Rupert Gottfried Frieberger
Genre: Neue Musik
Instrument: Orgel

Privatfoto © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag

Frieberger Rupert Gottfried

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Musica Quadragesimalis - Fünf Meditationen 2005
2 Missa "Ad fontes" - für 3 Soli, Solosextett, gemischten Chor, Ensemble und Orgel 2004
3 Media vita in morte 2004
4 Ein feste Burg ist unser Gott 2002
5 Adventmusik für Oboe und Orgel 2002
6 Fastenmusik 2002
7 Toccata serenissima a due organi 2001 6m
8 Aliquae permutationes sopra B-A-C-H 2000
9 Etiam super cumque absque A. B. - Bruckner-Gedanken für großes Orchester und Orgel 1999
10 ACTIO SOLIS TENEBRARUM - Ein Spiel zur Sonnenfinsternis 1999
11 Requiem für einen unbekannten Toten 1999
12 Per canones - für Chor und Instrument ad lib. 1999
13 Veni creator spiritus 1998
14 Toccata "Veni Creator Spiritus" 1997
15 Passus et sepultus est - Trauermusik auf einen toten Freund 1996
16 In memoriam A. B. - Intrade für 8 Blechbläser, Pauken und Orgel 1996
17 Etiam in memoriam A. B. - 12 Monologe für Violoncello solo zum Andenken Anton Bruckners 1996 16m
18 Das größte Wunder - Betrachtung für Alt-Solo und Streichtrio 1996 8m
19 Hommage à A. B. - im Gedenken an Anton Bruckner für großes Orchester und Orgel 1996 14m
20 Der Himmel tut sich auf - Evangelienruf für achtstimmigen gemischten Chor 1996
21 Ich habe euch Freunde genannt - Evangelienruf für vierstimmigen gemischten Chor 1996
22 Wenn ihr heute seine Stimme hört - Evangelienruf für vierstimmigen gemischten Chor 1996
23 Ich bin das Licht der Welt - Evangelienruf für 3 gemischte Stimmen 1996
24 Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort - Evangelienruf für 3 gemischte Stimmen 1996
25 Ein neues Gebot gebe ich euch - Kleine Motette zur Gründonnerstagsliturgie für gemischten Chor a cappella 1995
26 ... doch nur ein Traum 1995
27 Consolazione - Miniatur für Klavier 1995
28 Günters Music Box - Klavierzyklus 1995
29 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig - Kleine Choralmotette für vier- bis sechsstimmigen Chor a cappella 1995
30 Strindberg to dance - Kammeroper 1995
31 Magnificat Sancti Petri - für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orgel 1995
32 Die Bekehrung des Heiligen Paulus - Oratorium 1994 1h
33 Elegia quasi sopra G.H. 1994
34 Nun singe Lob, du Christenheit - Chorsatz für gemischten Chor a cappella 1994
35 Ave Maria 1994
36 Magnificat Salisburgense - für Sopran, Männerchor, Oboe und zwei Orgeln 1993
37 Saxa loquuntur - Charakterstück für Blechbläser in 2 Chören 1993 12m
38 Granit - Steichquartett in 4 Sätzen zur Novelle von Adalbert Stifter 1993 ~ 20m
39 Aphorismen - für Barockgeige und Kontrabass 1992 6m
40 Nicht Knechte, sondern Freunde nenne ich euch - Kleine Motette für Baß-Solo und gemischten Chor a cappella 1992 4m
41 Lob sei dir Herr, König der ewigen Herrlichkeit - Ruf vor dem Evangelium 1992
42 Lob dir, Christus, König und Erlöser - Ruf vor dem Evangelium 1992
43 Missa Choralis super "de Angelis" - lateinisches Ordinarium für Soli, Chor, Holzbläser und Orgel 1991 20m
44 Nun komm der Heiden Heiland - Fantasia für Flöte und Orgel 1991 10m
45 Missa Festiva Plagensis 1990 25m
46 Wie ein Traum? - Elegie für Klavier 1990 5m
47 Sonate für Viola und Klavier 1989 14m
48 Christe, qui Lux es et dies - Christe, der du bist Tag und Licht - Kleine Choralmortette 1988 8m
49 Lebensherbst - Elegie für Klavier oder Streichquartett 1988
50 Laetabundus - Sequenz für Orgel 1988
51 Mein junges Leben hat ein End - Kleine Partita 1986 6m
52 Mysterium crucis - Kammeroratorium 1986 ~ 1h 8m
53 Vater unser im Himmelreich - Fantasie 1985 10m
54 Cogitationes diversae - für Oboe und Orgel 1983 12m
55 Nun komm der Heiden Heiland - Einige Variationen 1983 15m
56 Missa super "Veni redemptor gentium" 1983 20m
57 Rezitativ und Burleske - für Posaune solo 1982 8m
58 Hermann-Hesse-Lieder 1982 - 1989 20m
59 Ludus pro organo II 1981 14m
60 Stücke zum Pfingstfest - Gregorianische Meditationen für Orgel 1981 12m
61 Der Einsiedler - Liederzyklus 1980 10m
62 In memoriam Anton Heiller - für Sopran und Orgelpositiv 1979 8m
63 Pro tempore Quadragesimae - Eine Meditation für Orgel 1979 10m
64 Ludus pro organo I 1977 12m
65 Biblisches Triptychon - für Gesang und Orgel 1977 16m
66 Vater unser - Motette 1976 5m
67 Gegrüßet seist du, Maria - Motette 1976 5m
68 Missa brevis - für vier- bis sechsstimmigen gemischten Chor a cappella 1976 29m
69 Für jetzt aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe - Motette 1976 4m
70 Kleine Sonate für Oboe und Orgel 1975 15m
71 Stücke für Viola und Orgel 1974
72 Südtirol Chansons 1973
73 Missa Gregoriana 1973 18m
74 Auf dich, o Herr, vertraue ich - Kleine Motette für vierstimmigen gemischten Chor 1972
75 Nun bitten wir den Heiligen Geist - kleine Motette für dreistimmigen gemischten Chor 1972
76 Die Seelen der Gerechten - Motette für dreistimmgen gemischten Chor 1971
77 Die Wahrheit - Zyklus nach Texten von Peter Rosegger 1970
78 Ave Maria, dich liebt Musica - Kleine Motette für dreistimmig gemischten Chor 1969
79 Deutsches Proprium zum Immaculatafest - für gemischten Chor 1969
80 Ordinarium Marianum - Deutsches Meßordinarium ohne Gloria für Vorsänger, gemischten Chor, Volksgesang und Orgel 1968
81 O Haupt voll Blut und Wunden - Choralvorspiel für Orgel 1968
82 Wenn wir in höchsten Nöten sein - Partita für Orgel 1967
83 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig - Variazioni chorale 1967
84 Vier kleine Stücke - für zwei Flöten und Klarinette 6m
85 Ultima Verba Domini Nostri Jesu Christi - für Bariton Solo, gemischten Chor und Orgel ~ 14m 30s
86 Trio à 4 " Vom Ende und Anfang"

