Günter Kahowez
Genre:
Instrument: Klavier, Cembalo

Kahowez Günter

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon
1 Nachtmusik aus Longos - für acht Flöten, Klarinette und Klavier 1995
2 Strophen des Dzyan - für 21 Instrumente 1994
3 Feuerrose - für Streichquartett 1991
4 Mandala - Ein Zyklus für Klavier 1990
5 Chiron - Charon - für Violoncello und Klavier 1988
6 Zweites Bläserquintett 1982
7 Partita I - für Orgel 1981
8 Partita II - für Orgel 1981
9 Partita III - für Orgel 1981
10 Tripelpartita - für Orgel 1980
11 Mehrstimmige Weihnachtslieder & Quodlibets - Zwölf Lieder für gemischte Vokal- oder Instrumentalbesetzung 1980
12 Tempelmusik - für den Körper, die Seele und den Geist für 12 Instrumente 1978
13 Vogelhochzeit - Liedmotette für gemischten Chor a cappella 1978
14 Zwölf Volkslieder für gemischten Chor 1978
15 Zehn Volkslieder - für gemischten Chor 1978
16 Vier Kleinodien - für Gitarre solo 1978
17 Bardo I - Das unbegrenzte Licht - für Sprechgesang, Chor und Ensemble 1976
18 Elementalchemie - für Violoncello und Schlagzeug (ein Spieler) 1975
19 Bardo - Puls - Musik nach dem tibetanischen Totenbuch für elf Instrumentalisten 1973
20 Le tre isolate - für Flöte, Violine und Harfe 1972
21 Spektakel im Debakel - nach der Apokalypse des Johannes für vier Akteure und Tonband 1971
22 Spektakel im Debakel - Elektroakustische Musik für Tonband 1971
23 Der 53. Psalm - für zwei Knabensoli, drei Männersoli, Kinderchor und gemischten Chor, a cappella 1971
24 Zwei graphische Blätter 1970
25 El sol ha venido - Multimediales Kompositionsblatt für eine beliebige Anzahl von Akteuren und Instrumenten 1970
26 Klitsch, ein Kurconcert - für zwei Akteure, Fotograf und Amateurtechniker 1968
27 Palle - Palle - Ein sportives Bewegungsspiel für 3-5 Akteure 1968
28 Orgel für Orgel 1968
29 Zwei Visionen - für Gitarre solo oder für 2-4 Gitarren 1968
30 Polychromatische Passacaglia - für Orgel 1967
31 Mitologo - Figuren für Klarinette (oder Baßklarinette) solo und Sprechstimme ad libitum 1967
32 Sonate - für Klavier. Satz über ein Lied aus dem 16. Jahrhundert 1966
33 Plejaden I - Ein Zyklus für Klavier (2. Fassung) 1966
34 Liebesspiele - für Oboe mit Oboe d'amore und Englischhorn ad libitum (ein Spieler) 1966
35 Als wäre eine Sonate - für Cembalo 1966
36 Plejaden II - Sinfonisch-tachistische Malerei für Klavier und 61 Orchesterspieler 1966
37 Sérénade à trois - für Oboe, Klarinette in B und Klavier 1965
38 Serenade - für 16 Soloinstrumente 1965
39 Structures - für sechs Instrumente 1965
40 Structures - für Orchester 1965
41 Sommerpoesie - Winterpoesie - für Sopran und fünf Instrumente nach Gedichten von Waltraud Seidlhofer 1965
42 Frei werde ich sein - für Sopran und acht Instrumente 1965
43 Fantasiestücke - für Flöte, Violoncello und Klavier 1965
44 Vexilla Regis - Motette für gemischten Chor a cappella 1964
45 Ouvertüre und Pantomime - für Orchester zu August Strindbergs "Gespenstersonate" 1964
46 Vier Chöre - für gemischten Chor a cappella nach Gedichten von Joachim Ringelnatz 1964
47 Duale Ia, Ib, IIa, IIb - für Klarinette in B und Gitarre 1963
48 Kyrie I - für Vokaloktett 1962
49 Flächengitter - für Flöte solo 1962
50 Präludium - für Orchester 1962
51 Prolationen I - für Orchester 1962
52 Megalyse - Elektronische Musik 1962
53 Schichtungen - für Orchester 1962
54 Plejaden - für Klavier (1. Fassung) 1961
55 Drei kleine Klavierstücke 1961
56 Drei Sätze - für Klavier 1961
57 Erstes Streichquartett 1960
58 Klangrhythmen I-V - für Klavier 1960
59 Fünf Klavierstücke 1959
60 Erstes Bläserquintett 1959
61 Sonate - für Klavier 1959
62 Metamorphosen - für Klavier 1958
63 Zwei Lieder - für Altstimme, Violine und Klavier nach Gedichten von Georg Trakl und Jorge Guillén 1958
64 Kanonsuite - für Klavier 1958
65 Sonatine - für Klavier über einen Cantus firmus aus dem 17. Jh.,"Weiß mir ein Blümlein blaue" 1958
66 Variationen - für Flöte, Violine und Violoncello über das Volkslied "Tanzen und springen" (Ludwig Senfl) 1958
67 Mondromanze - für Bariton und Klavier 1958
68 Präludium und Invention - für Klavier 1958
69 Drei Inventionen - für Klarinette (in B) und Fagott 1958
70 Motette - über einen gregorianischen Choral für gemischten Chor a cappella 1958
71 Wintertod - Liedmotette für gemischten Chor a cappella 1957
72 Prolationen II - für großes Orchester
73 Auferstehung - Doppelchörige Motette a cappella mit Trompete(n) und Posaune(n)

