Andi Haller
KünstlerInname/Pseudonym: Lonesome Andi Haller Band
Gattung:

Mit freundlicher Genehmigung von A. Haller ©

Haller Andi

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1962
Geburtsdatum:  8. Juli 1962
Geburtsort:  Innsbruck
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

E-Gitarre in erster Kellerband mit 12. Erstes Solokonzert (Saxophon, FreeJazz) mit 16. Ab den 1980er-Jahren intensive und autodidakte musikalische Aktivitäten als Sänger, Komponist, Multiinstrumentalist, Songschreiber in verschiedenen Innsbrucker Bands, oft mit Hans "Hesini" Platzgumer. Mitte der 80er Übersiedelung nach Wien, dann London, Leben in squats und spielen mit Leuten aus dem Umfeld von Wire, This Heat, The Lowest Note. Dann wieder Bandleben in Wien, Berlin, Schwertberg. Mitbegründung des Labels NurSchrec. Touren in Europa und USA, Anfang der 90er schliesslich als Bassist bei HP Zinker.
Erste Filmmusik für einen Spielfilm 1993. Zahllose weitere Soundtracks für Spiel- Animations- und Dokumentarfilme folgen. Auftragskompositionen für "Die Knödel". Ab 1998 Komponist und Bühnenmusiker bei der Theatergruppe "Toxic Dreams". Produzent verschiedener Filmmusiken, Gründung des Eigenlabels xterkyu.
2001 Übersiedelung nach Barcelona. Filmemachen im Kollektiv. Regie, Drehbuch, Darsteller, Schnitt, Filmmusik in bisher drei Kurzspielfilmen. Erkundung des Genres 2-man musical und des iberischen Idioms als Songtextsprache.
Seit 2006 in Wien lebend. Erkundung des Genres One-man MusiKal.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1988

Institut für Elektroakustik

als Musiker Autodidakt

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1990 - 1991

Pension Export: Mitglied der Gruppe, Expanded Cinema, Kurzfilme, Musik (Die Frühlingsrolle, Das Attentat)

2002

Yoko&Hugh: Zwei-Mann-Musical mit Bing Selfish

2003

Libre Albedrio: Gründung des Filmkollektivs (Picnic en el Garraf, Drytown, Antoni Antoni Antoni)

2004

Lehrtätigkeit Filmmusik

Lonesome Andi Haller Band: Live-Auftritte, One-man MusiKal

Lonesome Andi Haller Band: Soloprojekt, Gründung als Studioprojekt, Filmmusik, Theatermusik

Toxic Dreams: Theatermusiken (Speed, Die Milosevics, De Lady in de Tutti Frutti Hat, u.a.)

Arbeit an den One-Man MusiKals "Basic German", "Dickes Survival" und "Basic Survival"

Mitarbeit als Bandmitglied bei Stan Red Fox (Berlin); KÖB, Böhm ohne KÖB (Wien); HP Zinker (New York)

Produzent diverser Filmmusiken

Songwriter und Komponist bei Bands aus den Grenzbereichen der Punk-, Jazz-, Folk- und Rockmusik: Funk Taxi, Nylon (Innsbruck); Murphy Working Stiffs (London); Loud (Schwertberg); Trashpegel, Splinters, The Babyzithers (Wien); Hacen Vapor (Barcelona)

Soundtracks für Spielfilme (Halbe Welt, Jugofilm, Suzie Washington), Animations-, Experimental- und Dokumentarfilme

