Marios Joannou Elia
Genre:

Foto: Christian Reisinger ©

Elia Marios Joannou

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Immersion 2017 4m 30s
2 RUN - für Gitarre 2017 3m 30s
3 Pleorama 2017 5m
4 Telenauten - für Vokalensemble 2017 7m
5 Hints of Life - Musik für den Dokumentarfilm 2016 29m
6 Empyreal 2016 4m 45s
7 Algos (PAIN) - für Klavier 2016 5m 30s
8 Naval Symphony - Teil I - VARYAG 2016 - 2017 12m 30s
9 Wind des Frühlings 2014 5m 30s
10 Alas 2013 4m 30s
11 Salz - für Gitarrenquartett 2013 5m
12 Pfeffer - für Gitarrenquartett 2013 4m 30s
13 Abschied 2013 - 2016 5m
14 Ulmer Oratorium - Open Air-Oratorium 2013 - 2014 60m
15 Der Traum 2011 5m 20s
16 Ikelos 2010 3m 30s
17 Autosymphonic - für Symphonieorchester, Chor, 80 zuvor aufgenommen Autos und Elektronik 2010 - 2011 45m
18 Man and Machine - für Chor 2010 - 2011 3m 30s
19 Im Auto über Land - für Kinder-/Jugendchor 2010 7m
20 Autotrio - für Automobil-Trio, 14 Auto-MusikerInnen (PerkussionistInnen) und Elektronik 2010 5m 10s
21 Vertumnus - für elektroaktusische Musik und interaktives Schattenspiel 2009 40m
22 Airdance - für ein automatisiertes, elektromechanisches Orchester 2009 3m 30s
23 Die Jagd - Zeitoper V - Schwabengarage 2008 ~ 1h 30m
24 Verflucht - für Gitarre und elektrische Gitarre 2008 8m
25 Nichts. Als Wiederholung - Oper in 10 Szenen 2008 - 2009 60m
26 Verflucht - für Gitarre 2008 8m
27 Walden 2008 7m
28 Aquanauten - für 5 Stimmen (Schauspieler/Sänger) 2007 25m
29 Metamorphosen des Terros I - Der Birnenbaum - Sprachspieltheater für 2 Stimmen (Schauspieler/Sänger) 2007 20m
30 Thalatta, thalatta! - für Mandoline und Ensemble 2007 8m
31 Staubzucker - für Gitarrenquartett 2007 3m 30s
32 EN PLO - für Kontrabassklarinette, Kontrabass, Elektronik und Lautsprecherorchester 2007 11m
33 Elpis - für Akkordeonorchester 2006 - 2007 8m
34 Akanthai - für Kammerorchester 2006 6m 50s
35 Die Reise des G. Mastorna - Medienoper für 7 Schauspieler und 2 Instrumentalgruppen 2006 45m
36 Kinderspiel - für 2 Sängerinnen und 5 Instrumente 2006 7m 50s
37 Elpis - für Akkordeon-Septett und Perkussion-Duo 2006 - 2008 8m
38 Versteckspiel 2006 7m
39 SPIEGEL:EYE - für Ensemble 2006 8m
40 C Story - für 8 Instrumente mit Stimme 2006 6m
41 Adieu - für 4 Instrumente 2006 3m 50s
42 Maneuver - für Gitarre 2006 3m 30s
43 Circles - für Trompete 2006 5m
44 Duplex - für 2 Spieler mit einem Fagott 2006 3m
45 Lilt - für Ensemble 2006 7m
46 Akanthai - für großes Orchester 2006 - 2009 16m
47 SPIEGEL:EYE - für 9 Instrumente, 11 Lautsprecher und Elektronik 2006 8m
48 As time goes by - kollektive Zeitoper für 5 Sänger, 11 Instrumente und 3 Extras 2005 1h 30m
49 Die Flötenzauberflöte - Multimediales Musiktheater für 4 Sänger, 5 Schauspieler und instrumentales Ensemble 2005 - 2006 45m
50 Drei Löffel Zucker im Meer - für 7 Stimmen 2005 10m
51 Tempus tantum nostrum est 2005 10m
52 Wozu Socken? - für Sopran und Oboe 2005 5m
53 Debate - für 11 Instrumente 2005 15m
54 Der Wegweiser - für 11 Instrumente 2005 5m
55 Schwarze Milch - für 2 Bassklarinetten 2005 8m
56 Auf Zehenspitzen - für 2 elektrische Gitarren 2005 6m 30
57 Hobo - Fassung für Bassklarinette 2005 6m
58 Totes Kleid - für Blockflöte und Nähmaschine 2005 3m 50s
