Nitsch Hermann

Vorname
Hermann
Nachname
Nitsch
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
PerformancekünstlerIn
MedienkünstlerIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Performance
Instrument(e)
Orgel
Harmonium
Klavier
Geburtsjahr
1938
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Todesjahr
2022
Sterbeort
Mistelbach

© Ferry Nielsen

"Hermann Nitsch wurde am 29. August 1938 in Wien geboren. Er ist entscheidender Gründer des Wiener Aktionismus und zählt zu den vielseitigsten zeitgenössischen Künstlern: Aktionist, Maler, Grafiker, Komponist (Sinfonien, Orgelkonzerte), Bühnenbildner. Sein Gesamtkunstwerk das Orgien Mysterien Theater umfasst das breite Spektrum seiner Kunst, indem es den Einsatz aller fünf Sinne erfordert – das Tragische führt zur Auseinandersetzung mit Fleisch, Blut und Eingeweiden.

Nach einer diplomierten Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien (1953-58) übernimmt Nitsch 1957 eine Stelle als Gebrauchsgrafiker am Technischen Museum der Stadt Wien. Privat orientiert sich Hermann Nitsch zunächst am Expressionismus, den er mit großteils religiösen Figurenszenen verbindet. Ab 1960, nach einer Zeit der Hinwendung Nitschs zur Literatur, kehrt er mit Werken, die dem Informel verpflichtet sind, zur Malerei zurück. In diesem Jahr finden auch erste Malaktionen statt, die die Idee des Orgien Mysterien Theaters umzusetzen versuchen. Die Aktionen, bei denen es um das intensive sinnliche Erleben verschiedenster Substanzen und Flüssigkeiten geht, werden in den folgenden Jahren immer provokativer. Nach Schrei- und Lärmaktionen als Abreaktionsspiele realisiert Nitsch Lammzerreissungen, die zu weiteren Aktionen mit Fleisch führen. Nach großen Erfolgen des Orgien Mysterien Theaters Ende der 60er Jahre in den USA und Deutschland führt Nitsch während der 70er Jahre in vielen europäischen und nordamerikanischen Städten Aktionen durch. In einer veränderten politisch-gesellschaftlichen Situation kann Nitsch sich als anerkannter Kunstschaffender etablieren.

1971 gelingt der Ankauf des niederösterreichischen Schlosses Prinzendorf aus dem Besitz der Kirche, wo Nitsch im Zuge groß angelegter Aktionen auch seine Vorstellungen von der Musik zu seinem Theater verwirklicht. Bei den Aktionen werden Lärmorchester, Schreichöre und elektronisch verstärkte Instrumente eingesetzt. Nitsch deutet das Leben als Passion an, sowie den Malprozess als verdichtetes Leben und damit als Inbegriff der Passion. Der Künstler selbst bleibt durch seine an zentraler Stelle im Bild eingefügten Malhemden, die er während der Arbeit trägt, anwesend und animiert den Betrachter, sich mit dem Malvorgang zu identifizieren und mit ihm ins Bild einzutreten.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtete Nitsch überdies die Klasse für interdisziplinäre Kunst an der Städelschule, Frankfurt am Main (1988-2003) und übernahm auch in anderen europäischen Städten immer wieder Lehraufträge.

Zu den Höhepunkten von Hermann Nitschs Projekten zählen das "Drei Tage Spiel" 1984 in Prinzendorf oder der Zyklus von Schüttbildern, die er 1987 in der Wiener Secession herstellen konnte. Das Ideal des "6 Tage Spiels" verwirklicht Nitsch 1998 – dabei wurde durch Mitwirken von 500 Personen eine Aktion durchgeführt, die eine neue Dimension an exzessivem und tragischem Erleben ermöglichte. Seit den 90er Jahren wird seine Kunst auch immer häufiger in Ausstellungen gewürdigt, die oftmals von Aktionen des Künstlers begleitet werden. Von besonderer Bedeutung dafür sind etwa die zwei großen Retrospektiven in der Sammlung Essl und darauf folgend im Martin Gropius Bau in Berlin oder die Ehrung Nitschs durch die Ausstellung 2019 in der Albertina in Wien.

Ein knapp 1000-seitiges monografisches Standardwerk "Hermann Nitsch – Das Gesamtkunstwerk des Orgien Mysterien Theaters" bezeugt die immense Tätigkeit und Relevanz seiner Person. Jüngst widmet sich Nitsch in seiner Malerei vermehrt der Thematik der Auferstehung und konnte zuletzt 2021 bei den Bayreuther Festspielen auf Einladung eine Malaktion realisieren.

Der Künstler lebte und arbeitete auf seinem Schloss in Prinzendorf an der Zaya, Niederösterreich sowie in Asolo, Italien. Seine Werke sind in zwei monografischen Museen in Mistelbach und Neapel sowie in der Nitsch Foundation in Wien und in den renommiertesten internationalen Museen und Galerien ausgestellt.

Hermann Nitsch ist am 18. April 2022 nach Krankheit im Alter von 83 Jahren in Frieden verstorben."
Nitsch Foundation: Biografie Hermann Nitsch (2022), abgerufen am 17.05.2022 [https://www.nitsch-foundation.com/biografie/]

Das Gesamtkunstwerk des Orgien-Mysterien-Theaters (O.M.-Theater) und seine Disziplinen

"Bereits zur Mitte der 1950er-Jahre wurde von Hermann Nitsch die Grundidee des Orgien Mysterien Theaters entwickelt. Sämtliche Disziplinen dieses Gesamtkunstwerks mit Totalitätsanspruch, die im Folgenden summarisch skizziert werden sollen, gehen auf die 1950er und 1960er-Jahre zurück und sind von Beginn an in einem Gesamtkonzept verankert.

