Doblinger Archiv © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag
Bereits als Sechsjähriger erhält Ernst Krenek - 1900 in Wien geboren - seinen ersten Musikunterricht und versucht sich in Kompositionen. Mit sechzehn Jahren beginnt er ein Studium an der Musikhochschule, das aber durch seine Einberufung zum Militärdienst 1918 unterbrochen wird. 1920 nach einem zweisemestrigen Intermezzo an der Universität Wien, wo er Philosophie studierte, folgte er seinem ehemaligen Lehrer, Franz Schreker nach Berlin, um sein Kompositionsstudium zu vollenden. In diesen Zeitraum fallen seine ersten Kompositionen in freier Atonalität. Zwischen 1923 und 1925 unternimmt er mehrere Reisen auf denen er Kontakte zu namhaften Zeitgenossen wie Friedrich Gubler, Rainer Maria Rilke, Theodor W. Adorno knüpft. Nachdem er mehrere Jahre als Assistent Paul Bekkers in Deutschland tätig war und mit der Oper "Jonny spielt auf" international aufhorchen hatte lassen, kehrte er 1928 nach Wien zurück, wo er zum zweiten Mal heiratete. Er fand rasch Zugang zu Wiener Künstlerkreisen ( Karl Kraus, Alban Berg, Willi Reich u.a.) und wurde neben seinem kompositorischen Schaffen auch literarisch tätig u. a. für die von ihm mitbegründete Musikzeitschrift "Dreiundzwanzig". 1933 erhält er seinen ersten großen Kompositionsauftrag (Wiener Staatsoper "Karl V") und wird im selben Jahr in Deutschland auf die schwarze Liste der Nazis gesetzt. 1934 wird die Premiere von Karl V. aus politischen Gründen verhindert. In den folgenden Jahren bis 1938 unternimmt Krenek mehrere Reisen, und ist für Zeitungen sowie als freischaffender Künstler tätig. Nach dem Anschluß Österreichs an Hitlerdeutschland geht Krenek ins amerikanische Exil und setzt dort seine Konzert- und Vortragstätigkeit fort. 1945 wird ihm die amerikanischen Staatsbürgerschaft zuerkannt. Ab 1950 bereist er auch wieder Europa. Ab Mitte der Fünfziger Jahre finden in den USA die ersten Festivals mit seiner Musik statt. Dem Krenek Festival in Madison im Jahr 1954 folgen zahlreiche ähnliche Veranstaltungen. In Österreich findet 1974 das erste Festival dieser Art statt: der steirische herbst widmet sich schwerpunktmäßig seinem Schaffen. 1978 wird das Ernst-Krenek-Archiv in San Diego gegründet, 1980 folgt Österreich mit der Gründung des Ernst-Krenek-Archivs in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Die Oper "Karl V." wird 1984 an der Wiener Staatsoper erstaufgeführt. Ab 1986 vergibt die Stadt Wien einen nach Ernst Krenek benannten Kompositionspreis. 1991 stirbt Krenek in Palm Springs und wird 1992 in ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof überführt.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
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1916 - 1917
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Komposition | ||||
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1919
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Universität Wien, Wien: 2 Semester Philosophiestudium | ||||
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1920 - 1923
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Staatliche Musikhochschule, Berlin: Komposition |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|
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1925 - 1927
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Staatsoper Kassel, Kassel: Assistent von Paul Bekker | ||
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1927
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Staatsoper Wiesbaden, Wiesbaden: Fortführung der Tätigkeit als Assistent Paul Bekkers | ||
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1932
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Musikzeitschrift Dreiundzwanzig, Wien: Gründung der Zeitschrift gemeinsam mit Alban Berg, Rudolph Ploderer und Willi Reich | ||
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1932 - 1933
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Mitarbeit | ||
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1939 - 1942
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Universitäten Michigan und Wisconsin: Gastvorlesungen | ||
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1939 - 1942
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Vassar College, Poughkeepsie/N.Y: Professur für Musik | ||
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1942 - 1947
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School of Fine Arts an der Hamline University, St. Paul/Minnesota: Professur und Dekanat | ||
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1947 - 1949
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Gastvorlesungen an mehreren Universitäten in den USA | ||
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1950
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Darmstädter Ferienkurse: Dozent | ||
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1950
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ab diesem Zeitpunkt Wiederaufnahme von Konzert- und Vortragsreisen nach Europa | ||
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1957
