Febel Reinhard

Vorname
Reinhard
Nachname
Febel
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1952
Geburtsort
Metzingen bei Stuttgart
Geburtsland
Deutschland
Ausbildung
1979 Hochschule für Musik Freiburg/Breisgau Freiburg/Breisgau Komposition Huber Klaus
1982 Institut de recherche et coordination acoustique - IRCAM Paris Teilnahme an den Kursen für elektronische Musik

Tätigkeiten
1983 Vorträge, Seminare, Konzerte in Argentinien, Uruguay, Chile und Peru mit dem Goethe-Institut
1983 - 1988 London freiberuflicher Komponist in London
1987 Filmmusik zu dem Fernsehfilm "Der Zauberbaum" nach einem Roman von Peter Sloterdijk
1989 Hannover Hochschule für Musik und Theater Hannover: Professur für Komposition und Musiktheater
1993 University of Natal, Durban/Südafrika: Gastdozent
1993 Studienaufenthalt in Kamerun
1994 Wellington, Auckland/Neuseeland und Riga/Lettland: Gastvorlesungen
1995 Buenos Aires Centro de Estudios Avanzados en Música Contemporánea (CEAMC): Kompositionskurs
1995 La Paz/Bolivien: Kompositionskurs
1997 Houston/Texas, Taipei/Taiwan und Kyoto/Japan: Workshops und Gastvorträge
1997 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Professor für Komposition
2000 Ankara - Türkei Hacettepe University: Gastdozent
2001 Universität Natal, Durban/Südafrika: Gastdozent
2002 Konservatorium Skopje, Skopje/Mazedonien: Gastdozent
2003 Stellenbosch University, Südafrika: Gastdozent
2005 Edinburgh - Großbritannien University of Edinburgh: Gastdozent
2005 Buenos Aires Centro de Estudios Avanzados en Música Contemporánea (CEAMC): Gastdozent
2005 Stellenbosch University, Südafrika: Gastdozent
2005 Internationale Sommerakademie Mozarteum Salzburg Salzburg Meisterkurs Komposition
2006 Gastkurse an den Konservatorien Udine (Italien) und Sevilla (Spanien)
Weimar Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar: Gastdozent

Aufträge (Auswahl)
1983 Bayerische Staatsoper Euridice - Kammeroper nach Jacopo Peri
1985 Auftrag für das Jugendorchester der europäischen Gemeinschaft für Sinfonie - für großes Orchester
1988 Auftrag für das Bundesjugendorchester zu dessen zwanzigjährigem Bestehen
Theater Bonn Besuchszeit - Ein Spiel für drei Schauspieler und Musik

Aufführungen (Auswahl)
1985 Donaueschinger Musiktage Donaueschingen Sinfonie - für großes Orchester
1988 Opernhaus Kiel Kiel Nacht mit Gästen - Musiktheater
1992 Dortmund Theater Dortmund Sekunden und Jahre des Caspar Hauser - Oper in drei Akten und neun Bildern
1994 Staatstheater Darmstadt Darmstadt   Morels Erfindung
1996 Oper Hagen Beauty - Musiktheater
2001 Oper Bonn Bonn Besuchszeit - Ein Spiel für drei Schauspieler und Musik
2003 Berlin Philharmonie Berlin Wolkenstein - Lieder nach Texten und Melodien des Oswald von Wolkenstein
2004 Dublin National Concert Hall Sphinxes - für Orchester
2005 Toihaus -Theater am Mirabellplatz Salzburg Frida - Ein Traumbild
2005 Stuttgart Eclat - Festival Neue Musik Stuttgart: "scarlatti rey" aus Sieben Sonaten - für Klavier
2005 Salzburg Musikfest Salzburg Polyphonie - für Violine
2006 Toihaus -Theater am Mirabellplatz Salzburg Gespensterhaus - Ein Horrorbild. Kammermusiktheater
2006 Belgrad Ensemble Acrobat, Guarnerius - Center of Arts: im Rahmen von "Komponistentribüne" Die Masken des Pierrot - für Frauenstimme und Klavier

Auszeichnungen
1979 SWR - Südwestrundfunk Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung
1980 Kompositionsseminar Boswil/CH: Kompositionspreis
1980 Stadt Bonn: Beethovenpreis
1984 Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, Rom: Stipendiat
1984 Wilfried Steinbrenner-Stiftung: Preisträger
1988 Künstlergilde Esslingen: Johann-Wenzel-Stamitz-Preis
1992 Land Niedersachsen: Niedersächsisches Künstlerstipendium

Pressestimmen

12. Mai 2001

Lediglich aus Holz- und Blechbläsern sowie Schlagwerk ist ein wandlungsfähiger Klangkörper entstanden, in den Febel wirkungsvoll einen nichtsemantischen Chor einschmilzt. [...] Manchmal hat die Musik Blei in den Adern, dann wieder Benzin. Sie nimmt Vertrautes verfremdet auf, Klänge der Natur ebenso wie blechernes Maschinenrotieren. Und generiert so, ohne postmodernen Eklektizismus, ein atmosphärisches Gewebe irgendwo zwischen unterschiedlichen Klangssystemen und Klangkontinuum. 

Süddeutsche Zeitung (Svenja Klaucke) 

 

30. März 1993

Mit seinem A-cappella-Werk [Anm.: "Die vier Zeiten"] gelingt ihm viel: eine unglaublich differenziert auskomponierte Atmosphäre für jedes "Bild", reich an Zwischentönen und Klangfarben. Der Chor singt textlos, die heraustretenden vier Solisten intonieren Gedichte Runges. [...] Hier diente eine avancierte Kompositionstechnik also einem durchaus wohlklingenden "Realismus", mit dem Febel der hochromantischen Vorlage im Sinne Runges gerecht wurde, der sich "eine abstrakte, malerische, phantastisch-musikalische Dichtung" vorstellte. Und gleichzeitig bediente Febel die begierig gespitzten Ohren der auf Neues erpichten Hörer mit äußerstem Raffinement. 

Die Zeit (W. Schwinger) 

 

1982

Der deutsche Komponist Reinhard Felbel (geboren im Jahr 1952) muss als einer der am weitesten und am häufigsten aufgeführten jungen Komponisten im heutigen Europa. Die Anzahl der Vorstellungen hat jedoch selten mit deren Qualität übereingestimmt.

Tempo (Douglas Young)


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