Klement Katharina

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Portrait 2011 ~ 12m
2 Solo 3 - für Klavier und 2 transducers 2011 ~ 12m
3 Brandung III - für Tonband (Stereo) 2011 18m
4 Waldareale - für Bassblockflöte und Bassklarinette 2011 ~ 12m
5 5 Boote 20 Fische - soundinstallation 5-channel for five loudspeakers on 5 boats 2011
6 tiny monsters - für Bassklarinette, Clavichord und Tonband 2010 ~ 30m
7 Zwischen 1 und 2 - für Mikroton Orgel und Tonaband (Stereo) 2010 10m
8 Was hängt das Leben tief wie Nebel überm Kukuruz - Musik für das Theaterstück von E.M. Binder 2010
9 Herzzeit - Musik für Lesung 2010 33m
10 Solo 2 - für Tonband (Stereo) 2010 5m
11 Hecke 2010 ~ 11m
12 noise:s onie - für Solo Violoncello 2010 ~ 4m 30s
13 noeud 2010 ~ 14m
14 Hole - in search of Opera without Opera 2010 - 2011 ~ 60m
15 project FROTH (Future Archeologies of Love and Power) 2010 10m
16 1/8 vom 3/4 Tag - für Klavier, Blockflöte, Elektronik und Video 2010 2m 15s
17 quatuor à trois - für Trio ad libitum 2010
18 Accordance - für Neo-Bechstein-Flügel und Elektronik 2009 17m
19 Batthyány - für Alt- und Tenorblockflöte, Klavier und Elektronik 2009 17m
20 Tschitrakarna - für Klavier, Orgel (Klein), Elektronik 2009 ~ 20m
21 cows caused chaos - für 15 Instrumente 2009 10m
22 Jalousie - für Saxophonquartett 2009
23 route retour - für Solo Stimme 2009 13m
24 Summer 2008
25 chaotic bands in canonical form 2008 12m 20s
26 mihrab 2008 12m
27 mute - für Blockflöte, Klavier, Elektronik und Video 2008 30m
28 RE:next 2007 ~ 50m
29 granular 2007 51m
30 Technische Studien 2007 ~ 20m
31 anneau 2007 ~ 8m
32 Erscheinungsbilder 2007 39m
33 zones de tension 2007 ~ 15m
34 roze 2007 11m
35 bazilicon 2007 15m
36 none-pareil 2006 19m
37 ein Baum. der Regen.draußen. die Erinnerung. 2006 variable Dauer
38 verse 2006 15m
39 in a mad mood, madam. 2006 17m
40 0.110.1001. - soundinstallation stereo 2006 7m
41 schneEFaHrBahn 2005 ~ 8m
42 dass i nur wia wal i immer 2005 12m
43 Dreh 2005 10m
44 linkerhand und rechterhand 2005 12m 30s
45 par 2005 11m
46 Aber in der Mitte der Himmel der Gesänge 2005 15m
47 Mandel Mantel 2005 17m
48 88 2004 56m
49 gleich und gleich 2004 17m
50 Vermessung 2004 ~ 48m
51 Samurai 1-7 2004 ~ 1h
52 AREALE 2004 53m
53 wirbel, 1:2, (die) nase, gobi 1803, zersägtes grün, prozess, spalt, rotes kraut, 1:1, isabel, nicht ohne 2003 ~ 43m
54 Zeiteinknistern und 2003 ~ 47m
55 Santa Fe, Yokohama, Sydney, Kapstadt, Ulan Bator, Zagreb 2003 ~ 40m
56 atem 1 - soundinstallation stereo 2003 ~ 15m
57 Toccata / Intention I / Intention II / pro intemperiis / intension / obstaculum oder 2003 ~ 40m