"Die Anfänge des Orgien Mysterien Theaters liegen im Literarischen und Sprachsinnlichen." Der Künstler artikuliert die Idee seines Gesamtkunstwerks vorerst in einer Wortdichtung, er schreibt ab 1956, beeinflusst durch die griechischen Tragödien, durch Georg Trakl, den deutschen Expressionismus, den französischen Symbolismus, Stephan Georges, James Joyce und die Surrealisten, an einem Drama, das sechs Tage dauern sollte. Hermann Nitsch ersinnt "eine art komprimiertes urdrama", das die in den Mythen überlieferten Konflikte und Katastrophen zusammenfassen soll. "der oedipusstoff wurde ebenso verarbeitet wie der nibelungenmythos, die atridensage, die tötung des sonnenhelden und die katastrophe des kreuzes." Dieses Werk bleibt jedoch unvollendet. Nach zwei Jahren erkennt der Künstler, dass die Sprache nicht ausreichend in der Lage ist, die geforderte Tiefe und überzeugende Gefühlsintensität zu vermitteln und verlagert seine Ausdrucksebene in andere Bereiche. Er geht dazu über, mit realen Substanzen – wie Milch, Essig, Wein, Blut oder Fleisch, die sinnliche Sensationen des Riechens, Tastens und Schmeckens auslösen – zu arbeiten, die ihm geeigneter scheinen, den sinnlich-intensiven Vorstellungen zu entsprechen. In der Inszenierung derartiger realer Geschehnisse löst sich die Kunst von der Aufgabe der Abbildung und Darstellung – wie im 20. Jahrhundert allgemein angestrebt und speziell in den 1960er-Jahren in Happening, Performance und Aktionismus wiederzufinden. Die Kunst überschreitet die Grenze zu Leben und Wirklichkeit, Kunst und Leben werden eins. In Realzeit wird sinnliche Wirklichkeit erfahren. Das tatsächliche Erleben ersetzt das Literarische und führt zum Verzicht auf Sprache. "nicht die sprache (sprachliches assoziieren) lotet in die tiefe, sondern durch aktionen bewirktes ekstatisches sinnliches erleben in richtung triebdurchbruch wird verdrängtes aufdecken", erkennt Hermann Nitsch.

Um 1960 verlässt der Künstler die herkömmliche Darstellungsebene des Bildes und die klassische Form des Theaters. Er versucht die Darstellungsmittel auf das Elementare und Ursprüngliche, auf das rein Stoffliche zurückzuführen – die Sprache auf den Schrei, die Musik auf den Laut bzw. das Geräusch, die Malerei auf das Verschütten von Farbe. Vom Wort wechselt er zur Tat und von der Darstellung zum Material. Er sucht Realität statt Theater und findet zur orgiastischen Aktion, deren Gegenstand die Wirklichkeit und das Leben selbst ist – mit all seinen positiven und negativen Aspekten, vergleichbar dem "Theater der Grausamkeit" von Antonin Artaud, auf das Nitsch selbst hinweist. Damit gelingt dem Künstler nicht nur eine nachhaltige Erweiterung der bildnerischen Mittel, sondern zugleich auch eine "theatralisch-dramatische Expansion der Kunst".

Auf der Basis des Dramas, der Psychologie Sigmund Freuds und der Philosophie Friedrich Nietzsches entwirft Hermann Nitsch ab 1960 ein "dramaturgisches Abreaktionsmodell". Die leitmotivischen Figuren des Abreaktionsspiels des Orgien Mysterien Theaters sind Dionysos, der zerstörerische Fruchtbarkeitsbringer, der das Urprinzip des Daseins verkörpert, und Christus, der sich in Liebe aufgeopfert hat. Die Dionysos-Zerreißung gilt als Vorbild der Passion am Kreuz, beide sind Hauptleitmotive des Orgien Mysterien Theaters. Dazu kommen die Blendung des Oedipus, die Entmannung des Atis, der rituelle Königsmord, die Totemtiertötung, die Totemtiermahlzeit. Das Thema ist das Sein selbst – Geburt, Leben, Sterben, Wiedergeburt. Mythos und Ritual sind die Werkzeuge. Hermann Nitsch greift die Opferrituale in seiner Kunst auf und vollzieht sie nach. Im Abreaktionsspiel, in der Zerreißung des Lamms als Opferersatzhandlung, kommt es zu einer unmittelbaren Verbindung von mythischem Kult und christlicher Religion. Der Künstler und die Beteiligten nehmen in diesem Zusammenhang die Stellvertretung der leidenden Menschheit ein, die, über die Rückholung des Verdrängten im Ritual, erlöst werden sollte. Dabei reicht der sinnliche Erlebnisbogen vom Sinnenrausch, dem orgiastischen Exzess, der Ekstase, bis zur Meditation und führt zu Bewusstwerdung und Katharsis. Essentiell dabei ist die Form. "Die Form ist von tiefer metaphysischer moralischer ethischer Qualität." Durch sie können die negativen und destruktiven Impulse in der Abreaktion kanalisiert werden. (Aus diesem Grund werden vom Künstler immer exakte, verbindliche Partituren mit strikten Regieanweisungen entworfen.) In den Abreaktionsriten des Orgien Mysterien Theaters, in denen reale Handlungen inszeniert werden, die die Beteiligten einer tiefen Seins-Erfahrung aussetzen, soll Verdrängtes und Verschüttetes zutage gebracht, kanalisiert und abgeleitet werden. Das Orgien Mysterien Theater ist "Grundexzesserlebnis und Auferstehungsfest, sadomasochistische Ausschweifung und Katharsis, brutale Zerstückelung und harmonisierende Synthese, Beschwörung des Mythos als zusammengezogenes Weltbild und psychoanalytische Therapie. Aller Abstieg ins Perverse, Unappetitliche geschieht im Sinne einer heilenden Bewusstmachung." Die Steigerung des Ekels und des Grauens, das Überschreiten aller Grenzen und Tabus sollte letztlich zu einer Lebensbejahung, die über Leben und Tod hinaus geht, führen, das Sein sollte in seiner Ganzheit und Tiefe erfasst werden.

