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Der leuchtende Fluss

Werktitel
Der leuchtende Fluss
Untertitel
Oper in drei Akten
Opus Nummer
DWV 43
Komponist:in
Beteiligte Personen (Text)
Hermann Wolfgang
Entstehungsjahr
2008–2010
Dauer
120m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Oper/Musiktheater
Sprache (Text)
Deutsch
Besetzung
Solostimme(n)
Chor
Orchester
Besetzungsdetails

Sopran (2), Mezzosopran (1), Tenor (4), Bariton (3), Bass (4), Chor, Orchester

Art der Publikation
Eigenverlag

Doderer Musikverlag

Abschnitte/Sätze
Oper in drei Akten

Handlung

"Die Oper handelt von dem Pima Indianer Ira Hayes, einem Helden unserer Zeit. Ira wird 1945 in seinem Reservat für den Krieg gegen Japan rekrutiert. Worin er die Chance sieht die Slums zu verlassen und gleichzeitig auf das Elend seines Volkes aufmerksam zu machen. Er zieht in den Krieg und kämpft auf der Insel Iwo Jima. Als einer der wenigen Überlebenden, beteiligt er sich an der Aufstellung der amerikanischen Flagge. Dabei entsteht das wohl bekanntest Foto der jüngsten Kriegsgeschichte. In Folge dessen wird er zum Helden ernannt und dazu benutzt um die Kriegskassen wieder zu füllen. Ira versucht diesen Auftrag mit seinem eigentlichen Anliegen zu verbinden. Letztendlich fehlt ihm aber die Kraft dazu. Die Kriegserlebnisse haben ihn demoralisiert und der Alkohol zerstört ihn. Immer wieder wird er von Visionen seines Volkes heimgesucht. Als seine Geliebte versucht, ihn aus dieser ausweglosen Situation zu befreien, wird er erschossen."
Johanna Doderer (2015)

Pressestimmen

"Dennoch, das Werk hat inhaltlich, textlich und vor allem musikalisch kaum eine tragfähige Basis. Es gibt keine Spannung, der Text – soweit man ihn versteht – ist nicht von dramatischem Zugriff und der beständig melodisch dahinfließenden Musik fehlt es an Gegensätzen, an Härten, an Verblüffung ebenso wie an Überraschungen.
Das ist alles einfach zu schön, zu weich, zu einschmeichelnd als gelte es den Kamerafahrten amerikanischer Filme über die Breite der Leinwand einen gefälligen Sound beizugeben. Dass die Komponistin dabei in der Lage ist geschickt Anklänge an so bekannte wie bewährte Kompositionstechniken der Alten und der Neuen Welt des 20. Jahrhunderts anzuwenden ohne einfach zu kopieren, dass sie es versteht klangvolle Arrangements zu setzen auch Klangfarben geschickt zu mischen, das ist unüberhörbar. Woran es mangelt ist die Dramatik, da gibt aber auch die Vorlage kaum Anlässe. So wird in epischer Breite eine Geschichte erzählt, wohlklingend, über weite Passagen in oratorisch, hymnischer Feierlichkeit."
NMZ / Boris Michael Gruhl (02.11.2010)

"«Der leuchtende Fluss» in Erfurt gefeiert. Er kommt aus dem Elend des Reservats und zieht für sein Vaterland in den Zweiten Weltkrieg: Der Pirma-Indianer Ira Hayes wird als Held gefeiert und scheitert schließlich daran.
Sein Schicksal greift die Oper der österreichischen Komponistin Johanna Doderer «Der leuchtende Fluss» auf, die am Sonntagabend am Erfurter Theater ihre Uraufführung erlebte. Das Publikum feierte die moderne wie gesellschaftskritische Inszenierung in der Regie von Generalintendant Guy Montavon mit Bravo-Rufen und langanhaltendem Beifall."
Frankfurter Rundschau (Veröffentlicht am 01.11.2010 11:13)

"Eingängige Musik mit wiederkehrenden Motiven und starke Bilder zeichnen die Tristesse im Reservat, die Schrecken des Krieges und die Vereinnahmung für Propagandazwecke nach."
nordbayern (Veröffentlicht am  01.11.2010 11:13 Uhr)


Auftrag: Oper Erfurt

Uraufführung
31. Oktober 2010 - Erfurt, Theater Erfurt
Mitwirkende: Guy Montavon (Inszenierung), Walter E. Gugerbauer (Musikalische Leitung), Peter Sykora (Ausstattung), Philharmonisches Orchester Erfurt, Opernchor des Theaters Erfurt, Andreas Ketelhut (Chor), John Bellemer (Ira Hayes, Indianer vom Stamm der Pima/Tenor), Marisca Mulder (May, seine Geliebte/Sopran), Florian Götz (Taylor, Mays Bruder/Bariton), Peter Schöne (General Curtis/Bariton), Stéphanie Müther (Captain Smith, Geliebte des Generals/Mezzosopran), Reinhard Becker
(Colonel auf Iwo Jima/Bariton), Ralph Heiligtag (Adjutant/Bass), Sebastian Pilgrim (Onkel/Bass), Dario Süß (Alter Mann/Bass), Franziska Krötenheerdt (Kleiner Junge/Sopran), Jan Rouwen Hendriks (Fotograf/Bass), Reinhard Becker (Colonel/Tenor), Marwan Shamiyeh (Verwundeter Soldat/Tenor), Christoph Dyck (Journalist/Tenor), Chor (Stimmen der Pima - Fantastische Welt/Presseleute), Chor (Die Japaner im Krieg - auf dem Schlachtfeld - Stimmen der Japaner), Chor des Militärs
Weitere Informationen: Die Oper wurde im Jahr 2014 mit dem Ernst Krenek Preis der Stadt Wien ausgezeichnet

Sendeaufnahme
ORF/Landesstudio Wien, Kulturjournal, 29.10.2010

Aufnahme
Jahr: 2010
Titel: Der Leuchtende Fluss
Label: QUINTON RECORDS

Aufnahme
Titel: DWV 45 - Der leuchtende Fluss
Plattform: YouTube
Herausgeber: Johanna Doderer
Datum: 16.02.2015
Mitwirkende: Theater Erfurt

Aufnahme
Titel: Trailer zur Oper "Der leuchtende Fluss" von Johanna Doderer
Plattform: YouTube
Herausgeber: Quinton Records
Datum: 04.05.2011
Mitwirkende: Theater Erfurt

Aufnahme
Titel: Der leuchtende Fluss
Plattform: YouTube
Herausgeber: Quinton Records
Datum: 09.05.2011
Weitere Informationen: 5. Mai 2011, Wien: CD Präsentation "Der leuchtende Fluss", 4. Oper von Johanna Doderer.

Aufnahme
Titel: THEATER ERFURT - Der leuchtende Fluss / Uraufführung
Plattform: YouTube
Herausgeber: TheaterTV
Datum: 24.02.2011
Mitwirkende: Theater Erfurt

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 14. 1. 2021): Doderer Johanna . Der leuchtende Fluss. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/188807 (Abrufdatum: 20. 7. 2024).