59 Die Zikaden (Cicadas) - für Klavier 2005 5m
60 Refurbished - Bühnenkonzert in 6 Szenen 2005 60m
61 Das Geheimnis des Kleiderbügels 2005 70m
62 Tramp 2005 6m
63 Während meine Seele die Schuhe anzog 2004 8m
64 Tessera tzai tessera - für 2 Blockflötenspieler und 3 Kontrabassisten 2004 10m
65 Antidoron (Holy Bread) - Requiem für Costas Montis 2004 12m
66 Erdbeeren und Trauben - für Streichtrio (Nr. 2) 2004 12m
67 Collar - für 2 Schlagzeuger 2004 5m
68 Burning motions - Bühnenkonzert in 12 Szenen 2004 65m
69 Autosit - für Cello 2004 8m
70 Strophes - Multimedia-Komposition für 11 Stimmen, instrumentales Ensemble, Lautsprecher-Ensemble und Elektronik 2003 - 2004 ~ 40m
71 Running through my veins - für 3 Sprecher mit Videoprojektionen 2003 11m
72 eMotion Study - für einen Schauspieler/Schlagzeuger und präparierte Bühne 2003 7m
73 Die Vitrine - Theater in einem Akt für 3 Schauspieler und aufgenommene Stimmen 2003 ~ 20m
74 Whiteblack 2003 9m
75 Blackwhite - für Bariton und Ensemble 2003 15m
76 Tears in crystal vase - Fassung für 6 Instrumente 2003 7m
77 Quixotic - für 7 Instrumente 2003 - 2004 7m
78 I have seen you tomorrow - für 5 Instrumente 2003 11m
79 Tears in crystal vase - für 4 Instrumente 2003 - 2004 5m
80 Signale - für Streichtrio (Nr. 1) 2003 15m
81 A pair of scissors and thousand threads - für einen Gitarristen mit 2 Gitarren und Violine 2002 10m
82 Der verrückte Granatapfelbaum - für Horn und Tuba 2002 4m 50s
83 Spiegelspiel - für Cello und Gitarre 2002 6m
84 hydor ~ chronos - für elektroakustische Klänge und Kunstvideo 2002 14m
85 Im Spiegel 2002 30m
86 Soliloquy - für Gitarre 2002 3m
87 Bubbles 2002 9m
88 Im Spiegel - für Violoncello und Gitarre 2002 6m
89 With a pair of scissors and a thousand threads - für Violine, einen Gitarristen auf 2 Gitarren und Ensemble 2002 - 2005 12m
90 Apophis - für Gitarrenquartett 2001 4m 30s
91 Hydra 2001 3m 50s
92 ECHO - für Klavier 2001 6m
93 Ontologie Kubik - für 2 Gitarren 2001 7m
94 Salut an einen flammenden Engel - für Violine 2001 5m
95 Impromtu - für Klavier 2001 5m
96 ECHO - für Klavier-Trio und Elektronik live 2001 6m
97 Antique - elektroakustische Musik und Video 2001 14m 20s
98 In between - für Gitarre 1999 10m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1978
Geburtsdatum:  19. Juni 1978
Geburtsort:  Pafos
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Marios Joannou Elia wurde am 19. Juni 1978 in Zypern geboren, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" Salzburg in der Kompositionsklasse bei Adriana Hölszky. Zudem absolvierte er Studien in Gitarre, Musikpädagogik und Musiktheorie. Erweitert wurde das Kompositionsstudium unter Klaus Huber an der Hochschule für Musik in Basel. Weitere Anregungen durch Boguslaw Schaeffer und Michael Finnissy sowie durch Begegnungen mit Künstlern wie Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann und Georges Aperghis.
2001/2002 wurde Elia zum erfolgreichsten Mozarteums-Studenten. Dafür erhielt er ein Stipendium des Österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Weiters wurde ihm das Österreichische Leistungsstipendium für Komposition sowie das Rektor-Stipendium der Universität Mozarteum zuerkannt.

