Josef Maria Horvath
Genre:
Instrument: Klavier

Horvath Josef Maria

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon
1 Sieben Bagatellen für Orgel - Pedalstudien 1995
2 Trinklied über ein Gedicht von Anakreon/Mörike - für gemischten Chor a cappella 1993
3 Requiem 1990
4 Gesänge der Frühe - (Robert Schumann), Instrumentation der Klavierstücke op. 113 1989
5 Offertorium ad missam in die In Nativitate Domini 1989
6 Boogie-Woogie 1987
7 Motette 1979
8 Musik für die Salzburger Felsenreitschule - Gemeinschaftskomposition mit Irmfried Radauer und Gerhard Wimberger 1978
9 Verschiebungen 1977
10 Sothis 1 1977
11 Origines 1975
12 Melencolia 1 1972
13 Sechs Ansichten eines Gegenstandes 1971
14 Tombeau de Gigue 1971
15 Redundanz 3 - Bläseroktett und Streichquartett 1968
16 Redundanz 2 1967
17 Redundanz 1 1966
18 Atemübungen - Vier Lieder nach eigenen Texten 1964
19 Trio 1963
20 Entropia - Symphonie in fünf Sätzen 1963
21 Acht ungarische Volksliedbearbeitungen 1962
22 & - für Flöte, Klarinette, Horn, Gitarre, Violine, Viola, Kontrabass, Klavier 1961
23 Drei Ringelnatz-Chansons für eine tiefe Stimme und Klavier 1959
24 Veni creator spiritus - Partita 1958
25 Vier Lieder nach Hölderlin 1958
26 Drei Chöre nach Rilke 1958
27 Messe 1958
28 Die Blinde 1958
29 Auftritt des Oberstleutnants der Guardia Civil - Szene nach Federico García Lorca 1957
30 Kanteletar - Kantate nach finnischen Volksliedtexten 1956
31 Acht frühe Lieder 1955
32 Passacaglia 1955
33 Scherzo 1954
34 Scherzino 1953
35 Vöglein - Ungarische Volksliedbearbeitung 1953
36 Pastorale "Verbum caro factum est" 1949

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1931
Geburtsdatum:  20. Dezember 1931
Geburtsland: 
Nationalität: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

frühe Klavierstudien und Kompositionsversuche

Komposition, Abschluss mit Auszeichnung

Musikhochschule Budapest: Diplom mit Auszeichnung

Musikhochschule Budapest: Dirigieren

Musikhochschule Budapest: Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

Komponist, Pianist, Organist und Dirigent

Konzertpianist mit zahlreichen Klavierabenden in Europa

Professor für Theorie und Praxis der Neuen Musik, Kontrapunkt

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Hitzacker Festspiele

Warschauer Frühling

Europa, USA, Australien

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Kammerorchester Budapest

SDR Stuttgart

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1959

Lilly-Lehmann-Medaille

1967

Erster Preis

1968

Förderungspreis

1973

Förderungspreis

Stilbeschreibung

Horvaths Werke genügen höchsten handwerklichen Ansprüchen und verbinden auf bedingungslos ehrliche Weise kompositorische Strenge und Schlüssigkeit mit großer Klangschönheit. Horvath kümmert sich weniger um tagesaktuelle Modetrends als vielmehr um die Verbundenheit mit der großen Musiktradition des Abendlandes, aus der heraus er einerseits verschiedensten Formen und Gesten vergangener Jahrhunderte neue Gültigkeit verliehen, andererseits den Katalog der Formen und Diktionen um charakteristische Facetten bereichert hat. In seinem kompromißlosen Streben, musikalische Substanz und entsprechende Form zwingend natürlich und nicht als klassizistisches Surrogat erscheinen zu lassen, verkörpert er einen Komponistentypus, der fern von der Geschäftigkeit des Neue-Musik-Marktes unbeirrt seinen Vorstellungen von Qualität und Ernsthaftigkeit nachkommt und der heutzutage vielleicht noch weniger als vordem anzutreffen ist. In einer Zeit, in der vom Kunstwerk erwartet wird, daß es - gleichsam als Werbeträger seiner selbst - mit leicht erkennbaren Markenzeichen möglichst ausschließlich zur verfügbaren Ware wird, hat es Horvaths im besten Sinn des Wortes verbindliche Musik nicht leicht, überhaupt wahrgenommen zu werden. Allein die Titel der Werke Horvaths lassen eine Dreiteilung seines bisherigen Œuvre plausibel erscheinen: "Acht frühe Lieder", "Passacaglia", "Kanteletar" etc. sind stilgeschichtlich in später Zeit entstanden und so naturgemäß in gewisser Weise epigonal. 'Redundanz 1-3", "Origines", "Melencolia I" etc. gehören der mittleren Epoche an. In diesen Stücken setzt sich der Komponist mit den elementaren Bausteinen der Musik auseinander. Sie sind unterschiedlich streng organisiert komponiert, wenn auch immer unter der Maßgabe von Klanglichkeit als festem Kriterium. "Motette", "Requiem" als herausragende Beispiele der letzteren Stücke zeigen Horvaths Beschäftigung mit dem Chor, verbunden mit der Hinwendung zu den Mitteln des Niederländischen Vokalsatzes. Bei diesen Stücken erstaunt Horvaths große Unbefangenheit in der Wahl der Sujets und der Mittel, wobei besonders seine überragenden kontrapunktischen Fähigkeiten hervorzuheben sind.

 

Rupert Huber, 1994

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