Shimizu Hajime

Vorname
Hajime
Nachname
Shimizu
erfasst als
KomponistIn
DirigentIn
MusikerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Flöte
Klavier
Violoncello
Geburtsort
Yokohama
Geburtsland
Japan
Ausbildung
1975 Beginn des Kompositionsstudiums (Hiroshi Yanagisawa)
1977 - 1980 Yokohama öffentliche Oberschule Yokohama-Hiranuma
1982 Tokyo - Japan Tokyo University of Arts: Komposition (Mareo Ishiketa, Shozo Maruta, Kenjiro Urata, Izumi Yamada)
1986 Diplom
1986 - 1989 Meisterkurse: Komposition (Teizo Matsumura), Magisterium
1989 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien ab diesem Zeitpunkt Komposition Schwertsik Kurt

Tätigkeiten
1986 - 1989 Totsuka-Bezirksorchester: Dirigent
freier Konzertpianist

Aufführungen (Auswahl)
1985 Tokyo - Japan University of Arts Tokyo
1992 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien
1994 Hörgänge - Musik in Österreich Wiener Konzerthaus
1996 Hörgänge - Musik in Österreich Wiener Konzerthaus

Auszeichnungen
1976 Musikwettbewerb für Mittelschüler/Yokohama: zwei Preise (Komposition und Blockflöte)
1979 Wettbewerb des Nami-no-Kai-Verein: Preis (japanische Lieder)
Wettbewerb im Rahmen des Kunstfestes Kanagawa: Dritter Preis (Chorkomposition)

Stilbeschreibung

Als ich nach meinem langen Studium der europäischen Musik den Reiz der heimatlichen traditionellen Musik entdeckt habe, war meine Beachtung anfangs fast nur auf die Musik des No-Theaters beschränkt. Bald aber habe ich mir eine ganze Sammlung von verschiedenen japanischen Musiken erworben und wie besessen angehört. Parallel zu dieser musikalischen Beschäftigung hat sich mein Interesse andererseits auch auf die gedankliche Bedeutung und den historischen Hintergrund der japanischen Kultur gerichtet. Darüberhinaus ist die Fragestellung von "West und Ost" ein wichtiges Thema geworden. Was mich gefangen und inspiriert hat, war die primitive, freie Sinnlichkeit in der alten Zeit, die man heute viel weniger besitzt. In meiner 'Fantasie für Flöte und Klavier' habe ich mich zum ersten Mal mit der japanischen Tradition auseinandergesetzt. [...] Das formale Konzept für 'Mugen-Hikyoku', das Schwesterstück der 'Fantasie', ist fast identisch, aber diesmal wollte ich an die dramatisch ausdrucksvolle Welt des No-Spiels mittels eines großen Orchesters noch dichter heranreichen. [...] 'Mugen-Hikyoku' beruht aber auf keiner bestimmten Geschichte. Es ist sozusagen eine fast rein musikalische Essenz aus dem No-Drama. Nach asiatischen Gedanken und Gefühlen wollte ich mit 'In die Landschaft horchen' die Frische der instinktiv wahrgenommenen Klänge bewahren. Daher habe ich es ziemlich improvisatorisch geschrieben und die technische Ausarbeitung mehr zurückgenommen als in meinen vorhergegangenen Werken. Es ist mir beim Komponieren manchmal so, als wäre die Musik von Anfang an irgendwo außer mir gewesen und nur durch mich hindurchgewandert, um aufgeschrieben zu werden.

 

Hajime Shimizu, 1996