 

Zu den ersten internationalen Erfolgen, während der Studienzeit, gehören die Aufführung durch die Cambridge University New Music Society von "With a pair of scissors and thousand threads" (2002). Ein weiterer Erfolg gelang mit der Komposition "Antidoron" (Holy Bread) für elektronisch verstärktes Streichquartett. Dafür gab es den 1. Preis des renommierten Lutoslawski Award in Warschau (2004), die Aufführung erfolgte in der Warschauer Philharmonie mit dem Rubinstein Quartet.
In den letzten Jahren bekam Elia eine Reihe von Preisen. 2007 den 1. Preis des Edison Denisov Internationalen Kompositionswettbewerbs in Moskau, den vom österreichischen Bundespräsidenten gewürdigten Theodor-Körner-Fonds Kompositionspreises in Wien, den Publikumspreis des Internationalen Kompositionswettbewerbs in Seoul, den BMW Musica Viva Förderpreis in München und den 1. Preis des Recherche-Kompositionswettbewerbs veranstaltet vom Mozarteum Salzburg/Klangspuren Schwaz/Ensemble Recherche. Mit Stipendien und Kompositionsförderungen wurde Elia u.a. von der A.G. Leventis Stiftung in Paris, der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Akademie der Künste Berlin, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau in Dresden, der Allianz Kulturstiftung in München, der Hinrichsen Stiftung in London, vom österreichischen Bundeskanzleramt und von der Republik Zypern ausgezeichnet.

 

Als "composer in residence" ergaben sich Einladungen ins Künstlerhaus Lukas (Deutschland), Schloss Puchberg bei Wels (Österreich), Visby International Centre for Composers (Schweden) und Stiftelsen Kulturhuset USF (Norwegen) eingeladen. Seine akademische Tätigkeit umfasst u.a. die Funktion, in der Zeit von 2003 bis 2006, als künstlerischer und wissenschaftlicher Assistent am Mozarteum in der Klasse von Adriana Hölszky.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1998 - 2004
1998 - 2004

Unterricht bei Marco Tamayo

2000 - 2004

Musikpädagogik

2001

Meisterkurs "Komposition"

2001 - 2005

Komposition

2003 - 2004

Komposition

2006

Meisterkurse "Komposition"

2007 - 2009

PhD (phil.) in Musikwissenschaft

2007 - 2011

University of Southampton: Promotion zum Doktor der Philosophie

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2002 - 2003

Vortragender an der Universität Zilina sowie am Methodisch-pädagogischen Zentrum in Presov/Zilina, Presov (Slowakei): Wissenschaftliche Vorträge (Polyästhetische Erziehung in Produktion und Rezeption)

2002 - 2009

Dozent der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Bildung in Salzburg und an der Abteilung für Musikpädagogik - Kooperation mit europäischen, amerikanischen und asiatischen Universitäten: Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte in Oper und (Musiktheater)

2003

und 2006 Pro Scientia Sommerakademie, St. Georgen/Lgs (Kärnten) und Seggau (Steiermark): Leitung von interdisziplinären Kompositionsworkshops

2003 - 2006

künstlerischer und wissenschaftlicher Assistent in der Kompositionsabteilung

2006

Internationalen AGMÖ-Kongress: Wissenschaftlicher Vortrag (Klingende Szenen - Collagen über Mozart)

2007 - 2008

Lehrauftrag an der SangMyung University in Seoul (Komposition)

2008

wissenschaftliche Vorträge (Die Bedeutung von Klangszenen- und Musiktheaterimprovisationen)

2010

"New Works" Musikfestival, Southampton: seither Präsident

2010 - 2011

Multimedia-Events "autosymphonic": künstlerischer Leiter

2010 - 2011

Leitung des Instituts für Musikererziehung

2010 - 2011

Leitung des Workshops "Word-Sound-Music" (zusammen mit Dieter Schnebel)

2017

Lehrauftrag St. Pölten/University of Applied Sciences: Text, Sprache, Figur, Musik – Sound, Instrument, Live - Recording, Licht, Raum, VR & 360 ° = Immersion & Wearable Theatre (in Kooperation mit Prof. M. Wintersberger)

2017

Lehrtätigkeiten u.a. an der Far Eastern Federal University, Center of Creative and Performing Acts (Vladivostok), Tokyo Gakugei University

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2005

Kulturjahr der Zehn, Deutschlandradio Kultur, Berliner Philharmonie

2005

Staatsoper Hannover, Einsteinjahr, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Zeitoper

2006
2007

Ensemble Modern, Allianz Kulturstiftung, Hessischer Rundfunk

2008

Gaudeamus Music Week, Music Center the Netherlands

2008

Staatsoper Stuttgart, Theater Rampe Stuttgart: Oper - "Musikalische Fantasie rund um das Auto"

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2002

Internationaler Kompositionswettbewerb "Città di Barletta", Italien: Preisträger

2002

Internationaler Kompositionswettbewerbs für Gitarre "Paolo Barsacchi" Viareggio, Italien: Preisträger

