Johannes Maria Staud
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FotografIn: Manon Praetorius ©

Staud Johannes Maria

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Par là! 2015 - 2016 11m 30s
2 Wasserzeichen - Auf die Stimme der weißen Kreide II 2015 10m
3 Wheat, not oats, dear. I'm afraid. - für sieben Instrumente 2015
4 Oskar (Towards a Brighter Hue II) - Musik für Violine solo, Streichorchester und Schlagzeug 2014
5 Stringendo (Zugabe für Emil Breisach) 2014 3m
6 Moment, Leute, Moment! 2014 10m
7 Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen - für Schauspieler und großes Ensemble 2014 - 2015 60m
8 Auf die Stimme der weißen Kreide - (Specter I-III) für großes Ensemble 2014 - 2015 30m
9 Canto XXVI (Infin che ’l mar fu sovra noi richiuso II) - für Ensemble 2013 10m
10 Caldera (für Tony Cragg) - Eine Szene im antilopischen Stil 2013 7m
11 Die Antilope - Oper 2013 - 2014
12 Infin che ’l mar fu sovra noi richiuso - für Chor, drei Posaunen, Schlagzeug und Streichquartett 2012 7m
13 Fugu - für Kinderorchester 2012 3m
14 K'in - für Fagott und Streichquartett 2012 - 2013 12m
15 Fantasie c-Moll KV 475 (Mozart) - Bearbeitung für Orchester 2012 14m
16 Celluloid - für Fagott 2011 10m
17 Par ici! - für Ensemble 2011 10m 30s
18 Der Riß durch den Tag - für Sprecher und Ensemble 2011 25m
19 Studie für Tonband solo 2011 8m
20 Tableaux vivants - für Ensemble und Tonband 2011 1h 35m
21 Maniai - für Orchester 2011 10m
22 Le Voyage - Monodram / für Schauspieler, sechsstimmiges Vokalensemble, vier Instrumente und Elektronik 2011 - 2012 27m
23 Chant d'amour / Variation über: Miniatur Nr. 9 aus "Für Bálint András Varga" - für Ensemble 2010 2m
24 Contrebande (On Comparative Meteorology II) - für Orchester 2010 18m
25 Zwei Miniaturen für Klaviertrio 2009
26 Tondo - Preludio für Orchester 2009 - 2010 11m
27 Elastische Studie 2009 1m 30s
28 On Comperative Meteorology 2008 18m
29 Über trügerische Stadtpläne und die Versuchungen der Winternächte (Dichotomie II) - für Streichquartett und Orchester 2008 - 2009 20m
30 Lagrein 2008
31 Zimt - Ein Diptychon für Bruno Schulz 2008 - 2010 35m
32 Im Lichte - Musik für 2 Klaviere und Orchester 2007 18m
33 Sydenham Music - für Flöte, Viola und Harfe 2007 7m
34 [N.N.] - Quartett für Klarinette, Violine, Cello und Klavier 2007
35 Für Bálint András Varga - 4 Miniaturen 2007
36 Segue - Musik für Violoncello und Orchester 2006 ~ 18m
37 Portugal - für Schlagzeug solo 2006 ~ 6m
38 One Movement and Five Miniatures - für Cembalo, Live-Electronics und Ensemble 2006 ~ 15m
39 Donum - Segue II für Pierre Boulez 2006 4m30s
40 Violent Incidents (Hommage à Bruce Nauman) - für Saxophon Bläserensemble und Schlagzeug 2005 ~ 13m
41 Incipit III (Esquisse retouchée II) - für Posaune solo, Streichorchester, 2 Hörner und Schlagzeug 2005 ~ 13m
42 Apeiron. Musik für großes Orchester 2004 - 2005 ~ 20m
43 Peras - Musik für Klavier 2004 - 2005 ~ 8m
44 Towards a Brighter Hue - für Violine 2004 ~ 9m
45 Berenice. Suite I - für Ensemble und Tonband 2004 - 2006 ~ 30m
46 Berenice. Suite II - für Ensemble 2004 - 2006 ~ 12m
47 Arie am Rand alter Bücher - für Bariton, Klavier, Bambus-Chimes und Tonband 2004 ~ 3m
48 Go Ahead - für Klavier 2004
49 2 Lieder - für Bariton, Klavier und Tonband 2004 - 2015 8m 30s
50 Berenice. Lied vom Verschwinden - für Sopran, kleines Ensemble und Tonband 2003 ~ 12m
51 Berenice - Oper nach Edgar Allan Poe 2003 - 2004 ~ 1h 35m
52 Polygon - Musik für Klavier und Orchester 2002 ~ 12m
53 Configurations/Reflet - für 8 Instrumentalisten 2002 ~ 10m
54 A map is not the territory - für großes Ensemble 2001 ~ 18m
55 Esquisse retouchée (Incipit 2) - für Posaune (mit Bass-Drum) 2001 - 2002 ~ 9m
56 A map - für großes Ensemble 2001 7m
57 Incipit - für Altposaune und 5 Instrumente 2000 ~ 11m
58 Vielleicht zunächst wirklich nur - 6 Miniaturen für Sopran und 6 Instrumente 1999 ~ 8m
59 der kleinste abstand zwischen zwei gegenständen - für 16-stimmigen gemischten Chor 1999 ~ 6m
60 ... gleichsam als ob ... - für großes Orchester 1999 - 2000 ~ 17m
61 Black Moon - für Bassklarinette 1998 11m
62 Oxymoron - für Bläserquintett 1997 12m
63 Die Ebene 1997 12m
64 Dichotomie - für Streichquartett 1997 - 1998 16m
65 Bewegungen - für Klavier 1996 8m
66 Streichquartettsatz 1995 - 1996 4m 30s
67 Hommage à Bartók I 1994
68 Hommage à Bartók II 1994