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1951
Geburtsdatum:  26. März 1951
Geburtsort:  Linz
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Rupert Gottfried Frieberger, 1951 in Linz geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung an der Wiener Musikhochschule und absolvierte Studien der Theologie und der Musikwissenschaft an der Universität Wien, die er als Magister bzw. Doktor abschloß. Seit 1969 ist er Mitglied des Prämonstratenserstifts in Schlägl und dort als Leiter der Musikseminare und Stiftskapellmeister tätig. Außerdem erstreckt sich seine Lehrtätigkeit auch auf Musikwissenschaft und Liturgiewissenschaft an der Universität Salzburg, Improvisation und Aufführungspraxis an der Musikuniversität Wien und die Landesmusikschule Schlägl, deren Leitung er inne hat. Als Sachverständiger betreut er Restaurierungen und Orgelneubauten im In- und Ausland. Außerdem ist er in Zusammenarbeit mit den Musikverlagen Doblinger und Helbling als wissenschaftlicher Betreuer und Herausgeber ("Dokumente zur Aufführungspraxis Alter Musik", "Diletto Musicale" u.a.) sowie als Juror bei Wettbewerben, Rezensent und Musikschriftsteller tätig. Seine Tätigkeiten als Organist und Dirigent vornehmlich Alter und Zeitgenössischer Musik führten ihn auf Konzertreisen durch ganz Europa. Er wirkte bei zahlreichen CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen mit und engagiert sich in Arbeitskreisen (Internationaler Arbeitskreis für Orgelfragen) und Kommissionen (Liturgische Kommision des Prämonstratenserordens).