Aktionsmalerei

Die Malerei des Orgien Mysterien Theaters begründet sich auf der Basis der informellen Kunst. Der Tachismus, als Möglichkeitsform, dem Unbewussten in einem sinnlich-erregten Produktionsvorgang Form zu geben und Ausdruck zu verleihen, sowie sein dramatisch-dynamisches Potenzial, ist die Grundlage der Aktionsmalerei, dem exzessiven Schütten von Farbe auf senkrechte oder waagrechte Leinwände, das Nitsch selbst als „visuelle Grammatik des Aktionstheaters auf einer Bildfläche“ beschreibt. Die elementare sinnliche Erregung der Malerei, hervorgerufen durch das Verschütten, Verspritzen und Verschmieren von Farbe, entspricht jener der Aktionen mit Fleisch, Blut und Eingeweiden, und sie scheint ebenso geeignet zur Abreaktion verdrängter Wünsche und Triebe wie diese. Die Malaktionen (vor Publikum ab dem Jahr 1960) mit ihren zeitlichen, ekstatischen Abläufen sind die Vorläufer zu den eigentlichen theatralischen Aktionen, in denen die bildnerischen Mittel dann durch reale substituiert werden. Der Malprozess steigert sich in seiner Intensität zur Aktion, die Bildfläche wird durch die Wirklichkeit ersetzt. 1962 wird erstmals in einer Malaktion Blut geschüttet und ein getötetes Lamm gekreuzigt. 1963 findet die erste öffentliche Aktion statt. Mitte der 1960er-Jahre verdrängt das Aktionstheater die Malerei gänzlich, die erst wieder viele Jahre später, als eigenständige Gattung, neu etabliert wird. Seit 1963 werden anstatt der Malerei, die scheinbar vollkommen im Orgien Mysterien Theater aufgegangen ist, die RELIKTE der Aktionen zu künstlerischen Objekten verwandelt. Die Stoffe und Gewänder, gezeichnet von den Vorgängen der Aktion, befleckt und besudelt, gelten als authentische Dokumente des Geschehens, sie konservieren die Handlungen und ihre Spuren und erhalten ihre Aktualität über die Zeit. Systematisch gesammelt werden die Aktionsrelikte – Tücher, Hemden, Bahren – vom Künstler seit 1968. Ein Jahr danach integriert Hermann Nitsch auch Messgewänder der christlichen Kirche in die Aktionsmalerei. Später weitet der Künstler diesen Gedanken auf die eigenen, getragenen Malhemden – als wahres Zeugnis des (rituellen) Ereignisses – aus.

Im Jahr 1983 nimmt Hermann Nitsch nach zwanzig Jahren die Malerei wieder auf – und zwar freudvoll, intensiv, spontan und unbekümmert wie nie zuvor – und erkennt, ganz gegen die Praxis der vergangenen zwei Jahrzehnte, die wechselseitige Notwendigkeit von Malaktion und Aktion des Orgien Mysterien Theaters. Seither werden Malaktionen periodisch wiederkehrend durchgeführt. Diese zweite Phase des Malens ist u. a. gekennzeichnet durch die Verwendung bunter Farben (seit etwa 1989) – vorerst immer noch monochrom angewandt, später kombiniert. Ist es lange ausschließlich die Farbe Rot – die intensivste Farbe überhaupt, die Leben und Tod bezeichnet, Sinnbild des Feuers, der Liebe, des Fleisches, des Blutes –, gefolgt von Schwarz, derer sich der Künstler im malerischen Werk bedient, so öffnet sich die Arbeit in den 1990er-Jahren einem  größeren Spektrum, vor allem werden – neben Gelb – die liturgischen Farben Violett, Blau, Grün und Weiß zum Einsatz gebracht. Ihre Wirkung und symbolische Bedeutung wird bewusst im malerischen und aktionistischen Werk eingesetzt.

Die exzessive, subjektive und unmittelbare Malarbeit ist jeweils anderen pragmatischen und inhaltlichen Voraussetzungen unterworfen und verschiedenen Problematiken gewidmet und zeitigt dem entsprechend unterschiedliche bildnerische Resultate. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem Substanzwert der Farbe, der vom flüssigen bis zum pastosen Zustand variiert. Die Farbe wird geschüttet, gespritzt, gepinselt oder mit der bloßen Hand verschmiert – in ihr "wühlt" der Künstler gleich in den Eingeweiden der Tiere. Informelle Geste und aktionistische Wirklichkeit verbinden sich.

Parallel zu den Malaktionen entstehen selbstständige Einzelbildwerke, im standardisierten Format von zwei mal drei Metern, wie etwa die "Kreuzwegstationen", die im Gegensatz zu den Ergebnissen der frühen Malaktionen, die auf Papier hergestellt und vernichtet werden, erhalten bleiben. Später arbeitet Hermann Nitsch auch an mehrteiligen Bildzyklen – häufig markiert durch die zentrale Applikation eines Malhemdes, das als Relikt der Aktion gleich einem befleckten Opfergewand zu interpretieren ist. In den 1990er-Jahren werden die Zyklen variabel, die Werke sind nicht mehr so stark an ein Konzept gebunden. Die Malerei wird als selbstständige Gattung freier betrachtet, das Einzelwerk ist autonomer. Dennoch ist die Malerei für Hermann Nitsch immer "Einleitungsformel, eine Meditationsformel in Richtung zum orgiastischen Geschehen des dramatischen Exzesses […] Die Malerei soll unser Empfinden zu tiefer und intensiver sinnlicher Registrierung öffnen."

Fotografie und Film

Ebenso wesentlich für das Orgien Mysterien Theater wie die Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Musik ist die Fotografie bzw. der Film. Die Aktionen von Hermann Nitsch werden von Anfang an medial begleitet bzw. sie wurden überhaupt unter Ausschluss eines Publikums als pure Fotoaktionen durchgeführt – so erstmals 1963. Wichtig war dem Künstler, dass die Aufnahme dem Werk verpflichtet ist, zwar neutral, aber in einem entsprechenden Blickwinkel durchgeführt wird, sodass die Abbildungen das Anliegen des Gesamtwerks widerspiegeln.
Grafik

Auch die zeichnerischen und druckgrafischen Arbeiten stehen in untrennbarem Zusammenhang mit dem Gesamtwerk und sind unmittelbare Werkteile. In den 1960er- und 1970er-Jahren ist das Schaffen von Hermann Nitsch vor allem durch die Aktionskunst bestimmt, die Grafik, besonders die Architekturzeichnung, die seit 1964 ausgeführt wird, hat einen untergeordneten Stellenwert. Aus den 1970er-Jahren kennt man lediglich zwei monumentale zeichnerische Werke – "Die Eroberung von Jerusalem" von 1971 und "Das letzte Abendmahl" von 1976/79 –, die Jahre später, 2008 bzw. 1983, als Druckgrafiken umgesetzt werden.