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1974
Geburtsdatum:  17. August 1974
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Johannes Maria Staud zählt zu den auch international erfolgreichsten österreichischen Komponisten der jüngeren Generation. Staud, der in Wien bei Michael Jarrell und Dieter Kaufmann, dann bei Hanspeter Kyburz in Berlin studierte, Meisterkurse bei u. a. Brian Ferneyhough absolvierte, war in Wien Mitbegründer der Gruppe "Gegenklang", seine Werke werden seit 2000 von der Universal Edition verlegt. 2004 erhielt er den Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung.

Nach ... gleichsam als ob ... für großes Orchester (1999/2000), A map is not the terroritory (2001), der Musik für Klavier und Orchester Polygon (2002), der Kammeroper Berenice, die 2004 bei der Münchener Biennale, bei den Wiener und den Berliner Festwochen gezeigt wurde (dann in einer revidierten Fassung in Heidelberg), sowie weitere Werke für Solo- und kammermusikalische Besetzungen folgten auch Aufträge renommierter Orchester. Die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle brachten 2005 Apeiron für großes Orchester zur Uraufführung, am 23. Juli wird als Auftragswerk der Salzburger Festspiele Segue, Musik für Violoncello und Orchester mit den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim und Heinrich Schiff als Solisten uraufgeführt, auch Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra haben ein weiteres Orchesterwerk (für 2008) bestellt.

Heinz Rögl, 2006

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1994 - 2001

Elektroakustische Komposition

1994 - 2001

Komposition

1994 - 2001

Tonsatz

1999 - 2000

Komposition

2001

Diplomprüfung (mit einstimmiger Auszeichnung)

Kompositionskurse

Kompositionskurse (Alois Pinos)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

Mitbegründer der Komponistengruppe

freischaffender Komponist

2011

Capell-Compositeur bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1997
1997
1998
1999
2000
2000

Tennishalle

2001
2001
2002
2002
2003

Neues Theaterhaus Pragsattel

2003
2004
2004
2005
2005
2006

Cultural and Congress Centre

2006
2007
2007
2008
2008
2009
2009
2010
2010
2011

Semperoper Dresden

2011
2012
2013

Festival 100 Jahre ÖKB

2013
2014

On Comparative Meteorology

2014
2015
2017

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1997
1998
1999

Sektion Kunst: Arbeitsstipendium

1999
2000
2001

Hypo-Bank

2001

für den Europäischen Musikmonat Basel 2001

2002

Erste Bank Kompositionspreis 2002

2004
2004

für den internationalen Musikwettbewerb der ARD

2005
2006
2006
2007
2008
2008
2010

mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes und des kulturfonds frankfurt rheinmain

