Heyer Andreas

Vorname
Andreas
Nachname
Heyer
Nickname
Andie Heyer
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
ArrangeurIn
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Jazz
Instrument(e)
Klavier
Gitarre
Elektrische Bassgitarre
Geburtsjahr
1984
Geburtsort
Salzburg
Geburtsland
Österreich

Foto © Oliver Obermoser

Andie Heyer wurde 1984 in Salzburg geboren. Er lernte zunächst Klavier, Jazz-Klavier und E-Bass am Musikum Salzburg. Sein Interesse an traditioneller klassischer Komposition und seine Neugierde auf neue Musikkonzepte aus dem 20. und 21. Jahrhundert sowie Strukturen des Jazz und Texturen der Weltmusik vertiefte Heyer bei seinen verschiedenen Ausbildungen an zwei Musikuniversitäten. Er war an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz (Christoph Cech, Christian Muthspiel) sowie an der Universität Mozarteum Salzburg (Reinhard Febel, Franz Zaunschirm). Daneben besuchte eine Reihe von Meisterkursen mit renommierten zeitgenössischen Komponisten wie z.B. Helmut Lachenmann (D), Steve Reich (USA), Nikolaus Harnoncourt (AT), Renato Miani (IT), Georges Aperghis (GR/FR), Johannes Maria Staud (AT), Beat Furrer (CH), Toshio Hosokawa (JP), Matthias Pintscher (D). Sein Interesse an der Filmmusik brachte ihn in die USA an die FMI Film Music Institute in Hollywood (Steven Scott Smalley). Er hat bereits mehrere international bedeutende Awards gewonnen und ist als klassischer Komponist und ausübender Musiker äußerst gefragt und vielseitig.
Nicola Benz (2020)

Stilbeschreibung

Andie Heyer komponiert für verschiedene Stile und in unterschiedlichen Formen: Solo-Instrumentalstücken, Kammermusik und auch Orchesterwerken für die Konzertbühne. Er schreibt daneben Musik für Film und Medien und hat bereits für eine Reihe unabhängiger, kurzer und experimenteller Filme sowie Werbespots Kompositionen verfasst. Ebenso komponiert er die Musik für seine Jazz Ensembles und Projekte. Er arbeitet auch als Orchestrator und Arrangeur für viele Orchester / Ensembles - sowohl für die Konzertbühne als auch für die Studiowelt.

Wer eines seiner Werke hört, erkennt gleich seine Liebe zu "Außergewöhnlichem" und sein umfangreiches musikalisches Know-how. Filmmusik ist seine Leidenschaft und eines seiner Spezialgebiete.
Verena Platzer (2020)

Auszeichnungen

2006 Universität Mozarteum Salzburg: Leistungsstipendium
2007 Kompositionswettbewerb - Wendl & Lung, Wien: Preisträger (Rondo Capriccioso)
2008 Kompositionswettbewerb "Münchner Klavierbuch" - Deutscher Tonkünstlerverband, München (Deutschland): Preisträger (Prélude Nr. 4)
2008 Universität Mozarteum Salzburg: Leistungsstipendium
2009 Kompositionswettbewerb - Wendl & Lung, Wien: Preisträger (Perpetuum Mobile)
2018 zahlreiche Auszeichnungen weltweit für "Best Original Film Score" für den Kurzfilm "Sans Titre" (Regie: Patrik Howanitz), u.a. Los Angeles Film Awards, European Cinematography Awards, Global Film Festival/Los Angeles etc.

