saxophon, Schattentheater und Live-Video-Processing 2007 9m
16 Fraktum 4/Epi Enteka - für Violoncello solo 2006 ~ 14m
17 MIKRO-ALLAXI (EpiEnteka II) - für 15 Musiker 2006 ~ 15m
18 Für sechs Akkordeons 2005 ~ 12m
19 67 - für Akkordeon und Violoncello 2005 ~ 1m 7s
20 Für Klaus Johns - Trio für Violine, Violoncello und Klavier 2005 ~ 2m
21 Eftaxi - für fünf Frauenstimmen 2005 ~ 12m
22 Ψ (P.S.I) - für Flöte (auch Bassflöte), Bassklarinette und Klavier 2004 ~ 13m
23 Epi Tria - für Ensemble 2003 ~ 13m
24 A[kk]resset - für Akkordeon 2003 ~ 7m
25 Interferenz 2 - für 2 Klaviere 2002 ~ 15m
26 Fraktum/Aresset 3 - für Streichtrio 2001 ~ 10m
27 Aresset 2 - für Streichquartett 2000 ~ 7m
28 Fraktum 1 - für 5 Bläser und präpariertes Klavier 1999 ~ 23m
29 Fraktum 1,1 - für Klavier 1999 ~ 7m
30 Fraktum/mikro 2 - für Violine, Zuspiel-CD und Live-Video-Processsing 1999 ~ 13m
31 Asydehlun - für 16-stimmigen gemischten Chor a cappella 1998 ~ 14m
32 Aresset - für elektronische Klänge und 4 Lautsprecher 1998 ~ 10m
33 Nalos-Ackmi - für großes Orchester und 2 Streichquartette 1998 ~ 8m
34 Arsyon - für großes Orchester 1998 ~ 8m
35 Duett 1997 - für 2 Violinen 1997 ~ 5m
36 I(11)NT(5)ER(17)F(13)ER(3)EN(7)Z - für 2 Schlagzeuger 1997 ~ 9m
37 Streichquintett - für 5 Streicher 1996 ~ 9m
38 Klavierstück 1995 ~ 13m
39 für 2 Flöten, Altflöte und Crotales 1995 ~ 16m
40 AENAON minus 2,13 - für Ensemble 1995 ~ 11m
41 µ (3) ι (5) κ (7) ρ (11) ο - für Viola solo 1995 ~ 13m
42 Klein Ensemblestück - für Kammerensemble 1994 ~ 8m
43 OPUS MINUS 7 - für Streichquartett 1994 ~ 17m
44 Duett 1993 - für 2 Violinen 1993 ~ 5m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1966
Geburtsdatum:  9. Oktober 1966
Geburtsort:  Tashkent
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1978 - 1984

Städtisches Konservatorium Alexandroupoli (E. Karamanou)

1986 - 1993

Sygxrono Konservatorium Thessaloniki (Eleni Maurodi)

1987 - 1990

Sygxrono Konservatorium Thessaloniki: Harmonielehre (Alexandra Zafiriou)

1990 - 1992

Sygxrono Konservatorium Thessaloniki: Instrumentation (Giannis Aggelakis)

1991 - 1993

Sygxrono Konservatorium Thessaloniki: Kontrapunkt (Dimitrios Papageorgiou)

1993 - 1999

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1987 - 1991

artline: Keyboarder der Band

1989 - 1993

Pianist in diversen Jazz und Improvisations-Formationen

1991 - 1993

Konservatorium Chalastra: Lehrtätigkeit in Musiktheorie

1997 - 1999

ensemble artresonanz: Gründungsmitglied

1997 - 1999

Teilnahme am Projekt "Klangnetze"

1999

seitdem Lehrtätigkeit in Musiktheorie

2002

Sommerakademie Bertiskos: Vortrag und Workshop (Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts)

2007 - 2008

Gast-Komponist (Kompositorische Aspekte selbstähnlicher Strukturen)

diverse Vorträge und Workshops

Mitglied und Organisator von diversen Projekte

Obmann

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1992

Synchrono Konservatorium Thessaloniki: Stipendium

1995

Kompositionspreis

1996

3. Preis des Kompositionswettbewerbes der Österreichischen Hochschülerschaft

1999

1. Preis des Kompositionswettbewerbes der Österreichischen Hochschülerschaft

1999

2. Preis des Kompositionswettbewerbes der Österreichischen Hochschülerschaft

2007

Musikförderungspreis

Stilbeschreibung

"Es geht Toufektsis um Musik, die für sich selbst steht; die für sich gehört werden kann, ohne durch einerseits traditionelle oder andererseits außermusikalische Semantik verstellt zu sein. Deshalb hat er sich eine kohärent-systematische Arbeitsweise angeeignet, die, ausgehend von möglichst wenigen ausgewählten Elementen, zu hoher Komplexität führen kann. Wichtig ist Toufektsis hierbei die Ökonomie der Mittel; Komplexität als Selbstzweck ist ihm suspekt."

