Hugo Riemann "Musiklexikon" (1927–1929) - Komponistinnen
Riemann, Hugo / Einstein, Alfred (Berabeiter): Musiklexikon. 2 Bände. Berlin: M. Hesse, 11. Aufl. 1927–1929.
Riemanns Musik-Lexikon gehört zu den letzten großen musikenzyklopädischen Unternehmungen, die im Wesentlichen auf eine einzelne Person zurückgehen: den deutschen Musikwissenschaftler und Theoretiker Hugo Riemann (1849–1919). Die erste Ausgabe des im deutschsprachigen Raum wichtigen Lexikons zur Musikgeschichte erschien 1882 unter dem Titel "Hugo Riemann Musik-Lexikon. Theorie und Geschichte der Musik, die Tonkünstler alter und neuer Zeit mit Angabe ihrer Werke, nebst einer vollständigen Instrumentenkunde". Der Inhalt wurde mit jeder Auflage erweitert. Die neunte Auflage von 1919, seine letzte, erschien bereits posthum. Der Musikwissenschaftler Alfred Einstein (1880–1952) vollendete sie und übernahm anschließend auch die Erweiterung und Überarbeitung der weiteren Auflagen, bis er zur Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland gezwungen war. Durch Einsteins spätere Tätigkeit im englischsprachigen Raum fand das Lexikon Eingang in die angloamerikanische Musikwissenschaft und erwarb sich dort hohes Ansehen. Die eingesehene elfte Auflage erschien erstmals in zwei großformatigen Bänden und dokumentiert damit den stetig wachsenden Umfang des Unternehmens. Zugleich strich Einstein zahlreiche biografische Artikel früherer Ausgaben zugunsten von Namen, die er als bedeutsamer einstufte. Diese Auflage ist damit sowohl Erweiterung als auch Verdichtung – ein Spiegel des musikwissenschaftlichen Zeitgeistes der späten 1920er Jahre. Es finden sich hier einige künstlerisch und musikalisch tätige Frauen mit Bezug zu Österreich wie z.B. (die Links führen auf Seiten außerhalb der Musikdatenbank von mica - music austria): Irene Abendroth (1872–1932), Marie Louise Bailey-Apfelbeck (* 1876), Marie Baumayer (1851–1931), Marianne Brandt (1842–1921), Jenny Bürde-Ney (1826–1886), Fanny Elßler (1810–1884), Laura Rappoldi-Kahrer (1853–1925), Pauline Lucca (1841–1908), Selma Kurz (1874–1933), Helene Lampl (1891–1942), Jenny Lutzer (1816–1877), Erica Morini (1904–1995), Rosa Papier-Paumgartner (1858–1932), Thila Plaichinger (1868–1939), Caroline Pruckner (1825–1908), Caroline Unger (1803–1877), Lucie Weidt (1876–1940), Marie Wilt (1834–1891).
Die vier Komponistinnen, die wir bisher mit Hilfe der Online-Plattform "RILM Music Encyclopedias" (https://rme.rilm.org/) in diesem Nachschlagewerk gefunden und die mindestens bis zum Jahr 1935 gewirkt haben, stellen wir hier in der Musikdatenbank von mica - music austria vor:
