Fotograf: Nikolaus Korab © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag

Zykan Otto M.

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Fingierte Zusammenhänge/Bilder einer Ausstellung - Eine Zusammenstellung von Werken aus den Jahren 1967-1997 1997 1h
2 Wanderers Nachtlied - für Chor, Tonband und Streichquartett 1996
3 Trio - für Violine, Violoncello und Klavier 1996 8m 30s
4 "G"-kettet 1996 - 1997 ~ 30m
5 Stattgespräche - Szenische Aktion für Schuljugend 1995 25m
6 Odysseus - Ein Landschaftstheater an der Donau 1994
7 Wahr ist, daß der Tiger frißt - Choroper 1994 45m
8 Mesmer - Filmmusik zur Hollywoodproduktion 1994
9 Eröffnungsritual 1993
10 Und meine Geschichte - Eine Biographie 1990 1h 20m
11 Raum-Spiel 1989 8m
12 Maß für Maß - Peripathese. Störaktionen zu William Shakespeares gleichnamigem Stück 1989
13 Als er vom Himmel fiel - Erzählendes Sprachspiel 1989
14 Strudlhofstiege - Musik zur Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heimito von Doderer 1988
15 Engels Engel - Szenisches Konzert 1988 25m
16 Klägereien. - Soloperformance 1988 5m
17 Hamlet - Bühnenmusik zu William Shakespeares gleichnamigem Stück 1985
18 Hochzeit - Bühnenmusik zu Elias Canettis gleichnamigem Stück 1985
19 Das große Welttheater - Bühnenmusik zu Caldérons gleichnamigem Stück 1985
20 Die Orgel der Barbarei 1984
21 Drei Streichquartette 1984 10m
22 Krüppelsprache 1984 20m
23 Pars pro toto - Kammermusik 1983
24 Gelenkte Improvisation 1983
25 Auszählreim - Sprechstück 1983 5m
26 Illustriertes Klavierstück 1983
27 Etwa drei Klavierskizzen 1983
28 Kinderreim 1983 5m 30s
29 Cellokonzert 1982 35m 50s
30 Stein der Weisen - TV-Werbespot 1982
31 Vibraphonstück 1982 12m 50s
32 Kunst zum Überleben - Performance auf musikalischer Basis mit theatralischen Beiträgen 1982 45m 45s
33 Kunst kommt von Gönnen (III) - TV-Selbstportrait 1982 47m 59s
34 Quodlibet 1981
35 Inszene 3 - Chorstück 1981 20m
36 Kunst kommt von Gönnen (II) - Oper 1980 38m 30s
37 Exit - nur keine Panik - Musik zum gleichnamigen Film von Franz Novotny 1980
38 Ausgesucht Freundliches - Konzert 1979 34m 45s
39 Peripathetisches zur Lage 1978
40 Symphonie aus der heilen Welt - Ein szenisches Konzert 1977 1h 10m
41 Trio für Violine solo 1977 8m 30s
42 Satz für Streichquartett - aus der "Symphonie aus der heilen Welt" 1977 10m 25s
43 Konzert für Violine kommentierenden Komponisten und Orchester - aus der "Symphonie aus der heilen Welt" 1977 17m 25s
44 Staatsoperette - TV-Film gemeinsam mit Franz Novotny und H. Preiner 1976 12m 5s
45 Nachtstück für ein Schiff 1975 7m 35s
46 Porträtfilm Dieter Kaufmann 1975
47 Lehrstück am Beispiel Schönberg - Konzert mit Film 1974 27m - 1h 13m
48 Eingreifen heißt Ordnen - TV-Werbespot 1974
49 Hausmusik - Gegenstände tönen, wenn man sie anrührt. TV-Film 1974 3m
50 Verborgene Erinnerungen 1973 20m
51 Genoveva und die Meistersinger - Peripathese 1973 1h 20m
52 Passionsmusik - zum TV-Porträt über Gerhard Schmidinger und den Boxer Hans Orsolics 1973 27m 51s
