Hossam Mahmoud
Genre:
Instrument: Klavier, Viola, Oud

Foto: Studio Schachner ©

Mahmoud Hossam

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Oeuvre nouvelle - für Orchester, Oud und Percussion 2015 14m
2 Tahrir - Oper für Soli, Sprecherin, Chor und Orchester 2015 90m
3 Deine Ferne ist für mich kein Fernsein - für Streichtrio nach einem Gedicht von Al-Hallag 2015 8m
4 Martheia – Epilog auf Mozarts letztes Lebensjahr - neue Fassung 2015 13m
5 Enthüllung 2015 10m
6 Musik für Bassflöte 2014 12m
7 Licht um Licht - Trio für Violine, Oboe und Oud 2014 15m
8 Seelenfäden 2014 80m
9 Tarab 5 2014 19m
10 "… In unserer Liebe sind wir … An Juan de la Cruz" - für Violine solo und Bläserquintett 2012
11 Atem der Reinheit 3 - für Violine und Oud 2012 30m
12 18 Tage... - Oper für Soli, Schauspieler, Chor und Orchester 2012 - 2013
13 Martheia 2 2011
14 Elegie an die Märtyrer der 25. Januar-Revolution - für Violine solo und Streichorchester 2011
15 3 kurze Stücke für Oud 2011 10m
16 Der Atem der Reinheit 2 2010
17 Abwesend - für Altstimme Solo 2010 5m
18 Artfremd - eine choreographisch-musikalische Wanderung zwischen Welten 2009
19 Tarab 4 2009
20 Eingeklemmt - für großes Orchester in vier Orchestergruppen 2008 20m
21 Der Atem der Reinheit 2008
22 Von Liebe reden... - interkulturelles Gemeinschaftsprojekt 2007
23 Salomon - Oper als Beitrag zum Dialog zwischen arabischer und abendländischer Kultur 2007
24 Meditation - für Streichtrio 2007
25 Trois pontes - Taqassim VI 2007
26 Salomon-Fragment 2007
27 Tarab III 2007
28 Tarab II - für Violine solo 2007
29 Messe - zum Fest "Christi Himmelfahrt" 2006
30 Martheia-Epilogue auf Mozarts letztes Lebensjahr 2006
31 Enigma - für Countertenor und Streichquintett 2005
32 Taqassim V 2005
33 Taqassim IV 2004
34 Lied des Menschen 2004
35 Tarab 2004
36 Comedia, Die Sendung der Vergebung 2003
37 Ein lebendig Wesen - aus dem West-Östlichen Diwan von J.W. Goethe 2002
38 Prisca ou la Caverne des Songes - Eine musikalische Dichtung 2002
39 Taqassim III - Die Höhle der Träume 2002
40 Die Notwendigkeiten...? 2002
41 Klarinettenquartett für Jugendliche 2001
42 Dor 2001
43 Ihr seid eins 2001
44 Mawal 2000
45 Der Prophet - Kammerrequiem 2000
46 Trauer des Königs 1999
47 Sheherazade - Poème dramatique et musical 1999
48 Tahmilah 1999
49 Duo 1998
50 Taqassim - für Nay, Ud, Kanun, Kammerensemble und Live-Elektronik 1998
51 Taqassim I - für Nay, Kammerensemble und Live-Elektronik 1998
52 Atlal 1998
53 Equilibres 1998
54 Narcisse : Fragment 1997
55 Streichtrio 1997
56 Hozam 1997
57 Klang aus dem Gewissen - für Chor, Schlagzeug und Orchester 1996
58 Das Leben ist stärker 1996
59 Ewigkeit 1996
60 Ornament 1995
61 Musik - für 16 Instrumente 1994

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1965
Geburtsdatum:  12. Juli 1965
Geburtsort:  Kairo
Geburtsland: 

 

