Fotograf: Jungwirth © Viktor Fortin (ÖKB)
1936 Geboren am 14. Mai in Fohnsdorf, Stmk; dort nach der Pflichtschule erst Gärtnerlehrling, dann Gärtnergehilfe im elterlichen Betrieb. Daneben Tanzmusiker mit eigener "Band". Erste Kompositionsversuche, Klavier- und Musiktheorieunterricht
1956 Beginn des Musikstudium
1965/66 Beginn zunehmend umfangreicher Betätigung als Komponist, Blockflöter, Klavierbegleiter, Dirigent eigener Werke, zumeist für Jugendensembles (Österreich, Deutschland, England, Italien, Holland, Australien).
1995 Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark. Zunehmend nationale und internationale Erfolge (Deutschland, Ägypten, Ecuador, Estland, Polen) als Komponist von Kammermusik, Chor-, Orchester- und Bühnenwerken.
2004 Emeritierung
Vermehrte Hinwendung zum kompositorischen Schaffen und zu künstlerischer Tätigkeit z. B. zahlreiche Konzerte mit eigenen Chansons am Klavier begleitend mit Monique Johannsen und Wolfgang Müller-Lorenz.
Zahlreiche Musikpublikationen, vor allem, aber nicht ausschließlich, für Blockflöten in verschiedenen österreichischen und deutschen Musikverlagen: Doblinger, Universal Edition, Heinrichshofen, Schott/Mainz, Moeck u.v.a. Workshops für Blockflötenlehrer im In- und Ausland, Konzerte als Blockflöter, Sprecher und als Klavierbegleiter ("Chansons da Mur" mit Monique Johannsen), Dirigent eigener Werke, vorwiegend mit Kinder- und Jugendensembles. Schreibt gern für Kinder und für das Kabarett, daneben aber zunehmend kammermusikalische Werke, Chor- und Orchesterkompositionen, Bühnenwerke. 2006: Fertigstellung einer Kirchenoper: "Franz Jägerstätter" UA. 23.09.2007, Stift Rein.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1956 - 1961
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1957 - 1963
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1958 - 1965
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1956
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Klavier- und Musiktheorieunterricht (Albert Arbeiter) | ||||
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1961 - 1965
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Schulmusik, Komposition | ||||
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1962 - 1966
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Universität Graz, Graz und Universtität Wien, Wien: Doktorat Germanistik, Lehramt | ||||
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1979 - 1985
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Universität Graz, Graz und Universtität Wien, Wien: Doktorat Germanistik, Lehramt |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1961 - 1965
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Musikschulen, Gratkorn, Frohnleiten, Graz: Lehrer (Blockflöte) | ||
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1965 - 1976
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Gymnasien, Köflach, Graz: AHS-Lehrer für Musik und Deutsch | ||
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1968
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Lehrauftrag für Blockflöte, später folgen Lehraufträge in Formenlehre, Musikanalyse, Partiturspiel | ||
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1968 - 2004
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Lehrbeauftragter, später Professor | ||
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1979
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Ernennung zum Universitätsprofessor für Blockflöte, Lehrauftrag für Formenlehre und Musikanalythik | ||
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1985
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Doktorat Musikwissenschaft und Germanistik (Dissertation über "Das Wort-Ton-Verhältnis im klavierbegleiteten Sololied bei Hans Pfitzner") bei Otmar Wessely | ||
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Herausgeber des Bandes "Die Chorleiter" | |||
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Mitherausgeber der 5 Hefte "Time and Rhythm" für Blockflöte |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1994
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Musical | |||
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1997
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Kairoer Symphonisches Orchester unter Christoph Campestrini | |||
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1998
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Orquesta Sinfonica Nacional del Ecuador, Teatro Politécnico: Orchesterkonzert der Orquesta Sinfonica Nacional del Ecuador unter Ernest Hoetzl, Solist: der Komponist | |||
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1999
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Vanemuine Teatr, Tartu/Estland | |||
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1999
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American Institute of Musical Studies, Landhaushof Graz: Konzert des AIMS Festival Orchestra unter Ernest Hötzl | |||
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2005
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Opernhaus Krakau |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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1993
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1996
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Orchesterwerk mit Erzähler für Kinder | |||
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1994
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2005
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Kirchenoper |
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1995
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Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark |
Ich befinde mich - und ich fühle mich wohl dabei - zwischen den ästhetisch längst überholten und zweifelhaften Bereichen der sogenannten U- und E-Musik, ohne die "Cross Over"- Mode mitzumachen. Mich interessiert (fast) alles, was sich im Bereich zeitgenössischer Musik ereignet, ich ahme jedoch nichts nach, sondern orientiere mich eher an den Großen der Vergangenheit, deren Wirkung ich mit den Mitteln meiner Musiksprache zu erreichen versuche.
Wesentlich scheint mir, meine stilistische Vielfalt zu kultivieren und zu disziplinieren. Ich strebe die Entwicklung einer charakteristischen und persönlich gefärbten musikalischen Diktion an, egal, in welchem Stil ich mich gerade befinde.
