Bauer Zorah Mari

Vorname
Zorah Mari
Nachname
Bauer
erfasst als
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Geburtsjahr
1957
Geburtsort
Zell am See
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
während der Schulzeit Klavierunterricht Klavier
Karl-Franzens-Universität Graz Graz Germanistik, Geographie und Sprachwissenschaften
musikalische Ausbildung autodidaktisch

Tätigkeiten
1978 - 1988 Graz Rosi lebt: Schlagzeugerin
1978 - 1988 Mitglied bei diversen Chören
1978 - 1988 Musikperformances, musikalische Lesungen, Konzerte
1992 Hamburg Kampnagelfabrik Hamburg: Ausstellung der Hamburg-Stipendiate K3
1993 Hamburg Mediale Hamburg: Video- und Computeranimationen
1994 Essen Universität Duisburg-Essen: Gastkünstlerin am Medienzentrum, Lehrbeauftragte für multimediales Gestalten
2001 - 2002 Essen Universität Duisburg-Essen: Durchführung zahlreicher projektbezogener Designvorhaben auf Basis von Computeranimation, Desktop Video, Webdesign, Interactiondesign, Informationdesign, Multimedia
2001 - 2003 Essen Universität Duisburg-Essen: Professur "Informationdesign", Schwerpunkt mobile Medien
2001 - 2007 Essen Universität Duisburg-Essen: Medienzentrum und Zentrum für Informations- und Mediendienste, Konzeption, Entwicklung, Design und Programmierung multimedialer Anwendungen für Lehre und Forschung
2005 Saarbrücken Hochschule der bildenden Künste Saar: Professur "Neue digitale Medien"
2007 Weimar Bauhaus Universität Weimar: Professur "Gestaltung medialer Umgebungen"
Galerie David, Bielefeld: Einzelausstellung mit Arbeiten für Computer und Video
Wiesbaden Kunsthaus Wiesbaden: mehrere Ausstellungen

Auszeichnungen
1985 DAAD - Deutscher Akademischer Austausch Dienst Postgraduate-Stipendium
1988 Hamburger Kulturbehörde: Förderung
1988 Stadt Graz Förderung
1989 Hamburger Kulturbehörde: Förderung
1989 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Förderung
1990 Hamburger Kulturbehörde: Förderung
1990 Ars Electronica Anerkennungspreis
1990 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
1991 Alpha Video Festival Wien: Auszeichnung
1991 Freie und Hansestadt Hamburg: Arbeitsstipendium für bildende Kunst
1991 Hamburger Kulturbehörde: Förderung
1991 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Kompositionsförderung
1991 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Kompositionsförderung
1992 Artists Unlimited Bielefeld: Atelierstipendium
1992 Land Niedersachsen: Filmförderung
1992 Land Nordrhein-Westfalen: Filmförderung
1992 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Filmförderung
1993 Wiesbaden: Stipendium für bildende Kunst und Video
1995 Akademie Schloss Solitude Stipendium für Video

Stilbeschreibung

im mittelpunkt des interesses steht der entwurf multimedialer symbolsprachen - einschließlich eines neuentwurfs ihrer syntax und grammatik - die sprache, bilder und ton/musik als gleichberechtigte symbolsysteme behandeln. ist mitte der achtziger jahre das (akustische) sample selbst noch zentrales thema der arbeiten (analyse rhythmischer und melodischer qualitäten "gefundener" geräusche, semantik und konnotation, das herauslösen des samples aus seinem bedeutungskontext u. a.), so verschiebt sich ende der achtziger jahre das interesse auf die "architekturen", in welchen die herausgelösten samples form zu neuen inhalten annehmen. seit anfang der neunziger jahre außer akustischem sampling verstärkt auch digitale arbeit mit sprach- und bildsamples (bewegtes realbild) in form von computeranimationen und digitalem videolayering. da die produktion mit den neuen digitalen medien nicht mehr genre-, sondern projektorientiert ist, sind für jedes vorhaben neue, adäquate inhaltliche und organisatorische strukturen zu schaffen. der entwurf solcher "multifunktionaler ordnungssysteme" steht in den arbeiten seit anfang der neunziger jahre im mittelpunkt und erhält den stellenwert des "eigentlichen kreativen akts". dagegen sind die zum zweck der verifizierung/falsifizierung geschaffenen anwendungen solcher strukturen (das sind die künstlerischen produkte) konsequenterweise nichts anderes mehr als intellektuelle "abfallprodukte".

 

Zorah Mari Bauer, 1996

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Zorah Mari Bauer. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/72352 (Abrufdatum: 14. 8. 2020).

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