58 weiß - unweiß 2003 ~ 11m
59 Bartherapie I/II/III, Baader-Meinhof, tiefe Mitte, falscher Hase, geschütteltes Reh, gewürfeltes Reh, bis 21, 5 Gramm sind erlaubt 2002 ~ 50m
60 solo 1 2002 ~ 10m
61 so streng wie möglich 2002 21m 30s
62 Torso 2002 ~ 20m
63 Spiegelungen 2002 ~ 17m
64 zwischen einem Sessel 2002 ~ 50m
65 schale, bewegung 1 / 2, fuelle 1 / 2 / 3 - sechs Kompositionen für Lautsprecher 2002 31m
66 Punkt/Kontinuum, Attacken, Zustand 1-3 - für Klavier und Schlaginstrumente 2002
67 W 2001 ~ 20m
68 Steinweg 2001 ~ 24m
69 Dokandili 2001 20m
70 Beton 2000 46m
71 absences 2000 ~ 15m
72 concert trouvé 2000 ~ 1h
73 strange loops 1999 5m 30s
74 moments élastiques 1999 9m
75 local times 1999 12m
76 fahrspuren 1999 28m
77 scope 1998
78 lauter Laute 1998 ~ 13m
79 Ströme 1998 20m
80 Monde 1997 20m
81 Prinzip i 1997 ~ 30m
82 Textur 1997 ~ 1h
83 kinema 1997 8m 30s
84 Brandung II - Tonbandkomposition 2-Kanal 1996 16m
85 timing - Tonbandkompositon 4-Kanal 1996 8m
86 Sieben Variationen über Webern op. 27/2 - für Violine, Tenorsaxophon und Klavier 1995 20m
87 Heimat - für Vokal- und Instrumentalensemble und Lautsprecher 1995 ~ 15m
88 Polka - für Flöte, zwei Violinen, Klarinette, Kontrabass und Klavier 1994 4m
89 Dreizehn Miniaturen - für Tonband 8-Kanal und Klavier 1993 1h
90 Gestentanz - Tonbandkomposition mono 1992 10m
91 Brandung I - Tonbandkomposition stereo 1992 7m
92 David und Goliath - Tonbandkomposition stereo 1992 5m 30s
93 Neun Nonnen - Tonbandkomposition stereo 1991 7m
94 Durchgänge - Komposition für zwei gleichzeitig laufende 4-Kanal Tonbänder 1991 18m
95 Bardo I-VI - Sechs 4-Kanal Tonbandkompositionen 1991 25m
96 ohne Handschuhe - für Klavier und Tonband 1990 7m
97 Bach - Elektroakustische Komposition 1989 12m 30s
98 Grace - für drei Elektrogitarren, Klavier und Percussion 1988 ~ 7m
99 Vier Stücke für Saxophonquartett 1988 15m
100 Schloßstücke - für präpariertes Klavier (und Diaprojektion) 1988 15m
101 Zustände - Performance 1988 ~ 1h
102 Flugfluchten - Ein Tanz-, Sprach- und Musikstück 1987 ~ 1h
103 Cis-Zis - für Violine, Posaune, Cello, Kontrabass, Synthesizer, Frauen- und Männerstimmen 1987 ~ 8m
104 Whisky - für Stimme, Baßklarinette, Tenorsaxophon, Cello, Kontrabass, Schlagzeug 1987 8m
105 Dis-moll - Ein Tanz- und Musikstück 1986 ~ 1h
106 Vier Sätze für vier Streichquartette in einem Raum verteilt 1986 ~ 25m
107 ein Baum. der Regen.draußen. die Erinnerung. variable Dauer
108 reell leer 8m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1963
Geburtsdatum:  1. Dezember 1963
Geburtsort:  Graz
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