Ausbildung

1995–1999 Musikum Salzburg / Salzburger Musikschulwerk: Klavier (M. Kuppelwieser), Bassgitarre (W. Pointner), Jazzpiano (D. Schröckenfuchs), Keyboard (D. Schröckenfuchs)
20002005 Institut für Jazz- und Improvisierte Musik - Anton Bruckner Privatuniversität Linz: IGP und E-Bass - BA mit Auszeichnung (Helmut Schönleitner)
2000–2005 Masterclass Workshops - Anton Bruckner Privatuniversität Linz: Teilnehmer (Kai Eckhardt, Gerald Veasley, Rich Brown etc.)
2003–2005 Anton Bruckner Privatuniversität Linz: Musik- und Medientechnologie - BA mit Auszeichnung (Adelhard Roidinger)
2005–2008 Universität Mozarteum Salzburg: Komposition, Dirigieren und Musiktheorie - BA mit Auszeichnung (Reinhard Febel)
2006 Scuola Internazionale di Liuteri "Antonio Stradivari", Cremona (Italien): Bildungsaufenthalt
2007 Filmmusik-Symposium "SCORE.ed", Salzburg: Teilnehmer
2008 Workshop "Professional Modul" - Vienna Symphonic Library, München (Deutschland): Teilnehmer
2008–2011 Universität Mozarteum Salzburg: Musiktheorie und Komposition - MA (Franz Zaunschirm), Masterarbeit zum Thema: "Afrikanische Musik und ihr Einfluss auf die Komposition"
2008–2011 Masterclass Workshops - Universität Mozarteum Salzburg: Teilnehmer (Helmut Lachenmann, Johannes Maria Staud, Nikolaus Harnoncourt etc.)
2009 Berklee College of Music, Boston Conservatory, NEC New England Conservatory, Boston (USA): Bildungsaufenthalte
2012–2013 FMI Film Music Institute, Los Angeles (USA): The Art of Orchestration for Film & TV (Steven Scott Smalley)
2017 Hollywood Music Workshop, Baden: "Conducting for Modern Film Scoring" (Johannes Vogel)
2017 FIMU Symposium Workshop - mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Filmusik (Danny Elfman)

Tätigkeiten

1996–heute Musiker, Komponist (selbständig und für verschiedene Ensembles)
1999–heute AKM – Staatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger: Mitglied
1999–heute Austro Mechana Gesellschaft zur Verwaltung und Auswertung mechanisch musikalischer Urheberrechte GesmbH, Wien: Mitglied
2002 erste Solo-CD "Bass 4 You" (nur mit Elektro-Bassgitarren)
2003 Musical-Produktion "Jesus Christ Superstar" - Brucknerhaus Linz: künstlerischer Beitrag
2005–heute Musiklehrer (im privaten Bereich am E-Bass und Nachhilfeunterricht für universitäre Prüfungen in musiktheoretischen Fächern)
2005–heute Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM, Salzburg: Mitglied
2005–heute ÖKB Österreichischer Komponistenbund, Wien: Mitglied
2005–heute mica – music austria, Wien: Mitglied
2006 OFF:Mozart Festival, Mozart 2006 Salzburg: Mitwirkung am experimentellen Dokumentarfilm "Genius for Sale"
2007 Universität Mozarteum Salzburg: Mitwirkung beim "Orchesterprojekt" (Leitung: Dennis Russell Davies)
20082010 Universität Mozarteum Salzburg: Ersatzmitglied der Curricularkommission (Abteilung Dirigieren und Komposition)
2009 Projekt "Jugalbandhi" mit indischen Musikern
20092010 Universität Mozarteum Salzburg: Lehrbeauftragter und studentischer Mitarbeiter
2012–heute selbständiger Musiker, Komponist, Arrangeur
2015–heute Pre-Colleg - Universität Mozarteum Salzburg: Lektor (Musiktheorie, Gehörbildung)
2015–heute Musikergilde Österreich: Mitglied
2018–heute Firma Klangwunder: Mitbegründer und Geschäftsführer (gemeinsam mit Joy Brandstaetter)

In- und Ausland: Konzert- sowie Studiotätigkeiten, Workshops, Wettbewerbe, CD-Produktionen mit diversen Musikern und Bands (Jazz, Rock, improvisierte Musik)

Mitglied in Band/Ensemble/Orchester
1997–2003 Unknown Dimension, Salzburg: Bassist
1998–2000 Die
Zuawibiaga, Salzburg: Bassist
2004–2008
Max Kickinger Trio, Salzburg: Elektronik, Gitarre
2004–2009 Andie Heyer & Max Kickinger Trio, Salzburg: E-Bass
2009 Jugalbandhi, Salzburg: E-Bass und Komposition
2010–heute ESPR!music, Salzburg: E-Bass

