oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik

Name der Organisation
œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik
erfasst als
Ensemble
Genre
Neue Musik
Subgenre
zeitgenössisch
Bundesland
Salzburg

Foto © Salzburger Festspiele / Erika Mayer, 2020

"Das œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik zählt zu den traditionsreichsten europäischen Ensembles für die Interpretation der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Aus einer glücklichen Konstellation – dem Zusammentreffen von aktiv musizierenden Komponisten und an aktueller Musik interessierten Instrumentalisten – formierte sich 1975 in Salzburg eine kleine Gruppe, die sich im Laufe der Jahre und nach mehreren hundert Uraufführungen zu einem Solistenensemble mittlerer Größe gewandelt hat. Was zunächst dem persönlichen Wunsch der Gründer entsprach, wurde tatsächlich Programm, ebenso beständig wie wandelbar: die Erarbeitung, Aufführung und Vermittlung aktueller Musik insbesondere in Stadt und Land Salzburg, aber auch auf internationalen Podien.
Seit 1997 steht für das œnm die Zusammenarbeit mit Johannes Kalitzke als Erstem Gastdirigenten künstlerisch im Vordergrund. Die langjährige Verbindung mit weiteren KomponistInnen und DirigentInnen wie Aureliano Cattaneo, Tito Ceccherini, Pascal Dusapin, Titus Engel, Margareta Ferek-Petrik, Beat Furrer, Erin Gee, Sara Glojnarić, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Vasilikí Krimitzá, Helmut Lachenmann, Andor Losonczy, Hossam Mahmoud, Elena Mendoza, Sarah Nemtsov, Franck Ollu, Enno Poppe, Steve Reich, Wolfgang Rihm, Peter Rundel, Peter Ruzicka, Oswald Sallaberger, José María Sánchez-Verdú, Salvatore Sciarrino oder Mathias Spahlinger hat das Ensemble maßgeblich geprägt.
Das œnm gastierte regelmäßig bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen, bei wien modern, dem Festival Dialoge der Internationalen Stiftung Mozarteum, den Osterfestspielen Salzburg oder den Klangspuren Schwaz, aber auch bei den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik, dem Festival Ultraschall Berlin, der Münchner Biennale, dem Kunstfest Weimar, in der Elbphilharmonie und beim Warschauer Herbst.
Seit 2011 bietet das œnm im intimen Rahmen des Salzburger Künstlerhauses sogenannte "Atelierkonzerte" an, bei denen ein unmittelbarer Kontakt zum Publikum hergestellt wird. 2012 wurde es dafür mit dem Bank Austria Kunstpreis für Musikvermittlung ausgezeichnet. Bild- und Tonträger mit dem œnm sind bei NEOS, KAIROS, cpo, der Deutschen Grammophon und beim ORF erschienen.
œnm: Wir sind das œnm, abgerufen am 8.2.2021 [https://www.oenm.at/de/ensemble/vita/]

Gründungsjahr: 1975

Mitglieder des Ensembles

1997–heute Johannes Kalitzke (Erster Gastdirigent)

1991–heute Vera Klug (Flöte)
1992–heute Fritz Kronthaler (Klarinette)
1993–heute Irmgard Messin (Flöte)
1994–heute Arabella Hirner (Perkussion)
1990er–heute Michael Mitterlehner-Romm (Perkussion)
2008–heute Theodor Burkali (Klarinette)
2009–heute Nora Skuta (Klavier)
2007–heute Markus Sepperer (Oboe)
2013–heute Michael Krenn (Saxophon)

Alexander Ludwig Bauer (Synthesizer, E-Orgel)
Manuel de Roo (Gitarre)
Michaela Girardi (Violine)
Jutas Jávorka (Viola)
Stefan Konzett (Posaune)
Dušan Kranjc (Posaune)
Karin Küstner (Akkordeon)
Sebestyén Ludmány (Violoncello)
Zóltan Mácsai (Horn)
Marcus Pouget (Violoncello)
Michael Seifried (Kontrabass)
Jakob Sigl (Klangregie)
Josef Steinböck (Tuba)
Rupert Struber (Perkussion)
Katharina Teufel-Lieli (Harfe)

Pressestimmen (Auswahl)

14. August 2016
"[...] Mehrfach, in verschiedenen Tempi und tänzerisch beschwingt, scheint da bloß reihum jeder den anderen heiter, vielleicht sogar amourös zu fassen - bevor die Pointe erst den bösen Hintersinn offenbart: nur ein Häppchen inmitten eines gefundenen Fressens für den dirigierenden Chansonnier HK Gruber und das virtuose Österreichische Ensemble für Neue Musik (OENM). [...] nochmals Cerha: Großartig, wie er in der „Keintate“ das Atonale mit der Verve und den Trenzereien von Heurigenmusik verknotet - und wie einem dabei das Lachen mehrfach im Halse stecken bleiben kann. Zumal wenn Gruber die Pointen gleichsam lustvoll zerbeißt und sich das OENM ihm keck oder auch perfekt süßlich anschmiegt. Jubelstürme!"
Die Presse (Walter Weidringer)

6. Juni 2016
"Wer, wie die Mitglieder des œnm, die bis zur Lautlosigkeit zurückgenommene Aura von Mark Andrés "Kanon" so umsetzen kann, dass die Stille beredt klingt, gewinnt eine eigene Meisterschaft."
Karl Harb, Salzburger Nachrichten

26. August 2015
""Neue Musik" und Altbekanntes von Peter Handke begeisterten das carinthische Publikum.
Der Widerhall dieses Abends klingt noch lange nach. Was das "österreichische ensemble für neue musik" und Sprecherin Ulla Pilz da auf die Bühne des Villacher Congress Centers brachten, begeisterte: [...] Exakt aufeinander abgestimmt und mit perfekten Übergängen eröffneten Text und Ton vielfältige Zugänge zu den Werken."
Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung

