Logothetis Anestis

Vorname
Anestis
Nachname
Logothetis
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
AusbildnerIn
RedakteurIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1921
Geburtsort
Pyrghos [Burgas]
Geburtsland
Bulgarien
Todesjahr
1994
Sterbeort
Wien

Cora Pongracz, Anestis Logothetis, um 1975. Courtesy: Fotosammlung OstLicht, Wien, Nachlass Pongracz.

Anestis Logothetis wurde am 27. Oktober 1921 in Pyrghos (heute Burgas) am Schwarzen Meer in Bulgarien geboren. Seine griechischen Eltern übersiedelten im Jahr 1934 nach Griechenland, in die Hafenstadt Thessaloniki. Hier legte Logothetis im Jahr 1941 seine Matura (Abitur) an einem deutschen, humanistischen Gymnasium ab. Im Jahr 1942 zog er nach Wien und begann zunächst Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien zu studieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte Anestis Logothetis das Studienfach. Er ließ sich zwischen den Jahren 1945 und 1952 vielseitig und profund im Fach Musik an der damaligen Akademie für Musik und darstellenden Kunst Wien von Hermann Schwertmann (Klavier), Hans Swarowsky (Dirigieren), Alfred Uhl (Komposition) und Erwin Ratz (Musiktheorie) ausbilden. Die Staats- (Klavier) und Diplomprüfung (Komposition) absolvierte er mit Auszeichnung. 1952 wurde er schließlich österreichischer Staatsbürger. In den Jahren 1955 bis 1965 besuchte Anestis Logothetis mehrmals die Darmstädter Ferienkurse (Internationale Ferienkurse für Neue Musik).

In den Jahren zwischen 1955 und 1968 war Anestis Logothetis als Noteneditor bei verschiedenen Musikverlagen angestellt (Universal Edition, Edition modern, Edition Gerig). Die Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Siegfried Behrend (1933–1990) begann im Jahr 1962. Kompositionen wie "Mäandros" (1963), "Styx" (1968) oder "Anastasis" (1969) zeugen beispielsweise von dieser musikalischen Kooperation. Ab dem Jahr 1969 war er ausschließlich als freischaffender Komponist tätig.

Anestis Logothetis verfolgte ab den 1950er Jahren zwei verschiedene Schwerpunkte. Einerseits war es seine Arbeitsphase im Jahr 1957 im elektronischen Studio des WDR in Köln (Deutschland) mit Gottfried Michael Koenig, die ihn zur Beschäftigung mit elektroakustischen Klangphänomenen und deren Mikrostrukturen anregte. Anestis Logothetis schuf beispielsweies die ersten größeren elektroakustischen Musikstücke in Österreich wie "Fantasmta" (1960) und "Wellenformen" (1981). Andererseits waren es Oskar Rainers (1880–1941) Auseinandersetzung mit der musikalischen Graphik (1925) sowie Vasilij Kandinskijs (1866–1944) Beschäftigung mit dem Thema "Punkt und Linie zu Fläche" (1926), die den Prozess zur Entwicklung einer eigenständigen graphischen Notation anstieß, mit der er seine Vorstellung eines Klangflusses darstellen konnte. "Polynom für großes Orchester in 5 Gruppen" (1957/1958) ist Logothetis letzte Komposition in herkömmlicher Notation.

Dieser neue, bahnbrechende Zugang zur Musiknotation ("Klangcharakterschrift") bestimmte ab 1958 konsequent Anestis Logothetis Schaffen. Es war das Ensemble "die reihe", unter der Leitung von Friedrich Cerha, das seine ersten Werke wie "Himmelsmechaniki" (1960) in der neu erfundenen Notation am 17. Oktober 1960 uraufführte. Für diese Arbeit an der Weiterentwicklung der Notation erhielt er in den Jahren 1960 und 1963 jeweils den Theodor-Körner -Förderpreis.

Am 6. Jänner 1994 verstarb Anesthis Logothetis in Wien.