Der 1965 in Kairo geborene Komponist studierte an der Universität seiner Heimatstadt sowohl orientalische Musik als auch die europäische Musiktradition - außerdem Bratsche, Ud (arabische Laute) und Musikpädagogik. Es folgten weitere Kompositionsstudien an der Musikuniversität Graz und der Universität Mozarteum Salzburg, wo er im Jahr 1998 mit Auszeichnung abschloss. Sein bisheriges Schaffen umfasst sowohl Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen als auch Orchesterwerke, elektronische bzw Computermusik und Opern.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1990 - 1993

Komposition

1993 - 1998

Komposition

1998

Magister artium Auszeichnung

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

Auftragswerke und Gastvorträge im In- und Ausland (Salzburger Festspiele, Wien, Dresden, Hamburg u.a.

lebt als freischaffender Komponist und Interpret in Salzburg

setzt sich für den Dialog der Kulturen ein

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Aufführungen in Wien, Salzburg, Graz, Kairo, Rouen, Nürnberg, Hamburg, Würzburg, Dresden u.v.a.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2000

Stipendium

2001

Composer in Residence

2002

Staatsstipendium

2003

Einladung

2005

Musikpreis

2013

Großer Kunstpreis Salzburgs

Pressestimmen

 2013 

Über das Werk "18 Tage....."
Der Eindruck ist stark. Musikalisch entwickelt Mahmoud für die Solisten, den Chor und ein kleines Kammerensemble eine fein gewobene Klangwelt zwischen okzidentalem Gerüst und orientalischen Farben. […] Die formidablen Musiker des Mozarteumorchesters und Peter Ewaldt, ihr aufmerksamer dirigentischer Koordinator, der auch die heiklen Raumprobleme beherzt im Griff hat, sind dem Auftragswerk des Landestheaters orchestral beredte Anwälte. Eine Meisterleistung vollbringt der von Stefan Müller vorzüglich einstudierte Chor, der nicht nur von „schweigenden“ Vokalisen bis zu blockartigen Choralpassagen eine Vielfalt an Ausdrucksformen zu bewältigen hat, sondern auch in den Aktionen stete Präsenz zeigen muss. Diese Aktionen werden von Regisseurin Agnessa Nefjodov auf einfachen, verschiebbaren Spielpodesten (Ausstattung: Eva Musil) zeichenhaft in einem allgemeinen Raum belassen. Das schafft für das Publikum Assoziationsfelder, die die eigene Fantasie nachdrücklich beschäftigen. Mit Karolina Plickova und Hubert Wild als Ehepaar, das uneins über Familie und Revolution ist, Tamara Gura und Franz Supper als widerstreitende Tochter und Vater und den beiden Sprechern Florian Stohr und Horst Zalto stehen prägnante und engagierte, ausgezeichnet artikulierende und agierende Darsteller zur Verfügung. Sie sichern der sehens- und hörenswerten Produktion kompakte und bewegende Qualität. 

Salzburger Nachrichten 

 

2013 

Über das Werk "18 Tage....."
Der Chor des Salzburger Landestheaters (Stefan Müller als Bereiter) ist großartig. Das kleine, von Peter Ewaldt und Frank Stadler (beide fantastisch) präparierte Mozarteum Orchester phänomenal. Das kann einem nur eine schreckliche Freude sein, ein Grauen im Un(ge)wissen. Die Regisseurin Agnessa Nefjodov inszenierte eine strikt und starke Choreographie aus intimen und groß angelegten Szenen. 