Eine besondere Herausforderung stellt für mich das "Kinder-Publikum" dar, da Kinder als Zuhörer zwar offen und neugierig reagieren, es jedoch deutlich spüren lassen, wenn die musikalische Spannung für sie nachlässt. Dies nicht eintreten zu lassen, sehe ich als besondere Herausforderung.
Mein kompositorisches Ideal ist Klarheit im Ausdruck und Weglassen alles Überflüssigen. Warmherziger Humor ist für mich die wichtigste menschliche Eigenschaft. Ich versuche das in alle meine Musikwerke einzubringen.
Viktor Fortin
2. Dezember 2001
Man nehme: (Guter) Tradition verhaftetes kompositorisches Können und würze mit einem Schuss Selbstironie. Man nehme musikalische Einfälle mit einer (kleinen) Prise Kabarettistentum. Man nehme: Eine Portion Poesie, drei Tropfen Naivität nebst doppelt so viel Intellekt. Und man vergesse nicht, mit stilistischem Imitationsvermögen anständig zu temperieren. Man mixe all dies mit einer unverkennbar persönlichen Hand und lasse jahrelang köcheln. Das Ragout wird munden. Und heißt Fortin, Viktor Fortin.
Kleine Zeitung, Graz (Walther Neumann)
2004
Jolly Joker by Viktor Fortin
Viktor Fortin has done quite a bit of writing and arranging for recorder for Doblinger and other publishers, often in a popular idiom. Jolly Joker is a collection of seven short pieces with catchy titles [...] As the names imply, this is a colourful set of pieces, made all the more so by the occasional (and quite manageable) use of extended techniques such as multiphonics or singing and playing at the same time.
The main strength of the set, however, is Fortin's ability to produce a really satisfying jazzy effect with an economy of means that makes the music readily accessible even to lower intermediate players.
American Recorder (Scott Paterson)
21. Juli 2005
Uraufführung mit einem "Schmied"
[...] ergab sich die Idee, [...] ein spannendes Werk zu komponieren. Und Fortin, der seine sechssätzigen "Variationen über ein Thema aus dem Umkreis Georg Friedrich Händels" [...] selbst erläuterte, wollte dem jugendlichem Anspruch nach Vielseitigkeit Rechnung tragen. So entwickelt er neben einem schnellen Swing-Allegro einen schmeichelnden Flügelhorn Blues, ein rhythmisch modernisierendes Scherzo für den Einsatz von Händen, Füßen und Stimme eine Samba nach Händels Alleluja Motiv und einen witzigen Finalsatz, der den Titel des Stückes thematisiert: "Omegas Blacksmith". [...]
Jedes Instrument wird in seiner eigenen Sprache vorgestellt, die Sprache der Bigband insgesamt ebenfalls und der traditionelle Swingcharakter [wird] durch überraschende Stilbrüche konterkariert [...]
Erlanger Nachrichten (Natalie Bost)
24. November 2005
Geglückte >Geburt eines Kunstwerkes<
Den Höhepunkt des Abends [...] mit der Uraufführung des "Konzertes für Alphorn und Symphonisches Blasorchester" von Viktor Fortin. [...] Die Stadtkapelle tauchte munter in den Sprühregen der Einfälle Fortins, die das dreisätzige Konzert zu keiner Zeit langweilig werden ließen. In den deutlichen Bezügen zur klassischen und sakralen Musiktradition Europas und den hinzutretenden Jazz- und Pop-Stilmitteln offenbart sich der weite Horizont des Komponisten. Spielerisch und kunstvoll zugleich lässt er diese Elemente aufeinander treffen und formt mit seiner eigenen Idee ein neues, virtuoses Ganzes. [...]
Kehler Zeitung (Stephan Hammers)
28. Mai 2006
Blockflöten mit Senf
Das musikalische Erlebnis "Fortin und mehr..." gestaltete sich zu einem "Kleinkunst"-Festival von Format! Kongenial die beiden Musiker Dorothea Senf und Franns Wilfried Promnitz von Promnitzau [...] die zu Ehren des 70. Geburtstages von Viktor Fortin aus Graz eine Präsentation von Solo- und Kammermusikwerken zu Gehör brachten, welche der Komponist zwischen 1970 und 2002 schuf. Kompositionen, die ungemein vielgestaltig und farbig, nicht abstrakt oder tonartenfremd gestaltet sind und sich dem Zuhörer so freundlich erschließen. Da Viktor Fortin ausschließlich auf Bestellung arbeitete, wusste der Komponist also immer, für welches Ohr der Auftrag bestimmt war. Das Ergebnis sind klanglich sehr differenzierte, mit vielen technischen Raffinessen gestaltete Sätze von einfacher, aber hochvirtuoser Art, deren rhythmischer Ideenreichtum schier unerschöpflich erscheint.
SZ Pirna (Peter Rütthart)