Fotograf: Christian Heindl © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
|
1953 - 1957
| |||||
|
1957 - 1963
| |||||
|
1957 - 1963
| |||||
|
1957 - 1963
|
Komposition | ||||
|
1957 - 1963
|
Komposition | ||||
|
1957 - 1963
|
Zwölftontheorie | ||||
|
1963 - 1964
|
Komposition-Meisterklasse |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|
|
1961
|
Kontrabassist | ||
|
1963 - 1969
|
Erster Kontrabassist | ||
|
1968
|
Ensemble "MOB art & tone ART": Ensemblegründung (gemeinsam mit Kurt Schwertsik, Otto M. Zykan) | ||
|
1968 - 1971
|
Ensemble "MOB art & tone ART": Tournee mit eigenen Werken, Musik von Kagel u.a. | ||
|
1969 - 1998
|
Kontrabassist | ||
|
1980
|
Komposition Workshop | ||
|
2006
|
Workshops | ||
|
2010
|
Composer/Conductor | ||
|
Vizepräsident | |||
|
Dirigate bei nationalen und internationalen Orchestern (Wiener Philharmoniker, Cleveland Orchestra, Radiosymphonieorchester Frankfurt, London Sinfonietta u.a.) | |||
|
Internationale Auftritte als Channsonnier und Interpret von Werken Kurt Weills, Hans Eislers und eigener Werke |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|
|
1969
|
Uraufführung | |||
|
1978
|
Uraufführung | |||
|
1979
| ||||
|
1979
|
Österreichische Erstaufführung | |||
|
1986
|
Queensland Conservatory of Music Contemporary Music Ensemble | |||
|
1986
| ||||
|
1987
| ||||
|
1987
|
Musica Nova Festival | |||
|
1988
| ||||
|
1988
| ||||
|
1989
| ||||
|
1989
|
Heinrich Schiff and Ensemble | |||
|
1990
| ||||
|
1991
| ||||
|
1992
|
Ensemble Kontrapunkte | |||
|
1992
|
Ensemble Kontrapunkte | |||
|
1993
| ||||
|
1994
|
City of Leeds College of Music New Music Ensemble | |||
|
1995
|
London Premiere | |||
|
1996
| ||||
|
1997
|
Uraufführung, Klangforum Wien | |||
|
1998
|
Erstaufführung in London | |||
|
1998
|
St Donats Castle | |||
|
1999
|
Uraufführung; Håkan Hardenberger (Trompete) | |||
|
2000
|
Teatro Camoes | |||
|
2001
| ||||
|
2001
|
Uraufführung | |||
|
2002
| ||||
|
2003
|
Wiener Philharmoniker; Simon Rattle (Dir) | |||
|
2003
| ||||
|
2004
| ||||
|
2005
| ||||
|
2005
| ||||
|
2006
| ||||
|
2006
| ||||
|
2007
| ||||
|
2008
|
Museum of Art | |||
|
2008
| ||||
|
2009
| ||||
|
2009
|
USA Erstaufführung | |||
|
2010
| ||||
|
2010
|
Frankreich Erstaufführung | |||
|
2011
|
Erstaufführung (Ballet-Version) | |||
|
2011
| ||||
|
2012
|
Großbritannien: Ersaufführung |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
|---|---|---|---|---|
|
1965
| ||||
|
1988
| ||||
|
1989
| ||||
|
1990
| ||||
|
1992
|
Big Bang Opernproduktions-Gesellschaft München, und Opera North Leeds | |||
|
1999
| ||||
|
| ||||
|
| ||||
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
|---|---|---|---|
|
1966
|
Kulturwochenpreis | ||
|
1969
|
Förderungspreis | ||
|
1970
|
Förderungspreis | ||
|
1975
|
Förderungspreis | ||
|
1977
|
Förderungspreis | ||
|
1978
|
Förderungspreis | ||
|
1979
|
Würdigungspreis für Musik | ||
|
1989
|
Preis | ||
|
1998
|
Artist in Residence | ||
|
2002
|
Österreichischer Staatspreis für Kultur | ||
|
2004
|
Silbernes Ehrenzeichen | ||
|
2004
|
Composer in Residence | ||
|
2006
|
Composer in Residence | ||
|
2006
|
Artist in Residence | ||
|
2009
|
Ehrenmitglied |
HK Gruber entzieht sich jeglicher Einordnung ebenso schnell, wie die Kulturexperten sie vornehmen können. Neoromantisch, neotonal, neoexpressionistisch, neuwienerisch: keines dieser Etiketten paßt auf ihn - vielmehr ist er ein empfindungsfähiger (und rundum vollendeter) Komponist, welcher auf jeden musikalischen Stimulus reagiert, der ihm begegnet, sei er nun anspruchsvoll oder anspruchslos, zwölf- oder siebentönig, bitter oder süß, und welcher sich zu keiner Äußerung mit aufgesetztem musikalischen Akzent verleiten läßt. Seine Wiener Herkunft war in bezug auf sein Schaffen allerdings immer ein zentraler, entscheidender Faktor. Die großen Wiener Klassiker von Haydn bis Berg stecken ihm natürlich im Blut, genau wie die Wiener Volksmusik; das bezeugt 'Charivari', das 'Österreichische Journal für