Mit freundlicher Genehmigung von Schott Music ©

Larcher Thomas

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 String Quartet No. 4 2013 14m
2 Lyrical Lights for tenor and clarinet 2013 9m
3 Wie der Euro nach Bern kam und wie er wieder verschwand - für 14 Streicher 2012 4m
4 Innerberger Bauerntanz - für Klavier 2012 2m
5 Duo - für Violine und Violoncello 2012
6 Das Spiel ist aus - für gemischten Chor a capella 2012 10m
7 Konzert - für Violine, Violoncello und Orchester 2011 22m
8 Red and Green - für Orchester 2010 22m
9 What becomes - für Klavier 2009 20m
10 Nocturne - Insomnia - für Ensemble 2008 15m
11 Die Nacht der Verlorenen - für Bariton und Ensemble 2008 30m
12 Böhmen liegt am Meer - für Bariton, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier 2008
13 Concerto - für Violine und Orchester 2008 - 2009 24m
14 Madhares 2007 18m
15 Sonata - für Violoncello 2007 18m
16 Heute - für Sopran und Orchester 2006 20m
17 Böse Zellen - für Klavier und Orchester 2006 22m
18 Fasern - für Klarinette, Violoncello und Klavier 2006 20m
19 Hier, heute - für Violoncello, Orchester und Zuspiel-CD. 2005
20 Smart Dust - für Klavier 2005 12m
21 Still - für Viola und Orchester 2004 25m
22 Nyamwezi 2003 13m
23 My illness is the medicine I need 2002 14m
24 Still - für Viola und Kammerorchester 2002 25m
25 Mumien 2001 15m
26 IXXU - 2. Streichquartett 1998 - 2004 15m
27 Kalifanten 1995 10m
28 Weiße Flut 1994 7m
29 Kraken 1994 17m
30 Noodivihik 1992 11m
31 Wertfrei 1991 8m
32 Cold Farmer 1990 14m
33 groove y 1990
34 Konzert in cis 1990
35 Naunz 1989 14m
36 Carneval 1988
37 Kühe in Halbtrauer 1988
38 Satz für Violine und Klavier 1987
39 Terzett für WLP 1987 16m
40 Klavierstück 1986 1986 8m
41 reflektierend .. - Fragmente 1986
42 Lied für Sitting Bull 1985
43 Denali 1984
44 Wagamama 1984
45 performance 1984
46 Howl 1983

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1963
Geburtsdatum:  16. September 1963
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

Thomas Larcher, Jahrgang 1963, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Klavier und Komposition und wurde bereits während seiner Studienzeit als Pianist im Bereich der klassischen, vorrangig zeitgenössischen Musik bekannt. Als solcher arbeitete er u. a. mit Claudio Abbado, Pierre Boulez, Dennis Russell Davies, Franz Welser-Möst, Heinz Holliger, Olga Neuwirth und Isabel Mundry zusammen. Als Gründer des Festivals "Klangspuren" (1994), das er bis 2003 leitete, und von "Musik im Riesen" (Künstlerischer Leiter seit 2004) etablierte er sich auch erfolgreich als Programmgestalter. Seit einigen Jahren widmet sich Thomas Larcher vorrangig der Komposition. Auftragskompositionen entstanden u. a. für Heinrich Schiff, Till Fellner, Matthias Goerne, die London Sinfonietta, das RSO Wien, das San Francisco Symphony Orchestra, die Mozartwoche Salzburg, das Klavierfestival Ruhr, das Lucerne Festival, das Southbank Centre London, die Wigmore Hall London und die Zaterdagsmatineen Amsterdam. Larchers CD-Veröffentlichungen als Komponist und Interpret wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Unterricht bei Elisabeth Leonskaja

Unterricht bei Heinz Medjimorec

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1994 - 2003

Gründer und Leiter

2001 - 2004

Leitung einer Klavierklasse

2002

Spannungen - Musik im Kraftwerk, Heimbach: Composer in residence

2005

Composer in residence

2006

Composer in Residence

2008

Porträtkonzert

2011 - 2012

resident artist

2011 - 2012

resident artist

Risør Kammermusikkfest, Risør: Composer in residence

Swarowski Kristallwelten: Leitung des Festivals "Musik im Riesen"

