Komponist, sowie auch Ausführender in eigenen Musikprojekten und projektbezogene Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten (Musik, Video, Theater, bildende Kunst). Arbeitsbereich: Vorwiegend experimentelles Instrumentarium, Elektronik, konzertante Klanginstallation, skulpturale Musik, szenische Aufführungen und inszenierte Räume. Auftritte und Aufführungen bei Aspekte Festival Salzburg, Tage für Neue Musik Bozen, die lange Nacht der Neuen Klänge Wien, Neues Musikform Viktring, Konfrontationen Nickelsdorf, Ulrichsberger Kaleidophon, Kunstverein Wien, Kunstverein Klagenfurt, Brucknerhaus Linz u.a
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1972 - 1976
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Teilnahme an Kompositions- und Analysekursen, sowie Kurse für Neue Musik in Köln | ||||
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Kontrabass (H. Bürgschwendtner) | |||||
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Live-Elektronik-Komposition am Institut für musikalische Grundlagenforschung und Elektronische Musik |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1971 - 1974
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Schallmomente: künstlerischer Leiter des Ensembles (kollektive Komposition, Improvisation und Klangaktion); Konzerte und Workshops in Österreich, Deutschland und Frankreich | ||
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1973
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Pädagogischen Aktionsgruppe PAG, Klagenfurt: Mitglied; Seminare in Klagenfurt und im Bildungszentrum Mauterndorf | ||
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1974
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Salzburger Kunstproduzenten, Salzburg: Mitinitiator | ||
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1975 - 1981
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Guttenberg: Initiator und Mitglied der Gruppe (musikalisch-politischer-Aktionismus) | ||
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1975 - 1982
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Realisation von über 20 Kompositionen Elektronischer Musik im Elektronik-Studio | ||
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1983 - 1990
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Tauto: Duo mit Gerhard Laber (konzeptionelle Improvisationen und Kompostionen), Auftritte bei Konfrontationen Nickelsdorf, Rive de Giere, Mexiko City u.a. | ||
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1990 - 1994
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Initiator und Kurator des Meetings 'Die Macht der Klänge' | ||
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Initiator und Kurator des Festivals "Schallortung" | |||
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kompositorische Arbeiten, vorwiegend in eigener Ausführung und Zusammenstellung von projektbezogenen Spezialisten-Ensembles, aus Musik, Theater, bildender Kunst und Medienkunst |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1996
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Dommuseum Köln | |||
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1998
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Bahnhöfe von Dresden, Prag und Wien: | |||
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1999
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2002
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2006
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Nacht der Komponisten "Elvira-Cut für Sopran" |
Da meine Beeinflussung in früheren Jahren aus dem Bereich des Experiments kommt. Stelle ich mir auch heute noch die Fragen: Was soll klingen? Wie soll es klingen? Welche Wirkung soll sich auf ein Publikum übertragen? Grob gesagt ergeben sich zwei Wege: 1) die von mir so genannten theoretischen Musiken und konzertanten Installationen, in denen das exakt definierte Ausgangsmaterial die Grundlage musikalischer Vorgänge bildet. 2) die angewandte Musik, zumeist Auftragskompositionen, bei denen ich mit einem bestimmten vorgegebenen Instrumentarium, auch ähnlichen Überlegungen stelle, sie aber nicht so streng nehme. Bei vielen dieser Stücke wird auch die Technik der gebundenen Improvisation von mir angewandt. Die Musiker sind bei mir keine Ausführungsmaschinen, also nur Umsetzer von schriftlichen Aufzeichnungen, sondern ich erwarte, dass sie mit mir für einen bestimmten Zeitpunkt, meine Grundüberlegungen erfassen und weiter transportieren können.
Werner Raditschnig
2002
Monochrome Klangflächen, die aufgrund ihrer mit Details gespickten Dichte eine ungeheure Sogwirkung entfalten
SKUG (Alfred Pranzl)
3. November 1998
Werner Raditschnigs Stück "KA oder die Stellvertretung des Fleisches" bezieht seinen Tonvorrat von zwei Polychorden. Dieses "Rohmaterial" wird elektronisch mutiert, darauf beruhen die Akkordschichtungen und Melodiefloskeln, die zwei Cellisten, ein Posaunist und zwei Sängerinnen beisteuern. Im Lauf von gut 25 Minuten wird man hineingezogen in eine fremdartige Klangwelt, die zuerst statisch und blockhaft wirkt, aber zum wachen Hinhören animiert und dies mit einer Fülle subtiler Farben und interessanter Strukturen lohnt. Das Werk überzeugt durch seine dichte, sich direkt mitteilende Form.
Salzburger Nachrichten
28. Mai 1998
Er geht konsequent auf dem Weg weg vom Konzertsaal, hin zu neuen Räumen, zur "Klangkunst", die Bildnerisches mit Musik verquickt - und auch den Zuhörer in die Selbständigkeit entläßt.
Kronenzeitung