Radian

Name der Organisation
Radian
erfasst als
Band
Trio
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Jazz
Elektronische Musik
Experimental/Intermedia
Bundesland
Wien

Fotograf: Klaus Vyhnalek ©

Gründungsjahr: 1997

 

Das Trio formierte sich 1997 in Wien.
Alle Mitglieder sind neben ihrer Aktivität bei Radian auch noch in anderen Projekten aktiv.

Auszeichnung
2001 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Stipendium "The New Austrian Sound of Music 2002–2003"

Band/Ensemble Mitglied
Norman John (Bass)
Siewert Martin (Gitarre, Lapsteel, Elektronik)
Brandlmayr Martin (Schlagzeug, Vibraphone, Samples, Editing)

früheres Mitglied:

 

 

 

Stilbeschreibung:

Einflüsse aus Experimentalmusik, Postrock und Jazz haben bei ihnen einen Stil geformt, der der Soundästhetik des elektronischen Clicks-&-Cuts-Genres sehr nahesteht.
Als Prinzip das Spannungsfeld zwischen elektronischen und nichtelektronischen Instrumenten. Daraus schält sich ein selbstdefinierter Mikrokosmos, in dem minimale Verschiebungen und Modulationen innerhalb der Struktur von Ton und Rhythmik die eigentliche Dynamik bestimmen. Die einzelnen Ebenen schichten sich, ähnlich einem Übereinander verschieden rauher Oberflächen, zu einer einheitlichen Geräusch-Ton-Textur.

 

Diskographie:

 

  • 2016: On Dark Silent Off (thrilljockey)
  • 2014: Radian Verses Howe Gelb (Radian Releases)
  • 2009: Chimeric (thrilljockey)
  • 2004: Juxtapositionen (thrilljockey)
  • 2003: Rec.Extern (thrilljockey)
  • 2000: TG 11 (Rhiz Records/Mego)
  • 1998: Radian (Rhiz Records)


Pressestimmen

Viel passiert nicht, aber das, was passiert, wird mit einer solchen Konzentration, Stringenz und Nüchternheit vollzogen, daß es das Beste und Notwendigste ist, was überhaupt passieren kann. Das Schlagzeug klingt wunderbar pur, und die Verzahnung mit der Elektronik habe ich selten so ausgetüftelt gehört. Unheimlich ist, daß die Jungs genau wissen, was sie tun.

Spex

 

Bei den "Konfrontationen" in Nickelsdorf begeisterte das Trio Radian durch exakte ätherische Erkundungen. Der Äther zittert und schwirrt, knackst und bricht. Die Geräusche vom jungen österreichischen Trio Radian klingen, als ob die Luft voller Narben wäre. Sehr bald begreift man, daß es keine Störgeräusche sind, sondern herbe, wunderbare Musik, die sich um einen hypnotischen, sich auf- und abbauenden Rhythmus rankt, der weiterläuft, präsent, auch wenn er für einige Zeit nicht zu hören ist. Selten hat man so exakt strukturierte, bis in Sekundenbruchteile durchdachte Erkundungen eines elektronischen Instrumentariums gehört wie bei diesem atemberaubenden Konzert.

Die Presse

 

Ziemlich zurückhaltend und ruhig wie auch mit dem nötigen Ohrenmaß für zeitliche Abläufe präsentiert sich das Trio Radian. Als Band - was im Umfeld elektronischer Musik eher Seltenheitswert hat - an Schlagzeug, Baß, Analog-Synthesizer und Sampler, bearbeiten Radian mehr das innere Spannungsfeld von Sounds, spielen um diese herum und verbinden sie mit aus dem Spiel heraus entdeckten Verzweigungsmöglichkeiten. So entstehen Grooves, die - hätte das Publikum den Mut dazu - auch zum Tanz oder zumindest zum Mitswingen verleitet. Vielleicht ist aber Radian einfach die erste Vorzeigeband, deren rhythmische Strukturen nicht nach Speed, sondern nach Tranquilizer dürsten.

Christof Kurzmann


Links Radian Releases, mica-Archiv: Radian, Facebook: Radian, YouTube-Video: kinetakt

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 25. 6. 2021): Radian. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/30056 (Abrufdatum: 20. 10. 2021).