Direkt zum Inhalt

Monster’s Paradise

Werktitel
Monster’s Paradise
Untertitel
Eine Grand-Guignol-Oper
Komponist:in
Beteiligte Personen (Text)
Jelinek Elfriede ; Neuwirth Olga (Libretto)
Entstehungsjahr
2024–2025
Dauer
120m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Oper/Musiktheater
Sprache (Text)
Englisch
Besetzung
Solostimme(n)
Vokalensemble
Chor
Kinderchor
Orchester
Besetzungsdetails

Solo: Sopran (1), Mezzosopran (1), Bariton (1), Countertenor (2), Bass (1)

Flöte (2, Piccolo), Oboe (2), Klarinette (2, Es-Klarinette), Bassklarinette (1), Kontrabassklarinette (1), Altsaxophon (1), Tenorsaxophon (1), Fagott (2, Kontrafagott), Horn (2), Trompete (2), Posaune (2), Tuba (1), Pauke/Perkussion (2), Schlagzeug (1), E-Gitarre (1), verstimmtes Klavier (1), Violine (16), Viola (6), Violoncello (6), Kontrabass (4)

Rollen:
VAMPI (hoher Sopran & Schauspielerin (2 Darstellerinnen))
BAMPI  (Mezzosopran & Schauspielerin (2 Darstellerinnen))
KÖNIG/PRÄSIDENT (Charakterbariton)
GORGONZILLA (Schauspieler-Sängerin (mit elektronischem Device))
MICKEY, des Königs höriger Adlatus1 / Doppelgänger des Königs / Todesengel 2 (Countertenor)
TUCKEY, des Königs höriger Adlatus2 / Todesengel 1 (Countertenor)
Ein BÄR (Buffo-Bass)
The GODDESS (Schauspielerin aus dem Off)
Chor der Zombies (Vokalensemble)
Chor der künstlichen Stimmen     
Chor der jugendlichen Vampirinnen     
Kinderchor     
Stimmen aus dem Off     

Art der Publikation
Verlag
Titel der Veröffentlichung
Monster’s Paradise (2024/25)

Bezugsquelle: Boosey & Hawkes

Beschreibung
"Kann nur noch ein Monster die Welt aus den Klauen eines anderen Monsters befreien? Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek werfen in Monster’s Paradise, ihrer dritten gemeinsamen Oper nach Bählamms Fest und Lost Highway, einen satirischen Blick auf die Ungeheuerlichkeiten unserer konfliktreichen Tage. „Wohin man auch schaut: Jauchegruben“ sagt Olga Neuwirth. „Als Künstlerin möchte ich daran glauben, dass unser Potenzial darin besteht, auf Missstände hinzuweisen und trotzdem mit anderen zu kommunizieren, weil es wichtig ist, keine Angst vor anderen Meinungen und vor Widerspruch zu haben.“

In ihrer „Grand Guignol Opéra“, wie Olga Neuwirth sie nennt, schreiben die beiden Österreicherinnen Traditionen des absurden Theaters und Mythen der kultigen Monsterfilme fort. In grotesker Überspitzung spießen die Autorinnen Größenwahn und Hybris (männlicher) Despoten auf. Wobei zwei Vampirinnen dem apokalyptischen Treiben der Welt grantelnd zuschauen… Von ihrer Wolke kommen sie auf die Erde herab, um sich die Katastrophen aus der Nähe zu besehen. Den Kampf mit einem riesenbabyhaften Diktator nimmt das Seemonster Gorgonzilla auf. „Diese Kreatur singt und spricht mit einem elektronischen Effekt wie aus den Horrorfilmen der 1970er Jahre“, so Neuwirth.

In ihrer neuen Oper setzt die vielfach ausgezeichnete Komponistin ihre stilistische Offenheit fort: „Zwischen ,High‘ und ‚low‘“ habe ich nie unterschieden. Ich bin mit menschlich-sozialer und künstlerischer Vielfalt aufgewachsen“. Schon immer hat Olga Neuwirth Jazz, Pop, Kinderlieder, Elektronik oder filmische Schnitttechniken zu einem großen faszinierenden Ganzen amalgamiert. Ihre Musik zu Monster’s Paradise, so deutet sie an, „wird in einer Welt voller Chaos und Destabilisierung durch verschiedene Frequenzen des Äthers schnauben, keuchen und wimmern“.

Ein mit Spannung erwartetes Stück über die Monstrositäten der Macht und eine Welt am Scheideweg."
Kerstin Schüssler-Bach (2025): Über das Werk, abgerufen am 28.1.2026 [https://www.boosey.com/cr/music/Olga-Neuwirth-Monster-s-Paradise/113776]

Uraufführung
1. Februar 2026 - Hamburg (Deutschland), Staatsoper
Mitwirkende: Tobias Kratzer (Regisseur), Titus Engel (Dirigent), Ensemble Hamburgische Staatsoper

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 1. 2026): Neuwirth Olga . Monster’s Paradise. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/214434 (Abrufdatum: 4. 2. 2026).