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Princeton University Princeton/New Jersey: Gastprofessur | ||
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1967
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Peabody Institute, Baltimore/Maryland: Gastprofessur |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
|---|---|---|---|---|
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1985
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Ossiacher Stiftskirche; zum 85. Geburtstag von Ernst Krenek | |||
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1989
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1989
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Musikhochschule Lübeck | |||
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1996
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Radiosymphonieorchester Basel, Alte Börse Zürich | |||
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1996
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1997
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The Japan Shinsei Symphony Orchestra | |||
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1997
|
Guildhall School of Music, London | |||
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1997
|
Lüneburger Kammerensemble, Martinskirche Brelingen/Deutschland | |||
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1998
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Bamberger Symphoniker München | |||
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1998
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1998
|
Osnabrücker Symphonieorchester, Großes Haus der Städtischen Bühnen | |||
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1998
| ||||
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1998
|
Beethoven Academie: De Singel Theater | |||
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1999
| ||||
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1999
|
Staatsorchester Frankfurt, Frankfurt an der Oder | |||
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1999
|
Philharmonie Köln | |||
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1999
| ||||
|
1999
| ||||
|
2000
| ||||
|
2000
| ||||
|
2000
|
Dirigent: Peter Keuschnig | |||
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2000
|
Konzerthaus Berlin | |||
|
2000
| ||||
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2000
|
New York/USA | |||
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2000
|
Folkwang-Museum, Essen/D | |||
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2000
| ||||
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2001
|
Staatsoper Unter den Linden Berlin | |||
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2001
|
Kleines Haus, Wiesbaden | |||
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2001
|
Philharmonie Berlin - Kammermusiksaal | |||
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2001
|
San Francisco Symphony Orchestra | |||
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2002
|
Staatsorchester Kassel, Opernhaus Kassel | |||
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2002
|
Petersen Quartett, Konserthus, Stockholm | |||
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2002
|
Kölner Philharmonie, Opernhaus Köln; Bearbeiter: Rainer Schottstädt (2002) | |||
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2002
| ||||
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2003
|
Petersen Quartett, Konzerthaus Berlin | |||
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2003
| ||||
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2003
|
Camerata Nomade, Maison des Cultures du Monde Paris | |||
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2003
|
Austrian Cultural Forum New York | |||
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2003
|
Theater Erfurt | |||
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2004
|
Student Ensemble of the Western Washington University | |||
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2004
|
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Die Glocke/Bremen | |||
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2004
|
Burgdorfer Kammerorchester | |||
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2004
|
Hamburger Hochschule für Musik und Theater | |||
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2005
|
Orchester Kölner Philharmonie, Opernhaus Köln | |||
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2005
|
Cambridge University Chamber Orchestra, West Road Concert Hall Cambridge | |||
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2005
|
Nederlands Philharmonisch Orkest, Concertgebouw Amsterdam | |||
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2006
|
Orquesta Estable del Teatro Colón, Teatro Colón/Buenos Aires | |||
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2007
|
Orchestra Toscanini | |||
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2007
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Noord Nederlands Orkest | |||
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u.a. |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
