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Der schwedische Reiter

Werktitel
Der schwedische Reiter
Untertitel
Grosse Oper für 10 Sänger in wechselnden Rollen und Orchester
Komponist:in
Entstehungsjahr
2025–2026
AKM-Nummer
37386214
Beteiligte Personen (Text)
Tornquist Kristine (Libretto, nach dem gleichnamigen Roman von Leo Perutz)
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Oper/Musiktheater
Besetzung
Solostimme(n)
Orchester
Besetzungsdetails

Solo: Sopran (2), Mezzosopran (1), Tenor (3), Bariton (3), Bass (1)

Flöte (2, Piccolo), Oboe (1), Klarinette (2, Bassklarinette), Fagott (1), Trompete (2), Horn (1), Posaune (2), Perkussion (2), Violine (9), Viola (3), Violoncello (2), Kontrabass (1)

Rollen: Maria Agneta von Krechwitz auf Kleinroop (lyrischer Sopran), Dieb (Bariton)
Wechselrollen: Christine, siebenjähriges Kind, Tochter von Maria Agneta und Dieb = Magd (Sopran), Rote Lies, Räuberin = der junge Uechtritz (dramatischer Mezzosopran), Christian von Tornefeld, Edelmann = Dragoner 2. Akt (stumm) (Tenor), Toter Müller = Freiherr von Saltzau auf Düsterloh und Pencke = Dragoner 2. Akt (stumm) (Charaktertenor), Feuerbaum, Räuber = Freiherr von Tschirnhaus = Knecht = 1. Dragoner 1. Akt = Minenarbeiter (Tenor), Brabanter, Räuber = Freiherr von Bibran = Knecht = Dragoner 1. Akt (stumm) = Minenarbeiter (Bariton), Rentmeister auf Kleinroop = Schwarzer Ibitz, Räuberhauptmann = Graf = Minenarbeiter = Wachmann (Bassbariton), Wendehals, Räuber = 2. Dragoner 1. Akt (Bassbariton), Hans Georg von Lilgenau, Malefizbaron, ein Dragonerhauptmann mit Augenklappe = Wirt = Knecht = Minenarbeiter (Bass), stumme Statisten: Dragoner, Kutscher, Knechte, Arbeiter, Feldscher

Art der Publikation
Eigenverlag

Verlag/Verleger: sirene / Wolfram Wagner

Beschreibung  
"Der schwedische Reiter von Leo Perutz verbindet eine spannende Geschichte wie ein gross angelegtes, filmisches Epos zwischen Krieg, Ökonomie und Gesellschaftsordnung mit einer metaphysischen Deutung von Schuld und Sühne. 
Zwei Verfolgte, ein Dieb und ein Deserteur, tauschen am Tiefpunkt ihres Lebens ihre Identität. Der Dieb pokert hoch und gewinnt alles. Doch die Lügen und Verbrechen auf seinem Weg holen ihn ein. Nach zehn Jahren treffen sich die Beiden wieder. Und wieder tauschen sie die Identität, doch ihr Schicksal ist so eng verknüpft, dass der Tod sie im selben Moment trifft, den einen als Held, den anderen als Niemand. 
Die Frage nach Identität und der Sehnsucht nach einem radikalen Lebenswechsel ist in der krisengeplagten Welt von 2026 aktueller denn je. Der Identitätstausch der beiden Protagonisten spiegelt moderne Flucht- und Überlebenskämpfe in Zeiten von Krieg und sozialer Ungleichheit wider. Perutz’ Parabel zeigt auf beklemmende Weise, wie ökonomischer Aufstieg oft auf moralischen Kompromissen basiert - und dass niemand der Verantwortung für das eigene Handeln entkommen kann. 
Perutz nutzt das historische Setting im Jahre 1936 ausserdem als metaphorische Folie, um existenzielle Verlorenheit, Ausweglosigkeit angesichts der drakonischen Härte der Justiz und der Arbeitslager und eine unerbitterliche Dynamik des Schicksals in Vorausahnung des kommenden Weltkrieges darzustellen. Kurz danach emigrierte er nach Palästina."
sirene Operntheater (10/2026), per Mail

Auftrag: 2025 sirene Operntheater

Uraufführung 
21. November 2026 - Wien, Jugendstiltheater am Steinhof in Wien 
Veranstaltung: Fremde Erde
Mitwirkende: Georg Klimbacher (Dieb), Ewelina Jurga (Maria Agneta von Krechwitz), Gernot Heinrich (Christian von Tornefeld), Katrin Targo (Rote Lies, Freiherr von Uechtritz, Arbeiter), Bernd Lambauer (Müller (Stimme), Freiherr von Saltzau, Feuerbaum, Freiherr von Tschirnhaus, Knecht, Dragoner), Horst Lamnek (Wendehals, Knecht, Arbeiter), Clemens Kölbl (Brabanter, Freiherr von Bibran, Dragoner, Arbeiter, Wachmann), Johann Leutgeb (Rentmeister, Schwarzer Ibitz, Graf), Andreas Jankowitsch (Malefizbaron, Knecht, Wirt, Arbeiter), Elisabeth Kirchner (Christine, Magd, Diener), ensemble sirene - Olivera Milovanovic (Flöte), Wendelin Chladek (Flöte), Dorothea Rosner (Oboe), Tobias Gasché (Oboe), Sabine Zwick (Klarinette), Thomas Schön (Klarinette, Bassklarinette), Julia Chlud (Fagott), Damaris Richerts (Trompete), Moisés Aguirre Cerros (Trompete), Aglae Sophie Stecher (Trompete), Dominik Fuss (Trompete), Hermann Ebner (Horn), Daniel Bichler (Tenorposaune), Stefan Buchberger (Bassposaune), Lukas Medlam (Konzertmeister, Solo-Violine), Ihor Andriievskyi (Violine), Reinhard Koll (Violine), Jacqueline Kopacinski (Violine), Milkana Schlosser (Violine), Evgenii Artemenko (Violine), Alison Lie (Violine), Sofia Liu (Violine), Huei Chiang (Violine), Ines Nowak-Dannoritzer (Viola), Chris Rout (Viola), Jan Tegtmeyer (Viola), Michael Babytsch (Violoncello), Merike Hilmar (Violoncello), Elisabeth Zeisner (Violoncello), Nikolaus Bandian (Kontrabass), Adina Radu (Pauken), Robin Prischink (Schlagwerk), Jury Everhartz (Musikalische Leitung)
Weitere Mitwirkende: Kristine Tornquist (Regie), Edgar Aichinger (Licht), Michael Liszt, Markus Liszt (Bühne), Sigrid Dreger (Kostüm), David Pridal (Bühnenmalerei), Roman Spiess (Special Effects), Luisa Liebe (Maske), Julia Varkonyi (Regieassistenz und Inspizienz), Tatjana Kandyba (Korrepetition und Studienleitung), Isabelle Gustorff (Dramaturgie und Vortragsreihe)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: ): Wagner Wolfram . Der schwedische Reiter. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/215943 (Abrufdatum: 13. 10. 2026).