Orchester', das auf 'Perpetuum Mobile' von Johann Strauß (Sohn) basiert. Diverse Anklänge von Revue und Pop ziehen sich durch fast alle Kompositionen Grubers, von den gemäßigt angelegten (aber eigentümlich an die 'Brandenburgischen Konzerte' gemahnenden) 'Drei MOB Stücken' bis hin zum meisterhaften 'Cello Concerto' in einem Satz. Der einprägsame Popsong, der sich am Ende des streng aufgebauten Violinkonzerts '... aus schatten duft gewebt' entspinnt, stammt ganz aus der Feder des Komponisten (nun ja, man munkelt, daß Franz Xaver Gruber, der Urheber von 'Stille Nacht', sein Vorfahr sei) und nimmt ähnliches Gewicht und Schärfe an wie der entlehnte Bachchoral am Ende des Violinkonzerts von Alban Berg. Zudem besticht Grubers Werk (später bearbeitet, um den abschließenden paradiesischen Popsong auszudehnen) unter vielen anderen faszinierenden Eigenschaften durch die Mühelosigkeit, mit der es die stilistischen Welten Bergs und Strawinskys zusammenfügt, die chromatische und die diatonische, die expressionistische und die neoklassische. Grubers bislang berühmt-berüchtigtstes Werk ist sein Melodram im Sinne der "schwarzen Romantik", das "Pan-Dämonium" 'Frankenstein!!', das von einer anderen Wiener Besonderheit bestimmt wird - von einem schwarzen Humor, der entschieden verschärft wird, wenn der Komponist persönlich den Chansonnier-Solisten abgibt. Der Fernsehfilm 'Bring me the head of Amadeus', unter der Regie von Barrie Gavin als Huldigung zum zweihundertsten Todestag seines Landsmannes Mozart von Gruber erdacht, vertont und dargestellt, hat Teil an dieser Stimmung [...]. In welche Musikerrolle Gruber auch schlüpft (Komponist, Dirigent, Chansonnier, Schauspieler, Kontrabassist) und was für stilistische Zutaten er in seinen Werken auch verwenden mag, er bleibt unverwechselbar er selbst: eines der erstaunlich originellen und gebieterischen Talente der Nachkriegsmusik.
3. Jänner 2003
Heinz Karl Gruber wird 60
"Ich habe es mir ausgerechnet - etwa 2095 werde ich alle Vorhaben erledigt haben", resümiert Gruber, der vorzeigt, daß man auch heutzutage als Individualist Erfolg haben kann. Soferne man sich zu seiner Originalität bekennt.
Die Presse (Walter Dobner)
13. Jänner 2003
Virtuose Soli im Klangstrom An diesem Vormittag im Goldenen Saal konzentrierte sich das Interesse begreiflicherweise auf die Uraufführung von Heinz Karl Grubers Auftragskomposition "Dancing in the Dark". [...] Das Stück überrascht alle, die "Nali" vornehmlich von seiner humorvoll-sarkastischen Seite her kennen, durch seine ernste, große Anlage. Gleich zu Beginn fesselt die weitgespannt Kantilene des Tenorhorns (prachtvoll: Dietmar Küblböck), auch in der Folge heben sich immer wieder virtuose Soli aus dem breit dahinflutenden Klangstrom heraus. Und geschickt findet der Komponist durch eine sich allmählich durchsetzende Pulsation zu jazzig inspirierten Rhythmen. Ein großer, durchschlagender Erfolg!
Die Presse (Gerhard Kramer)
19. August 2006
Zwölftonmusik und Humor -geht das? Bei Gruber schon, er nimmt es ja nicht bierernst. Eleganz ist sein ästhetisches Credo, tonal darf es zugehen, komponiert wird mit moderner Reihentechnik. Dass atonale Tonsetzer da die Nase rümpfen, liegt auf der Hand. Aber Gruber dachte nie daran, sich einem "Zentralkomitee für Neue Musik" zu beugen.
Wiener Zeitung (Christoph Irrgeher)
2006
Classical: New Releases: Gruber, Eotvos, Turnage: Trumpet Concertos
Gruber's is the richest score, a subtle, densely worked, strangely visionary pair of movements that keeps a saving distance (unlike the Turnage) from the instrument's stereotypical jazziness, even while exploring 1930s dance music
Sunday Times
5. September 2011
Northwind Pictures: "Die spezifische Pointe dieses Stücks liegt darin, dass Instrumente die Sängerparts der Oper übernehmen, sich mit effektvollen ariosen Momenten einstellen. Ein bei allem Schwung kunstvoll erdachtes, auf einer originellen Reihe und gregorianischen Melodie basierendes Orchestertableau."
Die Presse (Walter Dobner)