Huber Rupert W.M.

Vorname
Rupert W.M.
Nachname
Huber
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
Genre
Neue Musik
Jazz/Improvisierte Musik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Electronic / Sound Sculpture
Experimental/Intermedia
Improvisation
Modern/Avantgarde
Pop/Rock
Instrument(e)
Gitarre
Klavier
Synthesizer
Bass
Geburtsjahr
1967
Geburtsort
Mödling
Geburtsland
Österreich

 

Huber lebt und arbeitet in Wien als freischaffender Komponist. Durch Einbeziehung des Raumes und der elektronischen bzw. psychologischen Projektion eines musikalischen bzw. klanglichen Inhalts in die Komposition hat Rupert Huber "dimensional music" als musikalisches Format entwickelt, das allen seinen musikalischen Werken zugrundeliegt. Er schreibt Musik für Film, TV und Signations. Mit dem Duo "Tosca" hat er weltweit über eine halbe Million Tonträger verkauft. Klaviermusik und Klanginstallationen im öffentlichen Raum sind Hauptinteressensgebiete Hubers.


Ausbildung
1987 - 1997 Universität Wien Wien Musikwissenschaft (Franz Födermayr)
1989 - 1992 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Elektroakustische Musik
1989 - 1992 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Kaufmann Dieter
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Studium Klavier
diverse Kurse und Seminare in Computermusik und Soundart

Tätigkeiten
1994 Tosca Gründung des Duos, diverse veröffentlichte Alben, weltweit über eine Million verkaufte Tonträger, internationale Live-Shows
1995 Ars Electronica Komposition und Kuratierung von "Horizontal Radio"
2002 Ars Electronica Komposition und Kuratierung von "Radiotopia"
2007 Ars Electronica Mitglied der Jury des Prix Ars Electronica
2009 Ars Electronica Mitglied der Jury des Prix Ars Electronica
2009 - 2010 Mitglied der Jury des Österreichischen Musikfonds
2010 Gründung des Duos "L/O/N/G" (mit Chris Eckman)
2011 Veröffentlichung mit "The Walkabouts"
Fa. HuberMusik Wien Gründung des eigenen Tonstudios
Kompositionen und deren Realisation auf Papier, Bühne, im Tonstudio, im tatsächlichen und elektronischen Raum
Klaviermusik und Klanginstallationen im öffentlichen Raum
DAAD - Deutscher Akademischer Austausch Dienst seither Komposition und Kuratierung musikalischer Netzwerke: z.B. Berliner Theorie
Andrea Sodomka: projektbezogene Zusammenarbeit
Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern (Gabriel Orozco, Robert Adrian)
Richard Dorfmeister, Sam Auinger: ständige Zusammenarbeit
Spezialisierung auf Spielen mit Stimmen, Klavier und Live-Elektronik
freischaffender Komponist

Aufträge (Auswahl)
2002 Musik für Centre Pompidou ("Sonic Process")
2004 Wiener Festwochen Musik für "Private Exile"
2006 Filmmusik für "Freuds verschwundene Nachbarn"
2008 "Food Design" - Musik zum Film
ORF - Österreichischer Rundfunk Ö1 zahlreiche Signations für den ORF
Musik für "CSI Miami"
Filmmusik für "Sex And The City"






Aufführungen (Auswahl)
Alte Schmiede Kunstverein Wien Wien
Verein Forum Arena Wien Wien
Festival Inventionen
ORF Kunstradio

Auszeichnungen
1997 DAAD - Deutscher Akademischer Austausch Dienst Berlin Stipendium
2001 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft Austrian Music Award Amadeus für Tosca als beste Pop-/Rockgruppe
2010 Nominierung für den World Technology Award (New York City)
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis
Die Ganze Woche Förderungspreis
Stadt Baden Kulturpreis

Stilbeschreibung

mensch trifft auf mensch, einer spielt geige, der andere hört zu. die elektrische tonwiedergabe bereichert diese räumliche und zeitliche einheit um die vorspiegelung derselben. das bild entschwindet im inhalt, die ikone ist geboren. musikentstehung, -andauer und ihr verklingen sind eine individuelle konstruktion. eine verschachtelung von räumen, symbiosen aus projezierter und realer wirklichkeit ensteht. des einzelnen zeit ist relativ; 2 menschen kreieren eine übergeordnete zeitachse. wird ein zeitpartner zum phantom, entsteht eine relativität dieses übergeordneten zeitmaßes. die einheitliche zeitachse zerfällt, die übertragene zeit wird zum akustischen raum.
um uns es ist so laut, dass eine ausschliesslich auf die musik gerichtete wahrnehmung nicht möglich ist. musik muss sich den raum mit den autos teilen, mit den flugzeugen, dem von vielen nicht mehr gehörten surren, zirpen und zwitschern der elektronischen geräte, mit lautsprecherdurchsagen, radiosprechern, dem quietschen der ubahn. sie muss sich in einem nicht vohersehbaren geräuschumfeld behaupten können. das schallschutzfenster wird geschlossen: die uralte methode, seine welt durch abgrenzung und einteilung zu errichten ... die musik kann nicht fliehen, sie muss da sein, wo menschen sind, ist an die menschheit gebunden, ist sie alleine, existiert sie nicht.
musik muss vergehen und leben verklingen. die vertikale und horizontale achse der notenschrift wird um eine räumliche erweitert; sagen müssen, was ist, statt zum klingen bringen, was sein kann, so stelle ich mir eine persönliche spielart der hölle vor.

 

Rupert W. M. Huber


Links mica-Interview: mit Rupert Huber (2011), mica-Artikel: Rupert Huber präsentiert "Piano Gates" (2012)