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1996
2002

Spannungen Heimbach

2003
2005

Luzerner Sinfonieorchester

2005

Porträtkonzert

2006

Düsseldorfer Symphoniker

2006

Klavier Festival Ruhr

2006

Composer in residence, Aufführung mehrerer Werke - unter anderem

2007
2008
2008

Concertgebouw Amsterdam

2008

Aufführungen in mehreren US-amerikanischen Städten (Cincinnati, Indianaposlis u.a.) im Rahmen einer Tournee

2008

Porträtkonzert

2009

Konzert für Violine und Orchester

2009

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1986

Preis für künstlerisches Schaffen

1992

Preis für künstlerisches Schaffen

1993

Staatsstipendium Komposition

1995

Förderpreis

2006

Preisträger

2008

Publicity Preis

2012

British Composer Award

Stilbeschreibung

Thomas Larchers Musik ist von rhythmischer Komplexität, Klangreichtum und großer Präzision geprägt, "als Komponist bewegt er sich zuweilen neben den engen Spuren der Neuen Musik, durchschreitet stilistisch große Weiten und gibt sich inspiriert vom Leben selbst" (Thomas Meyer). In seinen Stücken, die oft von außermusikalischen Quellen wie literarischen und journalistischen Texten, Bildern oder tagesaktuellen Ereignissen inspiriert sind, geht er das Wagnis ein, vorurteilslos Klangräume oder Möglichkeiten der Geschwindigkeit zu erforschen. "Schubertsche Sehnsuchtsklänge in wohliger Tonalität stehen neben den Spieluhrklängen des präparierten Klaviers (…). Rhythmische Impulse à la Bartók tauchen auf neben albtraumhaften Anforderungen an extreme Lagen und Ausdrucksbereiche (...). So schafft Larcher seine eigene 'Musica impura', die wenig mit Avantgarde und viel mit gespeicherten Erfahrungen zu tun hat."

 

(Michael Struck-Schloen)

Pressestimmen

20. Oktober 2008

Es ist nicht ungewöhnlich für einen österreichischen Komponisten, aus der Gestik und Tonalität der Vergangenheit zu schöpfen, aber Larcher verwendet dieses Erbe ganz ohne Ironie, indem er die Vergangenheit – verjüngt und neu erfunden – in die Zukunft befördert, in ein Wunderland schwindelerregender und außergewöhnlicher Klänge. 

The Times (Geoff Brown) 

 

19. Jänner 2007

Der Österreicher Thomas Larcher hat sich mittlerweile zu einer weit beachteten Doppelbegabung aus Komponist und Pianist entwickelt. Was im Gegensatz zu den längst vergangenen Zeiten und Jahrhunderten, als sich das Tonsetzen und die instrumentale Praxis einander bedingten, eine Seltenheit geworden ist. Larchers Strukturdenken scheint dabei gerade von den körperlichen Ausmaßen des Klaviers nicht zu trennen zu sein. So enorm dreidimensional ist seine Musik, erlebt man besonders in seinen Kammermusikkompositionen sich ständig verändernde Physiologien. 

Rondo - http://www.rondomagazin.de/klassik/l/larcher/tl01.htm (Guido Fischer) 

 

2006

Larcher beweist [...] einen ausgeprägten Personalstil, der sich durch dichte Satztechnik auszeichnet. Sie erzwingt Spannungskurven, die zwischen obsessiv, laut und schnell wiederholten Einzeltönen und Akkorden sowie lange ausgehaltenen und leisen Klangflächen genau austariert sind. Die Momente von Stille, in die auch tonale, meist mollgefärbte Passagen eingeblendet werden, gewinnen in dieser Dramaturgie eine soghafte, dem Hörer sich direkt mitteilende Kraft. 

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ulrich Schreiber)

 

Thomas Larcher has a way of convincing you, like Morton Feldman, that every note is in its right place and should be nowhere else. A delicate touch and taut use of dramatic contrast flicker across his compositions, sending out shards of notes and icy silences. 

Gramophone (Andi Spicer)

Diskografie, Projekte

Diskographie

 

2014: What becomes (Harmonia Mundi)

2011: Madhares (ECM)

2006: IXXU (ECM)

2001: Naunz (ECM)

 

als Interpret:

 

2013: Ernste Gesänge, Lieder mit Klavier (EAN)

2006: Chonguri (ECM)

2002: Toshio Hosokawa, J.S. Bach, Isang Yun (ECM)

2000: Elogio per un'ombra (ECM)

1999: Arnold Schönberg, Franz Schubert: Klavierstücke (ECM)

1997: Lieder ohne Worte (ECM)

 

Link zur Diskografie auf der Homepage