Rufe - für Violine, Violoncello, Klarinette und Klavier

Werktitel
Rufe
Untertitel
für Violine, Violoncello, Klarinette und Klavier
Opus Nummer
opus 20
KomponistIn
Entstehungsjahr
1993
Dauer
~ 15m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Ensemblemusik
Besetzung
Quartett
Besetzungsdetails
Art der Publikation
Manuskript
Abschnitte/Sätze:
3 Sätze

Uraufführung:
1994 Waidhofen/Ybbs
InterpretInnen: Birgit Kolar (Vl), Leonore Aumaier (Pf), Reinhard Wieser (Klar), Attila Szekely (Vc)
Die "Rufe" sind in freitonaler und ziemlich konventioneller musikalischer Technik gearbeitet. Die Satztechnik ist überwiegend polyphon, Imitationen, Kanons u. ä. werden häufig verwendet. Die drei Sätze des Werkes können als Rufe verstanden werden: 1. Als Aufruf an die Zuhörer und an sie gerichtete Einladung, sich dem Werk zu öffnen. Eine schlichte, den traditionellen Hörgewohnheiten entsprechende musikalische Redewendung soll den Einstieg erleichtern. 2. Als Anruf an den Heiligen Geist, der unseren Geist beseelt. Zaghaft und demütig rufen wir, hören sein Brausen und spüren im Choralzitat (Veni creator spiritus...) seine Gegenwart. Ebenso still und demütig bitten wir auch. 3. Als Jubelruf über den österlichen Sieg. Wer will, mag in den vielen auf- und absteigenden Quinten und Quarten eine Anspielung an Bruckners "Te Deum" heraushören. Im Kanon von Violine, Violoncello und Klarinette ertönt das österliche "Christ ist erstanden". Nach dem Höhepunkt führt die Musik in Umkehrung der Themen zu den ursprünglichen Quinten und Quarten zurück.

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 1. 3. 2020): Küchl Ulrich . Rufe - für Violine, Violoncello, Klarinette und Klavier. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/93596 (Abrufdatum: 28. 7. 2021).