„Composer-performer“ im Bereich von notierter und improvisierter, elektronischer und instrumentaler Musik.
Schwerpunkt auf räumlichen Konzepten, querverbindende Projekte in den Bereichen Musik-Text-Video-Performance, zahlreiche Mehrkanal-Kompositionen in Kombination mit Instrument(en) und/oder Stimme(n), besonderes Interesse gilt dem Instrument Klavier und dafür erweiterte Spieltechniken, Klanginstallationen, solo-performances, Gründerin und Mitglied von mehreren Ensembles für improvisierte und kollektiv komponierte Musik.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1984 - 1986

private Studien in Tanz-Improvisation (Monika Steffen)

1986 - 1990

Studium

1987 - 1989

Lehrgang für harmonikale Grundlagenforschung

1989 - 1991

Gaststudentin für Plastik/Skulptur (F.X. Ölzant)

1989 - 1993

Plastik/Skulptur (K. Sukopp)

1990

Diplom

1990 - 1992

Studium

1990 - 1993

Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik

1993 - 1998

Komposition

1995

Gastkurs "music technology"

Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik

Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt

freischaffende Komponistin und Pianistin

1986 - 1988

querverbindende Projekte in den Bereichen Musik, Tanz, Performance

1989 - 1993

intensive Beschäftigung mit Plastik, Skulptur und Raum

1989

Plattenproduktion "dot" gemeinsam mit Elisabeth Schimana

1990 - 2005

Unterrichtstätigkeit (Klavier) an Musikschulen in Niederösterreich

1993

theoretische Arbeit zu "Raum und Musik"

1995

Tätigkeit im Music Department

1995 - 2001

Mitarbeit am Schulprojekt

2006

seither Lehrauftrag am Lehrgang  "Computermusik und Elektronische Medien" (Elektroakustische Musik, Komposition, Improvisation)

mehrere CD-Einspielungen auf dem eigenen Label

Ensemblemitglied bei monocle (mit Reni Weichselbaum, Josef Novotny, Manon Liu Winter), USE (mit Hannes Schweiger, Hermann Stangassinger), soundog (mit Elisabeth Harnik, Uli Winter, Fredi Pröll, Josef Novotny), subshrubs (mit Angélica Castelló, Maja Osojnik, Billy Roisz), los autodisparadores (mit Angélica Castelló, Thomas Grill) und deepseafish-K (mit JUUN, Manon Liu Winter)

 

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1986
1987
1988

Festival Akustika

1992

Festival Internacional de Musica Contemporanea

1992

Festival Musica Nova

1992

Jesuitenkirche

1993
1995
1996

Festival Absolute Musik

1996
1996

Festival on-off/St. Johann in Tirol

1996
1997
1998
1998
1999
1999
1999

Festival Alternativa

2000
2001
2001
2002

"6 Kompositionen für Lautsprecher"

2003
2004
2006
2007

Hanisch Maschinenhalle Linz

2008

Konzert mit A. Castelló, M. Osojnik, B. Roisz

2009

Linz09

2010

Musik zur szenischen Lesung

2011
2012

Zacherlfabrik Wien: “einen Moment bitte”

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1994

Max-Brand-Preis

1995

Auslandsstipendium

1996

Arbeitsstipendium

1996

Gastkünstlerin

1998

Stipendium

2001

Publicity Preis

2002

Staatsstipendium

2002

Förderungspreis

2004

Elektronikpreis

2004

composer in residence

2006

"honorary mention" beim Prix

2011

Förderung für das Projekt "Knowledge through Art"

2011

Litauen: "composer in residence"

2011

Staatsstipendium

Stilbeschreibung

Elisabeth Vera Rathenböck: Wie definieren Sie Musik für Ihre Arbeit?

Katharina Klement: Alles, was klingt. Die Definition ist kurz.

E. V. R.: Bei den 'Miniaturen' nehmen Sie u. a. Themen und komprimieren diese zu einer kleineren Gestalt. Komprimierung kann man auch als Form der Reduktion sehen. Bei einem Rad ist ab einer gewissen Geschwindigkeit das Rad als solches nicht mehr zu erkennen. Es wirkt wie eine Scheibe und hat augenscheinlich Stillstand. Wenn man Klänge total verdichten könnte, würde man auch Stille erhalten?

K. K.: Ja, genau. Das ist ein guter Grenzpunkt. Gerade das Komprimieren oder Einlassen auf Transformationen im musikalischen Sinn, das suche ich. Eine meiner Ideen war, einen komplexen Klang im Frequenzspektrum immer höher zu transformieren, bis über die menschliche Hörgrenze (über 20 kHz) hinaus. Ich habe diese Transformation am Computer gerechnet, das System hat natürlich Unreinheiten, vor allem die Analog-Umwandlung in Klang. Ich bin schließlich "im Rauschen" gelandet. Bei einem Grundelement der Musik also, speziell der Elektroakustik. Das "weiße Rauschen", das den gesamten menschlichen Hörbereich abdeckt, könnte man ja als ungeformtes Rohmaterial für Musik verstehen. Genauso, wie ungeformter "Ton" Rohmaterial für eine Plastik sein kann. Und andererseits bildet die Stille den Raum fürs Rauschen und damit für die Musik. Oder sie schafft sich Raum darin.