Stilbeschreibung

"Seit 1958 beschäftige ich mich mit der Entwicklung einer graphischen Notenschrift, die entsprechend meinen klanglichen kompositorischen Vorstellungen Geräuschstrukturen wie auch Polymorphie (Vielgestaltigkeit) in den Kompositionsprozeß einzubeziehen vermag. Ich unterscheide Assoziationszeichen für Lautstärke-Klangfarbewechsel und Klangcharaktere sowie Aktionssignale, die direkt als Bewegung auf das Instrument zu übertragen sind. - Um bestimmte Tonkonstellationen zu erzielen, habe ich auch Tonsymbole erfunden, die frei vom Fünfliniensystem sich mit anderen Zeichen fusionieren lassen und eine Viertel- und Drittelflexibilität ermöglichen."
Harald Goertz (1994): Anestis Logothetis. In: Österreichische Komponisten unserer Zeit. Beiträge '94. Kassel: Bärenreiter.

Auszeichnungen

1956 Österreichisches Kulturinstitut/Rom: Stipendiat
1958 Österreichisches Kulturinstitut/Rom: Stipendiat
1960 Theodor Körner Fonds: Förderungspreis
1962 Technologisches Institut Athen: Erster Preis beim Wettbewerb für Neue Musik (ex aequo mit Iannis Xenakis)
1963 Theodor Körner Fonds: Förderungspreis
1985 Stadt Wien: Würdigungspreis
1986 Stadt Wien: Ehrenmedaille in Gold
1989 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Würdigungspreis
1993 Zweiter Preis für Hörspiel "Floriana"

Ausbildung

1944–1945 Technische Universität Wien: Bauingenieurwesen (Studium nicht abgeschlossen)
1945–1951 Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien: Klavier (Hermann Schwertmann ), Dirigieren (Hans Swarowsky ), Komposition (Alfred Uhl), Musiktheorie (Erwin Ratz) - mit Auszeichnung
1955–1965 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (Deutschland)

Tätigkeiten

1936–1945 erste Kompositionen
ab 1952 Wien: Privatlehrer für Komposition, Satzlehre, Musiktheorie, Musikgeschichte und Klavier
1955–1964 Universal Edition, Wien: Noteneditor
1962–1967 Edition modern: Noteneditor
1957 Studio für Elektronische Musik des WDR Köln (Deutschland): Arbeit mit Gottfried Michael Koenig
1962–1967 Tre Media Musikverlage: Mitarbeiter
1962–1970 Wiener Aktionismus: Klangkünstler bei Aktionen
1965–1968 Musikverlage Hans Gerig KG: Noteneditor
1969–1994 freischaffender Komponist
ab 1962 Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Siegfried Behrend
1973 Grazer Autorenversammlung: Gründungsmitglied
1981 Elektroakustische Musik, Stockholm (Schweden): zahlreiche Produktionen
freischaffender Komponist

mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Institut für Elektroakustik: zahlreiche Produktionen

Aufträge (Auswahl)

Austro Mechana - Gesellschaft zur Verwaltung und Auswertung mechanisch musikalischer Urheberrechte GesmbH: Kyklika
Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Daidalia oder Das Leben einer Theorie
ISCM/IGNM/SICM - Internationale Gesellschaft für Neue Musik Sektion Griechenland: Styxische Flüsse
Wiener Kunstfonds der Zentralsparkasse Wien: Kollisionen 70

Aufführungen (Auswahl)

