Kreuzpointner Johann Simon

Vorname
Johann Simon
Nachname
Kreuzpointner
erfasst als
KomponistIn
MusikerIn
AusbildnerIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Kirchenmusik
Liturgisches Orgelspiel
Instrument(e)
Orgel
Geburtsjahr
1968
Geburtsland
Deutschland

Foto: © Michael Kitzinger
Mit freundlicher Genehmigung von Johann Simon Kreuzpointner (2019)

"Johann Simon Kreuzpointner wurde 1968 in Altötting/Bayern geboren. Sein musikalischer Werdegang begann 1981 mit erstem Klavier- und Orgelunterricht. Er studierte Komposition und Katholische Kirchenmusik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Zusätzlich dazu verfolgte er Studien für Orgel und Chorleitung am Diözesankonservatorium in St. Pölten.
1999 war er interimistisch Domorganist in St. Pölten. Er unterrichtet am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten und ist seit Jänner 2003 als Regionalkantor sowie seit Jänner 2011 als Leiter des Kirchenmusikreferats in der Diözese St. Pölten tätig (mit den Schwerpunkten Organistenausbildung, Chorsingtage und Kantorenschulung).
Weiters hält er regelmäßig Vorträge für die Kirchlich-Pädagogische Hochschule (KPH Krems) und ist als Referent bei diversen Fortbildungswochen für Kirchenmusik engagiert.

Er ist im Fachbeirat der Kirchenmusikzeitschrift "Singende Kirche" und betreut dort auch die Notenbeilage. 2019 wurde er zum Vizepräsident der Österreichischen Kirchenmusikkommission gewählt.

Als Herausgeber widmet er sich der Publikation von kleineren und größeren Werken für die kirchenmusikalische Praxis. So erschien 2017 unter dem Titel "Missa brevissima" im Verlag Carus die Komplettierung einer fragmentarisch überlieferten Ordinariumsvertonung von W. A. Mozart: Kreuzpointner ist Mitarbeiter bei der Reihe "Musica Sacra Passaviensis" sowie Herausgeber der Reihe "Musica Sacra Hippolytensis" sowie Verfasser mehrerer Fachartikel.
Sein kompositorischer Schwerpunkt liegt in der Kammer- und Kirchenmusik. Für das neue katholische Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob" (2013) schrieb er zahlreiche Vorspiele und Begleitsätze für Orgel und Klavier, die bei den Verlagen Carus und Doblinger publiziert wurden.
Er ist Preisträger mehrerer Kompositionswettbewerbe. Zuletzt errang er jeweils den 1. Preis bei den Wettbewerben für neue Orgelmusik (München, 2018), und "Stille-Nacht-Lied" (Burghausen, 2018)."
Johann Simon Kreuzpointner: Curriculum (2020), abgerufen am 21.05.2020 [http://www.kreuzpointner.at/curriculum/curriculum_musiker.htm]

Auszeichnungen

1988 Barbarino-Musikpreis - Kurfürst-Maximilian-Gymnasium, Altötting (Deutschland): Gewinner
2006 Bischof-Slatkonia-Preis für neue liturgische Musik - Erzdiözese Wien: Gewinner (Gott, meine Zuversicht - Psalmkantate für Sopransolo, Klavier, gemischten Chor und Orgel)
2018 Burghausener Kompositionswettbewerb - Wettbewerb für Orgel solo "200 Jahre Stille Nacht", Burghausen (Deutschland): 1. Platz (Sonate für Orgel über Stille Nacht, heilige Nacht)
2018 Wettbewerb des Erzbischöflichen Ordinariats München - Tage Neuer Kirchenmusik im Erzbistum München (Deutschland): Gewinner

Ausbildung

1981 erster Klavier- und Orgelunterricht
1987 Internationale Musikakademie Schloss Weikersheim: Teilnahme am Förderprojekt "Schüler komponieren - Treffen junger Komponisten auf Schloss Weikersheim"
1989–1991 Universität Passau (Deutschland): Katholische Theologie
1989–1991 Universität Passau (Deutschland): Orgel (Walter R. Schuster)
1991–1999 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Komposition - Diplom mit Auszeichnung (Claus Ganter, Kurt Schwertsik)
1996–2000 Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten: Orgel - C- und B-Prüfung mit Auszeichnung (Michael Kitzinger)
1996–2000 Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten: Chorleitung (Otto Kargl)
1999–2003 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Katholische Kirchenmusik, Orgel (Klaus Kuchling), Improvisation (Peter Planyavsky)
2004  VOD – Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands: Ausbildung zum Orgelsachverständigen

Tätigkeiten

1999 Dommusik St. Pölten: interimistischer Domorganist
2000–heute Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten: Lehrer
2000–heute KPH – Kirchlich Pädagogische Hochschule Wien/Krems: Vortragender bei Fortbildungskursen
2003–heute Dommusik St. Pölten: Regionalkantor
2004–heute VOD – Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands: Orgelsachverständiger
2011–heute Dommusik St. Pölten: Leiter des Kirchenmusikreferats (Organistenausbildung, Chorsingtage und Kantorenschulung)
2019–heute Österreichische Kirchenmusikkommission: Vizepräsident

Interessensgemeinschaft Niederösterreichischer Komponisten – INÖK, Wien: Mitglied

Aufführungen (Auswahl)