(Katharina Klement, im Gespräch mit Elisabeth Vera Rathenböck, 1996)

Pressestimmen

1999

Der Beton macht den Ton
Sie zählt zu den aufregendsten Künstlerinnen der Gegenwart, experimentiert auf dem Gebiet der Elektroakustik und erteilt traditionellen, ausgetretenen Hörgewohnheiten eine klare Absage. Im RadioKulturHaus würdigte das Ensemble "die reihe" für die Jeunesse die heimische Komponistin Katharina Klement. Das Ohr wird bewußt in die Irre geführt: Klang, Geräusch und Rauschen prägen die Tonbandkomposition "Brandung II"; zwei Betonmischmaschinen verleihen dem Werk "Monde" neben Tonband und Instrumenten ein überaus fragil-spezifisches Gepräge. In betörende Grenzbereiche dringt auch die "Miniatur 1, 2, 3" vor, exzellent die Leistung aller Musiker bei der Uraufführung von "scope". Ein Werk, das trotz einer sehr linearen Struktur viele Freiräume schafft.

Kurier (Peter Jarolin)

2001

Ulrichsberg: Ein gefundenes Fressen
[...] Nun hält sich Katharina Klement, Pianistin, Komponistin, Sound-Forscherin aus Graz mit Wohnsitz in Wien, weder an die Maßgaben einer künstlerischen Stagnation noch an jene hirnverbrannte Esoterik, noch zieht sie Bequemlichkeit dauernder Neuerfindung vor. Ständig ist sie auf der Suche nach der verlorenen Möglichkeit, dass alles wieder Musik wird. Was Klement alles (er)findet, um das Gefundene einzubinden in ihr "concert trouvé", das am Samstag im Jazzatelier Ulrichsberg zu hören war, eine Komposition, die ohne Improvisation nicht wäre, was sie ist: Papier, Holz, Metall, Stein, dazu Sensoren, Elektronik, Computer, dazu ein Uraltgrammophon, Kugeln auf einer schiefen Ebene, Spielzeug - und allerlei elektronische Wesen oder wie Klement sie nennt, "elwes". Im Fantasie-begabten E-Gitarristen Armin Pokorn findet sie einen idealen Partner, Geari Schreilechner und Florian Prix kümmern sich ums behutsame Sound-Engineering. Zum wiederholten Mal in Ulrichsberg, zeigte uns Katharina Klement eine akustisch und optisch gleichermaßen aufregende Momentaufnahme ihrer Experimentier-Werkstatt. Ein gefundenes Fressen, nachzuhören auf der nagelneuen CD "concert trouvé" (KalK CD 04).

Volksblatt Oberösterreich (Alois Sonnleitner)

2001

Unablässig droht der Rückfall
[...] Lange mußte man zwischendurch warten, bis bei den Tagen für Neue Musik ein "normaler" Ton erklang. Viele davon verschwanden im Geräusch, im Farblich-Differenzierten und -Disparaten, im Glissando oder in einem städigen Transformationsprozess. Aber einfach so ein Ton gerade heraus, der fast nackt wirkt und sagt: Voilà, da bin ich - das war eher die Ausnahme. Spät am Freitagabend vernahm man etliche davon, im Klavierpart der Österreicherin Katharina Klement, die zusammen mit Florian Prix (Elektronik) auf erfreulich unaufdringliche Weise ihre "Textur" erspielte, aber auch sie schien manchmal dem Tastenspiel nicht zu trauen und legte Materialien auf die Saiten. So, als reiche die Substanz nicht aus und man müsse die Klänge verfremden, um sie interessanter zu machen. [...]

Tagesanzeiger Zürich (Thomas Meyer)

2011

...In Ihren Skizzen zu cows oder Jalousie erkennt man deutlich die Entwicklung von der Ideenfindung hin zum Strukturieren des Kreativen Prozesses, der ein Werk entstehen lässt, bis zum Erlangen des Status jenes Notenmaterials, das die Reproduzierbarkeit gewährleistet...

Terz.cc (Barbara Preis)
http://terz.cc/magazin.php?z=133&id=176

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