|---|---|---|---|---|
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1933
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1979
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1979
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| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
|---|---|---|---|
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1944
|
Hamline University Minnesota: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
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1951
|
Bundesrepublik Deutschland: Verdienstorden der Republik | ||
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1953
|
Chapmann College Los Angeles: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
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1955
|
Würdigungspreis für Musik | ||
|
1960
|
Akademie der Künste Berlin: Mitgliedschaft | ||
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1960
|
Institute of Arts an Letters New York: Mitgliedschaft | ||
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1960
|
University of New Mexico: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
|
1960
|
Ehrenmitgliedschaft | ||
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1960
|
Großes goldenes Ehrenzeichen | ||
|
1960
|
Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik | ||
|
1963
|
Großer Staatspreis | ||
|
1964
|
Amt der Nordrhein-Westfählischen Landesregierung: Großer Kunstpreis | ||
|
1965
|
Bundesrepublik Deutschland: Großes Verdienstkreuz | ||
|
1965
|
Fine Arts University New Mexico: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
|
1965
|
Government of Minnesota: Ernennung zum Ehrenbürger | ||
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1966
|
Stadt Hamburg: Bach-Preis | ||
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1967
|
John Muir College - University of San Diego: Ehrenmitgliedschaft | ||
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1969
|
Brandeis University: Musikpreis | ||
|
1970
|
Staatsoper Hamburg: Ehrenmitgliedschaft | ||
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1970
|
Stadt Braunschweig: Ludwig Spohr Preis | ||
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1970
|
University of California San Diego: Regent's Lecturer | ||
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1970
|
Ehrenmitgliedschaft | ||
|
1970
|
Ehrenring | ||
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1975
|
Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst | ||
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1975
|
New England Conservatory of Music: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
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1977
|
Philadelphia Musical Academy: Verleihung der Ehrendoktorwürde | ||
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1978
|
Amt der Hessischen Landesregierung: Goethe Plakette | ||
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1980
|
Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte - GEMA: Richard Strauss Medaille | ||
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1980
|
Ernennung zum Ehrenbürger | ||
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1980
|
Großes Ehrenzeichen | ||
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1984
|
Municipal Office New Orleans: Ernennung zum Ehrenbürger | ||
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1988
|
Ehrenmitgliedschaft | ||
|
1989
|
Ehrenmitgliedschaft | ||
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1990
|
Großes Ehrenzeichen |
Sein Werk ist Teil der Musikgeschichte unseres Jahrhunderts, aus österreichischer wie aus internationaler Sicht. Mit Schönbergs Geisteshaltung verbindet Krenek auch die lebenslange dialektische Spannung zwischen dem musikalischen Schaffen einerseits und der verbalen Reflexion über dieses Schaffen und über künstlerische Zeitfragen überhaupt andererseits. Praktisch unübersehbar ist sein kompositorisches Schaffen an Vielfalt und Umfang. In ihm spiegelt sich der Wellengang der musikalischen Zeiterscheinungen unseres Jahrhunderts, auf den Krenek in oft abrupt einsetzenden Konsequenzen reagiert. Der Mehrheit des Gesamtwerks sind ethische oder philosophische Überlegungen vorangestellt; sie versinnbildlichen eine von vielen Darstellungsmöglichkeiten seiner geistigen Probleme, sie sind nicht nur Musik um der Musik, sondern auch um der Idee willen. Der Denker Krenek vermag sich in Musik mitzuteilen, der Musiker Krenek im Wort.
Lothar Knessl in: Österreichische Komponisten der Gegenwart, Wien 1989, S.183
17. Februar 1999
Er war einer, der sich ins Leben stürzte und begierig aufsaugte, was es zu bieten hatte. Ein Künstler, der nicht die Abkehr von seiner Zeit suchte, sondern sich in sie hineinwühlte. Und genauso klang seine Musik. Mit Stücken von ihm könnte man Stilrichtungen des zwanzigsten Jahrhunderts am Werk eines einzigen Komponisten demonstrieren. Spätromantik, Jazz, Zwölftonmusik, Neoklassizismus, serielle und elektronische Musik: All das hat Ernst Krenek komponiert, ohne je ein gesichtsloser Nachamer anderer zu werden.
Abendzeitung (Roland Spiegel)