Hannes Heher
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Heher Hannes

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Radio-Symphonie-Orchester-Stück - RSOS 2009 ~ 1m
2 In memoriam JH - für Klavier und Streichquartett 2009 ~ 7m
3 Mini-Musik III - Drei kleine Klavierstücke 2007 ~ 3m
4 Nachtwerk # 1 - für Theremin und Baritonsaxophon 2004 ~ 9m
5 Ungaretti-Miniaturen - für Sopran, Violine, Viola und Violoncello 2003 7m
6 Ungaretti-Miniaturen - für Bariton und Kammerensemble 2003 12m
7 Mini-Musik II - für Violine, Violoncello und Klavier 2002 ~ 6m
8 epilog in memoriam hEb - für zwei Klarinetten (B), Violine, Viola, Violoncello und Klavier (Singstimme ad lib.) 2000 ~ 10m
9 Mini-Musik I - für Klavier vierhändig 2000 - 2001 4m
10 Metamorphosen - für acht Instrumente 1999 11m
11 Sonatina - für Violine und Klavier 1997 11m
12 Nachtstück / Nachtmusik - für Violoncello und Orgel 1996 - 1997
13 Nachtmusik - für Violoncello und Streichorchester 1996 - 1997 ~ 11m
14 Brambach-Lieder - für Bass und Klavier 1996 - 1997 6m
15 Streichquartett "1995" - für 2 Violinen, Viola und Violoncello 1995 9m 15s
16 Variations - für Bratsche, Oboe und Harfe 1993 10m
17 Brecht-Lieder - für Sopran und Klavier 1992 - 1994 6m - 7m
18 Epigramme - für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello 1991 - 1992 16m
19 Vier Lieder über die Liebe - für Sopran, Streichorchester und Pauken 1991 - 1992 12m
20 Epilog - für Streichtrio 1991 - 1992 7m
21 Zwei Stücke für Streichquartett - Bearbeitung zweier Klavierstücke von Wolfram Unger 1989 7m
22 Zwei Gesänge - für Orchester 1988 11m 30s
23 Zwei Chansons - für mittlere Singstimme und Klavier 1987 ~ 5m
24 Psalmenfragmente - für acht Solosingstimmen und Viola 1987 - 1989 10m - 11m
25 Vier Bilder nach färöischen Texten von Christian Matras - für Bariton, Querflöte, Violoncello und Klavier 1986 7m
26 Studie für sieben Schlaginstrumente 1986 ~ 2m 30s
27 Sonate "1984" - für Klavier 1984 5m
28 In memoriam ... - für gemischten Chor a cappella und Sprecher 1984 7m
29 Drei Sätze - für gemischten Chor 1984 ~ 4m
30 Entwicklungen - für Tonband 1983 4m 45s
31 Drei lyrische Stücke - für Violoncello und Klavier 1983 - 1986 11m
32 quasi una sinfonia - Sieben Stücke für großes Orchester

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1964
Geburtsdatum:  26. März 1964
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Geboren am 26. März 1964 in Wien, Schulbesuch in Neunkirchen/NÖ. Während der Gymnasialzeit privater Klavier- und Musiktheorieunterricht bei dem Pianisten und Komponisten Wolfram Unger, erste Kompositionsversuche. Nach der Reifeprüfung im Jahre 1982 Studien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Elektroakustische und elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik) und an der Universität (Geschichte) bzw. TU Wien (Chemie); Abschluss im Jahre 1992 (Mag. art.). Seit 2006 Doktoratsstudium an der Musikuniversität Wien und an der Universität Wien. Als Komponist maßgebliche Einflüsse durch die Arbeit mit den Professoren Karl Heinz Füssl und Heinz Kratochwil. Wesentliche Erkenntnisse durch die Beschäftigung mit den politischen und musikalischen Ideen Hanns Eislers. Neben der kompositorischen Tätigkeit verstärktes Engagement als Organisator von Konzerten mit Neuer Musik (Gründer und Obmann - in den Jahren 1988 bis 2000 - von "MUSIC ON LINE"), seit 1999 Mitarbeiter der Musikredaktion von ORF/Ö1; überdies Tätigkeit als Klavier- und Gesangspädagoge, als Musikwissenschaftler (u.a. Herausgeber einiger Werke von E. Wellesz und K. Weigl) sowie im Bereich Computer & Neue Medien.
Vize-Präsident des ÖKB seit 2006, Vorstandsmitglied der IGNM/Sektion Österreich 2004-2006, Vorstandsmitglied des Egon-Wellesz-Fonds bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien seit 1998.

 

Hannes Heher, 2007

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1982 - 1983

Technische Chemie

1982 - 1993

Elektroakustik und Elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik

1982 - 1993

Elektroakustik und Elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik

1987 - 1990

Geschichte

1990 - 1992

Privatunterricht

1992

Abschluss Mag.art.

