„Composer-performer“ im Bereich von notierter und improvisierter, elektronischer und instrumentaler Musik.
Schwerpunkt auf räumlichen Konzepten, querverbindende Projekte in den Bereichen Musik-Text-Video-Performance, zahlreiche Mehrkanal-Kompositionen in Kombination mit Instrument(en) und/oder Stimme(n), besonderes Interesse gilt dem Instrument Klavier und dafür erweiterte Spieltechniken, Klanginstallationen, solo-performances, Gründerin und Mitglied von mehreren Ensembles für improvisierte und kollektiv komponierte Musik.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1984 - 1986
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private Studien in Tanz-Improvisation (Monika Steffen) | ||||
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1986 - 1990
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Studium | ||||
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1987 - 1989
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Lehrgang für harmonikale Grundlagenforschung | ||||
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1989 - 1991
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Gaststudentin für Plastik/Skulptur (F.X. Ölzant) | ||||
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1989 - 1993
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Plastik/Skulptur (K. Sukopp) | ||||
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1990
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Diplom | ||||
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1990 - 1992
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Studium | ||||
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1990 - 1993
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Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik | ||||
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1993 - 1998
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Komposition | ||||
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1995
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Gastkurs "music technology" | ||||
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Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik | |||||
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Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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freischaffende Komponistin und Pianistin | |||
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1986 - 1988
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querverbindende Projekte in den Bereichen Musik, Tanz, Performance | ||
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1989 - 1993
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intensive Beschäftigung mit Plastik, Skulptur und Raum | ||
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1989
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Plattenproduktion "dot" gemeinsam mit Elisabeth Schimana | ||
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1990 - 2005
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Unterrichtstätigkeit (Klavier) an Musikschulen in Niederösterreich | ||
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1993
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theoretische Arbeit zu "Raum und Musik" | ||
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1995
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Tätigkeit im Music Department | ||
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1995 - 2001
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Mitarbeit am Schulprojekt | ||
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2006
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seither Lehrauftrag am Lehrgang "Computermusik und Elektronische Medien" (Elektroakustische Musik, Komposition, Improvisation) | ||
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mehrere CD-Einspielungen auf dem eigenen Label | |||
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Ensemblemitglied bei monocle (mit Reni Weichselbaum, Josef Novotny, Manon Liu Winter), USE (mit Hannes Schweiger, Hermann Stangassinger), soundog (mit Elisabeth Harnik, Uli Winter, Fredi Pröll, Josef Novotny), subshrubs (mit Angélica Castelló, Maja Osojnik, Billy Roisz), los autodisparadores (mit Angélica Castelló, Thomas Grill) und deepseafish-K (mit JUUN, Manon Liu Winter)
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| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1986
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1987
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1988
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Festival Akustika | |||
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1992
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Festival Internacional de Musica Contemporanea | |||
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1992
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Festival Musica Nova | |||
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1992
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Jesuitenkirche | |||
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1993
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1995
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1996
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Festival Absolute Musik | |||
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1996
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1996
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Festival on-off/St. Johann in Tirol | |||
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1996
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1997
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1998
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1998
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1999
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1999
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1999
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Festival Alternativa | |||
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2000
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2001
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2001
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2002
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"6 Kompositionen für Lautsprecher" | |||
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2003
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2004
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2006
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2007
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Hanisch Maschinenhalle Linz | |||
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2008
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Konzert mit A. Castelló, M. Osojnik, B. Roisz | |||
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2009
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Linz09 | |||
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2010
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Musik zur szenischen Lesung | |||
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2011
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2012
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Zacherlfabrik Wien: “einen Moment bitte” |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1994
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Max-Brand-Preis | ||
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1995
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Auslandsstipendium | ||
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1996
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Arbeitsstipendium | ||
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1996
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Gastkünstlerin | ||
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1998
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Stipendium | ||
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2001
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Publicity Preis | ||
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2002
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Staatsstipendium | ||
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2002
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Förderungspreis | ||
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2004
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Elektronikpreis | ||
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2004
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composer in residence | ||
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2006
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"honorary mention" beim Prix | ||
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2011
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Förderung für das Projekt "Knowledge through Art" | ||
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2011
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Litauen: "composer in residence" | ||
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2011
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Staatsstipendium |
Elisabeth Vera Rathenböck: Wie definieren Sie Musik für Ihre Arbeit?
Katharina Klement: Alles, was klingt. Die Definition ist kurz.
E. V. R.: Bei den 'Miniaturen' nehmen Sie u. a. Themen und komprimieren diese zu einer kleineren Gestalt. Komprimierung kann man auch als Form der Reduktion sehen. Bei einem Rad ist ab einer gewissen Geschwindigkeit das Rad als solches nicht mehr zu erkennen. Es wirkt wie eine Scheibe und hat augenscheinlich Stillstand. Wenn man Klänge total verdichten könnte, würde man auch Stille erhalten?