Aufträge (Auswahl)

2004 European Pop Orchestra: 2 Orchesterwerke
2006 Mozarteumorchester Salzburg: Projekt "Mozart-Lieder"
2006 OFF:Mozart Festival, Mozart 2006 Salzburg: "Genius for Sale" - Musik zum Dokumentarfilm
2007 Mozarteumorchester Salzburg: Eris - die Göttin der Zwietracht
2008 im Auftrag von Maximilian Widmaier: "Kill your darlings" - Musik zum Kurzfilm
2009 Junge Philharmonie Salzburg: JPS meets Nobulus
2010 Junge Philharmonie Salzburg: Maria Bill singt Edith Piaf
2012 Philharmonie Salzburg: Orchestrationsaufträge für Orchester, Chor und den 5 Tenören
2013 Philharmonie Salzburg: Orchestrationsaufträge für Orchester; "Musical Gala mit Uwe Kröger"
2014 Philharmonie Salzburg: Orchestrationsaufträge für Band; "Stiegl Klassik Open Air"

Aufführungen (Auswahl)

Als Komponist
2006 OFF:Mozart Festival, Jazzit Salzburg: "Genius for Sale" - Musik zum Dokumentarfilm (UA)
2007 Kompositionswettbewerb - Wendl & Lung, Wien: Rondo Capriccioso (UA)
2007 Mozarteumorchester Salzburg, Dennis Russell Davies (dir): Eris - die Göttin der Zwietracht (UA)
2007 Weihnachtskonzert - Universität Mozarteum SalzburgEs ist ein Ros entsprungen (UA), In dulci jubilo (UA), Puer natus in Bethlehem (UA), Nun komm, der Heiden Heiland (UA), Vom Himmel hoch, da komm ich her (UA)
2008
Preisträgerkonzert "Münchner Klavierbuch" - Deutscher Tonkünstlerverband, München (Deutschland): Prélude Nr. 4 (UA)
2009 Kompositionswettbewerb - Wendl & Lung, Wien: Perpetuum Mobile (UA)

Als Interpret
2002 Maria Bill (rez), Christoph Cech (dir), Festival 4020 - mehr als Musik, Altes Rathaus Linz: Lob der Arbeit - Arbeiterlieder

Pressestimmen

15. Dezember 2007
"Ein "Weihnachtskonzert Mozarteum" der etwas anderen Art [...] "Gänsehautgarantie" liefern auch die a-cappella Weihnachtsliedsätze, an denen Andie Heyer das Publikum teilhaben lassen wird. Im Renaissance-Stil werden unter anderem Lieder wie "Vom Himmel hoch, da komm ich her" und "In dulci jubilo" zu hören sein."
Salzburger Nachrichten: Skurrile Weihnacht (A. Keglevic)

21. Mai 2007
"Andie Heyer, mit dem der Göttin der Zwietracht "Eris" gewidmeten Satz, weckte Assoziationen etwa an den Trojanischen Krieg: Ein absolut fesselndes Stück, wert es sich und den Namen seines Schöpfers zu merken. [...] Der lang anhaltende Applaus war für alle Ausführende und die anwesenden Komponisten absolut gerechtfertigt. Und - dies hätte wohl auch ein größeres Auditorium, etwa Kulturvereinigungspublikum im Großen Festspielhaus, absolut zu begeistern vermocht!"
Drehpunkt Kultur (H. Reischenböck) 

2006
"Mozarts fleißiger Erbe - Der junge Salzburger Komponist Andie Heyer lebt für die Musik. [...] Andie freut sich, denn Mozart, so sagt er, ist sein Idol. Wenn man ihn fragt, wieso, so kommt eine weitere bescheidene Antwort eines bescheidenen jungen Mannes: "Weil für ihn die Musik selbstverständlich war"."
Salzburger Bezirksblätter (Steffi Nürnberger) 

