Cech-Mütter

Name der Organisation
Cech-Mütter
auch bekannt unter
Lobgesang
erfasst als
Band
Duo
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Subgenre
Jazz
Contemporary

Um die Musik von Cech-Mütter verstehen zu können, muß zu allererst angemerkt werden, daß es konzeptioneller Bestandteil dieser Musik ist, a priori genauso spontan erlebt zu werden, wie sie von den Akteuren beim Entstehen gelebt wird. Trotzdem, den Verdacht des Zerredens, der sprachlichen Widersagung notgedrungen in Kauf nehmend, entstehen diese Zeilen aus der im Vorfeld von Konzerten urgierten Notwendigkeit der verbalen Definition, des „Platz-in-der-Szene-Einnehmens“, das zu vermeiden auf der Bühne dann Prämisse ist. Wie gestaltet sich nun dieses Feld der musikalischen Sehnsüchte von Cech-Mütter? Da existiert zum Beispiel eine gemeinsame Wurzel, ein Geborgensein in der europäischen Musiktradition, ein gesund genießerisches Verhältnis zur Klassischen Musik. Da ist ein gemeinsam angestrebter Punkt, wo sich Sanglichkeit mit Kraft paart, Momente symphonischer Ekstase. Da hört man ironischen Umgang mit Jazz und Folklore, aber unter dem Aspekt massiver Verliebtheit.


Band/Ensemble Mitglied
Cech Christoph (Klavier)
Mütter Bertl (Gesang, Posaune)

Stilbeschreibung:
Mütter über Cech: „Cech ist ein kraftvoller, gutmütiger Pol. Aufrecht, mit undogmatisch weitem Horizont, feinfühlig und wohltuend grob. Frei und - wenn es nötig ist- streng wachend bewegt er sich klar und sicher selbst in unbekanntem Land. Ich liebe es, nachts mit ihm am Würstlstand zu stehen.“ Cech über Mütter: „Seine unbeugsame Vitalität wirkt in keinem Augenblick wie eine Flucht nach vorn, weil sie tief in der großen epischen Kurve verwurzelt ist. Sein Herz fängt eine Mahler-Symphonie in eine Posaune. Er hört nie auf zu singen, selbst wenn er schweigt; man kann sich nur hingeben oder davonlaufen.” Um die Musik von Cech-Mütter verstehen zu können, muß zuallererst angemerkt werden, daß es konzeptioneller Bestandteil dieser Musik ist, a priori genauso spontan erlebt zu werden, wie sie von den Akteuren beim Entstehen gelebt wird. Trotzdem, den Verdacht des Zerredens, der sprachlichen Widersagung notgedrungen in Kauf nehmend, entstehen diese Zeilen aus der im Vorfeld von Konzerten urgierten Notwendigkeit der verbalen Definition, des „Platz-In-Der-Szene-Einnehmens“, welche zu vermeiden auf der Bühne dann Prämisse ist. Wie gestaltet sich nun dieses Feld der musikalischen Sehnsüchte von Mütter-Cech, das - bei freiem Horizont - umsteckt zur Spielwiese wird? Da existiert zum Beispiel eine gemeinsame Wurzel, ein Geborgensein in europäischer Musiktradition, ein gesund genießerisches Verhältnis zur Klassischen Musik, welches sich bei Mütter etwa in Solo-Exkursen über Mahler-Symphonien entlädt, bei Cech in für heutige Verhältnisse ungeniert epischen Kompositionskonzepten. Da ist ein gemeinsam angestrebter Punkt, wo sich Sanglichkeit mit Kraft paart, Momente symphonischer Ekstase. Da hört man ironischen Umgang mit Jazz und Folklore, aber unter dem Aspekt massiver Verliebtheit. Allerdings speist sich das Spielfeld nicht nur aus Gemeinsamkeiten, sondern als Spannungsquellen auch aus unterschiedlichen Ansätzen: Mütters klangliche Flächen, Cechs rhythmische Flächen; Cechs drängende Ruhe, Mütters kontemplative Unruhe; Mütters im Raum stehende Monodie, Cechs räumendes Orchester; Cechs Mütter, Mütters Cech; Cech-Mütter, Mütter-Cech.


Diskografie:

  • 1997: Lobgesang

Pressestimmen

1998

The duo of Cech and Muetter produces some arresting music, Cech exploiting the piano’s capacity for layering to create an almost orchestral breadth and Muetter exploiting long tones and repeated figures in a sometimes brilliant trombone performance. Inventiveness is high here, both in the elaboration of texture and the high spirits of Muetter’s trombone, as in “Achter Lobgesang” where he begins by alternating subdued moans and disruptively brassy bleats against Cech’s dance-like theme. At times, though, Cech’s sustained rhythmic patterns leave one longing for something as specific as an isolated note. Muetter’s singing, sometimes touching on early Jazz traditions, ranges from interesting to irritating.

Stuart Broomer - Cadence


Links muetter.at/cech-muetter

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Cech-Mütter. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/30838 (Abrufdatum: 26. 9. 2021).