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Ja, Panik

Name der Organisation
Ja, Panik
erfasst als
Band
Quartett
Genre
Pop/Rock/Elektronik
Bundesland
Burgenland
Wien
Ja, Panik

Ja, Panik © Max Zerrahn

Gründungsjahr: 2005

Gestatten: Ja, Panik. Eine aus dem österreichischen Burgenland in die Metropole der gehobenen Bürgerlichkeit gezogene, junge, wilde, vertrackte, psychedelisch-lyrische Beat-Band: nach Wien. Von dort aus Umzug in die hässlich-schöne Krisenmetropole Berlin.

Stilbeschreibung

"Stilistisch so richtig einordenbar waren Ja, Panik noch nie wirklich. Und um irgendwelche Erwartungshaltungen gekümmert haben sich Andreas Spechtl und seine Kollegen sowieso nie. Die fünf heute in Berlin lebenden Burgenländer verfolgen seit je her ihren ganz eigenen und höchst eigenständigen Weg, der nur im weitesten Sinne mit dem Etikett Indierock versehen werden kann. Dafür agiert die Band einfach zu sehr abseits jeglicher bekannter Konventionen. Die instrumentale Besetzung lässt zwar auf eine waschechte Rockband schließen, die Art und Weise jedoch wie der Fünfer es versteht, die Ideen in einen ganz eigenen, zwischen den Polen Rock, Punk und Pop pendelnden Sound zu verarbeiten, liegt deutlich abseits des Herkömmlichen."
Michael Ternai (2011): Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.

"Die Balance zwischen Rock'n'Roll und Hamburger Schule, Lou Reed und Bob Dylan halten sie bravourös, ohne dabei allzu brav zu sein. Ja, Panik ist keine Punkband, wenn es nach der allgemeingültigen Vorstellung von Punk geht, aber die querdenkerische Lebenshaltung haben sie sich zur Gänze einverleibt."
Anne-Marie Darok (2013): mica-Porträt: Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.

Auszeichnungen

2008 Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2009–2010"
2009 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Nominierung Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorie "Alternative/Rock"
2010 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Nominierung Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorien "Song des Jahres" (Song "Alles hin, hin, hin"), "Alternative", "FM4-Award"
2012 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Nominierung Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorien "FM4-Award", "Alternative", "Album des Jahres" (Album "DMD KIU LIDT")
2014 Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen, Berlin (Deutschland): Indie Award i.d. Kategorie "Best Act"
2014 Vienna Independent Shorts (VIS), Screensessions, Poolinale, mica - music austria: Nominierung Österreichischer Musikvideopreis (Video "Libertatia"; Regie: Ja, Panik)

Bandmitglieder

2005–heute Andreas Spechtl (Elektrische Gitarre, Gesang)
2005–heute Stefan Pabst (Elektrische Bassgitarre, Gesang)
2006–heute Sebastian Janata (Schlagzeug, Gesang)
2014–heute Laura Landergott (Keyboards, Elektrische Gitarre, Gesang)

ehemalige Mitglieder
2005–2006 Manuel Dinhof (Schlagzeug)
2005–2012 Christian Treppo (Klavier)
2006–2012 Thomas Schleicher (Elektrische Gitarre)

Pressestimmen

2022
"Die Gruppe "Ja, Panik" bringt ein neues Album heraus, es heißt DIE GRUPPE, und meint sich selbst, und da fragen die ersten natürlich gleich: Wann? Wieso? Wie bitte? Warum jetzt? Das ist alles in Ordnung und wird zu klären sein, aber wäre die viel bessere Frage nicht: Woher? Denn darin hat es ja seit jeher Streitigkeiten unter den Weisen gegeben, also was die kulturelle Biologie betrifft, die besagt, wo die Musik wohl ihren Ursprung hat. Im Kopf, behaupten manche. Im Bauch, glauben die nächsten. Andere meinen: in den Geschlechtsteilen. Es geht bunt durcheinander. Nichts davon trifft auf DIE GRUPPE zu. Und wenn es nicht schon wieder so furchtbar akademisch klänge, was eigentlich nicht sein muss, dann würde man jetzt mit Sprungfederschuhen zur These aufhüpfen: Dieses Album handelt sogar davon, dass die Musik (und die gesamte Kunst) nur wirklich ganz selten aus einer simplen, punkt- oder organförmigen Verortung herausblubbert. Sondern aus dem Wechsel zwischen den Welten, dem Übergang von einem erkenntnispraktischen Aggregatzustand zum anderen. Dem Glitsch zwischen den gegeneinanderkantenden Dimensionen, der ab und zu Geräusche macht ... [...]. Ein Album voller Wunder und Schrecken, Rätsel und Leuchtfeuer, Gewebe und Löcher, fließender Geschichten und Slogans, die man sich auf die Stirn stempeln will. Vor allem: ein Werk, wie man es in der an Höhepunkten nun wirklich nicht geizigen Diskografie von Ja, Panik noch nicht gehört hat, nicht ansatzweise [...]."
Arge Kultur: Ja, Panik – Die Gruppe (2022), abgerufen am 10.08.2023 [https://www.argekultur.at/Event/15610/ja-panik]

