Richter de Rangenier Peter

Vorname
Peter
Nachname
Richter de Rangenier
Nickname
Peter Richter
erfasst als
AutorIn
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Horn
Klavier
Geburtsort
Prag
Geburtsland
Tschechoslowakei (ehemalig)

Mit freundlicher Genehmigung von P. Richter de Rangenier ©

Ausbildung
1950 Lübeck Katharineum (humanistisches Gymnasium): Abitur, Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes (durch Hans Mersmann)
1954 Detmold Nordwestdeutsche Musikhochschule: Konzert-Reifeprüfung
1960 - 1961 Luzern Internationale Musikfestwochen: Dirigier- und Interpretationskurs (Rafael Kubelik)
Nordwestdeutsche Musikhochschule, Detmold; Musikhochschule Hamburg, Hamburg; Universität Mozarteum, Salzburg: Komposition (Wilhelm Maler, Wolfgang Fortner, Philipp Jarnach), Dirigieren (Kurt Thomas, Eugen Papst, Hans Schmidt-Isserstedt), Klavier (Hans Richter-Haaser), Horn (Fritz Huth), Orgel (Michael Schneider)

Tätigkeiten
1950 erste Kompositionsversuche und Dirigententätigkeit während der Gymnasialzeit
1952 Lübeck Lübecker Kammerorchester: Gründung
1954 Hagen Städtische Bühnen Hagen: Solorepetitor und Kapellmeister
1957 Junge Philharmonie Südwestfalen - Siegerlandorchester: Gründer und Chefdirigent
1957 Wuppertaler Bühnen Kapellmeister
1960 - 1965 Berlin Theater des Westens: musikalischer Leiter, Gastspiele u.a. an der Hamburgischen Staatsoper
1961 - 1965 WDR, SWF, Radio Tele-Luxembourg, ORF, HR, NDR, BR: zahlreiche Rundfunkaufnahmen
1966 - 1974 Hofer-Symphoniker: Chefdirigent
1966 - 1974 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München ständiger Gastdirigent als Mitarbeiter Rafael Kubeliks
1966 - 1974 Hof Symphonisches Orchester: Generalmusikdirektor
1968 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München USA-Kanada-Tournee und andere Auslandstourneen
1974 - 1976 Berlin Theater des Westens: erneute Mitarbeit
1977 - 1981 Santiago de Chile Universidad de Chile: Professur an der Musikfakultät (Dirigieren, Aufbau eines Hochschulorchesters)
1979 - 1981 Santiago de Chile Orquestra Filarmonica und Teatro Municipal: Director Titular, Gastdirigent anderer südamerikanischer Orchester
1981 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien seitdem Lehrtätigkeit Komposition
1989 Wiener Symphoniker Musikverein Wien Debüt
1998 Plovdiv Thrakischer Sommer Musikfestival: Mitorganisator
umfassende Gastdirigententätigkeit in Deutschland und Österreich

Aufträge (Auswahl)
diverse österreichische Kammerensembles
Staatliche Philharmonie Vraza und Plovdiv/BG
Hofer-Symphoniker
Akademie der Künste Berlin

Aufführungen (Auswahl)
1989 ZeitgeNÖssischer Herbst
diverse Aufführungen in: Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Tschechoslowakei, Georgien, Bulgarien, Chile, Argentinien, Slowakei, Serbien, Japan, Korea

Auszeichnungen
1960 Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
1961 Förderungspreis der Hansestadt Lübeck
1980 Philharmonie Santiago de Chile: Ehrenmitglied
1982 Theodor Körner Fonds Förderungspreis
1993 Deutsche Künstlergilde: Ehrengabe des Johann-Wenzel-Stamitz-Preises
1997 Theodor Körner Fonds Förderungspreis
2008 5. Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerb: Dritter Preis

Stilbeschreibung

In Hans-Christian Andersens Märchen von des Kaisers Nachtigall wird der Gesang einer künstlichen und der lebendigen Nachtigall treffend und wirklich zu Herzen gehend geschildert: Ich sehe als wesentliches Merkmal meiner Musik den Versuch einer Ausschöpfung aller, auch noch der unentdeckten Möglichkeiten weitgefaßter Tonalität. Der rhythmisch-melodische, natürliche Einfall allein gibt uns die Berechtigung, überhaupt noch etwas zu komponieren - im Sinne verständlicher und vor allem berührender musikalischer Aussage. Daß ich hierbei gesangliche Melismen gewahrt wissen möchte, deutet auf meine Verbundenheit mit einer Tradition hin, die mir sowohl durch das frühe Erlebnis sakraler Musik als auch durch die langjährigen Erfahrungen als interpretierender Musiker vermittelt wurde. Im rhythmischen Bereich der Werke findet die eigentlich slawische Herkunft ihren Niederschlag. Innere Vorbilder sind Bach, Bartók, Janacek und (bei musikalischer Dramatisierung) Weber, wie auch Beethoven und Wagner.

 

Peter Richter, 1994

 

 

Hierzu zwei Anmerkungen:
a) bei Vorlagen im Hochschulunterricht (Wien) pflegte ich zu fragen: "Wo ist die Melodie"? ... es gab keine, wohl aber viele überflüssige Noten!
b) Einer der konsequentesten Zwölftonkomponisten, Wolfgang Fortner, von mir zu einem Gastkonzert mit eigenen Werken eingeladen, bat sich als Bedingung aus, Schuberts "Unvollendete" dirigieren zu dürfen: er gäbe alle seine Werke dafür her, um nur 10 Takte dieses Werkes geschrieben haben zu können ...

 

Peter Richter, 2002


Pressestimmen

11. November 1968

Peter Richter, ein schmaler, lebendiger und ganz und gar gelöster Maestro, dessen Dirigieren so deutlich jede Intention der Musik wiedergab [...] 

Syracuse Herald-Journal, New York

 

1956

Er erschrickt und schockiert nicht, sondern stößt anmutig - durchaus eigene Wege suchend und findend - ins Neuland vor [...]

Westfalen Post Hagen

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Peter Richter de Rangenier. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/70990 (Abrufdatum: 22. 10. 2020).

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