1948 Schülerkompositionsabend - Musikverein, Wien: Griechische Suite (UA)
1952 Konzert der Arbeitsgemeinschaft Junge Komponisten - Musikverein, Wien: Zwölf Inventionen für Klavier (UA)
1953 Konzert der Arbeitsgemeinschaft Junge Komponisten - Musikverein, Wien: Variationen für Klavier (UA), Integrationen für Violine solo (UA)
1953 Secession, Wien:  Zwölf Humoresken für Klavier (UA), Sieben Miniaturen für Klavier (UA)
1953 Konzert der Arbeitsgemeinschaft Junge Komponisten - Musikverein, Wien: Doppelfuge für Streicher (UA)
1954 onzert der Arbeitsgemeinschaft Junge Komponisten - Musikverein, Wien: Integration für Violine, Cello und Klavier (UA)
1954 Musikverein, Wien: Pentaptychon (UA)
1955 Konservatorium, Wien: Suite oder fünf Integrationen für Kontrabass oder Cello solo (UA)
1955 Konservatorium, Wien: Neun Intervallstudien (UA)
1955 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich, Wien: Drei Lieder für Frauenstimme, Flöte und Gitarre (UA), Integration für Violine und Klavier Nr. 1 (UA)
1956 Österreichisches Kulturinstitut, Rom (Italien): Periton für Flöte und Klavier (UA), Texturen (UA)
1960 die reihe, Friedrich Cerha (Leitung). Wien: Himmelsmechanik - Bilder 1, 5 und 6 (UA)
1962 Galerie im Griechenbeisl, Wien: Struktur-Textur-Spiegel-Spiel (UA)
1964 Klosterneuburger Kulturtage: Himmelsmechanik - 7. Bild (UA)
1967 Zagreb Kulmination I & II & III
1969 Steirischer Herbst, Graz: Sieben Kooptationen
1972 International Gaudeamus Music Week: Fusion
1978 Musikprotokoll im sterischen herbst - Neue Musik für Tasteninstrumente, Graz: Hohelied für Sprecher und Orgel (UA)
1981 Ungarisches Rundfunkorchester - Ungarischer Rundfunk, Budapest (Ungarn): Polychronon
1989 Ensemble Kontrapunkte Peter Keuschnig | Schönberg • Toch • Zykan • Cerha - Wiener Musikverein: Chor der Puppen aus Karmadharmadrama
1996 Wien Modern: Impulse - quantitativ - qualitativ
1997 Kunstmuseum, Winterthur (Schweiz): Integration für Violine, Cello und Gitarre (UA)
1997 Kunsthalle Krems - K&K MusikTheater-Verein: Aus welchem Material ist der Stein von Sisyphos?
1999 Hörgänge - Musik in Österreich: Porträtkonzert (Aufführung mehrerer Werke u.a. Vor! Stell! Unk!)
2001 Kulturzentrum bei den Minoriten, Wien: Daidalia oder Das Leben einer Theorie
2002 Kunsthistorischen Museum Wien - Theseustempel: Ausstellung "ERSCHAUTE KLÄNGE. Audiovisionen von Anestis Logothetis" (Projektionen von Diapositiven seiner grafischen Partituren und ein Videofilm über sein visuell-akustisches Werk)
2007 Chorus Sine Nomine - Kulturzentrum bei den Minoriten, Wien: Chor der Puppen aus Karmadharmadrama
1995  Wiener Kammerchor. Johannes Prinz | Bruckner • Heiller • Rubin - Wiener Musikverein: Pataphysik
2018 Varga / Ballon / Moser / Chen »The Solo Challenge: Cello« - Wiener Konzerthaus: Bijunktion
2021 Trio Silberfisch & Trio Kugelfisch - A Tribute to Anestis Logothetis - Porgy & Bess, Wien
2021 Wien Modern: Aus welchem Material ist der Stein von Sisyphos, Triptychon (UA), Texturen (UA), Integration (UA), Rondeau dynamique, Meditation, Mäandros, Reflexe I + II, echtzeitcomputermusik (UA), Styx

Pressestimmen

25. Oktober 2021
"Logothetis war ein Multimedia-Künstler, lang bevor dieser Begriff in aller Munde war. Bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur - alles war für Logothetis Material, aus dem er geschöpft hat. Und alles war potentiell vieldeutig. "Polymorphie" nannte er dieses Prinzip. Schrift wird zu Klang, Klänge werden zu Zeichen, Bilder zu musikalischen Strukturen. Wo wir das Foto eines Autobahnkreuzes sehen, sah Logothetis Klänge. Was wir als neue Klangräume empfinden, versuchte Logothetis in eine adäquate Notationsweise zu übertragen."
ORF Ö1: Avantgardist mit Humor: Anestis Logothetis wäre 100 (Rainer Elstner), abgerufen am 12.10.2021 [https://oe1.orf.at/programm/20211025/655938/Avantgardist-mit-Humor-Anes…]

