Fotograf: Peter Strobl ©

Kühr Gerd

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Praeludium - Acht Interludien - Postludium 2014 ~ 5m
2 Ernst und heiter, immer weiter 2013 2m
3 Zwei Intermezzi zu Schuberts "Drei Klavierstücke" D 946 2013 - 2014 7m
4 Praeludium - Interludien – Postludium 2013 - 2014
5 Jetzt wohin? 2011 - 2012 21m 18s
6 Ordinarium missae - für Soli, Chor und Orchester 2011 - 2013 35m
7 Laute(r) Röhren - für acht Tuben 2010 11m
8 Música Pura - Fünf Sätze für Ensemble 2010 - 2011 17m
9 Streichquartett a-Moll (op. 132) - von L. v. Beethoven, Bearbeitung für Streichorchester 2010 - 2011 45m
10 Klangsplitter - Orchesterstück 2009 1m 5s
11 The Violl Waye - für Viola da Gamba 2009 ~ 12m
12 An die Musik - für gemischten Chor auf ein Gedicht von Detlev von Liliencron 2009 ~ 4m
13 reihenweise - zwölfstücke für Ensemble 2008 ~ 16m
14 COME UNA PASTORALE - für Klarinette, Violine und Violoncello 2008 - 2009 ~ 8m 30s
15 Still, Still! - für Oberstimmenchor 2008 ~ 4m
16 Introductio - Meditatio - Magnificat - Epilogus - für hohen Sopran, Bariton und Orchester 2007 - 2008 ~ 18m
17 Mittersiller Miniaturen - für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, E-Gitarre und Violoncello 2007 ~ 4m 15s
18 Stop the Piano - für Klavier und Zuspielung 2006 ~ 12m
19 Kroküsse - für Männerstimme und Instrumentalensemble 2006 - 2007 ~ 3m 35s
20 Trialog III - für Klarinette, Bassklarinette und Klavier 2006 - 2007 ~ 13m
21 O Camerado Close - für Vokalquartett, auf ein Gedicht von Walt Whiteman 2006 ~ 4m
22 An die Musik - für gemischten (Jugend-)Chor, auf ein Gedicht von Reiner Maria Rilke 2006 ~ 2m 30s
23 Revue instrumentale et électronique - Raumkomposition für Instrumentalensemble und Zuspielungen 2004 - 2005 ~ 32m
24 MOVIMENTI - für Violine und Orchester 2004 - 2006 ~ 27m
25 Linie Punkt Fläche Raum - für Orchester 2004 - 2007 ~ 16m
26 Trialog II - für Flöte, Bassklarinette und Klavier 2003 ~ 13m
27 Kein Herbstgedicht - Lied für Bariton und Klavier 2003 4m
28 Three Shakespeare Sonnets - für gemischten Chor a cappella 2003 11m
29 When I Grow Up - For Childern's Choir and Brass Quintett 2003 - 2004 ~ 3m
30 Bei mir is' all's verdraht - Alte Wiener Weise 2002 ~ 1m 5s
31 Agleia sucht Pollicino - und findet Hans - für Klavier zu vier Händen 2001 4m
32 Trialog - für Klarinette, Violoncello und Klavier 2001 - 2002 ~ 13m
33 Ricordarsi - für Streichorchester und Klavier zu vier Händen 2001 - 2002 ~ 18m
34 Agleia Federweiß - Kleine Oper von Gerd Kühr, Libretto von Petra Ernst 2000 - 2001 ~ 1h 15m
35 stop and go and black and white (and sometimes blue) - für Instrumentalensemble 1999 - 2000 ~ 17m
36 De Loin - Hommage à Perotinus Magnus für Vokalquartett und Ensemble 1998 - 1999 5m
37 Tod und Teufel - Oper 1997 - 1999 ~ 1h 45m
38 Scala quasi unisona - Chorstück für mindestens zwei SängerInnen oder besser mehr 1997 5m
39 Sei omaggi - Septett 1995 ~ 11m
40 ... à la recherche ... - für Klavier und Orchester 1995 ~ 21m
41 Con sordino - für zwei Violinen, Viola und Violoncello 1995 ~ 9m
42 Streichholz und Schlagblech - Fünf Stücke für Jugendorchester 1994 ~ 13m
43 Idea 1994 - Musikalische Szenen auf Sonette von Shakespeare, Spenser, Swinburne und Drayton und auf Texte von Georg Christoph Lichtenberg 1994 ~ 22m
44 Portraits - Acht musikalische Gesten für Violoncello und Klavier 1993 ~ 12m
45 Streifton - für Ensemble 1993 ~ 14m
46 Ohne Antwort - für sechs Instrumentalisten 1993 ~ 8m 30s
47 Zwei mal sieben - Sieben Sätze für Ensemble 1993 ~ 13m
48 L'infinito del sogno - für gemischten Chor auf Gedichte von Giacomo Leopardi und Algernon Charles Swinburne 1993 ~ 10m 30s
49 Mundo perdido - für Kammerorchester 1992 ~ 22m
50 Sept pour deux - Sieben kurze Stücke für Flöte und Klavier 1992 ~ 11m
51 "Mundo perdido" 1992 ~ 22m
52 Vierzehn mal eins - Soli für Ensemble 1991 ~ 18m