2006

Doktoratsstudium

2006

Doktoratsstudium

Lehrgang für Informatik

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1988 - 2000

Intendant

1992 - 1995

Wien, Niederösterreich: Unterrichtstätigkeit

1998

seitdem: Vorstandsmitglied des Egon-Wellesz-Fonds bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

1999

seitdem: Musikredaktion

2004 - 2006

Vorstandsmitglied

2006

seitdem: Vizepräsident, Leiter des Arbeitskreises E-Musik

freischaffende musikwissenschaftliche und editorische Tätigkeiten

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1986

Preisträger des Workshops für Chorkomposition

1987

Anerkennungspreis

1987

Stipendium

1989

Arbeitsstipendium für Musik

1992

Arbeitsstipendium für Komposition

1992

Förderungspreis

1992

Förderungspreis

1994

Förderungspreis für Komposition

1996

Staatsstipendium für Komposition

Stilbeschreibung

Der große chinesische Sozialethiker Mo Ti hat schon vor mehr als 2000 Jahren eine wesentliche Unzulänglichkeit von Musik ganz richtig erkannt, wenn er schreibt: "Daß das Volk veranlaßt wird, Musikinstrumente zu gebrauchen, hat drei Nachteile zur Folge: die Hungrigen werden dadurch nicht satt, die Frierenden nicht gekleidet und die Müden nicht ausgeruht" (aus Mo Ti [479-381 v. Chr.]: "Über die Verdammung der Musik"). In diesem Sinne ist Musik - als meine ganz persönliche Sprache und vielleicht wichtigstes zwischenmenschliches Kommunikationsmedium überhaupt - für mich mehr als unverbindliche Erbauung, sondern der Versuch eines konkreten Eingreifens in die Lebenswelt der Menschen, viel mehr als bloße Materialspielerei oder ein sich Einsperren in diverse avantgardistische Elfenbeintürme.

 

Hannes Heher, 1995/2007

Pressestimmen

2002

Eröffnet wurde mit "Zwei Gesängen für Orchester" von Hannes Heher, der die Gedichte "Die Zärtlichkeiten" und "Junge Glut" von Stefan Zweig überaus eindrucksvoll in Musik umzusetzen wusste. Fernab überlieferter Klischees gelingt es Heher, Gefühlskräfte zu wecken und zu bewegen. "Junge Glut" gibt Gelegenheit, Farbenvielfalt und Vitalität erlebnisreich auszuformen. [...] Carlos Kalmar vermochte es, Orchester und Publikum in seinen Bann zu ziehen und setzte sich mit Hingabe für die Werke der Zeitgenossen ein. 

Niederösterreichische Nachrichten 

 

12. Oktober 1996

Romantik war angesagt. Doch es begann völlig unromantisch, wenn auch nicht unfreundlich mit einer Novität von Hannes Heher (Jahrgang 1964). Ein Gedicht von Stefan Zweig regte den Komponisten zur Vertonung an. Über Zwischenstationen und die Einbeziehung eines weiteren Zweig-Textes entstanden schließlich "Zwei Gesänge für Orchester", die einen umfassenderen Begriff von Gesanglichkeit, obwohl diese in der konventionelleren Bedeutung auch vorkommt, erfordern. In seinem zweisätzigen Werk hat sich der Komponist erfreulich kurz gefaßt, für die erkennbare Substanz gerade ausreichend. Beim ersten Höreindruck rückt das Sinnfällige zeitgenössischer Musik erfahrungsgemäß in den Vordergrund. Ein sukzessiver Aufbau von Akkordflächen, interessante Klangmischungen, kreisende und andere Bewegungsarten sind allemal leichter nachzuvollziehen als die strukturelle Machart, die dem "normalen" Hörer ohnehin verborgen bleibt. Insofern hat das Stück seinen Sinn erfüllt. 

Thüringer Allgemeine/BRD 

 

08. September 1994

The Drei lyrische Stücke for cello and piano (1983-86) by Hannes Heher (1964 - ) is an intense work that takes the character of a tone poem because of its broad spectrum of expression. Especially in the "corners" a restless voice speaks. It reminds one if the text of the old Lutheran song Aus tiefer Not schrei ich zu dir. After the dramatic power of the Preludio the calmer and more diatonic oriented Canzona functions as an altar of consolation. In the short but ingenious Finale, the initial whispering tones of the cello become angry. Especially the end is striking, reminding of Berg's violin concerto with the pianist plucking the strings while the cellist plays a long flageolet. 

Kalender/Südafrika 

 

23. Juni 1993

Vier Lieder über die Liebe von H. Heher werden als ein meisterhaft aufgebautes graphisch-expressives Opus wahrgenommen, das stellenweise mit einer artistisch-kabaretthaften Sprechstimmentechnik arbeitet. Der Komponist, der im Saal "Bulgaria" anwesend war, sollte sich besonders bei der hervorragenden Solistin [...] bedanken. 

Duma/Bulgarien 

 

01. September 1992

Von Hannes Heher [...] folgten "Drei lyrische Stücke", gut gearbeitete und interessante kurze Stücke, die die beiden Interpreten ausgezeichnet musizierten. Altbekannte Kompositionstechnik wurde da wirklich überzeugend in völlig neuem Gewand gezeigt. 

Morgunblaðið/Island 

 

19. Mai 1992

Vier Lieder über die Liebe des 1964 geborenen Hannes Heher [...] war das bessere der beiden Werke. [...] Es sind ekstatische Vertonungen mit Rissen und Brüchen, mit aufgerauhten Klängen und nahezu brutalen Manifestationen des Gefühls. 

Wiener Zeitung 

 

07. Dezember 1991

Heher sieht seine nun (teil-)uraufgeführten "Epigramme" als programmatische Kampfansage gegen den Militarismus. Das technisch gut gearbeitete Stück, das tonale Klangräume kaum verläßt, setzt das führende Soloinstrument [...] konzertant ein. 

Salzburger Nachrichten

WidmungsträgerIn von (Werk)

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E-Mail :  hannes [dot] heheratinode [dot] at
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