53 Staatsmusik oder: Die unscharfe Erinnerung des Herrn Zykan - TV-Film 1971
54 Fünf Aphorismen nach Friedrich Achleitner 1971
55 Rondo: Alles ist Musik, was nicht Gymnastik ist 1971 15m
56 Koloriertes Klavierstück 1971 8m
57 Szene der drei Herren "Verschnitt" - TV-Werbespot für Humanic, mit H. G. Haber 1971
58 Alpenjägerlied 1971
59 Schach dem Herztod 1971
60 Die Wiener Schule - Film 1971 29m 21s
61 Kurze Anweisung für Orchester 1970 4m
62 Miles Smiles 1970 4m 50s
63 Kunst kommt von Gönnen (I) - Verschnitt aus Arbeiten 1970 - 1977 28m 35s
64 Fünftes Nachtstück an sich 1969 5m 15s
65 Inkubation und polemische Arie 1969 4m 10s
66 Übungen zur Lockerung des Publikums - Peripathese 1969
67 Endlich war der Notstand da - Chansons nach Steiger 1969 4m 30s
68 Chansons - nach Gedichten von Schizophrenen 1968
69 Inszene 2 1968 10m
70 Vier Nachtstücke 1968 7m 30s
71 Inszene 1 1967 10m
72 Sonate für einen Vortragenden 1967
73 Sechs Chansons - nach Gedichten von Jacques Prévert 1967 16m
74 Drei Chansons - nach Texten von Manikern 1967
75 Alexandergedichte 1967
76 Zwei weitere Chansons 1967
77 3x4 Gedichte - von Josef Guggenmos, op. 3 1967
78 Singers Nähmaschine ist die beste - Oper oder Ode oder Opernode. Peripathese 1966 25m
79 Zwei ähnliche Stücke 1966
80 Schön der Reihe nach 1966
81 Hymne AEIOU 1966
82 Kammermusik für zwölf Instrumente und was daraus wird 1965 ~ 8m
83 O, Santa Caecilia und andere Pechvögel 1965 12m
84 Sechs Chansons, die keine sind 1965
85 Nachtstück für meine Frau 1963 2m
86 Kryptomnemie - für Bläser, Schlagzeug und Klavier 1963 16m 38s
87 Salzburger großes Weltheater - Bühnenmusik 1960 30m
88 Gold - Zeichentrickfilmmusik 1959
89 Klavierkonzert 1958 15m
90 Elsa, die Mörderin - Lied 1958 2m 30s
91 Sonate - für Violoncello und Klavier 1958 9m 40s
92 Streichquartett 1958 7m
93 Kleine Suite - für Gitarre 1958 8m
94 Sinfonietta 1958 12m
95 Sonatine - für Klavier 1958 5m
96 Variationen über ein eigenes Thema 1956 7m 1s
97 Suite - für Cembalo 1956 7m
98 Wiegenlied - für Sologitarre 1956
99 Variationen über ein französisches Volkslied 1956
100 Stücke für Eva-Maria 1956
101 Zwei Klavierstücke 1956
102 Suite - für zwei Blockflöten und Gitarre 1956
103 Präludium und Fuge 1956
104 Lieder nach Josef Enengl 1956 2m 40s
105 Opus 1 1942
106 Unbeantwortbare Frage
107 Was ich komisch finde an der Musik
108 Place du Caroussel - Chanson 3m
109 Drei Chansons - für Klavier
110 Computermusik
111 Fünf recht schöne Stücke - für Klavier 10m
112 Guggumer Zyklus
113 Lied vom Tod, von der Freude und der bittere ...
114 Zwei Lieder
115 Moderne Musik
116 Polemische Arie
117 Sirene und Duett
118 Verschnitt aus der "Staatsmusik"
119 Die Villa - Musik zu einem Fernsehfilm
120 Die Zukunft aus dem Kopf - Musik zu einem Fernsehfilm
121 Drehorgel
122 Song for Calles - Filmmusik
123 Wie schaust denn du aus
124 Das ist ein Kontrabass - für Gesang, Kontrabass und Klavier
125 Kammermusik - für 2 Stimmen
126 Räsonierer-Terzett
127 Zwei Sätze für Mob Art
128 Statement Kitsch 2m
129 Das mit der Stimme und mit dem Klavier

