Erik Freitag
erfasst als: KomponistIn
Genre: Neue Musik
Instrument: Violine

Mit freundlicher Genehmigung von Erik Freitag ©

Freitag Erik

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Strindberg - Licht und Schatten (Neufassung) 2008 8m
2 Triaphonie V - Omar Khayyam 2006 6m 40s
3 Concertino für Marimba und Streicher 2006 ~ 13m
4 En svensk jullegend (Eine schwedische Weihnachtslegende) 2005 8m
5 Marsyas&Apollo 2004 5m - 6m
6 Pablos Galerie 2004 7m - 8m
7 Concerto da Camera 2002 15m
8 Triaphonie IV 2001 7m
9 Canciones Espanolas Antiguas (Orchestrierung) 2001 16m
10 Quintett 2000 2000 13m
11 El retablo de la catedral de Tarragona - Fassung 2000 2000 5m
12 6 Lieder für mittlere Stimme und Schlagzeug 2000 12m
13 in der todesstunde von alfons alfred schmidt - Bühnenspiel für Sänger, Sprecher und 7 Instrumentalisten 1998 13m
14 Triaphonie III 1998 7m
15 Triaphonie II 1997 10m
16 Circuits Magiques - pour quatuor à cordes 1996 12m
17 Soul-Sky - nach dem Poem von John Gracen Brown 1995 8m
18 Triaphonie I 1995 5m
19 Immagini 1995 18m
20 Yotziguanazí - Tres leyendas centroamericanas 1994 17m
21 Idun 1992 9m
22 Nocturne 1992 3m
23 El retablo de la catedral de Tarragona - Fassung 1992 1992 5m
24 Augenblick eines Fauns - für Altflöte 1990 1m
25 Zwölf Duos für zwei Violinen 1990 12m
26 Reflections in air - für Streichtrio 1990 7m
27 Sonate - für Violoncello und Klavier 1990 15m
28 Helle Nacht - Streichorchester 1990 8m
29 Quintett 1989 1989 22m
30 Seis canciones castellanas (Orchestrierung) 1989 19m
31 Konzert für Violine und Orchester 1988 21m
32 Triade 1987 10m
33 Passages in the wind - (Bariton and 7 instruments) 1987 15m
34 Hommage à un grand artiste 1986 7m
35 Linee per violino solo 1985 4m
36 Drei Stücke für Klavier 1985 12m
37 Strindberg - Licht und Schatten - (ljus och skugga) 1985 9m
38 Quasi una marcia 1983 8m
39 Ouverture danoise 1982 7m
40 El retablo de la catedral de Tarragona 1982 5m
41 Suite für die Jugend 1981 10m
42 Elegie und Tanz - für Oboe und Streichquartett 1981 8m
43 Sonate (Nachtstücke) - für Violine und Viola 1980 12m
44 Zwei Sätze für Streicher 1980 8m
45 Limericks - (5 songs for mezzo and 6 instruments) 1978 5m
46 Suite für Orchester - aus "Moving Studies" 1978 8m
47 Transformationen - für Violine und Klavier nach der lettischen Weise "Araji, ecetaji" 1978 8m
48 Drei Miniaturen für Klavier zu vier Händen 1977 4m
49 Divertimento für Bläserquintett 1977 10m
50 Drei Stücke für Streichquartett 1976 7m
51 Epigraphes - Symphonische Skizzen 1974 20m
52 Moving Studies - Szenen für Tänzer 1973 18m
53 Kleine Suite für Streicher und Klavier 1972 6m
54 Hymnus - Kantate für Sprecher, Tenor, gemischten Chor, Altflöte, Harfe, Vibraphon und Violine 1970 9m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1940
Geburtsdatum:  1. Februar 1940
Geburtsort:  Wien
Nationalität: 

1940 in Wien geboren. Studium an den Musikuniversitäten in Wien und Stockholm. Nach Beendigung der Ausbildung mehrjähriger Aufenthalt in Schweden. 1970 Rückkehr nach Wien und bis 2003 als Musikpädagoge und Leiter einer Musikschule tätig. 1986/87 Mitbegründung des Ensembles Wiener Collage. Aufführungen seiner Werke in ganz Europa, den USA und Lateinamerika. Erik Freitag lebt und arbeitet in Wien und Schweden.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Königlich Schwedische Musikakademie, Stockholm: Theorie, Komposition (Karl-Birger Blomdahl)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1964 - 1970