30. April 2021
über: Die Gruppe - Ja, Panik (Bureau B)
"Es ist scheinbar nur eine Nuance, aber entscheidend für das gesamte Gefüge: Rabea Erradi spielt ihr Saxofon dezent im Hintergrund, doch dieser immer wiederkehrende Klang ist eines der herausragenden Elemente auf dem neuen Album von Ja, Panik, das sieben Jahre nach ihrem Meisterwerk LIBERTATIA erscheint und von Andreas Spechtl allein produziert wurde. EINE GRUPPE wollen Spechtl, Sebastian Janata, Stefan Pabst und Laura Landergott sein (Erradi ist als Gastmusikerin dabei), keine Band also, sondern ein Verbund Gleichgesinnter. Die Gruppe Ja, Panik klingt anno 2021 fragil und triumphal zugleich [...]."
musikexpress: Ja, Panik – Die Gruppe (Christina Mohr, 2021), abgerufen am 10.08.2023 [https://www.musikexpress.de/reviews/ja-panik-die-gruppe/]

17. April 2014
über: Libertatia - Ja, Panik (Staatsakt, 2014)
"Mit ihrer aktuellen CD "Libertatia" vollziehen Ja, Panik einen durchaus radikalen Wechsel vom bisher Gewohnten. Die [...] Exil-Burgeländer in Berlin haben gleichsam auch ihren bisher charakteristischen Stil ausgemistet und neu positioniert. War die 2005 im Burgenland gegründete Band bisher vor allem durch einen ebenso schroffen wie eklektizistischen Copy & Paste-Stil bekannt, bei dem quer durch die avancierte Pophistory Versatzstücke neu kombiniert wurden, so hat sich nun zumindest der Sound deutlich geändert [...]. Herausgekommen ist dabei ein "federleichter Wavepop", der sich dabei auch sehr stark an den "Zitat-Pop" der frühen 1980er orientiert, als Bands wie The Style Council oder Haircut 100 ebenfalls Soul im Sinne eines "Second-Order-Pop" für sich neu definierten und den Focus vom Rockexpressionismus hin zu funky Grooves verschoben haben. Zwar gibt es auf "Libertata" immer noch Postpunk-Rhythmen [...], aber die waren in der Zwischenzeit des öfteren in der Disco. Ebenso bestechen geschmeidige Soul-Bässe (und erinnern dabei sicher nicht zu Unrecht an die Funk-Elemente bei Bands wie Die Sterne). Dazu kommen New-Wave-Gitarren und ebensolche Synthesizerflächen, die innerhalb des Ja, Panik-Kosmos bewußt auf akustisches Neuland zusteuern. Vielleicht kommen gerade deshalb Andreas Spechtls Vorlieben für den großer, romantisch-dramatischen Pop-Song diesmal so gut zur Geltung. Keine Angst vor Pathos, grossen (Pop-)Gefühlen, Theorie & Diskurs zu haben, zeichnete Ja, Panik jedoch immer schon aus [...]."
mica-Musikmagazin: Ja, Panik on Tour (mica, 2014)

19. April 2011
über: DMD KIU LIDT - Ja, Panik (Staatsakt, 2011)
"Mit viel Spannung war es erwartet worden. Das vierte Album der vor wenigen Jahren aus dem Burgenland nach Wien ausgewanderten Band Ja, Panik. Alleine der schon im Vorfeld der Veröffentlichung bekannt gewordenen Titel des neuen Werks "DMD KIU LIDT" (Staatsakt) warf die Frage auf, welche Richtung die fünfköpfige Truppe nun denn einschlagen werde. Nun ganz gelüftet wird das Geheimnis in den insgesamt 15 Tracks auch nicht wirklich. Was aber auch nicht wirklich stört, liefern Ja, Panik doch einmal mehr ein Stück Musikkunst ab, welches die Ausnahmestellung dieser Combo erneut eindrucksvoll untermauert. Was die fünf Wahlberliner bieten, ist eine anspruchsvolle und spannende Version von Rockmusik, die auch wegen der ungewöhnlichen textlichen Ausrichtung vom ersten bis zum letzten Ton zu allen Seiten hin frei interpretierbar bleibt [...]."
mica-Musikmagazin: Ja, Panik – DMD KIU LIDT (Michael Ternai, 2011)

Diskografie (Auswahl)