2002

Stipendium als bester Student der Universität Mozarteum Salzburg im Jahr 2001/2002

2003

Benelux International Song and Cultural Festival - EXPO 2003 Kaatsheuvel, Niederlande: "Best National Entry" in der Sparte klassische Komposition

2003

Internationaler Kompositionswettbewerb "Città della Disfida", Italien: Preisträger

2003

Österreichisches Studienförderungswerk Pro Scientia: Stipendium

2003

Robert-Jungk-Bibliothek, Verein Prolit und Land Salzburg: Auszeichnung beim Kreativwettbewerb Zukunft Leben

2004

Internationaler Papaioannou Kompositionswettbewerb, Athen: Zweiter Preis

2004

Lutoslawski Award internationaler Kompositionswettbewerb, Warschau: Erster Preis

2004

Raiffeisen: Klassik-Preis in der Sparte Komposition

2004

Zentrum für internationale Musikstudien Volos, Griechenland: Erster Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb

2005

BMW internationaler Kompositionswettbewerb der Musica Viva, München: Förderpreis

2005

Deutsche Gesellschaft für neue Musik und Ensemble Modern: Auswahl zum Nachwuchsforum

2005

Musik-Stipendium für Komposition

2006

Internationales Wiener Sommerseminar für neue Musik: Kompositionspreis

2006

Internationaler Kompositionswettbewerb der Hamburger Klangwerktage: Kompositionspreis

2006

Internationaler Musikwettbewerb Bukarest: Jurypreis Nominierung in der Sparte Komposition

2006

Savarez-Corelli Gitarre-Kammermusik Wettbewerb: 1. Preis mit der Komposition Ontologie Kubik, aufgeführt von Yorgos Nousis and Konstantinos Tosidis, Salzburg

2006

Jurypreis Nominierung für den Gaudeamus Preis, Amsterdam

2007

AK Wien - Theodor-Körner-Fonds Kompositionspreis, Wien: neue Komposition für großes Ensemble mit Volksmusikinstrumenten

2007

Akademie der Künste (Junge Akademie): Kompositionsstipendium

2007

Edison Denisov Internationaler Kompositionswettbewerb, Moskau: Erster Preis

2007

Internationaler Frederic Mompou Kompositionswettbewerb, Barcelona: Auszeichnung

2007

Internationaler Kompositionswettbewerb in Seoul: Publikumspreis

2007

Universität Mozarteum Salzburg, Klangspuren Schwaz und Ensemble Recherche Freiburg i. Br.: Erster Preis des Wettbewerbs "Recherche" für Komposition

2007

Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, Deutschland: Aufenthaltsstipendium

2007

Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels: composer in residence im Rahmen der Reihe "Kunst.imPuls: Puchberg"

2008

Kunststiftung Baden-Württemberg: Kompositionsstipendium

2008

Savarez-Corelli Gitarre-Kammermusik Wettbewerb: Erster Preis mit den Kompositionen "Apophis" und "Staubzucker", aufgeführt von Miscelanea Gitarrenquartett

2008

Sun River internationaler Kompositionswettbewerb Chengdu, China: Erster Preis

2008

Jurypreis Nominierung für den Gaudeamus Preis, Amsterdam

2008

Kompositionsförderung

2009

Ehrung durch den Kulturminister Zyperns

2010

"Künstler des Jahres" in Zypern

2010

Wahl zum Präsidenten des "New Works"-Musikfestivals in Southampton

2011

Nominierung für den "Johnnie Walker Man of the Year Award"

Stilbeschreibung

Mehr Stoff, mehr Dekor, mehr Überraschung, mehr Kreativität: Elias Kompositionen sind oft aufwändig gearbeitet. Ein Faible für die Detailvielfalt. Die Musik ist in eine dramatische Handlung eingebunden, die zwar streng, jedoch gelegentlich als satirisches und/oder humoristisches Szenarium verstanden werden kann. Die dabei entstehende Polarität entspricht einem dialektischen Denken und Empfinden.
Für Elia verliert das Fragment die Beziehung zur Quelle zum Urgrund des Tons, die Beziehung zum Ganzen als Musikarchitektur verstanden wird unterbrochen. Gesucht wird in den Stücken eine Möglichkeit des Transfers von der Gestaltung hin zur peripheren aber doch unbedingten Körperlichkeit des Klanges. Das Kontinuum entsteht zwischen den unterschiedlichen Ebenen; innerhalb einer und derselben Ebene gibt es ein Diskontinuum.
Diese Überlegung wird vor der kompositorischen Entscheidung getroffen und akribisch notiert. Elia ist wie ein Sammler. Er montiert flüchtige Strukturmomente: Der Moment mit seiner Flüchtigkeit ist die treibende Kraft des ganzen Prozesses. Der Verlust der strukturellen Relevanz ist schmerzhaft empfunden. Es findet ein interessantes Phänomen statt: Wenn die strukturelle Spannung zwischen den Klangfeldern entfällt oder schwach ist, springt die Betrachtung auf eine neue Ebene. Die Tension verlagert sich zwischen den Ebenen. Er 'heizt' den Augenblick bis es energetisch auf eine andere, neue Bahn springen muss (wie bei einem Quantensprung in der Teilchenphysik).

