Ebenhöh Horst

Vorname
Horst
Nachname
Ebenhöh
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1930
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Mit freundlicher Genehmigung von H. Ebenhöh (Privatfoto ©)

 

Der Komponist Horst Ebenhöh, 1930 in Wien geboren, kommt aus keiner "Komponierschule", sondern hat seinen Weg als "Synthesesucher zwischen Tradition und Avantgarde" stets alleine gesucht. Heute kennt man ihn im In und Ausland als Komponist der musikalischen Mitte, was seine Erfolge in den USA, in Rußland und vielen anderen europäischen Ländern belegen. Horst Ebenhöh wurde im In- und Ausland für sein musikalisches Schaffen mit Preisen ausgezeichnet. Sein Personalstil zeichnet sich besonders durch Rhythmik und ein breites Klangfarbenspektrum aus. In seiner Werkliste findet man über 300 Werke praktisch aller musikalischen Gattungen, von Solomusik über Kammermusik, Orchesterwerke, Solokonzerte, große symhonische Werke, bis Vokal- und Sakralmusik sowie szenische Werke.


Ausbildung
1936 Wien erster Unterricht (privat) Klavier
1939 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Unterricht bei Roland Raupenstrauch Klavier
1943 - 1945 kriegsbedingte Unterbrechung des Klavierstudiums
1946 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Klavier Hauser Richard
1947 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Klavier
1948 - 1952 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Klavier Leischner Doris
1948 - 1952 Universität Wien Wien Geographie

Tätigkeiten
1953 - 1962 Krems Organisation und pianistische Mitwirkung bei zahlreichen öffentlichen Konzerten und szenischen Aufführungen von Opern
1953 - 1962 Krems Unterricht an Gymnasien
1962 - 1966 Baden Gymnasium Baden: Lehrer
1966 - 1990 Wien Gymnasium Wien VI: Lehrer
1988 USA, Russland: erste musikalische Reisen
1990 USA, Russland: weitere musikalische Reisen
1993 Norwegen: musikalische Reise
1996 Italien: musikalische Reise
2001 Baku: musikalische Reise

Aufführungen (Auswahl)
1985 Leibstadt/Schweiz Spiel für Flöte und Vibraphon
1988 3. Internationales Musikfest Leningrad Konzert für doppeltes Schlagzeug und Orchester
1993 Trondheim Nordlyd-Festival Divertipentephonien - für Bläserquintett
1993 Schleswig Hollstein Festival Bassettrioletto
1993 Robert Schumann-Festival Jena Einige Minuten für Klaviertrio
2001 Baku: "Violoncellokonzert opus 66", "Konzert für Klavier, Bläser und Schlagzeug opus 69"

Auszeichnungen
1944 Instrumentalwettbewerb Reichenberg: Zweiter Preis
1950 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Preis der Musikakademie für die 1. Violinsonate
1965 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Förderungspreis für die 2. Violinsonate
1968 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Preis der Musikakademie für Cellosonatine op.17/1
1972 Republik Österreich Förderungspreis Vier Szenen für Orchester
1975 Premio Città di Trieste Symphonie
1979 Los Alamos-Wettbewerb: Preis Oktett
1980 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Würdigungspreis

Stilbeschreibung

 

In den Anfangsjahren seiner Komponiertätigkeit als "Romantiker" beschimpft, entwickelte Ebenhöh seinen Stil unbeirrt und ununterbrochen zu seiner heutigen Ausdrucksweise, die gekennzeichnet ist durch weitgehende Lösung von tradierten harmonischen Komponenten. Sein Empfinden für die technische und klangliche Behandlung der Instrumente ermöglicht es, daß er neben unüberhörbaren rhythmischen Kraftausbrüchen auch subtilste Klänge in seine Werke einfließen lassen kann. Sein verwendetes Spektrum der Geräusche kommt einer großen Anzahl von Werken für Percussionsinstrumente (Schlagzeug) zugute: Sein "Konzert für doppeltes Schlagzeug und Orchester" wurde 1988 als einziges österreichisches Orchesterwerk für das 3. Internationale Festival im damaligen Leningrad ausgewählt. Der Erfolg brachte dem Komponisten einen Orchesterwerk-Auftrag für das geplante folgende Festival in Moskau ein. Die wirtschaftlichen und politischen Ereignisse haben zwar dieses Festival in Moskau (und damit die dortige Uraufführung) verhindert (sie fand 1993 in Wien statt), doch wurden einige seiner Werke in mehreren anderen Teilen des ehemaligen Gebietes der UdSSR gespielt. In New York pries die "New York Times" 1988 die Uraufführung seines Posaunenkonzerts als "das Ereignis des Tages".

 

 

Horst Ebenhöh 1994


Pressestimmen

 

11. April 1988

 

The real riches were in the second half - first in Horst Ebenhöh's Concerto for Bass Trombone, Strings and Percussion. It is a tightly made, three-movement piece in which no gesture is wasted. Mr. Ebenhöh makes his solo instrument a powerful musical agent rather than an object of curiosity; the instrument's dramatic strenghts are singled out and surrounded in a symbiotic setting. It is a very impressive piece, with impressive solo-playing by Dietmar Küblböck. 

New York Times 

 

11. Mai 1983

Mögen noch viele solcher Konzerte folgen! Ein Arsenal an Schlaginstrumenten wurde in Betrieb gesetzt, um des Wiener Komponisten Horst Ebenhöh "Konferenz" aus der Taufe zu heben: Ebenhöh bringt das Kunststück zuwege, ungemein klangvoll und mit orientalisch anmutender Farbenpracht ein geradezu melodisches Element zu erzeugen; und zudem den "schlagenden" Beweis zu erbringen, wie unterhaltsam Neue Musik sein kann ... 

Volksstimme 

 

16. Jänner 1982

Ein echter Musikant ist Horst Ebenhöh. Seine Kompositionen zeugen von Klangphantasie, haben Humor und gerne knifflige Rhythmen. Alle diese Eigenschaften zeichnen auch sein Divertimento für Streicher opus 41 aus, mit dem die Brünner Musiker sich und dem Komponisten einen überzeugenden Erfolg erspielten.

Wiener Zeitung


Links mica-Archiv: Horst Ebenhöh

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Horst Ebenhöh. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/52968 (Abrufdatum: 7. 8. 2020).

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