53 Si naturale - Für Hans Werner Henze zum 65. Geburtstag 1991 ~ 4m 30s
54 Concertare - für einen Klarinettisten und Orchester 1990 ~ 21m
55 Für Bläserquintett 1990 ~ 11m 30s
56 Wortlos - Reminiszenz an "Stallerhof" für gemischten Chor a cappella 1990 ~ 6m
57 Haha - Etüde für chromatisches Hackbrett 1990 ~ 2m
58 Eso es - Orchesterstück 1989 ~ 16m
59 Palimpsest - Musik für Mezzosopran, Bariton, Chor und Orchester 1989 ~ 20m
60 Drei Gedichte - von Stephanie Zobernig 1989 ~ 4m 30s
61 Szenen aus einem Alpental - Kurze Suite aus der Oper "Stallerhof" 1988 ~ 8m
62 Stallerhof - Oper 1986 - 1987 ~ 1h 35m
63 Steirisches Ständchen - gewürzt von Robert dem Teufel (zum 60. Geburtstag von Hans Werner Henze) 1986 ~ 4m
64 Woher kommt er? - Kurzes Ratespiel für Querflöte und Streicher 1985 3m 10s
65 Acht Chöre im Volksliedton - für vier Frauenstimmen (Quartett ad lib.) aus der Kommunal-Oper "Robert der Teufel" 1985 ~ 11m
66 Musik zum Feuermysterium - Suite aus Bearbeitungen von Werken der österreichischen Barockmeister Heinrich Ignaz Franz Biber und Johann Joseph Fux 1985 ~ 16m
67 210 secondi - Fantasia breve per flauto, clarinetto, violino e Montepulciano 1984 ~ 3m 30s
68 Walt Whitman for president - Music on three poems by Walt Whitman for soprano and seven players 1984 ~ 9m
69 Lamento e conforto - Elegie für großes Orchester 1983 ~ 12m
70 Agaue's Klage - nach den "Bakchen" des Euripides 1983 ~ 11m 30s
71 Eine Liebe von Swann - Musik zur Proust-Verfilmung von Volker Schlöndorff zusammen mit Hans Werner Henze, David Graham und Marcel Wengler 1983
72 Unser Maß ist die Wirklichkeit - Finale aus "Der verstummte Arbeiter" - Requiem für den Dichter Walter Buchebner (nach Tagebuchaufzeichnungen Walter Buchebners) 1982 ~ 12m 30s
73 Nachtstück - Einer Harfe Reise durch die Nacht - für die harfe und Ensemble 1982 ~ 10m
74 Konversatorium über "fast ein Rondo" - für zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba 1982 ~ 12m 30s
75 Sersti Busserl 1982 ~ 1m
76 Zueignung 1982 ~ 45s
77 Für Sonus - Quintett für 2 Trompeten, Horn, Posaune, Tuba 1982 ~ 5m 30s
78 Fensterl verboten 1982 ~ 1m
79 Marsch, marsch! - Collage nach Marschmotiven von Franz Schöggl 1981 ~ 4m 30s
80 Móma - Sechs Variationen über ein mazedonisches Volkslied für Englischhorn 1981 ~ 7m 45s
81 Vier Gedichte von Rose Ausländer - für gemischten Chor 1981 ~ 6m 30s
82 Quasi una variazione - für Klavier nach einem Walzer von Antonio Diabelli 1981 ~ 1m 30s
83 Zwei Lieder - nach Gedichten von Jacques Prévert für Sopran und Violoncello 1981 ~ 8m
84 Für Streichquartett 1980 ~ 9m
85 Fünf Aphorismen - für großes Orchester 1979 - 1982 ~ 8m
86 Fünf Aphorismen - für Englischhorn und Streichtrio 1979 ~ 7m 30s
87 Vier Lieder - nach Gedichten von Miller Williams 1978 ~ 17m
88 Dreiklangspiel - für zwei Klaviere 1978 ~ 13m
89 Nachtlied - für gemischten Chor aus den Zarathustra-Liedern von Friedrich Nietzsche 1976 ~ 6m 30s
90 Petite Suite - für Klarinette und Klavier 1976 ~ 10m
91 Viermal Morgenstern - für Sopran und Klavier 1974 ~ 5m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1952
Geburtsdatum:  28. Dezember 1952
Geburtsort:  Maria Luggau
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Geboren 1952. Kompositionsstudium am "Mozarteum" Salzburg bei Josef Friedrich Doppelbauer und Hans Werner Henze in Köln, Dirigierstudium bei Gerhard Wimberger ("Mozarteum") und Sergiu Celibidache. Opernengagements in Köln und Graz, Dirigate im In- und Ausland. 1992-1994 Gastprofessur für Komposition am "Mozarteum", seit 1995 Professur für Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.
Mehrere Preise und Auszeichnungen, u.a. Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung, Österreichischer Förderungspreis für Musik, Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkomponisten, Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien.

