Gabriel Wolfgang

Vorname
Wolfgang
Nachname
Gabriel
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
DirigentIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Cembalo
Geburtsjahr
1930
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Ich wurde am 9.Juni 1930 in Wien als Sohn eines Arztes geboren. Realgymnasium und Musikstudium in Wien, Lehrer: Grete Hinterhofer (Klavier), Josef Marx (Harmonielehre), Alfred Uhl (Kontrapunkt und Instrumentation), Hans Swarowsky (Kapellmeisterschule).1952 Reifeprüfung in Theorie und Kapellmeisterschule (Auszeichnung und Abgangspreis).Erste öffentliche Auftritte als Dirigent und Komponist ab 1952. Ab 1955  bis 1996 Lehrer an der jetzigen Musikuniversität Wien, zuletzt als ordentlicher Hochschulprofessor und Musikalischer Leiter einer Opernklasse.  Langjähriger Musikalischer Leiter des Akademischen Orchestervereines in Wien und des Chore der Bachgemeinde Wien.
 


Ausbildung
1935 Beginn der Klavierausbildung Klavier
1939 erste Kompositionen mit neun Jahren
1948 - 1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Klavier Hinterhofer Grete
1948 Privatunterricht (Hans Sittner)
1948 - 1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Kapellmeisterschule, Dirigieren Swarowsky Hans
1948 - 1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Theorie Marx Joseph
1948 - 1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Theorie Uhl Alfred
1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Reifeprüfung in Theorie und Dirigieren mit Abgangspreis

Tätigkeiten
1943 erster öffentlicher Auftritt als Begleiter seines älteren Bruders Reinhold mit der "F-Dur Violin-Romanze" von Beethoven
1952 seither öffentliche Auftritte als Dirigent und Komponist
1954 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Korrepetitor an der Gesangsabteilung, Assistent von Ernst Reichert (Lied und Oratorium)
1955 - 1996 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Leiter einer Opernklasse - zunächst als außerordentlicher, später als ordentlicher Hochschulprofessor
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien zahlreiche Aufführungen, Leitung ausgedehnter Tourneen
1996 Emeritierung
Konzerttätigkeit als Dirigent, Liedbegleiter und Cembalist in Ensembles für Alte Musik
Akademischer Orchesterverein in Wien Wien musikalischer Leiter
Bachgemeinde Wien Wien musikalischer Leiter

Aufträge (Auswahl)
1994 Akademischer Orchesterverein in Wien Konzert für Orchester in großer Besetzung zum 90-Jahr-Jubiläum des AOV

Auszeichnungen
1959 Stadt Wien Förderungspreis der Stadt Wien
2005 Republik Österreich Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Stilbeschreibung

 

Als Komponist verdanke ich mein kontrapunktisches und instrumentationstechnisches Können Alfred Uhl, Swarowskys Analysen jedoch - vor allem der Werke Beethovens und Brahms´- das architektonische Gefühl und Wissen um die Notwendigkeiten überzeugenden, konstruktiven Komponierens. Ich schreibe in hergebrachter Notenschrift und verwende Zwölftonreihen in ihren Erscheinungsformen als Reihe, Umkehrung, Krebs und Krebsumkehrung, verstehe mich aber nicht als orthodoxer Zwölftöner, sondern verwende die Reihe nur als Mittel zum Zweck der Melodiebildung. Auch ist meine Musik immer grundtonbezogen - die Dodekaphonie ist also nicht Weltanschauung, sondern nur eine Form des Steinbruchs, in dem ich meine melodischen Gebilde konstruiere. An großen Meistern der letzten 100 Jahre verdanke ich Anregungen vor allem Bartok, aber auch Stravinsky, Britten und A. Berg. Die Zwölftontechnik Schönbergs und Weberns hat keine Spuren in meinen Kompositionen hinterlassen.

 

 

Wolfgang Gabriel, 2014


Links Laudatio zur Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst erster Klasse

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Wolfgang Gabriel. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/69046 (Abrufdatum: 3. 8. 2020).

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