Okba Amr

Vorname
Amr
Nachname
Okba
erfasst als
KomponistIn
Geburtsjahr
1972
Geburtsort
Kairo
Geburtsland
Ägypten

Fotograf: Ashraf Abbass ©

Ausbildung
1993 Kairo Helwan University: Ökonomie und Wirtschaft, Bakkalaureat
1998 Kairo Cairo Conservatoire: Komposition (Ahmed El-Saedi), Bakkalaureat mit Auszeichnung
2003 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Komposition, Bakkalaureat Febel Reinhard
2007 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Musiktheorie, Bakkalaureat Zaunschirm Franz
2009 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Komposition, Master mit Auszeichnung Febel Reinhard
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg elektronische Musik
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien elektronische Musik

Tätigkeiten
1998 - 1999 Kairo Cairo Symphony Orchestra: Chef der Orchesterbibliothek
2000 - 2002 Kairo Cairo Conservatoire: Vortragender
2005 - 2007 Stuttgart Musik der Jahrhunderte: Leitung der interkulturellen Workshops (Global Interplay) der ISCM
Rom Ägyptische Akademie: Engagement für den kulturellen Austausch zwischen Ägypten und Italien
Aufführungen seiner Kompositionen von Orchestern und Ensembles wie dem Stuttgarter Radio Sinfonie Orchester (Leitung: Lucas Vis), dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum Salzburg (Leitung: Dennis Russell Davies), dem Kairo Sinfonieorchester (Leitung: Felix Carasco), dem OENM (Leitung: Johannes Kalitzke), der London Sinfonietta (Leitung: Diego Masson - Queen Elizabeth Hall) und dem Ensemble Wiener Collage

Aufträge (Auswahl)
2006 Musik der Jahrhunderte Stuttgart Oper (The book of going forth by day)
2007 oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik Isis and Maria
2007 Ensemble Wiener Collage Message
2009 Salzburg Biennale For the sake of Allah, I deserve nothing less than Glory
2010 Bregenzer Festspiele String quartet
2011 Crashkurse Festival Etappe
2012 Eclat Festival Utopia
2012 stART / Festival aktueller Musik Utopia for solo Clarinet
2014 Eclat Festival Faith
2014 Salzburger Festspiele Rhadopis - eine Geschichte für ein großes Ensemble
2015 Lonely, I am lonely - arabischer Sänger, Oud und westl. Ensemble
2016 Internationale Beethovenfeste Bonn GmbH F.B.I., Face Book Information

Aufführungen (Auswahl)
2006 Musik der Jahrhunderte Stuttgart Stuttgart
2008 London Sinfonietta Queen Elizabeth Hall - Southbank Centre London
2009 Salzburg Biennale Salzburg
2010 Bregenzer Festspiele
2011 BBC Symphony Orchestra
2012 Bruckner Orchester Linz Ars Electronica Center

Auszeichnungen
1999 Amerikanische Akademie Rom: Rome Prize für Komposition
2002 Österreichischer Akademischer Austauschdienst Stipendium
2008 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
2008 Salzburg Biennale Dritter Preis im Rahmen der Biennale Salzburg
2009 Amt der Salzburger Landesregierung Jahresstipendium für Musik
2010 Universität von Surrey (UK): Erster Preis für Komposition
2016 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Arbeitsstipendium
2017 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Arbeitsstipendium

Stilbeschreibung

Im Laufe der vergangenen 10 Jahre, die Okba zunächst in Italien, dann in Österreich verbracht hat, hat sich - speziell innerhalb der letzten vier Jahre - sein künstlerischer Fokus in der Komposition zeitgenössischer Musik auf die Zusammenführung und die Fusion westlicher Musik mit ägyptischer Volksmusik gerichtet.

 

In diesem Kontext experimentiert er mit verschiedenen methodischen Ansätzen:

  1. Kompositionen, die gleichzeitig sowohl von westlichen Musikern wie auch von ägyptischen Volksmusikern aufgeführt werden
  2. Einführung verschiedener Aspekte ägyptischer Kultur (Tradition, Kunst, Literatur)
  3. Weitergabe seiner Erfahrungen als Komponist an junge Komponisten

Pressestimmen

2014

"Maria und Isis" für Ensemble von Amr Okba ist hochemotionale klug instrumentierte Musik mit wirkungsvollen Tremolo- oder Flagolett- Effekten, die vom OENM unter Johannes Kalitzke – im Rahmen des hier akustisch Möglichen - gestochen scharf umgesetzt wurden. Diesem Stück möchte man gerne in einer "sachlicheren" Konzertsaal- Akustik auf den Zahn fühlen.

Drehpunktkultur (Heidemarie Klabacher)

 

24. Mai 2007

Am stärksten und individuellsten handhabte die Möglichkeit der Ägypter Amr Okba, der mit "Charon" (als Planet "Pluto I") in dissonanten Schicksalsschlägen und dunklem melodischem Anschub mit abschließend gläsern-silbrigen Tontropfen den Lethe überquert und dabei eine sehr eigene Stimme anschlägt. Auch klangdramaturgisch war das ein starkes Stück.

Salzburger Nachrichten (Karl Harb)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Amr Okba. In: mica music austria – Musikdatenbank. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/82884 (Abrufdatum: 6. 6. 2020).