2002
"Mit seiner 'grafischen Musik' hat Logothetis vielleicht die Musik selbst als Schnittstelle interpretiert und einen ganz neuen Musikbegriff vorgestellt. Dieser Musikbegriff besteht nicht aus Rezipienten und Produzenten, nicht aus Komponisten, Interpreten und Hörern, sondern alle (Komponisten, Interpreten, Hörer) werden zu einer Kette von Beobachtern der Partitur, der Klangcharakterschrift, der Zeichenkette. Die Komponisten als Beobachter ihrer Ideen, die Notenschrift als Beobachter der Komponisten, die Interpreten als Beobachter der Partitur, die Hörer als Beobachter der Interpreten bilden Beobachterketten 1., 2. und n-ter Ordnungen. Logothetis' Entwicklung der Notenschrift hat nicht nur neue Klangorganisationen ermöglicht, sondern auch die Partitur als Algorithmus offenbart."
Prospekt des Kunsthistorischen Museums (Peter Weibel) [http://www.khm.at/system2.html?/static/page2554.html]

1999
"Als einer der bedeutendsten Vordenker graphischer Notation von Musik, mit der Ende der 50-er Jahre im Zuge der Abkehr von seriellen Determinismen auch Komposnisten wie Cage, Brown, Bussotti und Haubenstock-Ramati experimentierten, muß Anestis Logothetis gelten. Er hat als erster ein in sich logisches und systematisches System dieser Notationsweise geschaffen, die einen Mittelweg zwischen genauen klanglischen Fixationen und improvisatorischer Freiheit und Kreativität zuläßt. Der seit Kriegsende in Wien lebende Komponist griechischer Herkunft war mit seinen neuen Modellen und einer Vielzahl von Kompositionen verschiedenster ästhetischer Ansätze - er bereicherte auch die Elektroakustik und andere multimediale Formen - bis zu seinem Tod 1994 einer der wahren Avantgardisten in der österreichischen wie internationalen Szene."
ÖMZ- Österreichische Musikzeitschrift (H. Rögl)
 

25. Juni 1980
"Was aber diesen Abend im Künstlerhaus so besonders eindrucksvoll macht und was ihm Avantgardemaß im besten Sinn leiht, ist der frappante Einsatz verschiedener künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten und deren geglückte Kombination. Denn zur Musik von Logothetis, die durch Tonkonserven sich selbst bespiegelt, bezweifelt, konterkariert und so multipliziert, sodaß aus der Kühle moderner Kompositionsästhetik ein akustischer Urwald voller Sinnlichleit aufsteigt, gesellen sich Filme, Dias, die graphischen Notationen des Komponisten und raffiniert eingesetzte Raumtheaterelemente, die zusammen ein Kunstwerk abgeben, das sinnfällig und beeindruckend die Grenzen der Einzelkunst in Richtung Gesamtkunstwerk überschreitet. Berücksichtigt man alle diese Faktoren und gewichtet sie, so kann man feststellen, daß da nicht nur eine Uraufführung eines musikalischen Werkes geglückt ist. Gelungen ist vielmehr - und das zählt an diesem Ort, wo über das Tafelbild noch kaum hinausgedacht worden ist - der Beweis, daß Performance-Art eine durchaus aufregende Sache sein kann."
Kleine Zeitung (Horst Ogris)

Diskografie (Auswahl)

