A map is not the territory
für großes Ensemble
KomponistIn: Staud Johannes Maria
Entstehungsjahr: 2001
Dauer: ~ 18m
Genre:

A map is not the territory - für großes Ensemble

Besetzungsdetails

Orchestercode:  1(Picc,AFl)/1(EHr)/2(Klar in Es,BKlar)/1(KFag) - 2/1(C)/1/0 - Perc (3) - Akk, Pf - 1/1/2/2/1

Flöte (1, auch Piccolo und Altflöte), Oboe (1, auch Englischhorn), Klarinette (2), Fagott (1, auch Kontrafagott), Horn (2), Trompete (1, in C), Posaune (1), Perkussion (3), Klavier (1), Akkordeon (1), Violine (2), Viola (2), Violoncello (2), Kontrabass (1)

ad Horn, Viola und Violoncello: geteilt

Abschnitte/Sätze

3

Publikation

Titel:  A map is not the territory
Verlag:  Universal Edition

Aufnahme

Titel:  Berenice. Lied vom Verschwinden

Auftrag

Auftraggebende Organisation:  Klangforum Wien

Weitere Informationen: für den Europäischen Musikmonat Basel 2001

Anlass

Weitere Informationen: für den Europäischen Musikmonat Basel 2001

Weiterführende Informationen

Der erste Satz kann als eigenständiges Werk unter dem Titel "A map" aufgeführt werden. Zweiter und dritter Satz dürfen nur in der vollständigen Version aufgeführt werden.

Uraufführung

Band/Ensemble:  Klangforum Wien

Ort der Uraufführung: Paul Sacher Auditorium, Basel InterpretInnen: Ed Spanjaard (Dir)

Stilbeschreibung

Während des Kompositionsprozesses an diesem Werk erschienen mir obige Überlegungen beim Umsetzen musikalischer Vorstellungen in ein System von Zeichen als äußerst relevant. Wenn wir nämlich die Partitur als "sprachlich" abstrahierte, für die Interpreten lesbare Karten auslegen, ist dann das klingende Ergebnis (d. h. das im Konzert erklingende Werk) mit dem Territorium gleichzusetzen? Oder ist das akustische Resultat nicht wiederum wesentlich von der Art und Weise, wie die Interpretierenden der Karte folgen, wie sie diese "auslegen", abhängig? Kommt dadurch nicht noch eine zweite, für die Wirkung von Musik unabdingbare Qualität hinzu? Etwas, ohne das die Symbole und Schriftzeichen am Papier niemals zu "Leben" erweckt würden, ohne das kein poetischer Sinn durch sie mitteilbar gemacht würde. Wie ist diesem Umstand durch eine Notation, die einerseits versucht, musikalische Vorstellungen möglichst detailliert abzubilden, ohne andererseits die Interpretierenden der Freiheit zu berauben, Poesie "zwischen den Zeilen" entstehen zu lassen (also auch psychologische Momente mit ein bezieht), Rechnung zu tragen?"
Johannes Maria Staud, zitiert aus der Werkeinführung bei Universal Edition
Stand - Jänner 2008

Aufgeführtes Werk von (Person)

Auftragswerk von (Person)