9. Oktober 2006
"Genius for Sale nennt die Regisseurin Nicole Baïer ihr "experimentelle Video-Dokumentation" zum Mozartjahr [...] Im Jazzit war sie auch auf der Bühne zu bewundern, denn die Musiker improvisierten live - und mit so herzhaftem Schwung und spürbarer Liebe zum vielleicht größten aller Unterhaltungsmusik-Komponisten, der der Genius loci ja auch gewesen ist, dass es eine reine Freude war. Max Kickinger (E-Gitarre und Leitung), Johannes Steiner (Diatonische Harmonika), Peter Traunmüller (Schlagzeug), Andie Heyer (Bass) - mit denen und der Sängerin hätte W. A. sicher gleich mitimprovisiert."
Drehpunkt Kultur (G. F. Kasparek) 

13. Juni 2006
"Wahrlich er muss ein Zauberer sein, heißt es in KV 472. Vom Mozart'schen "Zauberer" ließ sich Andie Heyer zum ungarischen "Varázsló" inspirieren, zu einem perlenden Klang-Cocktail aus Paul Dukas "Zauberlehrling", Harry Potter-Zitaten oder Anklängen aus György Ligetis Zauberlehrling-Etüde. Kompostionsstudenten der Universität Mozarteum haben auf Anregung von Reinhard Febel "Das Liedschaffen Mozarts neu komponiert"."
Drehpunkt Kultur (H. Klabacher)

01. Juni 2006
"[...] Préludes per pianoforte (beste neue Salonmusik von Andie Heyer) sind ebenfalls jedem durchschnittlichen Konzertbesucher zuzumuten."
Drehpunkt Kultur (G.F. Kasparek)

2004
"Andie Heyer ist gerade mal 18 Jahre jung und studiert am Bruckner-Konservatorium in Linz/Österreich E-Bass. Seine Solo-CD "Bass 4 You" mit sechs instrumentalen Stücken ist schon sehr beeindruckend. Die Musik wurde nur mit Bässen aufgenommen, meist wurden dabei drei bis sechs Bass-Spuren übereinadergelegt. Die ruhige jazzige Musik erinnert an das Duo Pat Metheny & Charlie Haden; neben vier eigenen Stücken gibt es auch zwei Cover-Versionen: John McLaughlins "Zakir" und "Dr. Kapeh" von E-Bassist Kai Eckhardt De Camargo. Bei letzterem sowie Gerald Veasley hatte Andie auch schon Unterricht. Ein junger talentierter Musiker, der sicher seinen Weg finden & machen wird."
Gitarre & Bass

2004
"Melancholische mehrstimmige Arrangements mit sphärisch-träumerische Melodien, eingebettet in weite Hallräume - das ist der Personalstil, den uns Andie Heyer auf seiner CD präsentiert, und der uns mehr als gefallen hat. Ein weiterer Pluspunkt: Andie komponierte vier der sechs Titel selbst und stellt damit unter Beweis, dass er ein gutes Gespür für starke Melodien hat, die er geschmackvoll zu arrangieren weiß! Klasse!"
Bassprofessor

Diskografie (Auswahl)

Als Komponist
2002 Bass 4 You - Andie Heyer

Als Interpret
2000 Gates To Paradise - Unknown Dimension

Literatur

2013 Seierl, Wolfgang: mica-Interview mit Werner Raditschnig und Andie Heyer. In: mica-Musikmagazin.
2018 mica: Wordraps zu Salzburg - Über Musik, die Szene und geheime Ecken. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Website: Andie Heyer
Website: Klangwunder
Website: ESPR!music
ÖKB: Andreas Heyer
Facebook: Andie Heyer
YouTube: Andie Heyer
YouTube: ESPR!music
Soundcloud: Andie Heyer
Soundcloud: ESPR!music
Musikergilde: Andie Heyer
IMDb: Andie Heyer

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 30. 6. 2020): Biografie Andreas Heyer. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/79358 (Abrufdatum: 22. 10. 2020).

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