Johann Sengstschmid
Genre:
Subgenre:

Sengstschmid Johann

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Kanons - für verschiedene Gelegenheiten
2 Romanze für Violine und Cembalo ~ 5m 30s
3 Fanfare für 3 Trompeten ~ 0m 30s
4 Fanfare für 5 Trompeten ~ 0m 15s
5 Fanfarenstoß für 3 Trompeten ~ 10m
6 Fanfarenstoß für 3 Trompeten ~ 0m 15s
7 Meditation ~ 5m
8 Fünf Kanons für drei Blasinstrumente 1959 9m
9 Symphonische Festmusik in einem Satz 1959 ~ 27m
10 Vortragsstück für Violine solo 1959 ~ 1m 45s
11 Rosette zu zwei Stimmen 1959 ~ 21m
12 Vortragsstück für Violoncello solo 1959 ~ 2m
13 Zwölf Etüden für Klarinette 1960 ~ 24m
14 Rosette für Violine und Klavier 1960 ~ 6m 30s
15 Rosette zu drei Stimmen 1960 ~ 22m
16 Intrada für vier Bläser 1960 ~ 1m
17 Quadruplum für Streichinstrumente 1961 ~ 8m 30s
18 Quintett für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe - Harfenquintett 1961 ~ 16m 30s
19 Blüh auf, gefrorner Christ 1961 ~ 6m 30s
20 Ave Maria 1961 ~ 6m
21 Erkühn dich, junger Christ 1962 45m
22 Sieben kleine Klavierstücke in Spiegelform 1962 ~ 10m 30s
23 Sechs Intraden oder Interludien für Bläser 1962 ~ 8m 30s
24 Rosette zu zwei Stimmen 1962 ~ 14m
25 Tricinium 1962 ~ 13m
26 Ave regina caelorum 1963 ~ 5m
27 Du edle Lilie 1963 ~ 4m
28 Missa Adoramus Te 1963 ~ 30m
29 Festfanfare 1964 ~ 0m 50s
30 Zwölf Rubato-Stückchen 1964 ~ 10m 30s
31 Auftrag und Inbild - Liederzyklus 1965 ~ 14m
32 Andante I - (vor einer Ankündigung oder dergleichen) 1965 ~ 0m 30s
33 Andante II - (nach einer Ankündigung oder dergleichen) 1965 ~ 0m 15s
34 Capriccio für Orgelpedal 1966 ~ 4m 30s
35 Vier Stücke für vierstimmigen Bläserchor 1967 ~ 5m 30s
36 Scherzo für Blockflötenquartett 1967 ~ 6m 30s
37 Kleine Festmusik für Bläser 1969 ~ 9m
38 Suite für ein Holzblasinstrument 1970 ~ 13m
39 Festfanfare - (Kurzfassung), Kennmotiv 1971 ~ 10s
40 Festfanfare - (lange Fassung) 1971 ~ 2m
41 Rondo - für Horn solo oder ein anderes Blasinstrument solo 1971 ~ 4m 50s
42 Impromptu für Harfe 1971 ~ 4m 40s
43 Gruß an Walter Sachs - Klavierstück 1971 ~ 4m 20s
44 Monolog für Klavier - in paraphoner Manier 1973 ~ 3m 35s
45 Metamorphose einer chinesischen Melodie - Klavierstück 1973 ~ 4m 50s
46 Der Engel des Herrn - Eine musikalische Meditation zum Angelus Domini 1974 ~ 12m
47 Pange lingua (Preiset Zungen) 1975 6m
48 Zwischen gestern und morgen - Konzertstück für Blasorchester 1975 ~ 8m 10s
49 Lento cantabile - für Violoncello und Klavier 1979 - 1985 ~ 3m 50s
50 Festfanfare - (halblange Fassung) 1980 ~ 50s
51 Duo liturgico 1980 ~ 29m
52 Kranichzug vor dem Fujiyama - Tonbild nach Nagasawa Rosetsu 1980 ~ 5m 20s
53 Erinnerung an Windhaag - Klavierstück 1981 ~ 3m 15s
54 O Maria, sei gegrüßt 1981 ~ 5m 30s
55 Kadenzen zum 1. und 2. Satz des Konzerts in A für Violine und Orchester - (Michael Haydn) 1981
56 Pannonische Skizzen 1984 ~ 11m 15s
57 Kirchensonate für Violine, Fagott und Klavier 1984 ~ 19m 30s
58 In nomine ... - Meditation über die allerheiligste Dreifaltigkeit 1986 ~ 12m 30s
59 In dieser Zeit - Kirchenlied 1986 2m 40s
60 Kadenzen und Eingänge zum Konzert in B für Fagott und Orchester, KV 191 - (Wolfgang Amadeus Mozart) 1986
61 Kadenz zum 1. Satz des Konzerts in F für zwei Fagotte und Orchester - (Johann Baptist Vanhal) 1986
62 Kadenzen und Eingänge zum Konzert in C für Oboe und Orchester - (Joseph Haydn) 1989
63 Kadenzen und Eingänge zum Konzert in C für Oboe und Orchester, KV 314 - (Wolfgang Amadeus Mozart) 1989
64 Kadenz zum 2. Satz des Quartetts in F für Oboe, Violine, Viola und Violoncello, KV 370 - (Wolfgang Amadeus Mozart) 1989
65 Suite für Saxophonquartett 1990 ~ 12m 25s
66 Kadenzen und Eingänge zum Konzert in D für Flöte und Orchester, KV 314 - (Wolfgang Amadeus Mozart) 1991
67 Plus Lucis - Rhapsodie für Viola und Klavier 1993 ~ 14m 30s
68 Klangreihen-Rhapsodie für Violine solo 1995 ~ 10m 30s
69 Kadenzen (Eingänge) zum Konzert für Violine und Orchester, op. 18 - (Alexandre-Joseph Artôt) 1995
70 Processionarium solemne für Orgel 1996 ~ 12m
71 Übergangskadenz zum 3. Satz des Konzerts in D für Violine und Orchester, op. 61 - (Ludwig van Beethoven) 1996

