Bert Breit
erfasst als:
Genre:
Gattung:

Foto: Matthias Breit ©

Breit Bert

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Anderer Jodler Nr. 16 - Orchesterfassung 2004
2 Die anderen Jodler 2002
3 all mein lieb 2001
4 Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret 2001
5 bittrer winter 2001
6 Drei Stücke für gemischten Chor 2000
7 Drei Lieder 1999
8 Ballade für Monika - für Violine, Klavier und Streicher 1999
9 "Mali" - Musik zum Fernsehfilm 1997
10 Concerto funebre - für Bratsche und Streicher 1997
11 Schibboleth - Trio für Violine, Violoncello und Klavier 1996 14m
12 Konzert für Bratsche und Streichorchester 1996 21m
13 Jetzt 1996 6m
14 Bicinium für Peter - für zwei Baßinstrumente 1995 4m
15 Spuren - für Klarinette und Streichquartett 1995 20m
16 Stationen - Konzertante Stücke für Violine, Violoncello und Streicher 1995 24m
17 Für Johannes - für Violine und Klavier 1995
18 Invention für Mariko - für Violine und Klavier 1994 5m
19 Ein letzter Tango für Ernst - für zwei Klaviere und Ensemble 1994 4m
20 Konzert für Klavier, Streicher und Schlagzeug 1994 21m
21 Brot - Musik zum Film 1994
22 "Karl Huderer" - Musik zum Spielfilm 1994
23 Hydra - Neun Stücke für Klavier 1993 15m 40s
24 "Zug um Zug" - Musik zum Drama 1993
25 Fragmente - Sechs Stücke für Violine solo 1992 15m 40s
26 Tensions I - für Streichquartett 1991 18m 20s
27 Tensions II - für Kammerorchester 1991 18m 30s
28 Als ich an einem Sonntagmorgen Frau Müller traf - Blasphemie für Blechbläserquintett 1990 5m 20s
29 Impulse - Konzert für Violine und Streicher 1989 27m
30 "Die Ministranten" - Musik zum Jugendfilm 1989
31 "Der Mann im Salz" - Musik zum Drama 1989
32 "Die Ministranten" - Musik zum Jugendfilm 1989
33 Zwölf Jodler für drei bis vier Geigen 1988 - 1994 30m
34 Tangenten - Radiophonie 1988 30m
35 Memento vita et mors - Radiophonie 1987 46m
36 "Die Deutsche" - Musik zum Film 1986
37 "Der Unfried" - Musik zum Drama 1986
38 "Franza" - Musik zum Film 1986
39 "Am Morgen meines Todes" - Musik zum Film 1986
40 "Lebenslinien" - Musik zur Serie 1986
41 "Heidenlöcher" - Musik zum Drama 1985
42 "Joseph Süß Oppenheimer" - Musik zum Film 1984
43 "Donauwalzer" - Musik zum Film 1984
44 "Raffl" - Musik zum Historienfilm 1983
45 "Der stille Ozean" - Musik zum Film 1982
46 "Schöne Tage" - Musik zum Film 1981
47 "Die Rumpelhanni 1+2" - Musik zum Fernsehfilm 1981
48 "Dorf an der Grenze" - Musik zum Film 1981
49 "Die Reventlow" - Musik zum Fernsehfilm 1979
50 "Tatort" - Musik zur Fernsehserie 1978
51 "Der Schalldämpfer" - Signation für Hörfunksendung 1977
52 "Kain" - Musik zum Film 1973
53 Konzert für Oboe und Streicher - (Emil Berlanda), Bearbeitung 1970 15m
54 Sechs europäische Weihnachtslieder - für Gesang und Kammerensemble 1969 20m
55 Sermone - Radiophonie 1969 21m
56 "Kleinbürgerhochzeit" - Musik zum Film 1969
57 "Septembergewitter" - Musik zum Film 1968
58 Aus der musikalischen Spielzeugschachtel - Fünf Stücke für Cembalo 1967 9m 10s
59 Das Karussell - Radiophonie 1967 32m
60 Meditationen für Streicher 1966 21m
61 Hirtenmusik zur Weihnacht - Kammermusik 1964 12m
62 Suite sportive für Symphonieorchester 1964 20m 30s
63 "Dorf ohne Männer" - Musik zur Komödie 1963
64 Vier Situationen für Klavier 1962 7m 40s
65 "Der Marquis von Keith" - Musik zum Film 1962
66 "Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter" - Musik zum Film 1962
67 Tanzstücke für Klavier 1961 12m 15s
68 Des Lebens Vergänglichkeit - Kantate (Emil Berlanda), Bearbeitung 1960 18m
69 "Kunz von der Rosen" - Musik zum Hörspiel
70 Man kann nie wissen
71 Osterkantate - nach einer Handschrift des Klosters Neustift
72 Schluck und Jau
73 Weh dem, der lügt
74 Der Tor und der Tod
75 Was ihr wollt
76 Die sieben Todsünden
77 Judith
78 Kirschen für Rom
79 Erde
80 Die Reise
81 Romeo und Julia
82 Rosa Winter
83 Bahnhof
84 Yerma

