Wahlmüller Michael

Vorname
Michael
Nachname
Wahlmüller
erfasst als
KomponistIn
DirigentIn
SolistIn
AusbildnerIn
InterpretIn
Genre
Weltmusik
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Subgenre
African
Crossover
Modern/Avantgarde
Tradition/Moderne
Instrument(e)
Violoncello
Geburtsjahr
1980
Geburtsort
Linz
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
Universität Wien Wien Studium der Philosophie, Psychologie
Institut für Musikwissenschaft/Universität Wien Wien Musikwissenschaft
Anton Bruckner Privatuniversität Linz (früher: Brucknerkonservatorium) Linz Violoncello, Komposition, Dirigieren
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Violoncello, Komposition, Dirigieren

Tätigkeiten
2004 Lentia Nova: Gründer und seitdem Leiter des Ensembles
Wien Albertus Magnus Schule: Unterrichtstätigkeit
Pädagogische Hochschule der Diözese Linz Linz Unterrichtstätigkeit
ORF - Österreichischer Rundfunk Aufträge und Dokumentation des Schaffens via ORF-Produktionen und CD-Aufnahmen
Kompositionen für unterschiedlichste Besetzungen vom großen Symphonieorchester über eine Oper bis hin zu Sakralmusik und Kammermusik
Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Dirigent
Medellin-Quartett: Mitglied
ÖGZM - Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik Vorstandsmitglied
ÖMR - Österreichischer Musikrat Vorstandsmitglied
Kuratoriumsmitglied des Internationalen Festivals "Musica sacra über die Grenzen"
Oberösterreichisches Schubertorchester: künstlerische Leitung
jährliche Gastidirigate in unterschiedlichen Orchestern und Chören

Auszeichnungen
2011 Stadt Linz Kulturförderungsstipendium für Komposition
2012 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Talentförderungsprämie für Komposition
2012 Simon-Verlag, Berlin: Preisträger beim Internationalen Kompositionswettbewerb für zeitgenössisches Lied
2013 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Theodor-Körner-Preis für Komposition
2013 2. Preis beim Internationalen Gustav Mahler Kompositionswettbewerb
2013 Honorary Diploma "3rd Edison Denisov Composition Competition"
2013 Gewinner des "Ink Still Wet"-Ausschreibungswettbewerbs des Internationalen Festivals Grafenegg
2018 3. Preis in der kategorie Orchesterwerke; Paul Lowin Prize (Australien) Rebus

Stilbeschreibung

Ich sehe meine künstlerischen Aktivitäten im Zusammenhang mit einer Zielvorstellung, welche wohl der italienische Poet Giacomo Leopardi in Kern trifft: Er spricht bezüglich seines Anspruches, was ein Gedicht bewirken soll vom "Durchatmen der Seele". Das schließt für mich eine hochkonzentrierte und untrennbare Verknüpfung zwischen Emotionalität und Kognition ein. Diesem Anspruch gemäß erklärt sich eine Tonsprache, die der Postmoderne nahe steht, die weder tonal noch atonal ist und die ich seit kurzem als metatonal bezeichne, weil sie versucht, eine erhöhte Ebene über diese beiden zu erreichen. Ich verstehe darin eine Versöhnung zwischen Tonalität und Atonalität und fand meine eigenen Gesetzmäßigkeiten, welche ich aber auch lustvoll immer wieder zu brechen gedenke um dem Dogma zu entgehen, dass die Atemwege der Seele blockieren könnte, wenn es die Oberhand gewänne. Letzlich versuche ich Musik zu schreiben, die mir selbst gefällt und nur so gelangt sie an die Öffentlichkeit. Min Atem muss lange genug sein, damit das Auditorium seelisch auf neuen Wegen durchatmen kann. Neben der herkömmlichen Notationsweise verwende ich vor allem Techniken der Aleatorik, des Bruitismus und bin immer wieder, vom Jazz inspiriert, an Formen der Improvisation interessiert, die ich versuche fruchtbringend in meine Kompositionen einfließen zu lassen.

 

Michael Wahlmüller, 2007


Links mica-Porträt: Österreichs junge Komponisten & Komponistinnen

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 3. 2020): Biografie Michael Wahlmüller. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/81420 (Abrufdatum: 7. 7. 2020).

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