Philharmonisches Orchester, Stockholm: Geiger

1964 - 1970

Radiosinfonieorchester Schweden, Stockholm: Geiger

1970 - 2003

Leitung der Musikschule Wien-Ottakring

1987

gemeinsam mit Eugene Hartzell und René Staar Gründung und seither als Musikdirektor, Komponist und Vorstands- bzw. Ehrenmitglied für das Ensemble tätig

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Aufträge für mehrere Werke unter anderem

Aufträge für mehrere Werke unter anderem für

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1971

Nordelbischen Tage Hamburg: Preis

1975

Förderungspreis

1978

Förderungspreis

1988

Förderungspreis

1996

Kulturzentrum Moulin d'Andé: Composer in Residence

1996

Northwestern University of Michigan/USA: Composer in Residence

2005

Samtida Musik Stockholm: Ehrenmitglied

Stilbeschreibung

Erik Freitags nordisches Erlebnis wirkt auch nach seiner Rückkehr nach Wien weiter. Werke wie 'Helle Nacht' für Streichorchester werden durch die Natur des Nordens in eine eigentümlich meditativ-melancholische Sehnsucht eingehüllt, die jedoch stets von Außenstörungen bedroht erscheint. Pulsierende rhythmische Kompositionselemente werden von Freitag gerne als Gegensatz eingesetzt. Die Spannung zwischen seiner Wiener Umwelt, persönlichem Erleben und einer geradezu mystischen Sehnsucht nach dem Norden zeugt einen eigenen Stil, bei dem die Musik durch Zustände hindurchgleitet, die einem steten Befreiungsgedanken aus der Zwangsumklammerung einer traditionellen Dur-Moll-Mechanik in ein übertonartliches Beziehungsgeflecht folgen.
René Staar, 1994

Pressestimmen

2003

René Staar, künstlerischer Leiter und Geiger des engagierten Ensembles, versucht diesen Umstand im Booklet anhand einer Beschreibung von Freitags Person zu erklären: "Ein stets beobachtendes, Überflüssiges meidendes, direktes, zuweilen auch introvertiert erscheinendes, doch stets intelligent zuwartendes Wesen, das ihn jedoch zum Außenseiter der österreichischen Kunstszene werden ließ." Denn an Freitags ansprechenden, zum Teil ironisch-beißenden Werken kann die mangelnde Präsenz kaum liegen: etwa das kurzweilige Bühnenspiel "in der todesstunde von alfons alfred schmidt" nach einem tiefschwarzen Text von Martin Amanshauser oder die Werkserie "Triaphonie" für diverse Triobesetzungen, in denen auch mal ein schwedisches Volkslied durchschimmert.

Jazzzeit (Marie-Therese Rudolph)

13. September 1991

Einleitungswerk war Erik Freitags Stück für Streichorchester, "Helle Nacht", uraufgeführt in Holland und nun erstmals in Schweden gespielt. Eine Sommernachtsmusik, klar strukturiert und transparent.

Svenska Dagbladet

5. Juli 1986

Den stärksten Eindruck machte Erik Freitags "Strindberg - Licht und Schatten", eine musikalische Huldigung an die schwedische Literatur. Eine auffallend moderne Klang- udn Formsprache verband sich mit einprägsamen melodischen, rhythmischen und harmonischen Strukturen. In hohem Tempo wurden von Freitag Bilder heraufbeschworen, welche sich nie einfangen und eindeutig festlegen ließen.

Dagens Nyheter

19. Oktober 1995

[...] von Erik Freitags "Yoziguanatzi". Das vom Geist südamerikanischer Legenden beeinflußte Werk muß als eine der vorzüglichsten Kompositionen der zeitgenössischen österreichischen Musik gelten [...] Immer stärker wird deutlich, daß Erik Freitag einer der großen Komponisten unseres Landes ist [...]

Wiener Zeitung (E. Baumgartner)

31. Mai 2002

Erik Freitag [...] ist nie Moden sondern immer nur seiner inneren Stimme gefolgt. Gerade deshalb wirkt seine Musik so neu. Die Tonartenbeziehungen erscheinen bei ihm nicht aufgehoben, wohl aber persönlich definiert, die Melodik ist so prägnant wie eigentümlich, sie wirkt oft wie aus uralter Zeit in vielen Brechungen in unsere Gegenwart geholt. [...] Quintett (1989) [...] Dieses wunderbar tiefe, berührende und sogar erschütternde Werk ghört zum Besten, was in Österreich in den letzten zwanzig, dreißig Jahren an Kammermusik geschrieben wurde. Ein schöpferischer Gipfel, wie er nicht gar so vielen Komponisten zu erreichen vergönnt ist.

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