Foto: Photo Simonis ©
Geboren am 26. März 1964 in Wien, Schulbesuch in Neunkirchen/NÖ. Während der Gymnasialzeit privater Klavier- und Musiktheorieunterricht bei dem Pianisten und Komponisten Wolfram Unger, erste Kompositionsversuche. Nach der Reifeprüfung im Jahre 1982 Studien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (Elektroakustische und elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik) und an der Universität (Geschichte) bzw. TU Wien (Chemie); Abschluß im Jahre 1992 (Mag. art.). Seit 2006 Doktoratsstudium an der Musikuniversität Wien und an der Universität Wien. Als Komponist maßgebliche Einflüsse durch die Arbeit mit den Professoren Karl Heinz Füssl und Heinz Kratochwil. Wesentliche Erkenntnisse durch die Beschäftigung mit den politischen und musikalischen Ideen Hanns Eislers. Neben der kompositorischen Tätigkeit verstärktes Engagement als Organisator von Konzerten mit neuer Musik (Gründer und Obmann - in den Jahren 1988 bis 2000 - von "MUSIC ON LINE"), seit 1999 Mitarbeiter der Musikredaktion von ORF/Ö1; überdies Tätigkeit als Klavier- und Gesangspädagoge, als Musikwissenschaftler (u.a. Herausgeber einiger Werke von E. Wellesz und K. Weigl) sowie im Bereich Computer & Neue Medien. Vize-Präsident des ÖKB seit 2006, Vorstandsmitglied der IGNM/Sektion Österreich 2004-2006, Vorstandsmitglied des Egon-Wellesz-Fonds bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien seit 1998.
Hannes Heher, 2007
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1982 - 1983
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Technische Chemie | ||||
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1982 - 1993
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Elektroakustike und Elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik | ||||
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1982 - 1993
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Elektroakustike und Elektronische Musik, Tonsatz, Musikerziehung, Gesangspädagogik | ||||
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1987 - 1990
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Geschichte | ||||
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1990 - 1992
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Privatunterricht | ||||
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1992
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Abschluss Mag.art. | ||||
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Doktoratsstudium | |||||
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Doktoratsstudium (Gernot Gruber) | |||||
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Lehrgang für Informatik |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1988 - 2000
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Intendant | ||
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1992 - 1995
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Wien, Niederösterreich: Unterrichtstätigkeit | ||
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Musikredaktion | |||
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Vizepräsident, Leiter des Arbeitskreises E-Musik | |||
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freischaffende musikwissenschaftliche und editorische Tätigkeiten |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1995
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1996
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1996
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Alte Oper Erfurt | |||
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Sofia Music Weeks | ||||
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Festival Summartónar Island | ||||
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Stellenbosch Festival Südafrika | ||||
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Tiroler Orgelkonzerte |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1986
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Preisträger des Workshops für Chorkomposition | ||
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1987
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Anerkennungspreis | ||
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1987
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Stipendium | ||
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1989
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Arbeitsstipendium für Musik | ||
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1992
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Arbeitsstipendium für Komposition | ||
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1992
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Förderungspreis | ||
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1992
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Förderungspreis | ||
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1994
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Förderungspreis für Komposition | ||
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1996
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Staatsstipendium für Komposition |
Der große chinesische Sozialethiker Mo Ti hat schon vor mehr als 2000 Jahren eine wesentliche Unzulänglichkeit von Musik ganz richtig erkannt, wenn er schreibt: "Daß das Volk veranlaßt wird, Musikinstrumente zu gebrauchen, hat drei Nachteile zur Folge: die Hungrigen werden dadurch nicht satt, die Frierenden nicht gekleidet und die Müden nicht ausgeruht" (aus Mo Ti [479-381 v. Chr.]: "Über die Verdammung der Musik"). In diesem Sinne ist Musik - als meine ganz persönliche Sprache und vielleicht wichtigstes zwischenmenschliches Kommunikationsmedium überhaupt - für mich mehr als unverbindliche Erbauung, sondern der Versuch eines konkreten Eingreifens in die Lebenswelt der Menschen, viel mehr als bloße Materialspielerei oder ein sich Einsperren in diverse avantgardistische Elfenbeintürme.