 

Zahlreiche Auftragswerke (Orchester, Ensemble, Kammermusik, Chor), aufgeführt bei Wien Modern, Almeida Festival, Huddersfield Festival, steirischer herbst, Musikprotokoll, Musica Viva, World Music Days, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Bregenzer Festspiele etc.
Künstlerische Zusammenarbeit z.B. mit Ensemble Modern, Klangforum Wien, Ensemble 20. Jahrhundert, RSO Frankfurt, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, RSO Wien, Arnold Schoenberg Chor, Chor des Bayerischen Rundfunks, mit Ulf Schirmer, Emilio Pomàrico, Friedrich Cerha, Lothar Zagrosek, Oliver Knussen, Arturo Tamayo sowie Paul Meyer, Heinrich Schiff, Stefan Vladar, Patricia Kopatchinskaja, Florian Kitt, Markus Hinterhäuser u.v.m.

 

1985 International Rostrum of Composers der UNESCO, Paris, recommended work: Lamento e Conforto. 1988 Uraufführung der Oper "Stallerhof" (Libretto von Franz Xaver Kroetz) bei der 1. Münchener Biennale (weitere Inszenierungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz), 1999 der Oper "Tod und Teufel" (Libretto von Peter Turrini) am Opernhaus Graz. Bei den Salzburger Festspielen 2000 zwei Porträtkonzerte in der Reihe "Next Generation", 2001/2002 composer in residence beim Wiener Concert-Verein (Kammerorchester der Wiener Symphoniker), 2003 Personale beim Festival Styriarte, 2005 Gerd Kühr Projekt (Eröffnungskonzert musikprotokoll im steirischen herbst), 2006 International Rostrum of Composers der UNESCO, Paris, recommended work: Revue instrumentale et électronique.
Im Jahr 2008 fand die Uraufführung von Introductio – Meditatio – Magnificat – Epilogus in München statt. Darauf folgen zahlreiche Auftragswerke (Münchner Rundfunkorchester, Wien Modern, Gesellschaft der Musikfreunde Wien, brücken/kunsthaus muerz), CD Aufnahmen und Dirigate. November 2011 Uraufführung Música Pura – Auftragswerk der Sammlung Essl für WIEN MODERN 2011.