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1940
Geburtsdatum:  4. Dezember 1940
Geburtsort:  Vöcklabruck
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Todesjahr:  2016
Todestag:  10. Juli 2016
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1962 - 1964

Schlagzeuger

1963

Kleine Zeitung: Musikrezensent und Archivar

1966 - 1969

Neues Ensemble Linz: Pianist, Cembalist und Schlagzeuger, geleitet von Alfred Peschek

1969 - 1993

Notengraphiker und Musik-Korrektor

1975 - 1980

Institute of European Studies: Musikvorträge

1975 - 1980

Vienna International Music Center: Musikvorträge

1977

Musikredakteur

1980 - 1982

Leiter der Redaktionsabteilung

1993 - 1994

interimistische Leitung des Faches Formenlehre und Formanalyse

Fortführung der Lehrkanzel als ordentlicher Professor

Lehrbeauftragter

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1966

Kulturförderungspreis

1966

Kulturwochenpreis

1967

Stipendium

1967

Belgien: Erster Preis eines internationalen Kompositionswettbewerbs

1967

Zweiter Kompositionspreis

1968

Kulturwochenpreis

1969

Orgelpreis

1979

Förderungsstipendium

1982

Förderungsstipendium

1992

Landeskulturpreis

Stilbeschreibung

Nach ersten kammermusikalischen Werken ("Bläserquintett", 1959, "Streichquartett", 1960) folgen serielle Stücke wie die auf rhythmischen Mustern basierenden "Prolationen I" für Orchester oder der Klavierzyklus "Plejaden", musikalische Aktionen wie "Klitsch, ein Kurconcert", "Palle - Palle" und "Spektakel im Debakel", parallel dazu aber auch streng polyphone Kompositionen wie die "Polychromatische Passacaglia" für Orgel oder "Der 53. Psalm" für Soli, Kinderchor und gemischten Chor a cappella. In der geistigen Nachfolge des Spätwerkes von Karl Schiske stehende Kompositionen wie die "Tripelpartita", das "Zweite Bläserquintett" und die doppelchörige Motette "Auferstehung" weisen Kahowez als Meister des linearen, oft polythematischen Stiles aus, in dem ein altes abendländisches Erbe zu neuer Blüte geführt wird.
Für den Komponisten besonders charakteristisch erscheinen Werke wie "Bardo - Puls" und "Tempelmusik" für Ensemble, "Prolationen II" für großes Orchester, "Chiron - Charon" für Violoncello und Klavier, 'Feuerrose' für Streichquartett und zuletzt die "Strophen des Dzyan" für 21 Instrumente. In diesen Stücken sind die Aspekte eines höchst raffinierten, klanglich subtilen und zugleich bis ins Detail liebevoll strukturierten Stiles zu höchster Vollendung gebracht. Zudem stellen sich jene Werke in den Dienst einer philosophischen, an orientalischer wie abendländischer Geistigkeit und transzendentaler Hoffnung orientierten Reflexion des Seins und werden solcherart als kostbare Zeugnisse österreichischen gegenwärtigen Stilwollens zu einer überzeitlichen Kunst.

 

Thomas Daniel Schlee, 1992/1995

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