Kronenzeitung 

 

2013 

Über das Werk "18 Tage....."
Ein kleines Ensemble mit Expertinnen und Experten für Zeitgenössisches aus den Reihen des Mozarteumorchesters spielt nicht nur am Rande des Geschehens seinen Part, immer wieder mischen sich die Instrumentalisten auch in das Geschehen auf der Bühne ein. Der Sound der tiefen Bläser vermittelt etwa eindrücklich Dramatik und drohende Gefahr. Der Saal des Marionettentheaters ist leer geräumt, an den Schmalseiten sitzt das Publikum, in der Mitte, wie im Boxring, wird gespielt. Ein bewegliches Podium, das als Verwundeten-Trage ebenso dient, wie als Rednertribühne, ist auch schon fast die ganze Ausstattung von Eva Musil. Effekt durch Beschränkung. Eine besondere Verbeugung gilt dem Chor des Landestheater, Einstudierung Stefan Müller, der seinen Part so souverän gestaltete, als ob zeitgenössische Chormusik auf der Tagesordnung im Landestheater wäre. Zusammen mit der Statisterie spielte der Chor auch darstellerisch überzeugend die Hauptrolle - seien es friedliche Aufständische oder bewaffnete Sondereinheiten des Militärs. 

DrehPunktKultur 

 

1. Juni 2011

In Traditional Arabic Piece for Violin and Oud, Mahmoud and Stadler sat, intently leaning forward, the latter preparing to play with the violin lower on his arm in the Middle Eastern fashion. Mahmoud began the Maqam melodies on the oud; Stadler echoed, senza vibrato, in low range. The two often alternated or overlapped, playing descending melodic fragments with occasional ornaments. After the thunder of the Messiaen, we had again stepped into a quiet courtyard, and this time seemed to be listening to a quiet conversation between two people, a conversation in which no change or conclusion was expected or desired. One performer would give a fragment of a melody, descending, and then the other would imitate it. Here there was no desire to use repetition to contain emotion or to create form within a larger work. In this, it seemed repetition was being used between two different players as if it were a way of perhaps not being alone: you could hear someone “say” what you had just said, so you knew somebody was out there. Other people exist, and they sound like you; they are quite like you, and you know it because they play very similar things, not very different from yours. 

21ST-CENTURY MUSIC (Divan Rites, Alice Shields)
http://21st-centurymusic.blogspot.com/2011/05/divan-rites-alice-shields.html
 

 

21. Juni 2005

[...] Hossam Mahmoud schreibt eine höchst eigenständige Musik, die sich über ihre hohe kompositorische Qualität hinaus der in unserer Zeit so wichtigen Verständigung zwischen unterschiedlichen Kulturen in überzeugender Weise widmet. [...]

Salzburger Landeskorrespondenz
http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=34698

 

2005

Reihe "Musik und Text" in Salzburg
Von der Gefährdung des Menschen durch den Menschen erzählt "Enigma" für Countertenor und Streichquintett von Hossam Mahmoud, ein Auftragswerk der Hofhaymer Gesellschaft, das vom Stadler-Quartett, Marcus Pouget und dem Countertenor Thomas Künne uraufgeführt wurde. Das klangsinnliche, Kulturen, Sprachen und Tonsysteme übergreifende Stück basiert auf Texten von Blaise Pascal und Abul Al-Ma'arri. Klar strukturiert und in seiner eigenständigen Tonsprache erzählt Mahmoud von der Vielfalt der Kulturen, die ihre Charakteristika auch im "Kleid" eines klassischen Kammermusikwerkes bewahren.

Österreichische Musikzeitschrift

 

2002

[Über die Oper "Pisca", Anm.] Die Vorlage bot dem in Salzburg tätigen Lektor Christian Ollivier Gelegenheit zu einem schlicht erzählten [...] Libretto, das eine wohlgestaltete Basis ist für die Musik von Hossam Mahmoud. Der [...] ägyptisch-salzburgische Komponist arbeitet mit ruhigen Klangflächen, schönem, strömendem, nie kitschigem Melos, setzt die Farben von Streichern, Blasinstrumenten (Oboe!), Schlagzeug und Singstimmen auch im Raum charakteristisch und subtil um und bindet die melodramatischen Sprecher der zwei Hauptfiguren musikalisch präzise und suggestiv ein [...]

Salzburger Nachrichten (Karl Harb)

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