Winter Manon-Liu

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Insite 4 2012 15m
2 7 lost words - für 2 Clavichorde, Bassblockflöte, und Gambenzuspielung 2011
3 8810 - für Klarinette und Klavier 2010
4 A Room - für Klavier, Klarinette und Bassklarinette 2010
5 For Nam June Paiks Piano 2009 ~ 8m
6 2.Wiener Blut 09 - für Solo Trio und Orchester, Miniatur 2009 40s
7 twentyfive times - für Ensemble 2008 - 2009
8 Solo for Three - für präpariertes Klavier und Zuspielung 2008 - 2009
9 PLAYER_PIANO - (Mozart meets Nancarrow) 2006
10 SOUND FISHING I - für Klavier, Elektronik und Multikanaler Klangprojektion 2005 46m
11 PFERDEDUNKEL - für Klavier und Zuspielung 2005 20m
12 Zeitschnitte/ TRAINS - für präpariertes Klavier und Zuspielung 2005 28m
13 MM - für Clavichord und live-Elektronik 2005 5m - 60m
14 AREALE - für 2 Klaviere und 4 Kanal-Zuspielung 2004 53m
15 INSITE - für Klavier und Zuspielung 2003 12m
16 ZEITSCHNITTE - für Klavier und Zuspielung 2002 23m
17 spli*Scher - für Klavier und Zuspielung

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1958
Nationalität: 

 

Sie studierte Klavier im Konzertfach an der Musikuniversität Wien. Ihre Diplomarbeit verfasste sie über "Anarchie in der Kunst am Beispiel John Cage", die Habilitierung im Fach Klavier erlangte sie im Jahr 2002. Sie ist Dozentin bei den Wiener Tagen der zeitgenössischen Klaviermusik sowie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.

 

Sie hat zahlreiche Konzerte in ganz Europa, Australien und Neuseeland gegeben. Die Kompositionen sind vorwiegend für Klavier mit elektronischen Zuspielungen, wie bei "Trains" (für das Turning Sound Festival Warsaw und Player Piano Konfrontationen Nickelsdorf, 2006) und "Here We Go" (für das Nownow Festival Sydney, 2007) oder in Zusammenarbeit mit improvisierenden Musikern entstanden. Besonderes Engagement für die Avantgarde und 2. Moderne mit Soloabenden, Uraufführungen und Österreichische Erstaufführungen. Im Bereich der Improvisation Projekte für Film, Theater und Tanz.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Unterricht bei Oleg Maisenberg

Magister über "Anarchie in der Kunst am Beispiel John Cage"

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1984

seitdem Dozentin für Klavier: Klavieraufführung, Klavierpädagogik - Fachklasse "Improvisation & Neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Musik"

1984 - 1989

Assistenzprofessur an der Abteilung für Streicher

1989 - 1994

Assistenzprofessur für Klavieraufführung, Klavierpädagogik an der Abteilung für Tasteninstrumente / Pädagogik

1994 - 2002

außerordentliche Professur an der Abteilung für Tasteninstrumente / Pädagogik für Klavier, Klavierpädagogik

1995

seitdem Dozentin

2002

Habilitierung im Fach Klavier

2002

seitdem vermehrt als Komponistin und konzeptuell arbeitende Künstlerin tätig

2002

seitdem Lehrtätigkeit für Improvisation und Didaktik der Neuen Musik und Improvisation

2011

seitdem Lehrtätigkeit in Improvisation

Vorstandsmitglied

Konzerttätigkeit in Deutschland, Italien, Großbritannien, Albanien, Tschechische Republik, Ungarn, Frankreich, Norwegen, Polen, Slowakei, Slovenien, Schweiz, Spanien, Australien und Österreich

Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie Luca Lombardi, Christian Wolff, Peter Ablinger, Christian Ofenbauer, Dieter Schnebel, Radu Malfatti, Katharina Klement, Klaus Hollinetz, Gerhard E. Winkler, Alois Haberl, Patrizia Martinez, Konrad Rennert, K.H.Essl, Hannes Raffaseder, Michael Edwards u.v.a.

zahlreiche Workshops für freie Improvisation

Projekte für Film (u.a. für "lovers walk" von Oliver Hangl, oder mit dem Filmclub Drosendorf), Theater und Tanz

Kooperationen und Improvisationskonzerte mit zahlreichen Musikern, darunter Franz Hautzinger, Burkhard Stangl, Axel Dörner, Cordula Boesze, Yoshihide Otomo, Christof Kurzmann, Andrea Neumann, Christian Wolff, Peter Herbert, Gunter Schneider, John Tilbury, Jon Rose, Veryan Weston, Elisabeth Schimana, Josef Novotny, Mia Zabelka, Martin Zrost. u.v.a.

besonderes Engagement für die Avantgarde und 2. Moderne mit Soloabenden, Uraufführungen und österreichischen Erstaufführungen

Stilbeschreibung

Stilistisch zwischen postmodern, elektronisch und Avantgarde.
Technisch gesehen, sind meine Kompositionen meistens für Klavier plus environmental sounds, die ich als Zuspielung via Laptop durchkomponiere, dann aber den jeweiligen Konzertsituationen in den zeitlichen und räumlichen Dimensionen anpasse. Geräuschhaftes und einzelne Töne aus dem 12-teiligen System sind für mich gleichberechtigt, aber Träger verschiedener Inhalte.