K. K.: Ja, genau. Das ist ein guter Grenzpunkt. Gerade das Komprimieren oder Einlassen auf Transformationen im musikalischen Sinn, das suche ich. Eine meiner Ideen war, einen komplexen Klang im Frequenzspektrum immer höher zu transformieren, bis über die menschliche Hörgrenze (über 20 kHz) hinaus. Ich habe diese Transformation am Computer gerechnet, das System hat natürlich Unreinheiten, vor allem die Analog-Umwandlung in Klang. Ich bin schließlich "im Rauschen" gelandet. Bei einem Grundelement der Musik also, speziell der Elektroakustik. Das "weiße Rauschen", das den gesamten menschlichen Hörbereich abdeckt, könnte man ja als ungeformtes Rohmaterial für Musik verstehen. Genauso, wie ungeformter "Ton" Rohmaterial für eine Plastik sein kann. Und andererseits bildet die Stille den Raum fürs Rauschen und damit für die Musik. Oder sie schafft sich Raum darin.
(Katharina Klement, im Gespräch mit Elisabeth Vera Rathenböck, 1996)
1999
Der Beton macht den Ton
Sie zählt zu den aufregendsten Künstlerinnen der Gegenwart, experimentiert auf dem Gebiet der Elektroakustik und erteilt traditionellen, ausgetretenen Hörgewohnheiten eine klare Absage. Im RadioKulturHaus würdigte das Ensemble "die reihe" für die Jeunesse die heimische Komponistin Katharina Klement. Das Ohr wird bewußt in die Irre geführt: Klang, Geräusch und Rauschen prägen die Tonbandkomposition "Brandung II"; zwei Betonmischmaschinen verleihen dem Werk "Monde" neben Tonband und Instrumenten ein überaus fragil-spezifisches Gepräge. In betörende Grenzbereiche dringt auch die "Miniatur 1, 2, 3" vor, exzellent die Leistung aller Musiker bei der Uraufführung von "scope". Ein Werk, das trotz einer sehr linearen Struktur viele Freiräume schafft.
Kurier (Peter Jarolin)
2001
Ulrichsberg: Ein gefundenes Fressen
[...] Nun hält sich Katharina Klement, Pianistin, Komponistin, Sound-Forscherin aus Graz mit Wohnsitz in Wien, weder an die Maßgaben einer künstlerischen Stagnation noch an jene hirnverbrannte Esoterik, noch zieht sie Bequemlichkeit dauernder Neuerfindung vor. Ständig ist sie auf der Suche nach der verlorenen Möglichkeit, dass alles wieder Musik wird. Was Klement alles (er)findet, um das Gefundene einzubinden in ihr "concert trouvé", das am Samstag im Jazzatelier Ulrichsberg zu hören war, eine Komposition, die ohne Improvisation nicht wäre, was sie ist: Papier, Holz, Metall, Stein, dazu Sensoren, Elektronik, Computer, dazu ein Uraltgrammophon, Kugeln auf einer schiefen Ebene, Spielzeug - und allerlei elektronische Wesen oder wie Klement sie nennt, "elwes". Im Fantasie-begabten E-Gitarristen Armin Pokorn findet sie einen idealen Partner, Geari Schreilechner und Florian Prix kümmern sich ums behutsame Sound-Engineering. Zum wiederholten Mal in Ulrichsberg, zeigte uns Katharina Klement eine akustisch und optisch gleichermaßen aufregende Momentaufnahme ihrer Experimentier-Werkstatt. Ein gefundenes Fressen, nachzuhören auf der nagelneuen CD "concert trouvé" (KalK CD 04).
Volksblatt Oberösterreich (Alois Sonnleitner)
2001
Unablässig droht der Rückfall
[...] Lange mußte man zwischendurch warten, bis bei den Tagen für Neue Musik ein "normaler" Ton erklang. Viele davon verschwanden im Geräusch, im Farblich-Differenzierten und -Disparaten, im Glissando oder in einem städigen Transformationsprozess. Aber einfach so ein Ton gerade heraus, der fast nackt wirkt und sagt: Voilà, da bin ich - das war eher die Ausnahme. Spät am Freitagabend vernahm man etliche davon, im Klavierpart der Österreicherin Katharina Klement, die zusammen mit Florian Prix (Elektronik) auf erfreulich unaufdringliche Weise ihre "Textur" erspielte, aber auch sie schien manchmal dem Tastenspiel nicht zu trauen und legte Materialien auf die Saiten. So, als reiche die Substanz nicht aus und man müsse die Klänge verfremden, um sie interessanter zu machen. [...]
Tagesanzeiger Zürich (Thomas Meyer)
2011
...In Ihren Skizzen zu cows oder Jalousie erkennt man deutlich die Entwicklung von der Ideenfindung hin zum Strukturieren des Kreativen Prozesses, der ein Werk entstehen lässt, bis zum Erlangen des Status jenes Notenmaterials, das die Reproduzierbarkeit gewährleistet...
Terz.cc (Barbara Preis)
http://terz.cc/magazin.php?z=133&id=176