Faber Roland

Vorname
Roland
Nachname
Faber
erfasst als
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1960
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
1974 - 1979 Gitarre
1978 Wien Matura
1979 - 1985 Universität Wien Wien Pädagogik
1979 - 1985 Universität Wien Wien Philosophie
1979 - 1985 Universität Wien Wien Psychologie
1979 - 1985 Universität Wien Wien Theologie
1984 Komposition
1985 Universität Wien Wien Magisterium in Fachtheologie
1992 Universität Wien Wien Doktorat in Theologie
1997 Universität Wien Wien Habilitation in Theologie

Tätigkeiten
1981 Universität Wien Wien Studienassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät
1985 Universität Wien Wien Vetragsassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät
1986 Innsbruck Österreichische Gesellschaft für Religionsphilosophie: Mitglied
1988 Universität Wien Wien Studienassistent im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät
1989 Internationale Gesellschaft für Neue Musik - IGNM Österreich Wien Mitglied
1992 Projekt Zeit.Schnitte: Literatur und Musik in Interaktion gemeinsam mit dem Schriftsteller Christoph Janacs
1993 Franz-Schubert-Institut Baden Mitglied
1996 American Academy of Religion, Atlanta: Mitglied
1997 Center for Process Studies, Claremont: Mitglied
1998 Universität Wien Wien Assistenzprofessur am im Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät
1998 Universität Wien Wien Habilitation am Institut für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät
1998 Universität Wien Wien Post-Promotion von "Dozent" an der Katholischen Theologischen Fakultät
1999 Universität Wien Wien außerordentlicher Universitätsprofessor für Katholische Dogmatik
2001 Cincinnati Xavier University: Unterricht einer Klasse über die christlichen Eschatologie in den US, europäischer Dialog mit Prof. Joseph Bracken
2002 Bearbeiten von Whitehead's Harvard Lectures 1925/1926 aus den Noten von Charles Hartshorne, veröffentlicht in Prozess-Studien 30/2 (2002) 301-373
2003 Veröffentlichung seines Buches: "Gott als Poet der Welt. Anliegen und Perspektiven der Prozesstheologie"
2005 Claremont Graduate University, Claremont: Professor für Religion und Philosophie
2005 Claremont School of Theology, Claremont: Professor für Prozess-Theologie
2006 Center for Process Studies, Claremont: Co-Direktor
2006 Claremount Graduate University, Claremont: Lehrkörper an der Fakultät für Philosophie der Hochschule für Geisteswissenschaften
2006 Whitehead Research Project, Claremont: Initiator und Geschäftsführer
2008 Chicago Chicago Divinity School: Unterricht
2008 Society of Difference: Mitglied
2008 Whitehead Metaphysical Society, Polen: Mitglied
2008 neues Buch: "God as Poet of the World: Exploring Process Theologies"

Aufführungen (Auswahl)
Klangforum Wien Wien
ORF - Österreichischer Rundfunk
Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik Bludenz
Contrast Trio
Hörgänge
Nomos Quartett
ORF - Österreichischer Rundfunk Österreich heute

Auszeichnungen
1989 Köln: internationaler Kompositionspreis
1990 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis für Musik
1990 Stadt Wien Arbeitsstipendium
1990 Adolf Schärf-Fonds Förderungspreis für Komposition
1991 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
1992 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis für Musik
1993 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis für Musik
1994 Stadt Wien Arbeitsstipendium
1995 Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendium
2000 Kardinal Innitzer Fonds: Preis für Exzellenz in der Theologie

Stilbeschreibung

Klangstudien. Eindringen in den Klangbereich jedes Instrumentes. Das Instrument als Orchester.
Graphische Notation. Notationsversuche zur Auffächerung eines Instruments in "Teilinstrumente".
"Überbestimmung" der Techniken zur Klanginitiation einer Phrase. Das zwingt zu einer Auswahl des tatsächlichen Klangs aus einem potentiellen Klangraum. Improvisationszwang; durch Überbestimmung wird zugleich eine "Unterdetermination" des Faktischen erreicht.
"Tiefenstrukturen": entwickelt einen Klangbereich nach strukturellen Kriterien ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Zeitverlauf: diese Struktur ist gewissermaßen eine (platonische) "Idee", die in der Zeit nicht verwirklicht werden kann. "Zeitstrukturen" werden darüber gelegt: sie sind zeitbezogen und ergeben kein zeitloses Gebilde, sie sind eher Klang"schläuche", in denen sich ein Klang entlang bewegt, ohne ihnen entkommen zu können.
Modalität durch dreizehntönige Skala. Mikrotonalität oft gefordert.
Allen Werken liegt ein Strukturgebilde zugrunde, von dem her sowohl Zeitgestaltung (Metrik, Rhythmik ...) als auch Harmonik und Klangfarbenraum, Anzahl der Instrumente und Länge eines Stückes bestimmt werden. Dieses dreizehngliedrige Gebilde ist rein formaler Natur und kann auf jedwede Kategorien angewandt werden.
"Licht-Dunkel"-Mystagogie: Klangfarbenentwicklung zwischen antipodischen Klangräumen wie rauh - weich, rein - sehr geräuschhaft, weich - hart, schrill - beruhigend etc.
"Entritualisierung": Erkennen ist Wiedererkennen: Unterbinden von Wiederholung (Wiedererkennen) ermöglicht (Anti-) Strukturen ohne Anhaltspunkte für strukturverwöhntes Ohr. "Ritualisierung" ist Ermöglichen von Wiederholung/Wiedererkennen/Erkennen von Strukturinseln im flüchtigen Zeitverlauf. Diese Elemente spielen eine entscheidende Rolle: Je nach ihrer "rhythmischen" oder ungleichgewichtigen Verteilung in einem Stück wird der Eindruck von befriedigtem Sich-Niederlassen oder verstörtem Suchen nach einem Halt im Zeitstrom vermittelt. Diese strukturellen "Ideen" bestimmen antagonistisch eine übergeordnete Ebene des Rhythmus meiner Musik.

Roland Faber 1996

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Roland Faber. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/53380 (Abrufdatum: 23. 9. 2020).