Mit freundlicher Genehmigung von T. Ungvary (Privatfoto ©)

Ungvary Tamas

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Recollection No 2 2007 14m
2 Recollection No 3 2007 14m 17s
3 Basic Barrier 2007 Remix 2007 7m 30s
4 Svart Materia 2006 12m
5 Distween 2000 6m 7s
6 Between 1 2000 6m 34s
7 Between 2 2000 6m 57s
8 MELOSIX - Musik für ein Video 1997 10m
9 GRATTIS 1994 11m
10 Sentograffito No. 2 1994 17m
11 s. a. t. t. - (small and tough tech) 1994
12 Transpacing No. 1 - Quick Time Movie 1994 2m 2s
13 Transpacings No. 2 - Quick Time Movie 1994 1m 42s
14 Sentograffito 1993 17m
15 Realtime - Fernsehmusik 1993 30m
16 Recollection I - (Hågkomster) 1992 - 1996 14m
17 SONO-LOGOS - Duo für Keyboard und ein anderes Instrument 1991 ~ 10m
18 Istenem, Uram! 1990 12m 30s
19 DIS-TANZ - für Kammerensemble mit 1-15 Spielern und Tonband 1990 8m
20 Akonel No. 4 1989 35m 4s
21 Präludium 1987 10m 20s
22 Gipsy children's giant dance with Ili Fourier 1986 18m
23 L'aube des flammes 1984 14m
24 Toutevarie No. 1 1984 25m
25 Toutevarie No. 2 1984 25m
26 Dirigenten - Fernsehmusik 1984 13m
27 Samspel - Fernsehmusik 1984 8m 15s
28 Olarra 1983 10m
29 Etude 83 1983 5m 40s
30 Solo - Ballett 1982 8m 40s
31 Melos No. 3 1982 10m
32 Trio - Ballett 1982 12m
33 Ite, missa est - (Me, a day and you) 1982 12m
34 Alibiography - Musiktheater 1982 16m 35s
35 Melos No. 2 1981 10m
36 Distraction 1981 10m
37 Melos No. 1 1980 10m
38 Seul 1979 21m
39 Seul (Radioversion) 1979 14m
40 Sinus-Coitus 1979 17m
41 Sinus Concerto 1979 24m
42 Les mouvements mousseux 1979 13m 30s
43 Akonel No. 3 1979
44 Interaction No. 2 1979 15m
45 Romeo und Julia - Bühnenmusik 1978 10m
46 Psalm 90.10 1978 25m
47 On the edges of light - Ballettmusik 1978 25m
48 Interaction 1978 24m
49 Akonel No. 2 1978 10m
50 Akonel 1978 10m
51 Etüde No. ? 1978 8m
52 Un portrait 1977 4m 30s
53 Incrementum II 1977 5m 30s
54 Incrementum 1975 9m 30s
55 Traum des Einsamen 1974 14m
56 Band-noire - Background Music 1973 5m 30s
57 Basic Barrier 1973 7m 35s
58 Annons 1973 7m
59 Apèro 1973 4m 10s
60 Stehaufmännchen 1973
61 Vattendroppen 1971
62 Stamp Music - for Orchestra 1971
63 Sentograffito No. 3 - for sentograph and live computer performance 13m
64 Fingerprint No. 1-9 1m - 4m 30s

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  12. November 1936
Geburtsort:  Kalocsa
Geburtsland: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1947

Unterricht bei Jenö Plan

1949

Unterricht bei Endre Zarecky

1953 - 1961

Béla Bartók-Konservatorium: Unterricht bei Josef Bonyhadi

1967 - 1969

Dirigieren

1969

Diplom

1970 - 1971

Institut für Elektronische Musik Stockholm: Kurse für elektronische und Computer-Musik

1980 - 1981

Digital Equipment Corporation (DEC): Programmierungs- und System-Manager-Kurs für VAX Minicomputer

1981

Computermusik-Programmierung

1988

Lund: Meisterkurse für Komposition (Dennis Smaley)

1988

Lund: Meisterkurse für Komposition (Morton Subotnik)

Dirgentenkurse (Jean Martinon)

Dirigentenkurse (Albert Simon)

Dirigentenkurse (Dean Dixon)

Estoril: Interpretations- und Kammermusikkurse

Komposition

Komposition (Iannis Xenakis)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1956 - 1957