2021 Ensemble SuperMusique – Commutation (CD, Ambiances Magnétiques) || Werk: (Pour l'heure) Ghia tin ora
2019
An Anthology Of Greek Experimental Electronic Music 1966-2016 (LP, Sub Rosa) || Werk: Wellenformen 1981
2011 Anestis Logothetis. Electroacoustic Works (LeCoq)
2011 Katrin Zenz – Greek Flute Music of the 20th and 21st Centuries (Cd, Naxos) || Werk: Globus
2004 Works For Orchestra By Greek Composers Νο 2 (CD, Lyra) || Werk: Kollisionen 70
2002 Fusion Moderne – Urgent (CD, Attaca) || Werk: Fusion
2001 Anestis Logothetis – Volume 1 (CD, Extraplatte)
1997 30 Jahre Musikprotokoll (CD, ORF)
1997 Due Boemi Di Praga – Music Contrasts 1 (CD, NSS Records) || Werk: Desmotropic II
1995 Aus welchem Material ist der Stein von Sisyphos!? Ein multimediales Bühnenwerk (CD, ORF)
1995 Österreichische Musik der Gegenwart. Anastasis : Ein musikalisches Sprachabenteuer  (LP)
1988 Elektronische Musik 1. 30 Jahre Elektroakustische Musik (LP, Amadeo)
1987 The Vermeulen Flute (Kasette, Greta Vermeulen, Not on Label) || Werk: Globus
1985 Österreichische Musik der Gegenwart. Anastasis / Wellenformen / Styx (LP, Amadeo)
1985 Ensemble Ex Improviso ‎– Musique En Tête (CD, Gema) || Werk: Konvektionsströme
1985 Sound Sculptures (LP, Wergo) || Werk: Klangagglomeration
1985 Das War Das K&K Musiktheater 1975 - 1985 (LP, Extraplatte) || Werk: Daidalia oder das Leben einer Theorie
1979 Wolfgang Rihm / Giuseppe Sinopoli / Anestis Logothetis / Dieter Kaufmann. Musikprotokoll 1978 Steirischer Herbst - Neue Musik Für Tasteninstrumente (LP, ORF) || Werk: Hohelied
1978 Anestis Logothetis / Antonin Dvořák / Joseph Haydn. Auditorium Maximum (LP, Life Records) || Werk: Mäandros
1974 Rote Reihe Realisationen (LP, Universal Edition) || Werk: Impulse
1974 Anestis Logothetis. "Hör!-spiel" / Nekrologlog 1961 / Fantasmata 1960 (LP, Musikalische Jugend Österreichs)
1974 Musikhöspiel (LP, Phonobuch DVA Stuttgart) || Werk: Sommervögel oder Schmetterlinge
1973 Due Boemi Di Praga ‎– Zauber Der Baßklarinette (LP, CD Carus) || Werk: Osculation
1971 Kulmination II (LP, Wergo)
1970 Λογοθέτης, Αντωνίου, Ιωαννίδης, Τερζάκης (Logothetis, Antoniou, Ioannidis, Terzakis). Από Την 3η Ελληνική Εβδομάδα Σύγχρονης Μουσικής (From The 3rd Hellenic Week Of Contemporary Music) (LP, Columbia) || Werk: Polychronon

Osculationen/Himmelsmechanik (LP, Carus)
Styxische Flüsse (LP, EMI)
Drums (CD, Thorofon)
Konzertanze Musik des 20. Jahrhundert (CD, Pro Viva) || Werk: Klangräume I-III
Meister der Mandolinenavantgarde (CD, Thorofon)

Literatur (Auswahl)