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1927
Geburtsdatum:  25. Juli 1927
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsland: 
Todestag:  17. September 2004
Nationalität: 

Bert Breit ist 1927 in Innsbruck geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Innsbruck kam er mit 17 Jahren in politische Haft, da er sich in einer Widerstandsgruppe gegen die Nazis engagierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in Innsbruck Musik und schloss sein Studium im Mozarteum in Salzburg ab. Durch ein Stipendium kam er nach Paris und nahm später Unterricht bei Carl Orff. Den Kammerchor "Walther von der Vogelweide" leitete er seitdem er 19 Jahre alt war und blieb dem Chor 15 Jahre lang treu.
Seine Karriere als Journalist begann bei ORF Tirol, wo er die Abteilung "Ernste Musik" leitete. Sein Engagement nahm sich zudem sozialen und politischen Themen an. So filmte er Dokumentationen und produzierte Radiosendungen, bei denen er sich Problemen der Minderheiten und sozialen Randgruppen widmete. Neben seinem zahlreichen Filmmusiken, stand er auch selbst als Schauspieler vor der Kamera. Zum Beispiel in dem Film "Tatort: Himmelfahrt", wofür er zudem die Musik komponierte. Im Jahr 2004 verstarb der Komponist, Journalist, Filmemacher, Schauspieler und Zeichner in seiner Heimatstadt Innsbruck.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1945

Musikstudium

1945

Komposition

1951 - 1952

Institut Français für Studien

Französisches Kulturinstut Innsbruck: Begegnung mit Musique concrète

Privatunterricht

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1946

erste Versuche mit Geräuschen Musik zu machen

1946 - 1961

Gründung und Leitung

1950

Radio Tirol: Tonbandmusik mit präperiertem Klavier und präperiertem Cembalo für Hörspiele

1951 - 1967

Radio Tirol: Leiter der Abteilung "Ernste Musik"

zahlreiche Ausstellungen in Wien, Linz, Freiburg, Dornbirn, Schwaz, Innsbruck, St. Gallen

freischaffender Aufragskomponist für Radio und Film

Gestalter und Regisseur von Filmen

graphische Arbeiten als Zeichner, die sich durch Melancholie, Düsterkeit und Witz auszeichnen

Mitarbeit bei Rundfunk-Sendereihen

Signations für Radiosendungen

Verfasser von Texten, Denkschriften und Drehbücher

zahlreiche Filmarbeiten

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation

Französisches Institut Innsbruck: Stipendium für Studien in Paris

Stilbeschreibung

Bert Breit ist Komponist von absoluter Musik, aber auch von Gebrauchsmusik für Radio und Fernsehen, Bühne und Film. Er schreibt für verschiedenste Besetzungen, vom Solo bis zum Symphonieorchester, auch in Verbindung mit elektronischen Klängen und Geräuschen aus der Arbeitswelt (z.B. in seiner Radiophonie "Tangenten"). In der Musik liebt Bert Breit eine bestimmte Virtuosität, die motorische Energie schneller Sätze, er mag tänzerische Bewegung und als Gegensatz die nachdenkliche Tiefe. Er versteht es, in seiner Sprache unterschiedliche Stile - von der Volksmusik bis zu quasi Barockem oder zu Rockmusik - mit Formen und Mitteln neuer Musik zu verbinden. Charakteristisch in seiner Musik sind Schärfe, Kontur, Tempo und Gefühl ohne Sentimentalität. Das Klangbild seiner Musik ist dissonant und expressiv, berücksichtigt die Ordnung der Obertöne, wobei Mehr-Tonalität oft strukturbildend eingesetzt wird. Bert Breit ist ein Musiker, der eine humane Botschaft vermittelt. Sein gesamtes Schaffen thematisiert soziale und politische Anliegen. Für ihn ist Kunst nicht abgehoben vom Leben zu verstehen.

 

Othmar Costa, 1995

Kontakt, Links

E-Mail :  infoatbreit [dot] biz
Website:  www.breit.biz