Budapester Operettentheater: Mitglied des Orchesters

1957 - 1969

Ungarisches Sinfonieorchester: Kontrabassist

1965

Mitglied des Chores

1966

Béla Bartók Theater: Dirigent

1967 - 1968

Ungarisches Jugendorchester: Dirigent

1967 - 1969

Solo-Kontrabassist und musikalischer Assistent

1969 - 1974

freiberuflicher Dirigent in Schweden

1971 - 1974

Orchester der Stockholmer Musikschulen: Dirigent

1972

Regionmusiken, Boden: Dirigent

1973 - 1974

Statens Normal Skola: Leiter des Klanglaboratoriums

1974

Lektor

1974 - 1980

Stiftelsen Elektro-akustisk Musik i Sverige (EMS): Composer in Residence und Studio-Assistent, Lektor und Technischer Assistent, Assistent der Komponisten Jan W. Morthenson, Erhard Karkoschka, Anestis Logothetis, Dieter Kaufmann etc. und Mitarbeit bei der Realisation von Kompositionen von Boguslaw Schaeffer

1985

Gründung der Kineto-Auditory Communication Research Group (KACOR) zusammen mit dem Choreographen Peter Rajka

1988 - 1990

National College of Dance Sweden: Direktor der Kineto-Auditory Communication Research Group (KACOR)

1989

Magyar Tudományos Akadémia: Berater der Experimental-Musikwissenschaftlichen Gruppe

1989 - 1993

Stiftelsen Elektro-akustisk Musik i Sverige (EMS): Künstlerischer Leiter

1990 - 1995

International Computer Music Association (ICMA): Vorstandsmitglied

1990 - 1999

Königlich Technische Hochschule Stockholm: Forschungsdirektor der KACOR in der Abteilung für Sprachkommunikation und Musikakustik

1991 - 2001

Leiter des Lehrgangs für elektroakustische Musik

Auftritte als Live-Performer mit seinem selbstentwickelten Instrumenten, zuletzt mit dem Cyber-Instrument SensOrg (Cockpit + Sentograph)

Gastvorlesungen in Sorrento, Genova, Padova, Helsinki, Wien, Paris, Roma, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Bonn, Amsterdam, Den Haag, Utrecht, Peking, Taipei, Hong-kong, Århus, Boston usw.

zahlreiche Veröffentlichungen zur Visualizing-Information für Computermusik-Umgebung, zur Interaktion zwischen Musik und Computerchoreographie, zur interaktiven Live-Elektronik und Echtzeit-Kompositionen

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1972

ISCM World New Music Festival:

1973

ISCM World New Music Festival:

1975

ISCM World New Music Festival:

1985

ISCM World New Music Festival:

1995

ISCM World New Music Festival:

Budapester Herbst

Elektroakustische Musik Bourges: Internationales Festival "Synthèse"

Festival des Arts Electroniques Rennes

Intermusica Padova

Kasseler Tage: "Neue Musik in der Kirche"

Musica Verticale Rom

Rom

Nürnberger Orgelwoche

Pro Musica Nova Bremen

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Kulturhuset Stockholm

Institut für Reichskonzerte Stockholm

Nürnberger Orgelwoche

Kasseler Musiktage: "Neue Musik in der Kirche"

Polnischer Rundfunk Warschau

Atelier UPIC Massy

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1987

Internationale NEWCOMP-Wettbewerb für Computermusik: Erster Preis

1994

Preis der Ars Electronica Linz

1997

Berufstitel "Professor"

Internationaler Wettbewerb für Elektroakustische Musik in Bourges: Auszeichnungen

zahlreiche Stipendien und Förderungspreise (u.a. von der Alban-Berg-Stftung und der Königlichen Schwedischen Musikakademie)

Stilbeschreibung

Als Komponist wurde Ungvary beeinflußt von György Ligeti, Iannis Xenakis und vom schwedischen Computermusikpionier Jan W. Morthenson.