2001 Wien: Echo-Phantasie (UA)
2002 Wien: Partita über "Der Herr bricht ein um Mitternacht" (UA)
2004 Stift Herzogenburg: Fÿnf starckbairische Weihnachtspastorellen (UA)
2005 Die Niederösterreichischen Bläsersolisten, Ybbs: Suite "Fin de siècle" für fünf Bläser (revidierte Fassung)
2006 Halbturner Schlosskonzerte, Schloss Halbturn: Trip-Sonate (UA)
2009 Fagott It!, Linz: FAgelt’sGOTT (UA)
2015 Dom St. Pölten: Intrada "Deus in adiutorium meum intende" (UA)
2016 Musikverein 1837, St. Pölten: Der Lindenbaum - Instrumentation für Orchester (UA)
2016 Amadeus Brass, Stift Göttweig: Felsenharte Bethleh’miten (UA), Intrada festiva (UA)
2018 Paffkriche St. Jakob, Burghausen (Deutschland):
Sonate für Orgel über Stille Nacht, heilige Nacht (UA)
2018 Stadtpfarrkirche Tulln: W.A. Mozart, Missa in C KV 323 (UA)

Pressestimmen

22. Januar 2011
"[...] ein Könner, der höchst kreativ neue Töne und altbewährte Kunstfertigkeit vereint."
Passauer Neue Presse (Tobias Weber), abgerufen von der Website Johann Kreuzpointner am 14.04.2020 [http://www.kreuzpointner.at/komponist/komponist_rezensionen.htm]

24./25. Oktober 2009
"[...] ein umfangreiches Werk für große Besetzung."
Dolomiten - Tagblatt der Südtiroler, abgerufen von der Website Johann Kreuzpointner am 14.04.2020 [http://www.kreuzpointner.at/komponist/komponist_rezensionen.htm])

14. November 2006 
"Johann Simon Kreuzpointner ist Gewinner des Slatkonia-Preises 2006. [...] Die fachkundige Jury war begeistert vom Werk des Regionalkantor der Diözese St. Pölten [...]"
Niederösterreichische Nachrichten, abgerufen von der Website Johann Kreuzpointner am 14.04.2020 [http://www.kreuzpointner.at/komponist/komponist_rezensionen.htm])

19. Juli 2006
"[...] die von ihm komponierte "Trip-Sonate" unter lautem Beifall uraufgeführt."
Bezirksblatt Neusiedl am See, abgerufen von der Website Johann Kreuzpointner am 14.04.2020 [http://www.kreuzpointner.at/komponist/komponist_rezensionen.htm])

Diskografie (Auswahl)

2002 Der Herr bricht ein um Mitternacht (Sonus Musicale)

Literatur

Als Autor
2010 Kreuzpointner, Johann Simon: Fröhliche Urständ. miteinander - Canisiuswerk.
2008 Kreuzpointner, Johann Simon: Doch wer die Orgel zu schlagen vermag ... Denkmalpflege in Niederösterreich.
2007 Kreuzpointner, Johann Simon: Nur ein Utensil? Orgelfestschrift Stephanshart.
2007 Kreuzpointner, Johann Simon: Warum renoviert man eine Orgel? Orgelfestschrift Waidhofen an der Thaya.
2007 Kreuzpointner, Johann Simon: Im hölzernen Reich der Königin der Instrumente. Orgelfestschrift Wieselburg.
2006 Kreuzpointner, Johann Simon: Harmonie und Melodie - Grammatik und Vokabular in der Musik des 18. Jahrhunderts am Beispiel der Partiten von Johann Adam Scheibl (1710–1773). Festschrift für Prälat Dr. Walter Graf. St. Pölten.
2004 Kreuzpointner, Johann Simon: ... in Vocal wie Instrumentis erfahren - Kantoren in der Diözese St. Pölten. Festschrift für Weihbischof Heinrich Fasching. St. Pölten.
1999 Kreuzpointner, Johann Simon: Georg Kopp (um 1610–1666). In: Schmitz, Heinz-Walter: Passauer Musikgeschichte. Passau.
1994 Kreuzpointner, Johann Simon: Im hölzernen Reich der Königin der Instrumente. In: Fachzeitschrift "Internationaler Holzmarkt".

Als Herausgeber
2010 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Johann Adam Scheibl (1710–1773) - Clavierstücke in vier Heften 2009/2010. Edition Goldgruber.
2007 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Hot Pipe Organ Vol. 1 (Jazzstücke für Orgel). Edition Goldgruber.
2018 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Sieben Orgelstücke in Form von Choralvorspielen zu Liedern aus dem "Gotteslob" für Orgel. Wien: Doblinger.
2005 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Johann Adam Scheibl (1710–1773) - Oratorium ad Sanctum Sepulchrum. In: Musica Sacra Hippolytensis. Edition Goldgruber.
2005 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Bläsersätze für die Fronleichnamsprozession. Edition Goldgruber.
1998 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Georg Kopp (um 1610–1666) - Motetta "Benedicite omnia opera". In: Musica Sacra Passaviensis. Passau: Bischöfliches Seelsorgeamt.
1998 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Georg Kopp (um 1610–1666) - Sonata a 6. In: Musica Sacra Passaviensis. Passau: Bischöfliches Seelsorgeamt.
1998 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Georg Kopp (um 1610–1666) - Missa I. In: Musica Sacra Passaviensis. Passau: Bischöfliches Seelsorgeamt.
1998 Kreuzpointner, Johann Simon (Hrsg.): Georg Kopp (um 1610–1666) - Messa III sopra l'Aria di Conti di Serin. In: Musica Sacra Passaviensis. Passau: Bischöfliches Seelsorgeamt.

Quellen/Links

Website: Johann Simon Kreuzpointner
INÖK: Johann Simon Kreuzpointner

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 31. 5. 2020): Biografie Johann Simon Kreuzpointner. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/200031 (Abrufdatum: 28. 10. 2020).