Mit freundlicher Genehmigung von Erik Freitag ©
1940 in Wien geboren. Studium an den Musikuniversitäten in Wien und Stockholm. Nach Beendigung der Ausbildung mehrjähriger Aufenthalt in Schweden. 1970 Rückkehr nach Wien und bis 2003 als Musikpädagoge und Leiter einer Musikschule tätig. 1986/87 Mitbegründung des Ensembles Wiener Collage. Aufführungen seiner Werke in ganz Europa, den USA und Lateinamerika. Erik Freitag lebt und arbeitet in Wien und Schweden.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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Königlich Schwedische Musikakademie, Stockholm: Theorie, Komposition (Karl-Birger Blomdahl) |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1964 - 1970
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Philharmonisches Orchester, Stockholm: Geiger | ||
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1964 - 1970
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Radiosinfonieorchester Schweden, Stockholm: Geiger | ||
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1970 - 2003
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Leitung der Musikschule Wien-Ottakring | ||
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1987
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gemeinsam mit Eugene Hartzell und René Staar Gründung und seither als Musikdirektor, Komponist und Vorstands- bzw. Ehrenmitglied für das Ensemble tätig |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1970
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Nikolaikirche Kiel: | |||
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1986
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1987
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1989
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1990
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Concertgebouw Nijemegen: | |||
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1990
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österreichische Erstaufführung | |||
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1993
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1993
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Odessa: | |||
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1996
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2001
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2001
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Melos-Étos-Festival, Nová scéna Theatre - Bratislava: | |||
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2007
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österreichische Erstaufführung von | |||
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2008
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Erstaufführung der Neufassung von |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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Aufträge für mehrere Werke unter anderem | ||||
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Aufträge für mehrere Werke unter anderem für |
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1971
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Nordelbischen Tage Hamburg: Preis | ||
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1975
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Förderungspreis | ||
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1978
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Förderungspreis | ||
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1988
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Förderungspreis | ||
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1996
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Kulturzentrum Moulin d'Andé: Composer in Residence | ||
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1996
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Northwestern University of Michigan/USA: Composer in Residence | ||
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2005
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Samtida Musik Stockholm: Ehrenmitglied |
Erik Freitags nordisches Erlebnis wirkt auch nach seiner Rückkehr nach Wien weiter. Werke wie 'Helle Nacht' für Streichorchester werden durch die Natur des Nordens in eine eigentümlich meditativ-melancholische Sehnsucht eingehüllt, die jedoch stets von Außenstörungen bedroht erscheint. Pulsierende rhythmische Kompositionselemente werden von Freitag gerne als Gegensatz eingesetzt. Die Spannung zwischen seiner Wiener Umwelt, persönlichem Erleben und einer geradezu mystischen Sehnsucht nach dem Norden zeugt einen eigenen Stil, bei dem die Musik durch Zustände hindurchgleitet, die einem steten Befreiungsgedanken aus der Zwangsumklammerung einer traditionellen Dur-Moll-Mechanik in ein übertonartliches Beziehungsgeflecht folgen.
René Staar, 1994
2003
René Staar, künstlerischer Leiter und Geiger des engagierten Ensembles, versucht diesen Umstand im Booklet anhand einer Beschreibung von Freitags Person zu erklären: "Ein stets beobachtendes, Überflüssiges meidendes, direktes, zuweilen auch introvertiert erscheinendes, doch stets intelligent zuwartendes Wesen, das ihn jedoch zum Außenseiter der österreichischen Kunstszene werden ließ." Denn an Freitags ansprechenden, zum Teil ironisch-beißenden Werken kann die mangelnde Präsenz kaum liegen: etwa das kurzweilige Bühnenspiel "in der todesstunde von alfons alfred schmidt" nach einem tiefschwarzen Text von Martin Amanshauser oder die Werkserie "Triaphonie" für diverse Triobesetzungen, in denen auch mal ein schwedisches Volkslied durchschimmert.
Jazzzeit (Marie-Therese Rudolph)
13. September 1991
Einleitungswerk war Erik Freitags Stück für Streichorchester, "Helle Nacht", uraufgeführt in Holland und nun erstmals in Schweden gespielt. Eine Sommernachtsmusik, klar strukturiert und transparent.
Svenska Dagbladet
5. Juli 1986
Den stärksten Eindruck machte Erik Freitags "Strindberg - Licht und Schatten", eine musikalische Huldigung an die schwedische Literatur. Eine auffallend moderne Klang- udn Formsprache verband sich mit einprägsamen melodischen, rhythmischen und harmonischen Strukturen. In hohem Tempo wurden von Freitag Bilder heraufbeschworen, welche sich nie einfangen und eindeutig festlegen ließen.
Dagens Nyheter
19. Oktober 1995
[...] von Erik Freitags "Yoziguanatzi". Das vom Geist südamerikanischer Legenden beeinflußte Werk muß als eine der vorzüglichsten Kompositionen der zeitgenössischen österreichischen Musik gelten [...] Immer stärker wird deutlich, daß Erik Freitag einer der großen Komponisten unseres Landes ist [...]
Wiener Zeitung (E. Baumgartner)
31. Mai 2002
Erik Freitag [...] ist nie Moden sondern immer nur seiner inneren Stimme gefolgt. Gerade deshalb wirkt seine Musik so neu. Die Tonartenbeziehungen erscheinen bei ihm nicht aufgehoben, wohl aber persönlich definiert, die Melodik ist so prägnant wie eigentümlich, sie wirkt oft wie aus uralter Zeit in vielen Brechungen in unsere Gegenwart geholt. [...] Quintett (1989) [...] Dieses wunderbar tiefe, berührende und sogar erschütternde Werk ghört zum Besten, was in Österreich in den letzten zwanzig, dreißig Jahren an Kammermusik geschrieben wurde. Ein schöpferischer Gipfel, wie er nicht gar so vielen Komponisten zu erreichen vergönnt ist.