 

Im Musikverein Wien wurde im Jänner 2013 Gerd Kührs Werk "JETZT WOHIN? SPURENSUCHE für Sprecher, Chor und Orchester auf Texte von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Georg Christoph Lichtenberg" uraufgeführt. Dieses Stück spannt den Bogen hin zur im Juni 2013 in der Münchner Herz Jesu Kirche uraufgeführten Messe (Messe für Soli, Chor und Orchester/Auftragswerk des Bayerischen Rundfunks/Münchner Rundfunkorchester).

 

Gerd Kühr 2012

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1967 - 1972

Musikerziehung

1971

Matura

1972 - 1978

Geschichte

1974

Dirigieren

1976

Komposition

1978

Magisterium Geschichte

1978

Diplom mit Auszeichnung

1978 - 1981

Dirigieren

1980 - 1983

Komposition

Accademia Musicale Siena: Komposition

Musikalische Phänomenologie

Dirigieren

Klavier sowie Atem- und Bewegungstechnik

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1979 - 1984

Musikschulen, Lehrauftrag (Chor- und Orchesterleitung)

1979 - 1984

Musikdozent und Repetitor, Einstudierungen und Dirigate mit dem WDR Rundfunkchor Köln

1984 - 1986

Korrepetitor

1985 - 1994

Lehrauftrag

1987 - 1989

Leitung des Jugendmusikfests Deutschlandsberg

1987 - 1991

Leitung der Komponistenwerkstatt Deutschlandsberg

1988 - 1990

Institut für Musikwissenschaft: Lehrauftrag (Tonsatz)

1989

Einladung zu den 5. Werkstatt-Tagen des DDR-Musiktheaters

1990

Internationales Festival für neues Musiktheater: Jury-Mitglied

1990

Schaljapin-Opernfestival, Kasan (UdSSR): Gastdirigat (Rigoletto, Otello)

1990 - 1992

Leiter der Komponierwerkstatt

1992

Komponist und Dirigent

1992 - 1994

Gastprofessur (Komposition)

1993

4. Fanny-Mendelssohn-Wettbewerb für Komposition: Jury-Mitglied

1994

Komponist und Dirigent

1994 - 1995

Gastprofessur (Komposition)

1995

seither ordentliche Professur, Leitung einer Kompositionsklasse

als Dirigent zahlreiche Auftritte in Österreich, Italien, Deutschland, Russland und Guatemala (Oper und Konzert)

als Komponist zahlreiche Aufführungen und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland (in Wien, Köln, München, London, Paris, Rom, Moskau, Hongkong u.a.)

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1982

Aufführung mehrerer Werke

1985

Jugendmusikfest: Aufführung mehrerer Werke

1988
1990

Tätigkeit unter Friedrich Cerha (Dir)

1991

Zürcher Mozart-Tage

1992
1992

World Music Days

1994

Aufführung mehrerer Werke (Ensemble 20. Jhdt; Dir. Peter Burwik)

1996
1996

World Music Days

1997

Ensemble 20. Jhtd

1998
1999

anlässlich der 100-Jahrfeier des Opernhauses

2000

Porträtkonzerte in der Reihe "next generation"

2001

quintett.wien

2003

Personale

2005

Gerd Kühr Projekt - Eröffnungskonzert des "musikprotokoll"

2006

im Rahmen des Wiener Mozartjahrs 2006

2006
2007

OENM - Österreichisches Ensemble für Neue Musik

2008

Uraufführung

2009
2010

Uraufführung

2011

Uraufführung

2012

Gesprächskonzert mit Gerd Kühr

2012

Münchner Rundfunkorchester: Leitung Ulf Schirmer

2013
2013

Premiere

2013
2013

Münchner Rundfunkorchester: Leitung Ulf Schirmer

2014
2014

Markus Schirmer (Klavier)

2014

1. Passagen Konzert - Stille

2015

Carte Blanche a  Gerd Kühr

2015

Debütkonzert Duo FredDo

2016

Musikschule Klagenfurt

2016
2016
2017

Konzertreihe "Unerhörte Musik", BKA - Theater Berlin

2017

Schallfeld in Macro - Roma

Rom
2018

Porträt Konzert; MUMUTH

2018

Konzerte "NODES | Kesharim"