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1993
1995

- 1999 diverse Auftragskompositionen

1997

Stilbeschreibung

Eigensinnig habe ich musikalische Ausbildung abgelehnt. Gierig hab ich jedes Instrument im Probekeller ausprobiert. Stur hab ich auf persönliches Forschen und Entdecken vertraut und jeder Regel oder Formel misstraut. Begeistert habe ich stundenlang geblasen, getrommelt oder auch Tonleitern geübt. Mühsam habe ich kleine Punkte auf Linien gemalt und sie ebenso mühsam wieder entziffert. Unverzagt habe ich an Knöpfen geschraubt und auf winzige Bildschirmanzeigen gestarrt. Neugierig habe ich mich vom Free Jazz zum Trashmetal, vom Psychobilly zu Gamelan, von Messiaen zu Om Kalsoum gehört, quer durchs Gelände, Webern, Bad Brains, great Black Music in allen Formen, ethnologische Aufnahmen aus allen Ecken des Globus, Bruzzelelektronik, Drum & Bass, Brachialtechno ... Und jetzt? Schreibe ich am liebsten SONGS. Und Soundtracks. Von meinen Songs heisst es oft, sie seien Ohrwürmer. Und die Soundtracks originell und einfühlsam. Schön schräg und verschroben.
Mir solls recht sein. Geht es doch darum, sich speziell zu fühlen, einen Moment der Besonderheit zu erleben, let the beast feel special, let the deamons be dancers. Purer Hedonismus also, wäre da nicht der Austausch, mit dem Publikum, mit den Mitmusikern, aber das ist ja auch ein Fest. Ach so, der Stil, tja - keine Ahnung.
SumpfblütenSpacecoreShakeYourKnochenWackelKrachSchönheitsverzerrung vielleicht?

Pressestimmen

19. März 2009

Über "Basic Survival":
Wer einen guten Grund zum Lachen sucht, ist bei ihm an der richtigen Adresse. 

ENSUITE Kulturmagazin 

 

17. Juli 2006

Über "Basic German":
Andi Haller aus Barcelona, der mit einer Ukulele und ein paar technischen Gerätschaften als Lonesome Andi Haller Band auftritt, hat die "Hollywood-Elegien" zu einem Ein-Mann-Musical verarbeitet. [...] Ein schön schräger Spaß. 

Augsburger Allgemeine 

 

2006

Über "De Lady in de Tutti Frutti Hat":
Haller's arrangements are a joy, ranging from banging his ukulele like a percussion instrument to punctuate an a cappella rendition of "Upa! Upa!" to the discordant hip-hop bass line underlying "I Yi Yi Yi Yi (I Like You Very Much)." Omnipresent in a white suit, he twines his suave baritone around Coticchio's teasing, seductive vocals [...]
A few moments later, when she gyrates her way through Andi Haller's wacky industrial remix of "Tico Tico" wearing a staggering red-ruffled bare-midriff number, we enter a state of camp heaven rarely achieved, let alone sustained. 

Variety 

 

1. Oktober 2000

Über "Bang Happy":
Der in Wien vielleicht zweitbekannteste Subkultur-Tiroler hat wiederum ein Soloalbum mit (Tanz)Theatermusiken herausgebracht. Nach verquerem, teils mit Gesang operierendem Songwriting und seltsam schattseitigen Instrumentals gibt sich Andi Haller auch ferneren Kontinenten hin. "Bula Bula" ist eine rhythmisch-merkwürdige Würdigung Afrikas mit Akustikgitarren, wie sie nur ein eigenbrötlerisch handelnder Musiker hinkriegen kann. Haller verfällt ostasiatischer Musik, deren Aufbereitung Sino- und Japanophile so wohl nicht durchgehen ließen. Dabei weisen die wenigen Instrumentals eine Liebenswürdigkeit auf, der nur schwerlich zu entfliehen ist. Avantgardistische Klänge und fernöstlich tönende Sounds mutieren zu einem Hybrid, das nicht Weltmusik sein will, sondern eher an die Kinderspielzeugklänge eines Max Nagl anknüpft. Doch wenig später klingt "Bang Happy" schon wieder ganz anders. 

Skug 

 

1994

Über "Halbe Welt":
Spät, aber doch hat sie mich erreicht, die gute österreichische Platte und damit auch eine Welt, die ich schon verloren glaubte. [...] Die Musik ist schlichtweg sensationell! [...] spannend, verschroben, berührend, lustig, ein Popsong, balladesque, funky, zart, minimalisiert heftig oder einfach nur grandios [...] 

Chelsea Chronicle 

 

14. Jänner 1994

Über "Halbe Welt":
[...] Daß der Film dennoch nie seinen Rhythmus verliert, ist nicht zuletzt ein Verdienst von Andi Haller, der seine Musik wie kräftige Farbe mit sensibler Sicherheit in die Bilder mischt.

Die Presse

Kontakt, Links

Website:  www.xterkyu.net