Hannes Heher, 1995/2007
7. Dezember 1991
Heher sieht seine nun (teil-)uraufgeführten "Epigramme" als programmatische Kampfansage gegen den Militarismus. Das technisch gut gearbeitete Stück, das tonale Klangräume kaum verläßt, setzt das führende Soloinstrument [...] konzertant ein.
Salzburger Nachrichten
19. Mai 1992
Vier Lieder über die Liebe des 1964 geborenen Hannes Heher [...] war das bessere der beiden Werke. [...] Es sind ekstatische Vertonungen mit Rissen und Brüchen, mit aufgerauhten Klängen und nahezu brutalen Manifestationen des Gefühls.
Wiener Zeitung
1. September 1992
Von Hannes Heher [...] folgten "Drei lyrische Stücke", gut gearbeitete und interessante kurze Stücke, die die beiden Interpreten ausgezeichnet musizierten. Altbekannte Kompositionstechnik wurde da wirklich überzeugend in völlig neuem Gewand gezeigt.
Morgunblaðið/Island
23. Juni 1993
Vier Lieder über die Liebe von H. Heher werden als ein meisterhaft aufgebautes graphisch-expressives Opus wahrgenommen, das stellenweise mit einer artistisch-kabaretthaften Sprechstimmentechnik arbeitet. Der Komponist, der im Saal "Bulgaria" anwesend war, sollte sich besonders bei der hervorragenden Solistin [...] bedanken.
Duma/Bulgarien
8. September 1994
The Drei lyrische Stücke for cello and piano (1983-86) by Hannes Heher (1964 - ) is an intense work that takes the character of a tone poem because of its broad spectrum of expression. Especially in the "corners" a restless voice speaks. It reminds one if the text of the old Lutheran song Aus tiefer Not schrei ich zu dir. After the dramatic power of the Preludio the calmer and more diatonic oriented Canzona functions as an altar of consolation. In the short but ingenious Finale, the initial whispering tones of the cello become angry. Especially the end is striking, reminding of Berg's violin concerto with the pianist plucking the strings while the cellist plays a long flageolet.
Kalender/Südafrika
12. Oktober 1996
Romantik war angesagt. Doch es begann völlig unromantisch, wenn auch nicht unfreundlich mit einer Novität von Hannes Heher (Jahrgang 1964). Ein Gedicht von Stefan Zweig regte den Komponisten zur Vertonung an. Über Zwischenstationen und die Einbeziehung eines weiteren Zweig-Textes entstanden schließlich "Zwei Gesänge für Orchester", die einen umfassenderen Begriff von Gesanglichkeit, obwohl diese in der konventionelleren Bedeutung auch vorkommt, erfordern. In seinem zweisätzigen Werk hat sich der Komponist erfreulich kurz gefaßt, für die erkennbare Substanz gerade ausreichend. Beim ersten Höreindruck rückt das Sinnfällige zeitgenössischer Musik erfahrungsgemäß in den Vordergrund. Ein sukzessiver Aufbau von Akkordflächen, interessante Klangmischungen, kreisende und andere Bewegungsarten sind allemal leichter nachzuvollziehen als die strukturelle Machart, die dem "normalen" Hörer ohnehin verborgen bleibt. Insofern hat das Stück seinen Sinn erfüllt.
Thüringer Allgemeine/BRD
2002
Eröffnet wurde mit "Zwei Gesängen für Orchester" von Hannes Heher, der die Gedichte "Die Zärtlichkeiten" und "Junge Glut" von Stefan Zweig überaus eindrucksvoll in Musik umzusetzen wusste. Fernab überlieferter Klischees gelingt es Heher, Gefühlskräfte zu wecken und zu bewegen. "Junge Glut" gibt Gelegenheit, Farbenvielfalt und Vitalität erlebnisreich auszuformen. [...] Carlos Kalmar vermochte es, Orchester und Publikum in seinen Bann zu ziehen und setzte sich mit Hingabe für die Werke der Zeitgenossen ein.
Niederösterreichische Nachrichten