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1982
1983
1986
1991
1992

Festival Wien modern '92

1993
1993
1993
1994
1994
1995
1995
1995
1997
1998
1999
2000
2001
2003
2003

Halle/Saale: Internationale Kinderchorfestivals

2004
2006
2006
2006
2006
2007
2007
2007
2008
2008
2009
2010
2010
2011
2012
2013
2013

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1978

Würdigungspreis

1979

Arbeitsstipendium für Musik

1979

Förderungspreis für Musik

1981

Förderungsstipendium

1984

Staatsstipendium für Komposition

1985

International Rostrum of Composers of UNESCO Paris: recommended work

1988

Staatsstipendium für Komposition

1990

Förderungspreis

1993

Körber-Stiftung Hamburg: Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkomponisten

1993

Staatsstipendium für Komposition

1995

Förderpreis

1996

Würdigungspreis

2001

Composer in residence

2004

Ernst-Krenek-Preis

2006

International Rostrum of Composers of UNESCO Paris: recommended work

2007

Composer in Residence: KoFoMi '07

2011

Österreichischer Kunstpreis 2011

2014

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis

Pressestimmen

17. Januar 2017

Ein Genuss: Nikolaus von Bülow spielt Cello (Auszug)
"... Konzert des Stuttgarter Kammerorchesters - u.a. Gerd Kührs Con Sordino
...
Zu Beginn interpretierte das Stuttgarter Kammerorchester bravourös Gerd Kührs Meisterstück "Con Sordino", welches die gewohnten Hörgewohnheiten des Publikums auf die Probe stellt. Kührs Vokabular basiert auf Unübersetzbarem und Akkorden, die innermusikalischen Gesetzen gehorchen..."

Schwarzwälder Bote, Angela Baum

 

2014

"Begonnen wurde das Orchesterkonzert der Grazer Philharmoniker mit einer Grazer Erstaufführung: ´Linie Punkt Fläche Raum´ - der Titel des 2007 fertig gestellten Werkes von Gerd Kühr deutet auf Inspiration aus der Bildenden Kunst. Tempo, Töne und Thema des knapp 20-minütigen Stücks sollen an Arbeitsprozesse von Malern, Zeichnern oder Bildhauern erinnern, erklärt der in Graz lebende Komponist und Dirigent Gerd Kühr: ´Das, was mit Holz immer wieder passiert oder Kratzgeräusche auf einer Leinwand, auf einem Papier und das dann eben musikalisch ausformuliert.´"

ORF Steiermark

"Am Montag (und Dienstag) stand der aus Karlsruhe stammende Künstler erstmals am Pult der Grazer Philharmoniker, die er im Stephaniensaal mit klarer Zeichengebung sehr umsichtig durch Gerd Kührs ´Linie Punkt Fläche Raum´ lotste. Ein 2008 in Wien vom ORF-Radio-Symphonieorchester unter Bertrand de Billy uraufgeführtes Auftragswerk, das in der Umsetzung von Aspekten der bildenden Kunst auf die Musik meisterhaft vorführt, wie eine sehr große Orchesterbesetzung nicht klanglicher Wucht, sondern subtil schattierter Farbenvielfalt dient."

Kleine Zeitung (Ernst Naredi-Rainer)

 

2013 

"… Ihr gemeinsames Interesse an der Verbindung von Sprache und Musik beherrschte diesen Abend, den Gerd Kühr am Pult des eignes zusammengestellten, klangsensibel musizierenden "ensemble 19" umsichtig dirigierte …" 

Kleine Zeitung (Ernst Naredi-Rainer)

"… Dirigent Gerd Kühr führte Schoenberg Chor und Mitglieder des Orchesters "recreation" zu farbigem Schillern, durchsichtiger Lyrik und sensibler Klangschönheit …" 

Kronen Zeitung (Martin Gasser) 

"Es ist eindrucksvoll, wie Kühr seine Skepsis musikalisch artikuliert, und Ulf Schirmer zeichnet sie mit dem BR-Chor und den Solisten (Masako Goda, Sopran; Karin Lovelius, Mezzosopran; Robert Breault, Tenor; Ralf Lukas, Bassbariton) plastisch nach …" 

Süddeutsche Zeitung (Barbara Doll)

"Wer traut sich, heute noch eine Messe zu schreiben?" … "Doch dem uralten Regelwerk zum Trotz, findet Kühr einen eigenen, die Hörer spontan bannenden Ton." 