Die Zeichnung, ursprünglich, in den 1950er-Jahren, ein dienendes Mittel, das frühen Studien- und Skizzenblättern zu religiösen Themen sowie Formulierungen von informellen Kritzelzeichnungen dient, dann ein rein pragmatisch-praktisches Verfahren ist, das als Ergänzung zu den Partituren, die im Bereich der Komposition ab 1958 entstehen, angewendet wird, avanciert sehr schnell zum eigenständigen Mittel, ist mehr als bloß Konzept, Abbildung oder Skizze und wird schlussendlich Selbstzweck und unabhängig von der Malerei vorangetrieben – in der Druckgrafik allerdings verbinden sich beide.

Hermann Nitsch besuchte in den 1950er-Jahren die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, die er 1957 mit dem Diplom beendet. In dieser Zeit erwirbt der Künstler Fertigkeiten, die als Grundlage für das umfangreiche und diffizile druckgrafische Werk gelten, das reich an technischer Raffinesse und Besonderheiten ist, die vom Künstler und seinen Partnern nicht zuletzt speziell für die eigene Arbeit erfunden werden. Bezeichnend ist auch in diesem Bereich die Intensität, die sich hier im Umfang und Arbeitsaufwand äußert, und der Hang zum Monumentalen sowie zum Visionären, der sich in Resultaten zeigt, die weitab herkömmlicher Druckerzeugnisse liegen, was die Dimension, die Technik und die Qualität betrifft. Das Druckverfahren und die Bearbeitung der Blätter sind dermaßen aufwändig und häufig auch kompliziert, dass die Ergebnisse kaum mit klassischer Grafik verglichen werden können. Selbst wenn man bei Hermann Nitsch von einer Auflage spricht, handelt es sich dennoch stets um manuell gestaltete, unikale Einzelwerke – Nitsch benennt sie als "Unikatgrafik".

Hermann Nitsch arbeitet seit den 1980er-Jahren im druckgrafischen Bereich und erzeugt ein umfangreiches OEuvre. Die Basis der Drucke bildet die Architekturzeichnung, sie ist Ausgangspunkt und Motiv für den Großteil der editierten Grafiken. In Kooperation mit dem Münchner Galeristen und Verleger Fred Jahn sowie dem Drucker Karl Imhof wird in den Jahren 1984 bis 1991 das Projekt Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters, ein Gesamtkonvolut aus vier Mappen mit Direkt-Lithografien, mit über 3300 Einzelblättern, produziert, das im Zentrum des grafischen Gesamtwerks steht. Der Inhalt bezieht sich, wie aus dem Titel hervorgeht, auf die Vision einer unterirdischen Stadtarchitektur für "die heiligen Handlungen" des Orgien Mysterien Theaters, gleich einem Gralstempel – die sich in ein weitläufiges System aus verschlungenen Gängen und  Räumen gliedert, die sowohl aus abstrakten geometrischen Anlagen wie aus organischen, menschlichen Körperformen gebaut sein kann –, die (in Prinzendorf), analog zur Auslotung tiefer psychisch-seelischer Seinsschichten, in sechs Stockwerken, in den "Eingeweiden der Erde", in "uteraler Dunkelheit", tatsächlich in die Tiefe gebaut werden sollte. Neben Einzelblättern beinhalten die Mappen bemerkenswerte große Faltpläne mit den Maßen von 140,5 x 225,5 und 240 x 310 cm.

Die Architektur des O.M.T.

Seit 1991 arbeitet Hermann Nitsch mit Kurt Zein zusammen. Diese Periode ist gekennzeichnet durch die beeindruckende Erweiterung der drucktechnischen Möglichkeiten, die sich selbstverständlich gravierend auf die Ergebnisse niederschlagen, die in einem aufwändigen Prozess von etlichen Bearbeitungsschritten hergestellt werden. So wird z. B. auf Originalen gedruckt, auf Büttenpapier, auf Blättern, die einzeln mit Blut beschüttet oder aktionistisch bemalt wurden; die Farben werden im Druckverfahren blattweise verändert, immer präzise abgestimmt, etliche  Platten werden in komplizierten Verfahren übereinander gedruckt. Arbeiten wie Das letzte Abendmahl, 1983, Die Eroberung von Jerusalem, 2008, oder Die Grablegung, 2008, sind auf solchen Originalrelikten gedruckt. Das jüngste monumentale Werk im Bereich der Grafik ist das großformatige, hebräisch-deutsche Kunstbuch LEVITIKUS, das Hermann Nitsch gemeinsam mit dem Verleger Har-El in einer Auflage von 16 Stück herausgegeben hat und das sich auf das dritte Buch Mose bezieht, das über die Opferriten im Tempel von Jerusalem berichtet. Dem Werk beigelegt sind zwölf Terrigrafien, Siebdrucke mit Sand, deren materiale Oberflächenstruktur sich an die Beschaffenheit der Schüttbilder annähert.
Farbskalen

Die Farbe spielt im gesamten künstlerischen Werk von Hermann Nitsch grundsätzlich eine zentrale Rolle. Sie stellt einen sinnlich-bildnerischen Wert dar, der in seiner Aufgabe und Wirkung im Werkzusammenhang nicht zu unterschätzen ist. Ihre symbolischen, sinnlichen, expressiven und assoziativen Qualitäten stellen sich insbesondere in den Dienst des spezifischen künstlerischen Anliegens.

In den Farbskalen hingegen geht es um eine diesbezügliche Objektivierung der Sinneswahrnehmung. Ende der 1960er-Jahre konzipiert Hermann Nitsch erstmals eine Farbenlehre des Orgien Mysterien Theaters. In individuellen Farbskalen wird die wechselweise Wirkung der Farben untersucht und es werden den Tönen bestimmte akustische Klänge zugeordnet. Von 1979 bis 1981 und 1989 bis 1991 erteilt Hermann Nitsch an der Städelschule in Frankfurt am Main, wo er von 1989 bis 2003 eine Professur inne hat, Kurse für Farbübungen. Die Intention ist, den Studierenden ein unbelastetes Verhältnis und einen neutralen Zugang abseits klassischer Wahrnehmungsmuster zu den Farben und im Umgang mit Farbe zu vermitteln, mit dem Ziel der "reinen Freude am farbigen Gestalten". Die Farben sollen, gegen alle herkömmlichen Schemen, intuitiv-emotional empfunden werden.

