Simon - Kirchenoper

Werktitel
Simon
Untertitel
Kirchenoper
KomponistIn
Beteiligte Personen (Text)
Vogg Herbert
Entstehungsjahr
1983
Dauer
1h 10m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Geistliche Musik
Oper/Musiktheater
Sprache (Text)
Deutsch
Besetzung
Chor
Kammerorchester/Ensemble
Solostimme(n)
Besetzungsdetails
Orchestercode: Spr, S, A, T, Bar, B, gem.Ch: 4 S, 4 A, 3 T, 3 B - 1 (Picc)/0/1 (BKlar)/1 - 1/1 (B, D)/0/0 - Perc - Pf (Org) - 1/0/0/0/1

Solo: Sopran (1), Alt (1), Tenor (1), Bariton (1), Bass (1), Sprecherin (1)

gemischter Chor (1), Flöte (1, auch Piccolo), Klarinette (1, auch Bassklarinette), Fagott (1), Horn (1), Perkussion (1), Klavier (1, oder Orgel), Violine (1), Kontrabass (1)


gemischter Chor: Sopran (4), Alt (4), Tenor (3), Bass (3)

Rollen:
Simon, ein Schriftgelehrter (Bar), Judith, seine Frau (S), Jonathan, Diener im Hause Simons (B), Hanna, eine junge Frau (A), Andreas, ein junger Mann (T), Aus dem Chor: Der Diener mit dem Brotkorb (T), Der Diener mit dem Weinkrug (A), Der Diener mit dem Wasserkrug (B), 2 römische Soldaten (Spr), ein Sprecher (T), Volk, Gäste in Simons Haus

Art der Publikation
Verlag
Titel der Veröffentlichung
Simon
Abschnitte/Sätze:

4 Szenen, 3 Interludien



Auftrag:

Carinthischer Sommer



Uraufführung:
6. August 1984 Stiftskirche Ossiach
Mitwirkende: Ortner Erwin

Veranstaltende Organisation: Carinthischer Sommer
Weitere Informationen: Werner Hollweg (Regie)

Jerusalem, zur Zeit der Passion Jesu. Titelgestalt der Oper ist jener Simon, in dessen Haus Jesus von der Sünderin gesalbt wird. Der gesetzestreue, fromme Schriftgelehrte fühlt sich vom Wirken Jesu angesprochen und angezogen, empfindet aber manche seiner Forderungen und Handlungen (Vertreibung der Wechsler aus dem Tempel) als extrem; er fürchtet den Aufruhr des Volkes und in der Folge dessen blutige Niederwerfung durch die römische Besatzungsmacht. Aus dem Zwiespalt von Simons Gedanken und Gefühlen erwächst an zentraler Stelle ein Spiel im Spiel, worin Simon das Gleichnis Jesu vom anvertrauten und kleingläubig vergrabenen Pfund an sich selber erlebt. Während rundum das Leben weiterläuft wie bisher, und während Simons Umgebung zuletzt erleichtert feststellt, daß "nichts geschehen" sei, erkennt er deutlich, daß nach diesem Ostern und Pfingsten nichts mehr so sein kann wie vorher. Nicht Simons "Bekehrung" wird gezeigt, sondern die Betroffenheit eines Menschen, der die Geschichte hautnah miterlebt hat. Er weiß, daß das erwartete Gottesreich zunächst und vor allem in uns selber beginnen muß; das Glaube ist das anvertraute Pfund, das wir nicht vergraben dürfen, sondern mehren müssen.

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 27. 3. 2020): Lauermann Herbert . Simon - Kirchenoper. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/111564 (Abrufdatum: 27. 2. 2021).