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  29. April 1935
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todestag:  25. Mai 2006
Sterbeort:  Sachsendorf
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1965

MOB art & tone ART: Ensemblegründung (gemeinsam mit HK Gruber, Otto M. Zykan)

1965

Salonkonzerte: Gründung (gemeinsam mit HK Gruber, Kurt Schwertsik)

1968

Paris, Berlin, Hamburg, Köln, Salzburg, Wien: erste Konzerttournee mit eigenen Werken

1970

Einspielung des gesamten Klavierwerks von Arnold Schönberg

1970

letzter öffentlicher Klavierabend

1971

Firma Humanic: Mitentwicklung der populär gewordenen TV-Werbung

1979

Seminarleitung, Vortrag "Grenzüberschreitungen in der Kunst"

1986

Creative sound Company: Einrichtung eines eigenen Elektronikstudios

Hörspielmusik, Bühnenmusik, Filmmusik, Werbespots

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1968
1971

Experimenta Frankfurt

1974
1977

zugleich IGNM-Weltmusikfest

1979

Berliner Festwochen (Nachfolger: Berliner Festspiele)

1981
1985
1986
1997

(österreichischer Beitrag für den Prix Italia)

1997

Warschauer Herbst

1997

div. Aufführungen

1998

Berliner Festwochen (Nachfolger: Berliner Festspiele)

2004
2007

Konzert für Violine und Orchester "Da drunten im Tale"

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1956

Kompositionspreis

1957

Genfer Klavierwettbewerb: Auszeichnung

1958

Internationaler Darmstädter Klavierwettbewerb für Neue Musik: Erster Preis (Kranichsteiner Musikpreis)

1961

Innsbrucker Jugendkulturwochen: Kompositionspreis

1964

Förderungspreis

1965

Kuratorium des Wiener Kunstfonds: Förderungspreis

1969

Kompositionspreis

1979

Förderungspreis

1984

Würdigungspreis

1989

Kultursenat Berlin: Einladung

1990

Kulturpreis

1995

Würdigungspreis

Stilbeschreibung

Es mag eine Konsequenz meiner grenzüberschreitenden "Ausbruchstendenz als Grundhaltung" sein oder die simple (politische) Reaktion auf die Zeit der Wiener Schule um Schönberg, in der man für meine Begriffe zu genau wußte, was "relevant" sei, daß mir heute eine Haltung zeitgemäßer erscheint, die auch die Exekutionsformen von Musik (Konzertbetrieb) in Frage stellt. (Daß man nur mehr das tut, was innerhalb des Betriebes außerhalb ist.) Immer mehr scheint es mir eine Frage moralischer und künstlerischer Lauterkeit zu sein, ob jemand seine Anliegen dem Waren-Kreislauf endloser (endlos nachfolgender) (Regie)Interpretationen - und damit letztlich nichts anderem als der kommerziellen Wiederverwertung - anheimfallen läßt oder nicht.
Und so sah ich mich eigentlich schon mit meiner "Oper" 'Singers Nähmaschine ist die beste' (1966) in die Rolle eines Interpreten seiner selbst gedrängt - persönliches Anliegen schien mir schon damals nur mehr persönlich (also unvermittelt) exekutierbar - und damit außer Stande, Arbeiten zu veröffentlichen. Es erübrigt sich daher, auf einzelne Stücke detaillierter einzugehen. Die meisten sind nicht mehr zur Verfügung. Verloren, verworfen, unleserlich.

 

Otto M. Zykan, 1991

Pressestimmen

14. Oktober 2007

[...] Leise hebt es an, schwingt sich zu immer dramatischeren Entwicklungen auf, bringt plötzlich weite meditative Passagen. Aber nicht nur dieser dramaturgisch geschickt gebaute Wechsel von gewaltiger Klangentladung und lyrischer Entspannung prägt dieses [...] Werk. [...] 

Die Presse (Walter Dobener) 

 

16. Juni 2002

In seiner vielfältigen Tätigkeit im Bereich der Werbung ist Otto M. Zykan, was das Erreichen spezifischer Zielgruppen anlangt, im Lauf der Jahre zum Scharfschützen geworden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihm auch bei einer in Dingen der zeitgenössichen Musik ziemlich sperrigen Klientel wie dem Abonnementpublikum des Wiener Musikvereins mit der Uraufführung seiner Messe! ein veritabler Volltreffer gelungen ist. [...] 

Der Standard (Peter Vujica) 

 

4. Dezember 1997

[...] Die Vier Sätze spielen auf raffinierte Weise alle Varianten des trigonalen Musizierens durch: Vom aggressiven Gegeneinander über die autistische Versenkung bis hin zur harmonischen Eintracht. Niemals aber wird die Formidee eines Satzes von außen aufgesetzt. Denn wenn Zykans ordnende Hand auch deutlich spürbar ist, so begegnet er denoch mit Respekt dem musikalischen Material. [...] 

Der Standard (Peter Blaha) 

 

16. Mai 1994

[...] Doppelsinnige Moralitäten, Minimalismus, Absurditäten und archaische Akkordfloskeln verschränkten sich zu einer virtuos vorgeführten Vergnüglichkeit. Kompliment an den Komponisten und das Können der Sänger. [...]

Berliner Zeitung (Peter Buske)