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1936
Geburtsdatum:  16. Juli 1936
Geburtsort:  Steinakirchen am Forst
Geburtsland: 
Nationalität: 

Johann Sengstschmid lehrte 1987 bis 1997 an der Grazer Musikhochschule und komponierte bisher über 50 Werke, überwiegend Kammer-, Vokal- und Kirchenmusik. Sein Schaffen basiert auf der Klangreihenlehre, einer von Sengstschmids Lehrer Othmar Steinbauer (1895 - 1962) entwickelten zwölftönigen Satzlehre, deren Harmonik von den getrübt-konsonanten bzw. mild-dissonanten Klängen Josef Matthias Hauers ausgeht und die Sengstschmid 1962 durch die Entdeckung des Prinzips der Parallelen Klangreihen weiterentwickelte.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1946 - 1950

Gymnasiast und Sängerknabe

1950 - 1955

Bundeslehrerbildungsanstalt St. Pölten: Matura

1958 - 1960

Chordirigieren

1958 - 1960

Kapellmeisterschule

1958 - 1961

Sonderlehrgang Klangreihenkomposition

1958 - 1962

Privatunterricht: Klangreihenkomposition

1961

Satzlehre

1986

Magistrum Artium

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1955 - 1957

Volksschullehrer

1957 - 1958

Chillon College, Glion sur Montreux: Lehrer und Erzieher

1960 - 1961

Volksschule Traisen: Volksschullehrer

1961 - 1962

Volkschullehrer

1962 - 1965

Volksschule St.Pölten-Spratzern: Volkschullehrer

1965 - 1968

Bundesgymnasium St. Pölten: Musikerziehung

1968 - 1987

Gymnasium der Englischen Fräulein in Bamberg: Musiklehrer

1969

Vortrags- und Kurstätigkeit im In- und Ausland über die Thematik "Hauersche Zwölftonmusik" sowie "Klangreihenkomposition"

1971

Internationale Sonderseminare: Einführungsvortrag in die Klangreihenlehre

1971

Vorträge

1982 - 1984

Universität Bamberg: Lehrauftrag

1986

Lehrauftrag für Gehörbildung

1987 - 1997

Planstelle für musikalische Grundschulung, Einführung in die praxisbezogene Musiktheorie, Gehörbildung und Rythmusschulung

1992 - 1993

Seminar für Zwölftonspiel und Klangreihenkomposition

1997

Ruhestand

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1961

Abgangspreis

1964

Förderungspreis für besondere Leistungen auf dem Gebiete der Musik

1969

Förderungspreis

2005

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich

2006

Ehrenzeichen der Landeshauptstadt St. Pölten

Stilbeschreibung

Leitschnur meines Schaffens ist der Grundsatz Mozarts, gute Musik müsse sowohl den Normalhörer aus dem Volk ansprechen als auch vor Experten bestehen können. Daher bekenne ich mich in meinen Klangreihenkompositionen zu einer ohrenfreundlichen Akkordwelt: Josef Matthias Hauers (1883-1959) getrübt-konsonante bzw. mild-dissonante Zwölftonharmonik baute mein Lehrer Othmar Steinbauer (1895-1962) zur Klangreihenlehre - einer zwölftönigen Satzlehre im Rang von Kontrapunkt und Harmonielehre - aus, und ich trug durch einige Entdeckungen - hier will ich etwa die 1962 gefundenen Prinzipien der Parallelen Klangreihen nennen - zu deren Weiterentwicklung bei.

Johann Sengstschmid, 1991

AusbildnerIn von (Person)