Hermann Nitsch erarbeitet ein System umfangreicher Farbskalen, in denen einzelne Farbtöne, die sich gegenseitig in ihren Wirkweisen  verstärken, harmonisch zu ausgewogenen farbigen Konstellationen aneinander gereiht werden. Wie immer im Werk des Künstlers, gibt es auch hier Rahmenbedingungen, Konzepte, Anweisungen und Aufgabenstellungen, sozusagen eine Dramaturgie, die die Strategie und den Wirkungsradius des bildnerischen Tuns definiert. Innerhalb dieser Vorgaben ist das Agieren frei, bloß sinnlich, instinktiv angeleitet, die Rezeption soll synästhetisch erfolgen. Die Farben können als Töne, Formen, Geruchs- oder Geschmackswahrnehmungen gelesen werden oder auch ein Gemeinsames, eine Einheit der Sinnesempfindungen, bilden.

Musik

Vor allem das Zusammenspiel von Farbe und Ton – ihre Harmonie oder Dissonanz – ist im Werk von Hermann Nitsch wesentlich. Diese Verschränkung bildet sich auch in den Partituren ab – in den handschriftlichen (Regie-)Anleitungen der Aktionen, die der Künstler ebenfalls bereits seit den 1960er-Jahren niederschreibt –, in denen tonale Notationen fallweise auch durch Farblinien ersetzt werden können. In der Musik kommt es ebenso wie in Nitschs Farbenlehre rein auf den Klang des Tons und den Zusammenklang, die Harmonie der Töne, an. Melodie und Rhythmus sind obsolet. Es geht um die Überwindung klassischer musikalischer Kategorien zugunsten einer exzessiv-expressiven Ausdrucksform, die das intensive, ekstatische Grundmotiv akustisch mitträgt.

Seit den 1970er-Jahren, seit die Aktionen bzw. Feste im Schloss Prinzendorf stattfinden, ist auch die Musik ein wesentliches integratives Mittel des Orgien Mysterien Theaters. Sie ersetzt, in ihrer archaischen Grundform, als Geräusch, als Schrei, als Lärmerregung, gewissermaßen die Sprache. Sie erzählt bzw. beschreibt nicht, sondern ist reales Ausdrucksäquivalent. Sie entsteht aus der tatsächlichen, momentanen Erregung in der Aktion und gleichzeitig intensiviert sie diese. Lärmorchester, Schreichöre und traditionelle Blasmusik, elektronisch verstärkt, begleiten die Aktionen und forcieren ihre Intensität. "Eine orgiastische Musik soll uns in den Zustand der Seinsfindung versetzen", postuliert Hermann Nitsch."
Wetzlinger-Grundnig, Christine, aus dem Ausstellungskatalog "Hermann Nitsch. Das Gesamtkunstwerk des Orgien Mysterien Theaters und seine Disziplinen". Klagenfurt: MMKK. S. 62–70.

Stilbeschreibung

"[...] "Mein Einfluss", sagt Hermann Nitsch über seine musikalische Sozialisierung, "war zuerst einmal die gesamte klassische Musik und dann war halt die übermächtige Zweite Wiener Schule da und ich hab eingesehen – und vor allem in Zusammenhang mit meinem Theater – so kann ich nicht weitermachen. Als ich begonnen hab Musik zu machen, da war überall dieser Webernsche Dialekt, dieser Akzent, der beim Webern und einigen Wenigen großartig ist und bei vielen Anderen für mich unerträglich war. Da bin ich dann einen ganz anderen Weg gegangen, der die Wurzeln der Musik im Schrei, in der Dynamik und im Lärm gesehen hat. Der Schrei ist eben vor dem Wort: Wenn der Mensch dermaßen erregt ist, dass er keine Worte mehr findet, sondern der Schrei Ausdruck seines Schmerzes oder Glückes ist."

Man sollte die prinzipielle Absicht und Zielsetzung von Hermann Nitschs Kunst kennen, um diese Musik auskosten zu können. Das langsame Aufbauen orgiastischer Klang- und Rauschzustände, das intensivierende, wie vor-sich-hin-Schieben von Klang- und Geräuschflächen, das plötzliche, wie erschrockene Abreißen oder Umkippen der Musik: All das entspringt dem Feiern des schieren Daseins in all seiner Schönheit wie auch seinen Abgründen mit Hilfe des Rituellen und Mythologischen in seiner Kunst und darin liegt auch manche Verbindung zu Musik und Absicht von beispielsweise Alexander Skrjabin, Anton Bruckner, Richard Wagner [...].

"Ich komme von Wagner her, verehre den Wagner sehr und das Arbeiten mit dem sogenannten Leitmotiv, beim Berlioz hat's geheißen Idee fixe, das ist ja etwas, das auch von der Literatur übernommen worden ist, Thomas Mann hat sich sehr bemüht, Leitmotive in seinen Romanen klarzulegen und bei Proust ist es ähnlich. Das hat seine Berechtigung im Kontext Gesamtkunstwerk. Und die Geschmacksmotive sind mit Aktionsmotiven und diese wiederum mit Musikmotiven verknüpft. Also das Gesamtkunstwerk bündelt sich synästhetisch. Wer meine Schriften liest, wird sehen, dass immer wieder Skrjabin auftaucht., der gehört zu jenen, die mich ganz stark beeinflusst haben, diese Farbprojektionen und diese überkandidelte Musik, die eigentlich die Konsequenz dann im Schönberg hatte. Also Skrjabin schätze ich sehr, und wenn es mir nur ein bisschen gelänge, mit meiner Arbeit und meiner Musik in die Nähe dessen zu kommen, dann hätte vieles von dem, was ich mache, eine Berechtigung. Ich hab in diesem Gespräch nicht alle meine Vorbilder aufgezählt, die es in dieser Form ja auch gar nicht gibt, weil es nichts gibt, das mich nicht beeinflusst hat, von den Heurigenliedern zu den Herzgewächsen von Schönberg." [...]