 

Tamas Ungvary, 1995

 

Ungvarys Absicht ist, Musik entstehen zu lassen, die ohne Anwendung traditioneller Musikinstrumente imstande ist, einen Orchesterklang heraufzubeschwören, ohne allerdings die bekannten Orchesterinstrumente nachzuahmen. Viele seiner Werke entspringen aus dem Spannungsverhältnis von Statik und Dynamik des Klangmaterials. Wo Ungvary traditionelle Instrumente mit Computerklängen kombiniert, leitet er oft das Elektronische kontra Instrumental-Klang aus einer Verschmelzung bis zu einer Ergänzung hinüber. Darüber hinaus versucht Ungvary, dem Spieler durch eigenartige Notationen Freiheitsgefühl zu vermitteln, ihn aber gleichzeitig zu einem sehr genau definierten textuellen, strukturellen und musikalischen Stil und Ausdruck zu zwingen. Ungvary spezielles Interesse gilt der Erforschung der Möglichkeiten, die offenkundigen Kommunikationsprobleme zwischen Computer und Mensch zu lösen und dazu Interpretationsmittel zu erarbeiten, die in der instrumentalen Musik schon vorhanden sind. Aus diesem Grund entwickelte er mehrere eigene Computersprachen (kompositorische Computersprachen), verwendet und konstruiert neue Eingabegeräte, mit denen er nun versucht, den genannten Problemaspekt in seine kompositorischen Arbeiten einzubeziehen.

 

Auswahl aus Rezensionen

 

Meine gleichzeitige Beschäftigung mit Darstellungsproblemen der menschlichen Bewegung (choreographische Notation) und die angestrebte Kommunikation zwischen Klangbewegungs- und physikalischen Bewegungs-Systemen (Choreographie) hat die sonographische Darstellungsform aktualisiert. [...] Wenn das Sonogramm das Bild der Musik ist, warum könnte man dann nicht einen Teil, eine Region herausnehmen, welche dem Umfang eines Instruments entspricht, und dieses Sonogramm dann mit einem Fünflinien-System als Orientierungshilfe überdecken. Es hat sich sofort gezeigt, [...] daß die visuelle Information zuviel ist für einen Musiker. Es ist einfach "schwarz", man konnte keine eindeutige Gestalt erkennen. Darum habe ich ein neues Programm entwickelt, welches das Original-Sonogramm filtert und nur die stärksten Bestandteile darstellt. Das Bild ist dann weniger komplex. Die Musiker müssen die visuellen Gestalten nicht als Noten auffassen, sondern als Gestalten, Richtungen in verschiedenen Räumen - im Tonhöhenraum, im Lautstärkenraum, im Klangfarbenraum ihres Instruments. In 'DIS-TANZ' - mein erstes Werk mit dieser Notation - kombiniere ich dann ein Kammerorchester mit den Klängen der elektroakustischen Musik, aus der die Notation entstanden ist. In 'SONO-LOGOS', ein Duo für ein Tasten- und ein Melodieinstrument, lasse ich diese Notation auch auf einer musikalisch-graphischen Ebene autonom wirken. [...]

 

Tamas Ungvary, im Gespräch mit Dieter Kaufmann, in: "DIS-TANZ. Die Entwicklung einer neuen Notation als Medium von Analyse, instrumentaler Animation, Choreographie und intermedialer Kommunikation", in: Musik &. - Wien 1992, S. 168, 171, 173ff.

Pressestimmen

1990

Interaction No. 2
[...] Ein Meisterwerk ... Ich habe diese Komposition gespielt und diskutiert mit vielen meiner Musiksynthese-Klassen an der Berklee College of Music. In jedem Fall bläst es sie buchstäblich weg. Die Adjektive, die sie benutzen um die Erfahrung des Stückes zu beschreiben, reichen von "roh" über "brutal" bis "wild". Meine eigene Wortbeschreibung der Interaction No. 2 ist "brillant"! [...]

Computer Music Journal Vol.14, No.2 (Richard Boulanger)

 

9. September 1980

Akonel II.
[...] ein temperamentvolles Farbenklick [...]

Svenska Dagbladet (Carl Gunnar Åhlen)

 

18. Mai 1979

Sinus-Coitus
[...] Musik mit gigantischer Dramatik, kolossaler Geschwindigkeit, unnachgiebiger Rhytmik. Ein Meisterwerk [...]

Kathimerini

 

7. November 1978

Basic Barrier
[...] schafft Spannung aus dem Gegensatz von lockeren, spielerisch gelösten, farbigen Figuren und massiven, oft verzerrten Blöcken [...]

Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Klaus Kirchenberg)

 

5. Juni 1978

Traum des Einsamen
[...] wohltuend unkoventionell [...]

Neue Zürcher Zeitung

Kontakt, Links

E-Mail :  ungvaryatkacor [dot] kth [dot] se