 

Ausschnitt aus dem Porträt und Gespräch Marios Joannou Elias von/mit Adriana Hölszky in der Berliner Akademie der Künste, 5. Mai 2007

Pressestimmen

2008

Mit großer Leidenschaft, Recherche und Fantasie haben sich einige Absolventen der Universität Mozarteum mit der Kulturgeschichte der Biene auseinandergesetzt [...], darunter auch Werke des mehrfachen Preisträgers und jungen Starkomponisten Marios Joannou Elia. 

Salzburger Nachrichten/Tauriska Magazin (Hiltrud Oman), Sommer Ausg. 2008, über die Ausstellung "Gib mir Honig" im Museum Sigl-Haus 18. 

 

18. November 2007

In ihr (Partitur) liegt eine sehr strenge und augenscheinliche elektrifizierte Fahrtroute zu den Sirenen und deren Insel, auf der Suche nach dem Lied, das uns im Ur-Vertrag anzustrengen hat. Sehr überlegt, sehr konsequent nachzuzeichnen sind die Strukturvorstellungen von Marios Joannou Elia. [...] Es ist also nichts Liebliches zu erwarten gewesen, keine kreativer Zufall sollte dem Stück den Anschein geben, als dass es von einem diabolischen Ausklinken eines Darstellers bedroht werden könnte, denn der Komponist ist auf einem neuen Weg und seine mögliche Gefahren fokussiert.
über "Aquanauten" 

ORF- Oberösterreich, Kultur und Wissenschaft (Peter Kraml) 

 

15. November 2007

Voll Übermut und Humor ist Marios Joannou Elias "Versteckspiel" für fünf Instrumente. [...] Das spielerische Element schlägt nicht nur in übermütigen, geradezu kopfsprung-artigen Einsätzen nieder, sondern auch in übermütigem Pfeiffen, Singen oder "Ploppen", das ebenfalls die Instrumentalisten beisteuern. Elia scheint der Humorist in der jungen Komponisten-Szene zu sein: Seine Stücke bestechen mit Witz und Ironie umgesetzt mit großem handwerklichen können. [...] Soviel Energie, soviel zupackende Kraft, soviel technische Perfektion bei gleichzeitig soviel musikantischer Lockerheit: ein Erlebnis.
über: "Versteckspiel" 

Musikkritik, Drehpunktkultur Salzburg (Heidemarie Klabacher) 

 

11. September 2007

Und Marios Joannou Elias packendes Thalatta, thalatta!, dessen detailreich, färbig auskomponierte Schroffheit sich folgerichtig in martialischen Rufen der Instrumentalisten fortpflanzte, hallt noch immer in den Ohren nach [...] 

Der Standard (Andreas Felber) 

 

20. Februar 2007

In Marios Joannou Elias Akanthai (Dornen) für Kammerorchester liefen die Linien wieder weiter auseinander. Ein musikalischer Grenzverkehr, bei dem alle Ampeln auf Grün geschaltet waren. Die Ensemble-Musiker mussten dabei tatsächlich oft lautstark mit der Trillerpfeife diesen überbordenden Verkehr regeln. Dirigentin Hsiao-Lin Liao aus Taiwan gab mit sehr präzisen Handzeichen die Richtung vor. Fazit: Komponisten sind keine Schutzmänner, eher brauchen sie für ihre Entwicklung Schutzräume. Sie hatten welche. 

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Achim Heidenreich) 

 

Dezember 2006

Strophes ist ein groß angelegtes multimediales Werk, das nicht nur ein außergewöhnliches Instrumentarium sondern auch ein höchst phantasievolles, ja ungewöhnliches Bühnenbild erfordert. Die Komposition besticht durch den Mut, solche Mittel einzusetzen. 

Laudatio: BMW-Preisverleihung der Musica Viva, Herkulessaal München (Udo Zimmermann)