2011

 

2011

 

2011

für das Festival Agora

2012
2012

Concertgebouw Brügge und Cité de la Musique Paris

2013
2013

Luzerner Theaters, gefördert durch die Ernst von Siemens Stiftung

2014

Lucerne Festival, Luzerner Sinfonieorchester, dem Wiener Konzerthaus und ORF Radio-Symphonieorchester Wien

2015

und ORF musikprotokoll im steirischen herbst

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1997

Kompositionswettbewerb "stasis et vita", Kassel: 3. Preis

1999

Stipendium

2000

Hanns Eisler Kompositionswettbewerb: 1. Preis

2001

Förderungspreis für Musik

2002

Kompositionspreis

2003

Heinrich-Strobel-Stiftung: Stipendium

2003

1. Preis für Polygon in der Kategorie der Komponisten unter 30 Jahren

2004

Förderpreis

2006

Österreichisches Komponistenstaatsstipendium

2007

Daniel Lewis Young Composer Fellowship (2007-2009)

2009

composer in residence

2009

Emil Berlanda-Preis

2009

Paul Hindemith-Preis

2012

Preis der Stadt Wien für Musik

2013

composer in residence (Mozartwoche)

Featured Composer bei den Tanglewood Sommerkursen

2014

composer in residence

Pressestimmen

28. Mai 2009

[...] Johannes Maria Staud ist ein Komponist, der sich raffiniert aus der Palette der Kompositionsmittel bedient und sich dennoch einen unmittelbaren und sehr originären Zugriff auf die Materie Musik bewahrt hat... (Rolf Beck, Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals)

Die Presse
http://diepresse.com/home/kultur/klassik/482759/Tiroler-Komponist-Staud-erhaelt-Paul-HindemithPreis-?_vl_backlink=/home/kultur/klassik/index.do

7. November 2005

[...] Johannes Maria Staud hat eine raffinierte Musik geschrieben, die mit raumdrehenden, elektronischen Zuspielungen den rauen, pointierten Orchesterklang aufheizt und die Atmosphäre der Selbstzerstörung geradezu visuell macht. [...]

Mannheimer Morgen

17. Juni 2005

[...] Der Komponist Johannes Maria Staud hat ein großes Talent für effektvolle Klänge und setzt Stimmen (zum Teil verfremdet etwa mit Megaphonen) und Instrumente präzise ein. Selbst die elektronischen Beigaben sind mit live Gespieltem genauerstens balanciert. [...]

Rhein-Neckar-Zeitung

[...] Er verfügt über die kompositiorischen Mittel, die unter anderem durch die Geschichte der Moderne und der Avantgarde bereitgestellt wurden, elektronisches Komponieren selbstverständlich mit eingeschlossen. Er hat sich jedoch den Sinn für die Unmittelbarkeit der Musik bewahrt - in den feinen Nuancierungen wie in den gewaltigen Implosionen und Explosionen, zu denen seine Musik fähig ist. [...]

Neue Zeitschrift für Musik (Habakuk Traber)

2004

[...] Die Klangpalette wird liebe- und stimmungsvoll aufbereitet. Erst allmählich gewinnt sich das Werk Klangstärke, Gegenwärtigkeit, instrumentale Gewalttätigkeit. Dann hämmert es seine Klangthesen nachhaltig und unabweisbar ans philharmonische Tor. Es krempelt sozusagen die Ärmel auf und läßt den musikalischen Muskel spielen. Athletenmusik, an und abschwellend, in der Konzertarena. [...]

Die Welt (Klau Geitel)

30. März 2002

Mit Johannes Maria Staud wurde am Freitag ein junger österreichischer Komponist (Jahrgang 1974) als Preisträger gewürdigt, der eine erstaunlich sichere Hand und eine bemerkenswert eigenständige Handschrift zu erkennen gibt.

Salzburger Nachrichten (Karl Harb)