Pantchev Wladimir

Vorname
Wladimir
Nachname
Pantchev
erfasst als
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
RedakteurIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsort
Sofia
Geburtsland
Bulgarien

 

Wladimir Pantchev stammt aus Sofia und hat dort seine Ausbildung genossen, war als Redakteur eines Musikverlags und an der Musikakademie als Professor, sowie an der Oper als Dirigent tätig. Seit 1991 in Wien ansässig. Seine Werke wurden europaweit aufgeführt (Sofia, Wien, Paris, Odessa, Moskau, Oslo u.a.), sowie bei zahlreichen nationalen und internationalen Festivals. 

 

Hinweis für Benutzer:
Vorliegende Werkliste ohne zahlreiche Chorlieder und Liedzyklen


Ausbildung
1956 - 1963 Sofia Besuch einer Kinder-Musikschule
1963 - 1967 Sofia Besuch der Mittelschule (Musikkonservatorium)
1967 - 1972 Sofia Musikakademie Sofia: Dirigieren (Konstantin Iliev)
1967 - 1971 Sofia Musikakademie Sofia: Unterricht bei Lüba Entschewa Klavier
1967 - 1972 Sofia Musikakademie Sofia: Komposition (Pantscho Wladigerov, Alexander Tanev, Wassil Kazandschiev, Konstantin Iliev)
1971 Sofia Musikakademie Sofia: Diplom Klavier Klavier
1972 Sofia Musikakademie Sofia: Diplom Dirigieren
1972 Sofia Musikakademie Sofia: Diplom Komposition
1986 - 1987 Moskau - Russland weiteres Studium bei Edisson Denisov
1989 Berlin weiteres Studium bei Friedrich Goldmann

Tätigkeiten
1970 - 1978 Sofia Nationaltheater für Oper und Ballett: Dirigent
1974 - 1978 Sofia Redakteur bei einem Musikverlag
1987 - 1991 Sofia Musikakademie Sofia: Professur (Kammermusik für Sänger/Liedgesang)
1992 Universal Edition Wien seitdem Redakteur
1992 - 1993 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Korrepetitor
1995 Lilienfeld Sommerakademie Lilienfeld: seitdem Leitung einer Kompositionsklasse
1995 St. Gallen seitdem Leitung einer Klasse für Klavier/Gesang
1998 Ensemble Wiener Collage Wien seitdem Vizepräsident

Aufträge (Auswahl)
1994 für Stefan Neubauer Spiele - für vier Klarinetten und eine Solo-Klarinette
1996 Ensemble Wiener Collage Hommage à Denisov - Quartett für Violine, Klarinette, Saxofon und Klavier
2000 Ensemble Wiener Collage Quartette - ein Zyklus von 16 Quartetten
2001 Ensemble Wiener Collage Konzertstück - für Kontrabass und Ensemble (8 Spieler)
2002 Ensemble Wiener Collage Krishna-Spiele - für Flöte und Ensemble (11 Spieler)
2003 Ensemble Wiener Collage Lalita Gesänge - für Soloposaune und Ensemble (6 Spieler)
2004 Ensemble Wiener Collage Notturno - für Trio
2005 Ensemble Wiener Collage Köleda - für Ensemble
Duo "Canto - Viola d'amore" An die Möwe - Kleines Poème für Sopran und Viola d'Amore
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC Klavierquintett
Klangforum Wien Die Erschaffung des neuen Adam - (Dánov-Lieder). Kantate für zwei Frauenstimmen und 18 Instrumentalsolisten nach Texten der Bibel
die reihe
Koehne Quartett
Wiener Streichsextett Streichsextett - für zwei Geigen, zwei Bratschen und zwei Violoncelli
Ensemble Music On Line

Aufführungen (Auswahl)
2003 Ensemble Wiener Collage Krishna-Spiele - für Flöte und Ensemble (11 Spieler)
2004 Schömerhaus Klosterneuburg Klosterneuburg Ex oriente Lux
2006 Ensemble xx. jahrhundert Wien im Rahmen des Festivals "Wean Hean": Neue Versionen von Wienerliedern
2007 Ensemble Wiener Collage Neue Musik aus Osteuropa
2008 Alte Schmiede Wien Porträtkonzert anlässlich des 60. Geburtstags, Aufführung mehrerer Werke u.a. Mozart-Unvollendete - für 3 Klarinetten
diverse Aufführungen in: Wien, Sofia, Graz, Lissabon, Moskau, Halle, Köln, Oslo, Budapest, Michaelstein, Paris, Odessa, Salzburg, Linz, Wels, Pilsen

Auszeichnungen
1979 Wettbewerb von Langolen (Wales): Zweiter Preis (Chormusik)
1983 Wettbewerb für Neue Symphonische Musik (Triest): Dritter Preis
2001 Wiener Saxophontage (Wien): Kompositionspreis für Hommage à Denisov - Quartett für Violine, Klarinette, Saxofon und Klavier

Stilbeschreibung

Stilistisch habe ich mich bereits in Bulgarien mit atonalen und seriellen Kompositionsverfahren auseinandergesetzt. Später habe ich mich mit aleatorischen Techniken im Sinne von Witold Lutoslawski beschäftigt, bevor ich meine derzeitige auf modalen Prinzipien basierende Stilrichtung einschlug. Derzeit befasse ich mich mit modalen Techniken, bei denen ich einerseits Kompositionsprinzipien der altslawischen Kirchenmusik, andererseits bulgarische Volksmusik, speziell Volkslieder, verwende. In meinen neuen Kompositionen nehme ich daneben auch auf indische Musiktraditionen Bezug, und zwar sowohl inhaltlich als auch formal und harmonisch. In meinen Kompositionen lege ich auf die inhaltliche Ausrichtung besonderen Wert. Aus ihr entwickeln sich während des Schaffensprozesses alle formalen und technischen Komponenten. Wichtig für mich ist der interkommunikative Dialog mit dem Publikum, bei dem der Aufführungsprozeß nachvollziehend-synchron zum Schaffensprozeß verläuft.

 

Wladimir Pantchev, 1999


Pressestimmen

11. September 2003

Plattes Zitieren ist dem Bulgaren Wladimir Pantchev fremd, in seinen virtuosklangsinnlichen "Krishna-Spielen" für Soloflöte und Kammerensemble verfremdet er das Material eher in postmodernem Sinn.

Salzburger Nachrichten


Links Ensemble Wiener Collage