Münchner Merkur (Gabriele Luster) 

"...Gerd Kührs eindringliche Kammeroper "Stallerhof wurde nach der Premiere in den Kammerspielen stürmisch gefeiert… Gerd Kühr hat Franz Xaver Kroetz´ Drama 1988 mit dem ihm eigenen kompositorischen Feinsinn beantwortet ..." 

Tiroler Tageszeitung, Dienstag 23. April 2013, (Ursula Strohal)  

"... Die Oper "Stallerhof" von Gerd Kühr wird vom Publikum begeistert aufgenommen … Die Musik von Gerd Kühr macht auf einer anderen Ebene erfahrbar, wozu die Worte längst nicht mehr ausreichen ..."

Kronen Zeitung (Moni Brüggeller)

"... Eine "Spurensuche für Sprecher, Chor und Orchester" nennt Gerd Kühr sein neues Werk "Jetzt wohin?", das im Auftrag der Gesellschaft der Musikfreunde entstanden ist und von den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi, dem Singverein und Burgstar Ignaz Kirchner aus der Taufe gehoben wurde. Beeindruckend! ..." 

Kronen Zeitung (FK)

"… Ein 25-minütiger Dialog, gleichsam ein Kammerspiel zwischen Burgschauspieler Ignaz Kirchner und dem Wiener Singverein. Dazu fein gearbeitete, teils effektvolle, aber nie plakative Musik …" 

Kurier (Marion Eigl)

"... Kühr hat die Möglichkeiten der Stimme facettenreich umgesetzt; Da sind kantable Chorpassagen, Chor-Sprecher-Dialoge, interessante Verzahnungen von Orchester und Vokalmasse. Die Symphoniker sind tendenziell im ruhigen Bereich angesiedelt; sie brechen aber mit markanten Statements in Pizzicato-und Glissando-Bereiche auf und betten den Chor bisweilen in einen aus hoch agierenden Geigen und Kontrabässen bestehenden Raum ein ..."

Der Standard (Ljubisa Tosic)

"... Nur wenige Werke für den Konzertsaal sind in so emphatischer Weise von der Sprache her gedacht, dass beinahe von einem musikalischen Traktat die Rede sein könnte ... Statt Chor und Sprecher als gegensätzliche Pole gegenüberzustellen, lässt Kühr gesprochene und gesungene Textfragmente in ein vielschichtiges Wechselspiel treten ..." 

Wiener Zeitung (Lena Drazic)

 

2012

Beethoven im Studio 1 des BR - Dankgesang
... Der österreichische Komponist Gerd Kühr wollte diesem Streichquartett, inspiriert von Ulf Schirmer, noch mehr entlocken, etwas von dem, das Ernst Bloch in seiner Musikphilosophie als 'utopisches Potenzial' aller Musik zuerkennt.
Deshalb transkribierte Kühr es für großes Streicherensemble - ohne eine Note zu ändern. Sein Konzept: eine architektonische Struktur der Klangdynamik in drei Ebenen von Tutti mit Kontrabass als fünfter Stimme, einem halbem Orchester und kleinem Quartett. Das Ergebnis: ein symphonisches Erlebnis, das diese Fassung als eigene Werkgestalt legitimiert. Schirmer und die vitale Streicherfraktion des Rundfunkorchesters realisierten sie mit süffigem Brio und eindringlichem Pathos. 

süddeutsche.de (Klaus P.Richter) 

 

24. November 2011

Hochexpressive Miniaturen - Cerha, Kühr und Mitterer bei Wien Modern
... Heute noch hochkonzentrierte "reine" Musik schreiben - auch das geht, wie Gerd Kühr im Schömer-Haus Klosterneuburg mit der Uraufführung seiner Música Pura bewies: Die fünf kurzen Sätze, bei denen der Komponist das Ensemble "die reihe" dirigierte, sind äußerst sparsam, aber dabei keineswegs fragmentarisch, gehen meist von punktuellen Ereignissen aus, finden jedoch immer zu sinnfälligen Zusammenhängen. 