Die Musik von Hermann Nitsch ist notiert, genau und ausführlich in all ihren Aspekten, in Partituren, die Tonhöhenverläufe, Lautstärken und Intensitäten des Orchesters regeln, ebenso wie all die anderen Ebenen seiner Musik. In diesen Partituren sind auch alle anderen Aspekte der Aktionen von Hermann Nitsch notiert, von den Düften angefangen bis hin zu den genauen Verläufen von Prozessionen. Hermann Nitsch über seine Art der Notation der Klangverläufe: "Es handelt sich mehr oder weniger um eine Strukturpartitur, wo die Zeitdauer des Spieles der Instrumente angegeben ist, und vor allem wo die Intensität angegeben ist. Es ist jenseits aller Melodik. Es sei denn, sie ist collagenhaft eingebracht, wie bei diesen Ländler, Scherzi und so. Es gibt langgezogene Töne und Lärmkomplexe. Wobei bei meiner jetzigen Musik die langgezogenen Töne bei weitem überwiegen. Mein Ideal ist dann mehr oder weniger insgesamt eine Art Orgelklang zu erzeugen."
Wie ein sanfter oder auch gewaltiger Orgelklang möge seine Musik insgesamt tönen, sagt Hermann Nitsch, aber manchmal sitzt er auch wirklich selbst an der Orgel oder am Harmonium und lässt die Klänge und Klangfarben schillern [...]."
mica-Musikmagazin: Hermann Nitsch – Ein musikalisches, persönliches in memoriam (Christian Scheib, 2022)

"das wesentlich neue an meinem theater ist das überwinden des rollenspiels durch das inszenieren realer geschehnisse. reale geschehnisse beanspruchen automatisch das gesamtkunstwerk. sie sind über alle fünf sinne erfahrbar. sie sind schmeckbar, riechbar, sind zu hören, zu sehen und betastbar. neben der visuellen dominanz meines theaters, das versucht, sich von der sprache loszulösen, ist das geräusch ein wesentlicher faktor. das geräusch übernimmt vorerst die rolle der musik in meinem gesamtkunstwerk. meine musik hat ihre wurzeln im schrei, im lärm, ist verbunden mit extremster erregung, die zur notwendigkeit des theaters gehört. der schrei liegt menschheitsgeschichtlich vor dem wort, er ereignet sich dann, wenn die erregung so stark ist, dass das wort kein auslangen mehr findet. meine musik ist in keiner weise illustrativ oder den aktionen aufgesetzt. sie kommt buchstäblich aus der erregung des geschehnisses. sie intensiviert die aktion, die aktion aktiviert die musik. sie gräbt tiefer in die abgründe der katastrophe des dramas. in der folge hat sich meine akustische gestaltung über die extremen, archaischen ausdrucksmöglichkeiten, die ich aber trotzdem nie verlassen will, hinausentwickelt. die klangfarbe wird immer wesentlicher. eine art orgelklang des gesamten orchesters wird angestrebt. ich bin auf die musik des o.m. theaters durch die unmittelbare auseinandersetzung mit der aktion gestossen.
vor mir lag die musik der zweiten wiener schule, schönberg, webern, vor der ich soviel respekt hatte, dass ich sie nicht wiederkauen wollte. es musste ein ausbruch gefunden werden. etwas neues aus der aktion geborenes entstand. der zufall bekam eine wesentliche rolle. john cage hat zu dieser öffnung beigetragen. andererseits wurden ganz andere klangdimensionen beansprucht, die für die zeitdauer des 6-tage-spiels in wirkung treten sollen. riesige klangblöcke und klangwände werden eingesetzt. die orchesterbesetzung tendiert zum gigantischen. nahezu eine rückwendung zu wagner, bruckner und scriabin entsteht. eine orgiastische musik soll uns in einen intensiven zustand der seinsfindung versetzen. das o.m.theater ist einer riesigen symphonie mit sechs sätzen vergleichbar. die sinnlich intensiven eindrücke, welche die orgiastischen ausweidungsaktionen des o.m. theaters bewirken, das schauende, riechende und schmeckende erfahren von blut, fleisch und gedärmen sollen sich bis zu brüllenden, röhrenden tönen steigern.
ebenso kennt meine musik die meditative ruhe des adagios. die ruhe des sternenhimmels, die ruhigen bahnen der gestirne sollen ausgekostet werden und das sich im unendlichen verlierende weltall soll ausgelotet werden. die musik dieses gesamtkunstwerkes meint lebensbejahende seinsmystik."
Nitsch, Hermann: Die Musik des Orgien Mysterien Theaters (1999), abgerufen am 17.05.2022 [https://www.nitsch.org/musik/]

Auszeichnungen

1984 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport: Würdigungspreis für Bildende Kunst
1988 Magistrat der Stadt Wien - MA 7 Kulturamt: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (Kategorie: Malerei und Grafik)
1995 Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst: Verleihung des Titels "Professor"
2004 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung: Würdigungspreis für Bildende Kunst
2005 Stadt Wien: Goldene Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien
2005 Republik Österreich: Großer Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst
2008 Universität Cluj (Rumänien): Ehrendoktortitel
2009 Stadt Pogradec (Albanien): Ehrenbürgerschaft