Christian Klein

 

Ich denke, dass die "Formung" der Zeit in einer Komposition das Wichtigste sein muss. Ich habe immer bewusst (oder unbewusst?) das Tonmaterial bzw. die Tonhöhen zu einer Zweitrangigkeit "degradiert" (bzw. verdrängt), in dem ich sie als "Diener" einer bestimmten Zeitstruktur betrachtete.
Man muss sich trotzdem für eine bestimmte "Version" - aus den vielen Tonhöhenkombinationen und Zusammensetzungen, welche die gleiche oder sehr ähnliche innere Struktur aufweisen - entscheiden, und diese Entscheidung ist gezwungenermaßen durch eine bestimmte Ästhetik geprägt (ob es eine Möglichkeit gäbe diese Entscheidung nicht treffen zu müssen?).

Ich versuche die innere Verwandlungsdynamik des Klanges zu "beobachten", um zu entdecken, was er uns zu offenbaren vermag. Dabei dürfen aber nicht geplante (oder "interessante"?), kontrollierte (oder "selbstverliebte"?) Klangmanipulationen stattfinden, sondern Klänge, die sich durch eventuelle Manipulationen ergeben könnten, ermöglicht ("frei-gelassen") werden. Was würde man bei Verkleinerung oder ausschnitthafter Isolierung und Betrachtung durch ein quasi auditives Mikroskop sehen (hören)? Wäre dann etwas anders und - wenn ja - in welcher Weise? Antworten darauf hängen von Wahrnehmungsgrenzen und der Hörintensität ab, wobei ich aber schon sehr oft über das - unerwartet - Neu-entdeckte staune.

Die Intensivierung des Hörens - z.B. durch Vergrößerung von Klangereignissen - verstehe ich nicht nur als ästhetische, sondern auch als politische Haltung, d.h. auch als das Vermeiden jeder Art von "Oberflächlichkeit" und Selbstzwecksetzung (wie "interessant" oder "fein-differenziert sein" zu müssen).

Entwicklung, Wiederholung, Variation, Ähnlichkeit, Kanon, thematische Bearbeitung, (harmonische? u.a.) Funktionen, Gestik, Ausdruck, Tonhöhen, Dauer, Artikulation, Form, (melodische?) Bewegung, Struktur, Proportionen, (musikalische?) Parameter, Zufallsoperationen, Krebsform und so weiter. Am Ende bleibt nur die "strukturierte" ZEIT und, wenn wir am richtigen Ort sind, dann klingt sie auch und kann uns - oder unsere "Psyche" - langfristig ändern, vielleicht sogar befreien.

Orestis Toufektsis

 

Werkkommentare (Auswahl):  

Streichquintett (1997)
Es war einmal ein Ton......... und die Zeit .....
Streichquintett: der Ton heißt G...... und ein winziger Zeitausschnitt

 

Fraktum 4, für Violoncello solo (2008)
Trotz des Versuches durch die Festlegung von Tonhöhen, Dauern, mehr oder weniger präzisen Anweisungen zu Spieltechniken oder Artikulation, Dynamik etc. entzieht sich letztlich der Klang oft dieser Kontrolle und entwickelt eine Art "eigener" Dynamik. Dies bezieht sich nicht nur auf den Kompositionsprozess, sondern vor allen Dingen auf die Situation der Aufführung: die präzise Wiederholung von eingeübten, "kontrollierten" Bewegungen des Interpreten produziert jedoch Differenz, und dies ist das Entscheidende. Es ist wie mit unserer Vorstellung von Kontrolle, unserer "freien" Entscheidungsmächtigkeit und den letztlich oft unvorhersehbaren Ergebnissen unseres Tuns.

 

Interferenz III, für Viola, Saxophon, Schattentheater und Live-Video-Proccessing
Während einer Musikaufführung führen die Musiker eine Reihe von Bewegungen aus. Das sind Bewegungen, die oft einen starken Ritualcharakter haben oder einfach spieltechnisch bedingt bzw. "erzwungen" sind.

Pressestimmen

03. November 2008

Organisch komplexe Strukturen schuf Orestis Toufektsis: echochronoi für Viola und Live-Elektronik [...] lässt viel Zeit dem Hörer sich auf dessen eigenständige Sprache einzulassen. 

Kleine Zeitung (Herbert Schranz) 

 

29. Oktober 2008

Orestis Toufektsis bleibt nicht gern an der Oberfläche. Wenn er über sein Schaffen spricht, dann genau und in die Tiefe gehend. So klingt auch seine Musik: dichte, intensive Klangwelten erschließen sich dem Hörer [...] 

Falter (Clara Pfaller) 

 

23. April 2004

[...] schon die frühen Arbeiten, "mikro" für Viola solo und fraktum/mikro2 für Violine klingen sehr ausgereift und differenziert. Zurückhaltender wirken da die neuen Werke - "A[kk]reset" für akkordeon und P.S.I. für Flöte, Bassklarinette und Klavier [...]

Kronen Zeitung (Michaela Reinhard)

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