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1970 - 1976

Kirchenmusik

1974

Ewige Profeß

1975

Absolutorium

1975

Priesterweihe durch Bischof Dr. Zauner

1976

Diplomprüfung

1977

Mag. theol.

1983

Universität Salzburg, Salzburg: Promotion zum Dr. theol. summa cum laude

1993

Mag. art.

Akademisches Gymnasium Linz, Linz

Chorleitung

Katholische Theologie

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1977 - 1981

Universität Innsbruck, Innsbruck: Lehrbeauftragter

1980 - 1984

Lehrtätigkeit für Gregorianik und Liturgik

Landesmusikschule Schlägl, Schlägl: Leiter

Stift Schlägl, Aigen-Schlägl: Stiftsorganist, ab 1975 auch Stiftskapellmeister und Cantor

Universität Salzburg, Salzburg: Lektor am Institut für Liturgiewissenschaft

Universität Salzburg, Salzburg: Lektor für Paläographie, Neumenkunde und Musikgeschichte am Institut für Musikwissenschaft

Lehrtätigkeit am Institut für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1974

Orgelimprovisationswettbewerb, Haarlem: Erster Preis

1977

Erster Preis des Internationalen Orgelwettstreites

1982

Goldenes Verdienstzeichen der Republik für künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Tätigkeit

1984

Förderungspreis für Komposition

1987

Förderungspreis für Komposition

1990

Orden von Oranjen-Nassau: Ernennung zum Königlichen Ritter

1992

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1993

Landeskulturpreis

1994

Internationales Musikfestival in Sorø/Dänemark: Ehrenmitglied

1994

Stadt Rohrbach: Kulturpreis der Stadt

2004

Verleihung des Professorentitels

Pressestimmen

25. Jänner 2000

Rupert Gottfried Frieberger, eine Personifizierung von Universalität in Sachen Musik aus dem Stift Schlägl, machte sich bereits in jungen Jahren auch als Orgelimprovisator einen Namen, wie der erste Preis beim internationalen Wettbewerb in Haarlem, Niederlande, ausweist (1974). Diese Kunst des gleichzeitigen Erfindens und Ausführens eines Musikstückes äußert sich in Schöpfungen des Augenblicks. Derartige Kostproben enthalten die beiden CDs "Improvisations in Concert" (Fabian Records CD 1712), von Frieberger souverän gespielt. Sie basieren auf unterschiedlichen thematischen Vorgaben, entstanden 1974 bis 1992 auf mehreren Orgeln im In- und Ausland und dokumentierten die nie erlahmende Phantasie, das abwechslungsreiche und originelle Spiel.

Oberösterreichische Nachrichten

13. September 1999

[...] und höchst eindrucksvoll die Uraufführung von Bruckner-Gedanken für großes Orchester und Orgel, die Rupert Gottfried Frieberger, Schlägls herausragender musikalischer Mentor, unter dem Titel "Etiam Super Cumque Absque A. B." kompositorisch gefasst hat. Variationsreich und machtvoll werden Themen aufgegriffen, von fast delikater Zurückhaltung der Orgelpart, bewältigt von Tibor Pazmany.

17. August 2004

Rupert Gottfried Frieberger hat im Komponieren für große Räume Erfahrung - das ist eines von vielen Kennzeichen, die die neue große Messe "Missa 'Ad fontes' " aufweist [...] Eine wahrhaft "große" Messe, die in ihrer Aussagekraft der Liturgie dient, ohne die Meisterschaft Friebergers zu einem "Gebrauchskomponisten" zu schmälern - im Gegenteil: Zuhörern wird die geistige Verwandtschaft zu Bruckner aufgefallen sein, die Frieberger als Dirigent nochmals ausreizte, wenn er den Motetten "Ave Maria" und "Tota pulchra es" von Bruckner zu einer zu Herzen gehenden Interpretation innerhalb des Gottesdienstes verhalf.

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