Franz Schreyer
Genre:
Instrument: Orgel

Schreyer Franz

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Sinfonie - für großes Bläserensemble und Schlagzeug 2004
2 "... an den Teich der Erinnerung geweht" 2003
3 "... in memoriam" 2001
4 "Innsbruck ich muss dich lassen" 1999 - 2000
5 Lamentatio Jeremiae 1997
6 O Jesu, all mein Leben bist du - Partita in 6 Teilen für große Orgel 1996 15m
7 Psalm 130 (129) - für gemischtes 15stimmiges Vokalensemble 1996 4m 30s
8 Vier Lieder nach Gedichten von Juan Ramón Jimenéz 1994 7m
9 Vier Stücke für Klarinette solo 1994 ~ 6m
10 De profundis ... - Konzert für Violoncello und kleines Orchester 1994 - 1996 18m - 20m
11 Haikus - Zyklus für Kammerorchester 1993 8m
12 Laudes creaturarum - Sonnengesang des Franz von Assisi 1990 17m
13 Saxophonie 1989 7m
14 B-A-C-H - Drei kleine Stücke für Cembalo 1988 5m
15 Zyklus nach E. L. Tesar - Fünf Lieder für Mezzosopran und Klavier 1988 8m
16 Concerto for Gunter - Kammerkonzert für Gitarre und zehn Instrumente 1986 - 1988 18m
17 Nachtmusik - Trio für Flöte, Geige und Viola 1985 6m
18 Zyklus 1981 - 5 Stücke für Geige und Klavier 1981 7m
19 Sechs Haikus 1979 - 1982 8m
20 Trio 1978 15m
21 Gesang einer gefangenen Amsel - Musik für Flöte solo nach dem gleichnamigen Gedicht von Georg Trakl 1978 6m
22 Das Lied vom Meer - Adagio für Gesang und Orchester nach Rainer Maria Rilke 1976 15m
23 Kammerkantate nach zwei chinesischen Gedichten 1975 7m
24 Drei Lieder nach Georg Trakl 1974 6m - 7m
25 O Haupt voll Blut und Wunden - Partita für Orgel 1973 15m - 16m

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  3. Oktober 1955
Geburtsort:  Kufstein
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1972

Komposition

1974 - 1976

Pädagogische Hochschule Tirol: Chorleiterkurse

1974 - 1976

Pädagogische Hochschule Tirol: Chorleiterkurse

1974 - 1976

Pädagogische Hochschule Tirol

1974 - 1976

Pädagogische Hochschule Tirol: Unterricht bei Bernhard Handel

1980

Beendigung des Studiums ohne regulären Abschluß

Beschäftigung mit den theoretischen Werken von Ernst Krenek und Herbert Eimert und den Schriften von Pierre Boulez

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1976 - 1985

Polytechnischer Lehrgang Telfs: Lehrer

1987

Organist

1990

seitdem vermehrte musikpädagogische Arbeit im Rahmen des Schulversuches "Musikklasse mit musikalischem Schwerpunkt"

1990

Pädagogische Hochschule Tirol: Lehrauftrag für Musikdidaktik

1990 - 1991

Chorwerkstatt Telfs: Chorleiter

2004

seitdem Schulleiter an der Volksschule Oberhofen im Inntal

Besuchslehrer der Pädagogischen Hochschule Edith Stein

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1976

seitdem regelmäßige Aufführungen

1976

seitdem regelmäßige Aufführungen

1982

IGNM-Festival

1990

Konzert in Paris

1993

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1977

Förderungspreis

1980

Staatsstipendium für Komposition

1993

Staatsstipendium für Komposition

Stilbeschreibung

Zunächst Einflüsse der Wiener Schule, Olivier Messiaens, Pierre Boulez, Luigi Nonos und Hans Werner Henzes. Zur Zeit bevorzuge ich den freien melodischen und harmonischen Umgang mit der Dodekaphonik. Ausdruck, Klangreichtum, Farbenreichtum und harmonisch formaler Aufbau der Stücke sind meine Arbeitsprinzipien. Ich lehne serielle und aleatorische Produktionsweisen von Musik sowie sklavischen Akademismus ab.
Ziel meiner Arbeit ist es, eine Musik zu schreiben, die mit sparsamsten Mitteln ein Maximum an Vielfalt und Wirkung erzielt, erregt, unter die Haut geht, betroffen macht und die Ohren öffnet. Mir geht es um eine äußerst durchsichtige, feingesponnene, polyphone, rhythmisch sehr differenzierte Satzweise, voller Expressivität. Alles muß dem Ausdruck dienen, darf nicht zum Selbstzweck degenerieren. Ich liebe zwei- und dreistimmige Satzstrukturen (egal ob Kammermusik, Orgel- oder Vokalmusik), ebenso extrem dichte, höchst polyphone und polyrhythmische Strukturen. [...]
Ich halte nichts von einer politisch agierenden und manipulierenden Musik - wohl aber von Musik, die sich in den Dienst der Menschen stellt, einer Musik, die der Humanität dient, sich mit dem Leid der Menschen auseinandersetzt. Das Werk 'De profundis ...' [...] beinhaltet dieses Programm. [...] Literarisch-religiöse Inhalte und Bezüge stellen für mich eine Quelle der Anregung und Inspiration dar. Ansonsten ist anzumerken, daß es nicht die Aufgabe des Komponisten ist, über Musik zu schreiben, zu reden, sondern Musik zu schreiben.

 

Franz Schreyer 1994/1996

Pressestimmen

1984

[...] ausgesprochene Klangfarbenmusik [...] er schreibt eigentlich immer polyphon, auch in der Einstimmigkeit. [...] Wenn man aufmerksam gemacht wird, merkt man vielleicht auch Konstruiertes. Zum Beispiel, daß er oft von Zentraltönen ausgeht, die wie ein roter Faden das ganze Werk durchziehen. Aber das Einpendeln auf einen Ton ist wie ein Symbol. Sonst arbeitet er mit beschränktem Material, ohne daß die Konstruktion aufdringlich wird. Der Eindruck bleibt sensibel und biegsam. [...] [Einflüsse] von Webern, Alban Berg, vielleicht eine Art Mischung. Die Mode interessiert ihn nicht, sondern der geistige Anspruch. Seine Musik ist philosophisch begründet, [...] sie hat starke meditative Werte, ist eine Sprache. Es geht um Aussage, um Klanggestik. Der Ausdruck reicht von zarter Lyrik bis zu ausgesprochener Dramatik. [...] Er ist ein Freund aphoristischer Kürze. Je kürzer, je komprimierter, desto besser. [...]

Othmar Costa im Gespräch mit Gerhard Koch, in: Gerhard Koch: Franz Schreyer. - Ms., Innsbruck 1984, S. 301 ff.

Kontakt, Links

E-Mail :  franz [dot] schreyeratschule [dot] at