2022 Counterpoints - Ja, Panik (7"; Bureau B)
2021 Die Gruppe - Ja, Panik (Bureau B)
2020 Apocalypse Or Revolution - Ja, Panik (Single; Bureau B)
2016 Aber Der Sound Ist Gut (LP; Siluh Records) // Seite D, Track 6: Alles Leer (live)
2014 Libertatia - Ja, Panik (Staatsakt)
2012 Austrian Music Box 12: Alternative und Electronic // Track 4: Nevermind
2012 Ja, Panik / Die Heiterkeit: Split (12"; Nein, Gelassenheit)
2011 DMD KIU LIDT - Ja, Panik (Staatsakt)
2010 Wien Musik 2010 (monkey.music) // Track 2: Wien, du bist ein Taschenmesser
2010 Goldsoundz / Ja, Panik: Split (Cass; Wilhelm show me the Major-Label)
2010 Ja, Panik / Hans Unstern: Split (7"; Nein, Gelassenheit)
2009 Austrian Music Box 09: Alternativ Electronic // Track 18: Alles hin, hin, hin
2009 FM4 Soundselection 21 (Universal Music Austria) // CD 2, Track 1: Alles hin, hin, hin
2009 Uni Brennt (Accompong Records) // CD 2, Track 6: Nevermore
2009 The Angst And The Money - Ja, Panik (Schoenwetter Schallplatten)
2008 ... Because We Are Your Friends (Schoenwetter Schallplatten) // Track 3: TigerPantherLeoparden
2007 The Taste And The Money - Ja, Panik (Schoenwetter Schallplatten)
2006 Venedig - Ja, Panik (EP; Tenstaag)
2006 Ja, Panik - Ja, Panik (Schoenwetter Schallplatten)

Literatur

mica-Archiv: Ja, Panik

2007 Masen, Michael: Neue Ink Music Releases: Ja Panik, Auf Pomali. In: mica-Musikmagazin.
2008 Masen, Michael: Garish/Ja, Panik im Kulturlabor Stromboli. In: mica-Musikmagazin.
2009 Masen, Michael: Ja, Panik unterwegs. In: mica-Musikmagazin.
2010 Ternai, Michael: Ja, Panik im Radiokulturhaus. In: mica-Musikmagazin.
2010 Deisenberger, Markus: mica-Interview mit Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.
2010 Ternai, Michael: Der "Augustin" feiert mit Ja, Panik und dem "Stimmgewitter Augustin". In: mica-Musikmagazin.
2011 Ternai, Michael: Ja, Panik – DMD KIU LIDT. In: mica-Musikmagazin.
2011 mica: WELTBERÜHMT IN ÖSTERREICH – "Die Wachablöse?". In: mica-Musikmagazin.
2011 Ternai, Michael: Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.
2013 Darok, Anne-Marie: mica-Porträt: Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: Ja, Panik und das Wiener Gemüseorchester als erste heimische Eurosonic-Acts fix. In: mica-Musikmagazin.
2014 Fasthuber, Sebastian: "Wir haben erstmals ein Gespür dafür entwickelt, wie etwas klingt." Andreas Spechtl von Ja, Panik im Interview. In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: Ja, Panik on Tour. In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: Nominiert für den Österreichischen Musikvideopreis: "LIBERTATIA" von Ja, Panik. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: poolbar präsentiert Ja, Panik und Fuzzman & The Singin Rebels. In: mica-Musikmagazin.
2019 Kochman, Alexander: "Ich habe quasi probiert, mir ein bisschen meine Band zurückzuprogrammieren" – ANDREAS SPECHTL im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2021 Benkeser, Christoph: "DIE WELT SCHREIT NACH AUSZEIT" – ANDREAS SPECHTL (JA, PANIK) IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.
2021 mica: "Eine kleine Utopie, bitte: Sing mir das Lied von der Fürsorge"- Lyrics-Onlineklasse mit Andreas Spechtl (JA, PANIK). In: mica-Musikmagazin.
2024 Benkeser, Christoph: „EIGENTLICH EIN TOTALER PUNK-ROCK-MOVE!” – ANDREAS SPECHTL VON JA, PANIK IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.

Eigene Publikationen
2011 Ja, Panik: Schriften – Erster Teil. Berlin: Nein, Gelassenheit.
2016 Ja, Panik: Futur II: Die Gruppe Ja, Panik. Berlin: Verbrecher Verlag.

Quellen/Links

Webseite: Ja, Panik
Webseite: Ja, Panik
austrian music export: Ja, Panik
Wikipedia: Ja, Panik
SR-Archiv: Ja, Panik
Facebook: Ja, Panik
Soundcloud: Ja, Panik
YouTube: Ja, Panik
Bandcamp: Ja, Panik

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 30. 1. 2024): Ja, Panik. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/46402 (Abrufdatum: 21. 6. 2024).

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