Ausbildung

1953–1958 Graphische Lehr- und Versuchsanstalt Wien: Grafik - Diplom

Tätigkeiten

1957 Idee des O.M.-Theaters, eines sechs Tage dauernden Festspieles und Gesamtkunstwerks, das alle 5 Sinne der Teilnehmer direkt beansprucht und in dem sich alle von Nitschs künstlerischen Bestrebungen sammeln
1957–1961 Technisches Museum Wien: Gebrauchsgrafiker
1960–1966 Wien: diverse Aktions- und Ausstellungstätigkeiten - beständig Konfrontationen mit den Behörden, Prozesse und Gefängnisstrafen
1962 Wohnung Otto Mühl, Wien: 1. Aktion (Selbstkreuzigung und -überschüttung)
1962–1970 Wiener Aktionismus, Wien: Mitbegründer der Stilrichtung; gemeinsam mit Otto Muehl, Adolf Frohner, Günther Brus, Rudolf Schwarzkogler
1966 Destruction in Art Symposion, London (Großbritannien): internationaler Durchbruch
1968 Einladung zur Durchführung von Aktionen in den USA (25.-28. Aktion)
1971–1973 Staatliche Hochschule für Bildende Künste (Städelschule), Frankfurt am Main (Deutschland): Gastdozent
1971–2022 Schloß Prinzendorf, Prinzendorf an der Zaya: Ankauf, Schaffensort
1972 documenta V, Kassel (Deutschland): Teilnehmer
1973 Verein zur Förderung des O.M.-Theaters - Schloß Prinzendorf, Prinzendorf an der Zaya: Gründer
1975 Schloß Prinzendorf, Prinzendorf an der Zaya: 50. Aktion - erstes 24-Stunden-Spiel
1977 Bologna (Italien): 50. Aktion "Requiem für meine Frau Beate" - Musik gewinnt in Nitschs Werk an Bedeutung
1979–1981 Staatliche Hochschule für Bildende Künste (Städelschule), Frankfurt am Main (Deutschland): Dozent (Farbübungen)
1982 documenta VII, Kassel (Deutschland): Teilnehmer
1985–1986 Kunstakademie Hamburg (Deutschland): Gastprofessor
1988 Biennale, Sydney (Australien): Vertreter Österreichs
1988 Lenbachhaus, München (Deutschland): 1. große Retrospektive
1988–2003 Staatliche Hochschule für Bildende Künste (Städelschule), Frankfurt am Main (Deutschland): Professor (Interdisziplinäre Kunst)
1989–1991 Staatliche Hochschule für Bildende Künste (Städelschule), Frankfurt am Main (Deutschland): Dozent (Farbübungen)
1989–1995 Schule für künstlerische Fotografie, Wien: Dozent
1992 Weltausstellung/Exposition Mondiale (EXPO), Sevilla (Spanien): einziger Vertreter Österreichs
1993 Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg: Dozent (Malerei)
1995 Wiener Staatsoper: Ausstatter, Regiebeteiligung (Oper "Hérodiade", von Jules Massenet)
1995 Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg: Dozent (Malerei)
1998 Schloß Prinzendorf, Prinzendorf an der Zaya: Uraufführung des 6-Tage-Spiels im/um Schloss Prinzendorf (100. Aktion) - große Aufregung, intensive mediale Berichterstattung
2001 Festspielhaus St. Pölten: Ausstatter (Oper "Satyagraha", von Philip Glass)
2004 Institut für Theaterwissenschaften - Universität Wien: Gastprofessor
2005 Burgtheater Wien: 122. Aktion - Bespielung auf Einladung des Direktors Klaus Bachler
2005 Wiener Staatsoper: Ausstatter (Ballett "Le Renard", von Igor Strawinsky)
2007 Opernhaus Zürich (Schweiz): Regisseur (Oper "Szenen aus Goethes Faust", von Robert Schumann)
2007–heute Hermann Nitsch Museum, Mistelbach: Eröffnung, wechselnde Ausstellungen
2008–heute Museo Hermann Nitsch, Neapel (Italien): Eröffnung, wechselnde Ausstellungen
2009–heute Nitsch Foundation, Wien: Gründer, in enger Abstimmung mit Geschäftsführung/Beirat
2011 Bayerische Staatsoper, München (Deutschland): Ausstatter, Regisseur (Oper "Saint François d'Assise", von Olivier Messiaen)
2017 zahlreiche internationale Ausstellungen u.a. in Korea, Italien, Rumänien, Österreich, Schweiz, USA
2017 Dark Mofo Festival, Hobart (Australien): Teilnehmer, 150. Aktion
2018 Ausstellung "Leben und Werk" - Nitsch Museum, Mistelbach: Eröffnung anlässlich des 80. Geburtstages
2021 Bayreuther Festspiele (Deutschland): Live-Gestalter einer semi-szenischen Aufführung durch Schüttbilder (Oper "Die Walküre")

Aufträge (Auswahl)

2008 Haus der Musik - Das Klangmuseum, Wien: Entwurf eines Klang:Teppichs

Aufführungen (Auswahl)

1974 Christian Attersee, Günter Brus, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Dominik Steiger, Oswald Wiener - Konzert "Selten Gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente", Lenbachhaus München (Deutschland): Das Berliner Konzert (UA)
1974 Hermann Nitsch, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Oswald Wiener - im Rahmen der 46. Aktion, Schloss Prinzendorf: Die 5 wohltätigen Klaviere zugunsten von Brus (UA)
1974 Christian Attersee, Günter Brus, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Dominik Steiger, Oswald Wiener - Konzert "Selten Gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente", Kirche zum Heiligen Kreuz Berlin (Deutschland): Das Berliner Konzert (UA)
1976 Günter Brus, Hermann Nitsch, Dieter Roth, Gerhard Rühm - Konzert "Selten Gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente" - Villa Romenthal, Diessen am Ammersee (Deutschland): Romenthalquartett (UA)
1977 im Rahmen der 55. Aktion - International Performance Art Week, Bologna (Italien): Requiem für meine Frau Beate (UA)
1979 Christian Attersee, Heinz Cibulka, Herbert Hossmann, Hansjörg Mayer, Hermann Nitsch, Paul Renner, Björn Roth, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Dieter Schwarz, André Thomkins, Oswald Wiener - Konzert "Selten Gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente", Lenbachhaus München (Deutschland): Abschöpfsymphonie (UA)
1980 Dieter Roth Studio, Bali/Mossfellsveit: Die Island Sinfonie (UA)
1980 Studenten der Kunstakademie Reykjavik,  Basel (Schweiz): 5. Sinfonie – Dieter Roth herzlichst zugeeignet (UA)
1980 Frank Dolch (org), Isländisches Symphonieorchester, MAK Wien: Allerheiligensinfonie (UA)
1984 Hermann Nitsch (pf) - Galerie Heike Curtze, Düsseldorf (Deutschland): klaviersonate (UA)
1984 Hermann Nitsch (pf) - Galerie Heike Curtze, Wien: nachtstück für harmonium (UA)
1985 Grazer Studentenchor, Süd-Ost-Sinfonieorchester, Clemens Gadenstätter (dir), Hermann Nitsch (dir) - Steirischer Herbst, Orpheum Graz: 7. Sinfonie (UA)
1986 Hermann Nitsch (org), Brucknerhaus Linz: Die Geburt des Dionysos (UA), Die Tiefe des Alls (UA), Der Hirschgott (UA), Dornenkrönung (UA), Die Auferstehung des Dionysos-Christus (UA)
1988 Hermann Nitsch (org), Augustinerkirche Zürich (Schweiz): Das Zürcher Konzert (UA)
1989
Hermann Nitsch (org), The Art Gallery of Ontario, Toronto (Kanada): Orgelkonzert (UA)
1990
MAK Wien: 8. Sinfonie (UA)
1998 Mythos-Quintett, Ballett der Wiener Staatsoper, Maksimilijan Cencic (dir) - Donaufestival Krems, Festspielhaus St. Pölten: Mythos (UA)
2003 Torre Fossa Lo Papa / Punta Campanella (Italien): Sinfonia Punta Campanella (UA)
2006 Quinetto Nitsch, Padula (Italien): Streichquintett (UA)
2007 Stadtkapelle Mistelbach, Karl Bergauer (dir) - Nitsch Museum, Mistelbach: Zur Weihe des Hauses (UA)
2009 European Philharmonic Orchestra, Peter Jan Marthé (dir) - Nitsch Museum, Mistelbach: Symphonie Nr. 9 "Die Ägyptische" (UA)
2013 Hermann Nitsch (org), Christian Attersee (pf) - Fondazione Morra, Teatro di Corte del Palazzo Reale, Neapel (Italien): Duetto per Napoli (UA)
2014 Imago Sonora Ensemble, Andrea Cusumano (dir), Rom (Italien): Concert for fondazione ducci (UA)
2015 Fundación Jumex Arte Contemporáneo, Mexico City (Mexiko): Sinfónia für Mexico City (UA)
2016 Orchestra Filarmonica di Verona, Andrea Cusumano (dir), Palazzo della Gran Guardia Verona (Italien): Sinfonie für Verona (UA)
2017 Klangvereinigung Wien, Andrea Cusumano (dir) - anlässlich des 10. Geburtstags des Nitsch Museums - Nitsch Museum, Mistelbach: Sinfonie Traubenfleisch (UA)
2020 Nuova Orchestra Scarlatti di Napoli, Andrea Cusumano (dir) - Museo Nitsch, Neapel (Italien): Sinfonia Napolia (UA)
2021 ORF Radio Symphonieorchester Wien, Michael Mautner (dir) - Nitsch Museum, Mistelbach: Weinviertel Sinfonie (UA)