über den Komponisten
1963 Gradenwitz, Peter: Wege zur Musik der Gegenwart. Stuttgart.
1966 Karkoschka, Erhard: Das Schriftbild der Neuen Musik. Celle.
1976 Papaiannou, Johann: Logothetis, Anestis. In: Blume, Friedrich (Hg.): Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 16. Kassel, S. 1153–1155.
1982 Knessl, Lothar: Bröcklige österreichische Musiklandschaft (nebst kleinen Oasen neuer Musik). In: Breicha, Otto; Urbach, Rainer (Hg.): Österreich zum Beispiel - Literatur, Kunst, Film und Musik seit 1968. Salzburg, S. 367–376.
1990 Cerha, Gertraud: Neue Musik aus Wien 1945–1990. In: Österreichische Musikzeitschrift 45/10, S. 539–560.
1992 Henke, Matthias: Anestis Logothetis. In: Heister, Hans-Werner, Sparrer, Walter-Wolfgang (Hg.): Komponisten der Gegenwart. München, [2 S.].
1995 Krones, Hartmut: Die zweite Republik. Kompositionsgeschichte. In: Gruber, Gernot; Flotzinger, Rudolf (Hg.): Musikgeschichte Österreichs. Band 3. Wien, 2. Aufl., S. 357–379.
1996  Spitzer-Logothetis, Julia: ANESTIS LOGOTHETIS: Das radiophone und zeichnerische Werk. In: Wimmer, Herbert J. (Hg.:): Strukturen erzählen. Wien, S. 451ff.
1996 Alexakis, Eugenia: Multimediale Tendenzen: Logothetis, Takis, Xenakis. Berlin (Dissertation FU)
1996 Henke, Matthias: Anestis Logothetis Frühwerk. In: Positionen XXVII, S. 23–26.
1997 Günther, Bernhard (Hg.): Logothetis, Anestis. In: Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich. Wien, S. 700–705.
1999 Krones, Hartmut (Hg.): Anestis Logothetis. Bildklang – Klangbild (= Komponisten unserer Zeit, 27). Wien.
2012 Weberbeger, Doris: Tribute to Anestis Logothetis. In: mica-Musikmagazin.
2019 Finke, Gesa (2019): Partituren zum Lesen und Schauen. Bildlichkeit als Merkmal graphischer Notation [Scores for Reading and Looking At. Imagery as Feature of Graphic Notation]. In: ZGMTH 16/1, 21–39, abgerufen am 30.9.2021 [https://doi.org/10.31751/1001].
2000 Logothetis, Julia (Hg.): Anestis Logothetis: Daidalia oder das Leben einer Theorie. Wien.
2001 Rausch, Alexander: Logothetis, Anestis. In: Österreichisches Musiklexikon online, abgerufen am 8.10.2021 [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_l/Logothetis_Anestis.xml]
2002 Seipel, Wilfried (Hg.): nestis Logothetis : erschaute Klänge ; Wien, Kunsthistorisches Museum, Theseustempel, 14. Juni bis 7. Juli 2002. Wien.
2004 Krones, Hartmut: Logothetis, Anestis. In: Finscher, Ludwig (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Personenteil 11, Sp. 406–409.

vom Komponisten
1974 Logothetis, Anestis: Zeichen als Aggregatzustand der Musik. In: Jugend u. Volk. Wien.
1998 Logothetis, Anestis: DIE GESCHENKE MEINER UMGEBUNG anhand der Frage: „was denn nun Musik sei“. In: Krones, Hartmut (Hg.): Klangbild und Bildklang ; Anestis Logothetis. Wien, S. 78ff.

Quellen/Links

Webseite: Anestis Logothetis
Wikipedia: Anestis Logothetis
Wien Modern: Anestis Logothetis
Kunsthistorische Museum Wien: ERSCHAUTE KLÄNGE. Audiovisionen von Anestis Logothetis
ORF Ö1: Avantgardist mit Humor: Anestis Logothetis wäre 100
Universal Edition: Werke von Anestis Logothetis
Musikverlag Tre Media: Anestis Logothetis
Österreichische Mediathek: Musik der Avantgarde - Referat mit Musikbeispielen. [Ausschnitt] | Hohe Lied | Neue Notationen - Ein Spiel für Snobs?. Mit musikalischen und graphischen Beispielen |

1992 Henke, Matthias: Anestis Logothetis. In: Heister, Hans-Werner, Sparrer, Walter-Wolfgang (Hg.): Komponisten der Gegenwart. München, [2 S.].
1997 Günther, Bernhard (Hg.): Logothetis, Anestis. In: Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich. Wien, S. 700–705.
2004 Krones, Hartmut: Logothetis, Anestis. In: Finscher, Ludwig (Hg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Personenteil 11, Sp. 406–409.

Hinweis: Nachlassverwalterin ist Anesthis Logothetis Tochter Julia Spitzer-Logothetis; wissenschaftlich erschlossen wird der Nachlass durch Dr. Matthias Henke.

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 10. 11. 2021): Biografie Anestis Logothetis. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/59246 (Abrufdatum: 9. 12. 2022).