Der Standard (Daniel Ender) 

 

16. November 2010

... Warum stimmt das Orchester seine Instrumente erst dann, wenn der Dirigent bereits ans Pult getreten ist? Weil Gerd Kühr das so komponiert hat, weil er aus dem Zentralstimmton "a" sein 2006 für Patricia Kopatchinskaja geschriebenes Violinkonzert "Movimenti" entwickelt. Der nächste Überraschungsgag: Die Solistin bleibt zunächst unsichtbar. Dann löst sich aus dem Tremolo der Streicher ihr Ton und die Widmungsträgerin schreitet von hinten barfuß an ihren angestammten Platz, wo sie sich so heftig auf ihre erste Solopassage stürzt, dass ihr der Bogen aus der Hand fällt. 

Kleine Zeitung (Ernst Naredi-Rainer) 

 

13. November 2006

Der Kärntner Komponist schuf eine komponierte Reflexion über Klischees des Virtuosentums, über die Rollenverteilung zwischen Solist und Orchester. Dieses fordert bald einmal mit rhythmisch köstlich "verschrägten" ungarischen Rhapsodiekaskaden das große Solo ein, später, mit Dämpfern geknebelt, die innig-romantische Kantilene. Gerd Kühr erweist sich in dieser Auftragskomposition des Wiener Mozartjahres als großer, hintergründiger Humorist. 

Salzburger Nachrichten (Heinz Rögl) 

 

2002

Waren die Werke für den Konzertsaal der frühen neunziger Jahre geprägt von einer strengen Ökonomie des Ausgangsmaterials, einem Sich-Entwickeln der Musik aus kleinsten melodischen Zellen (in allerdings klanglich immer verblüffend ideenreicher und farbiger Ausgestaltung), so rückt in Kührs Instrumentalmusik heute freiere formale Phantasie stärker in den Vordergrund. Auch ist in dieser - nach den langwierigen, viel Zeit und Energie beanspruchenden Opernprojekten - ein Hang zu kurzen Satzbildungen zu beobachten. Und die vorher voneinander getrennten Sphären des Musiktheaters und der Musik für den Konzertbereich nähern sich in Gerd Kührs Denken immer mehr aneinander an. 

Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde (Heinz Rögl) 

 

18. Juni 2000

Gerd Kühr ist es, der leise in seiner Arbeit freilich sehr bestimmte Komponist aus Maria Luggau, dem die Möglichkeit gegeben war, sich [...] und natürlich auch seine Werke ins Festspiellicht zu rücken. [...] In einem Auftragswerk der Festspiele zeigt sich Kühr - ähnlich wie Kürtág kurz zuvor - von einer fabulierenden und auch mutwilligen Seite. Stop and go and black and white (and sometimes blue) sind die bald anheimelnden bald knirschneden und rabaukenden Inventionen passend überschrieben. 

der Standard (Peter Cossé) 

 

20. September 1999

Musik-Segen für einen Teufelstext
"Tod und Teufel", eine Turrini-Vertonung von Gerd Kühr, wurde im Grazer Opernhaus uraufgeführt. Ein interessantes Stück Musiktheater, mit dem sich die Grazer Oper zum 100. Geburtstag beschenkt hat. [...]
Gesang, Sprechgesang, und auch Gesprochenes, untermalt, belebt kommentiert durch die Klänge des Orchesters, geben den einfach gezimmerten Sätzen reichere Konturen, ein mehr an Dimension. Kaum etwas scheint hier absichtslos vertont, alles besitzt Hintersinn, auch wenn dies sich nicht gleich beim ersten Hören offenbart. 

Die Presse (Stefan Musil) 

 

22. Dezember 1998

Die Berliner Kammeroper spielt erfolgreich Gerd Kührs Kroetz-Oper "Stallerhof" [...] An der unangestrengt wirkenden Musik dieses Werkes imponiert vielmehr, wie sehr sie die fast sprachlosen, in ihren verschüütteten Gefühlen durchaus zärtlichen Personen zu vertiefen mag. 

der Standard (Bernhard Doppler)

Diskografie, Projekte

AufnahmeinterpretIn von (Werk)