10. März 2015
"Etliche solcher Spielarten hat Simon Steen-Andersen am ersten Wochenende der Salzburg Biennale dem willig folgenden Publikum vorgestellt und seinen Interpreten abverlangt. Die Black Box Music beispielsweise: Drei im Raum verteilte Ensemblegruppen des vorzüglich vorbereiteten Österreichischen Ensembles für Neue Musik (oenm) reagieren auf einen "dirigierenden" Solo-Percussionisten, der seine Hände in eine Blackbox steckt und mit weißen Handschuhen den Stückverlauf nach Art des Schwarzen Theaters markiert."
Karl Harb, Salzburger Nachrichten

16. Februar 2015
"Die Konzerte im oenm-Atelier im Künstlerhaus müsste man erfinden, gäbe es sie nicht. Da kann man nicht nur, aber vor allem neue Musik in konzentrierter Werkstatt-Atmosphäre erleben. Gleichzeitig hat die Sache etwas mit den alten Salons gemeinsam, wenn sich Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Musizieren und Hören treffen und nachher bei einem Gläschen Wein darüber und über Gott und die Welt plaudern. [...] Wohin die Reise der neuen Musik gehen sollte, nämlich zu neuen, phantasievollen und kreativen Anverwandlungen von letztlich gültig gebliebenen Parametern wie schlicht und einfach Melodik, Rhythmik und tonalen Zentren, machte zunächst Johannes Maria Stauds brillant formulierte "Sydenham Music" deutlich, mit welcher der Komponist die rare Literatur für Flöte, Viola und Harfe maßgeblich bereichert hat. [...]
Man freut sich auf viele weitere "ganz private" oenm-Spiele."
Gottfried Franz Kasparek, DrehPunktKultur

21. Oktober 2014
"Zum Auftakt am Samstag spielte im Mozartsaal das großartige "œnm" ("österreichisches ensemble für neue musik"), dessen Wandlungsfähigkeit in so unterschiedlichen Stücken wie den teils überraschend jazzig anmutenden Fünf Etüden Sofia Gubaidulinas und Franco Donatonis glitzernd sich entfaltendem Sextett "Lumen" zu erleben war. [...] Große Begeisterung."
Walter Weidringer, Die Presse

17. Juli 2014
"Superb die Aufführung durch das Österreichische Ensemble für Neue Musik, souverän sorgt Johannes Kalitzke für eine detailgenaue und doch hochmusikalische Interpretation. Neue Musik ist doch ganz selbstverständlich."
(mt), Südtiroler Wochenmagazin

25. Oktober 2011
"Kein Zwischensatz-Räuspern, kein Programmgeraschel, kein Handy-Gelärme, kein Zuckerlstanniol-Geknister oder sonstiges Ungehöriges: im absoluten Zentrum die Musikerinnen und ihre Musik. So muss die Konzertsituation im Paradies gewesen sein. Ein sympathisches und überzeugendes Unterfangen. Man darf man gespannt sein, was aus dieser schönen Initiative wird [...]
Erhard Petzel, DrehPunktKultur

12. März 2009
"Das Klischee ist übermächtig und dauerhaft. Dennoch: Salzburg ist gewiss die Stadt Mozarts, aber eben nicht nur das. In Salzburg wirkt zum Beispiel, und zwar schon seit 1975, das oenm . oesterreichische ensemble für neue musik, das seit 1997 von dem Geiger Frank Stadler geleitet wird und sich zunehmend als eine eigene Stimme im Konzert der Spezialistenensembles etabliert hat. In der Mozartstadt gibt es jetzt aber auch den Musikpreis Salzburg, mit dem die dortige Landesregierung das Lebenswerk eines bedeutenden Komponisten auszeichnet und zugleich ein Nachwuchstalent fördert. ... Und mehr als das. Dass das musikalische Schaffen der Gegenwart in der Mozartstadt zu Wort kommt, ist keineswegs neu, durchaus neu ist aber die voll tönende Kraft, mit der sie das Wort ergreift."
Neue Zürcher Zeitung (Peter Hagmann)

10. März 2009
"Beat Furrer hat mit dem oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik sowie dem Salzburger Bachchor und dem Gesangsolisten Arcangel mitreißende und intensiv sich verdichtende Spannungsbögen gemauert."
Der Standard

6. März 2009
"[...] das oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik machte aus Reichs Wiederholungsmustern einen so pulsierenden Klangkosmos, das man nach diesen Klängen geradezu greifen wollte. Phänomenal, für wie viel Arbeit an der Artikulation von Streicher-, Bläser- und Marimbaphon-Klängen in diesem Werk Platz ist, wie die Salzburger Musiker diese Herausforderung geradezu suchten, in Reichs vermeintlich monotoner, weil von Wiederholungen geprägter Musik den Pulsschlag zu finden. Eine Meisterleistung, ein Referenz-Ereignis."
Klassik-Info

Literatur (Auswahl)

mica-Archiv: oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik
2010 mica: oenm - eine musikalische Institution feiert ihr 35-jähriges Bestehen. In: mica-Musikmagazin.
2015 Weberberger, Doris: Ganz privat - das OESTERREICHISCHE ENSEMBLE FÜR NEUE MUSIK im mica-Porträt. In: mica-Musikmagazin.
2021 DrehPunktKultur: DREHPUNKTKULTUR - SO ALS WÄRE ALLES GANZ NORMAL. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

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Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 5. 3. 2021): œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/30242 (Abrufdatum: 23. 4. 2021).