 

Manon Liu Winter, 2008

Pressestimmen

24. November 2010

Manon-Liu Winter zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten und profiliertesten Vertreterinnen der heimischen Improvisations- und Klangkunstszene. Über die Jahre hinweg hat sich die Pianistin, wie kaum eine andere in experimenteller Form, mit ihrem Instrument auseinandergesetzt. Sich stets auf die Suche nach neuen Ausdruckmöglichkeiten begebend, ist es der Künstlerin gelungen, ihre Methodiken immer weiter zu entwickeln, zu verfeinern und in eine unverwechselbare ästhetische Klangsprache zu überführen. Diese reicht von leisen und feingewobenen Improvisationen bis hin zu wilden und kraftvollen Klanggewittern.

music austria (Michael Ternai)

 

2010

Etwas harscher (als das Duo Cordula Bösze & Annette Giesriegl), in Richtung Hardcore-Kammermusik gehen Judith Unterpertinger, Katharina Klement und Manon-Liu Winter ans Werk, greifen ins Innere eines Klaviers und zweier Clavichorde, führen so nebenbei den Unsinn weltberühmter Klaviertrios à la Corea/Hancock/Zawinul ad absurdum und entwickeln aus feinst gesponnenen Klängen, durch Hämmern und Schaben und in stellenweise zauberhaften Miniaturen ein musikalisches Ganzes, in dem sich zart auf hart reimt.

freistil (Andreas Fellinger)

 

28. Jänner 2008

Pianistische Welterkundungen [...] Nuancierte Sounds aus den Saiteneingeweiden des Flügels, dazu in der Echokammer widerhallende Vierteltonmelodien aus der Trompete, feinste Geräuschtremoli vom Kontrabass: Die Musik Manon-Liu Winters, Franz Hautzingers und des Wahl-Berliners Clayton Thomas wies den stärksten Abstraktionsgrad auf. Das waren von elektronischer Klangmikroskopie inspirierte Klänge, die diese dank Obertonreichtum und einem Hang zur Lyrik transzendierten. [...]

der Standard (Andreas Felber)

 

21. März 2007

Formulierungskunst
Zeitloses verschränke sich mit linearem Zeitgefühl, behaupten Manon Liu-Winter und Klaus Hollinetz von ihren beiden knapp halbstündigen Improvisationen auf "Soundfishing" (Einklang) im Beiheft - und übertreiben damit nicht. Die Pianistin und der Elektroniker beweisen ein dramaturgisch sicheres Gespür für die klingende Gestaltung von Zeit, halten inne, wo es sich lohnt, treiben die Spannungsbögen weiter, bevor es langweilig wird. Da stört es gar nicht, dass ihre Idee, sich auf die weitgehend freie Suche "nach einer Erweiterung der Klangmöglichkeiten eines Flügelinnenraums" zu machen, alles andere als taufrisch ist. So überzeugend wie hier gelingt die computergestützte Verdichtung, Dehnung, Verschiebung unorthodox erzeugter Klavierklänge selten - auch in klanglicher Hinsicht, etwa wenn durch den Nebel des obligaten Computerknisterns ein paar lose, beinahe unheimlich zärtliche Akkordfetzen wehen.

Falter (Carsten Fastner)

Diskografie, Projekte

Diskografie:

  • 2015: "deepseafish-K - offshore zone" (chmafu nocords)
  • 2012: "Solostücke für Klavier 2011/12, composed & played by MLW" (chmafu nocords)
  • 2012: "Franz Hautzinger's Poet Congress "Weltallende"" (Loewenhertz)
  • 2011: "Subjekt/Objekt" (DVD), Ensemble Eis / Christoph Herndler/Markus Scherer
  • 2010: "Höllenmaschine", Manon-Liu Winter & Gregor Ladenhauf spielen auf dem Max Brand Synthesizer eine Komposition von Elisabeth Schimana, CD (chmafu nocords)
  • 2008: "DAMN!", Freistil-Samplerin #1 (#4 auf CD 2) Manon-Liu Winter - Splitterklavier, CD (chmafu nocords)
  • 2007: "EMBODIMENT", Mia Zabelka & One Night Band, nur auf "Der wachgerüttelte Rhythmus" (Extraplatte EX 707-2)
  • 2006: "SOUNDFISHING", for piano and electronics 2005/2006, mit Klaus Hollinetz, CD (ein klang records 023)
  • 2006: "Manon Liu Winter interpretiert Werke von Galina Ustwolskaja und Earle Brown", CD (ein klang records 020)
  • 2005: "Komponistenforum Mittersill 2005", CD (ein klang records 019)
  • 2003: "Monocle", mit Katharina Klement, Josef Novotny und Reni Weichselbaum, CD (Extraplatte EX 568-2)
  • 2003: "Brospa", Manon-Liu Winter extended piano & Franz Hautzinger quartertone trumpet, CD (GROB 544)
  • 2003: "absences" Works of Katharina Klement, CD (KalK CD 07)
  • 2003: "Johann Nepomuk Hummel" Franz Xaver Mozart, CD (Cavalli Records CCD 251)
  • 2002: "Zeitschnitte", past and cuts (piano & environmental sounds), CD (shameless)

AusbildnerIn von (Person)

Band-/Ensemblemitglied bei

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