Pressestimmen

19. April 2022
"Menschen, die unbedingt provozieren wollen, sind häufig die größten Moralisten. Wenn also Hermann Nitsch, ein Marathon-Provokateur vor dem Herrn, über 60 Jahre scheinreligiöse Blutorgien veranstaltete, und dafür bis heute der Blasphemie und der Grausamkeit beschuldigt wird, dann ist das für alle weniger empfindlichen Menschen ein klarer Hinweis: Hier waltet priesterlicher Aufrüttelungswille mit dem Ziel des besseren Menschen. Sein "Orgien Mysterien Theater", die zentrale Aktion des österreichischen Kunst-Druiden, die er weit über hundert Male aufführte, verlangte von sich selbst, Erkenntnis und "tiefe annahme unserer tragischen wirklichkeit" heraufzubeschwören. Und dafür konnten natürlich nur radikale Symbole taugen. Zuschauer dieser stunden- bis tagelangen Kunstrituale erlebten Prozessionen und Kreuzigungen, choreografierte Verschlingungen von lebendem und totem Fleisch, das Beschmieren nackter Körper mit Blut und Innereien, begleitet von überwältigender Musik, die Oratorien mit Jazz und dissonanter Klangmalerei verband. Nitsch lieh sich Inspirationen aus antiken und schamanistischen Zeremonien, die den Tod als Übergang feiern, aus Animismus und Satanismus, von Sigmund Freud und de Sade, und verband diese mit christlichen Liturgien und Symbolen. Mit dieser Privatmythologie schuf er sich ein eigenes Ritual, das vor allem und immer wieder nach Katharsis verlangte. Nach Reinigung durch die Bekanntschaft mit dem Extremen. Der gemütliche Mann mit dem langen Bart, der aussah wie der liebe Herrgott in Schwarz, begann seine Schule der Blutreinigung in jener Gruppe irrwitziger Österreicher, die mit Beginn der Sechzigerjahre in Wien die Grenzen des guten Geschmacks, der Anständigkeit und staatlichen Geduld so weit überschritten, dass einige von ihnen - so auch Nitsch - ins deutsche Exil fliehen mussten. Der Wiener Aktionismus kannte nichts, wenn es darum ging, Menschen zu schockieren, um ihnen vorzuführen, wie eingefahren und stumpf sie dahinlebten. Mit quälend unverständlichen Texten, Körperkunst, die bis zur Selbstverletzung reichte, und Aktionen, in denen alle Körperflüssigkeiten zur Anwendung kamen, entäußerte sich die Wiener Wut auf das Devote, Angepasste und Obrigkeitshörige in immer schrilleren Inszenierungen [...]."
Süddeutsche Zeitung: Blutbürger (Till Briegleb, 2022), abgerufen am 17.05.2022 [https://www.sueddeutsche.de/kultur/hermann-nitsch-kunst-oesterreich-nac…]

19. April 2022
"[...] Sein musikalisches Repertoire wandelte sich schnell von reiner Lärmkulisse zu den ersten Aktionen mit Lammzerreißungen und Blutschüttungen zu (postmodernen) Collagen von Fragmenten aus dem Werk des besonders verehrten Alexander Nikolajewitsch Skrjabin, dessen Farbenklavier, "Mysterien" und "Prometheus" auch inhaltlich besondere Anregungen gaben [...]".
Wiener Zeitung: Den Exzess ins Museum gebracht (Brigitte Borchhardt-Birbaumer, 2022), abgerufen am 17.05.2022 [https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kunst/2144501-Den-Exzes…]

30. Juli 2021
"[...] Den heute über 80-jährigen Künstler Hermann Nitsch mit einer Fortschreibung der "Walküre" zu betrauen, ist tatsächlich so abwegig nicht, denn erstens "inszeniert" er damit nicht zum ersten Mal eine Oper, und zweitens ist ja auch Nitsch ein Künstler, der sich als Gesamtkunstwerker versteht, sozusagen als Parallelentwurf zu Wagners Kunstbegriff. Zu Beginn ist die Bühne ein unschuldig weißer Raum, ein paar Besen stehen bereit und drei Stühle an der Rampe. Die Sän­ge­r*in­nen treten in einheitlichen schwarzen Kutten auf, und während der Dirigent Pietari Inkinen im gedeckelten Graben das Orchester zu ersten Klangstürmen aufpeitscht, beginnen zehn Ma­le­r*in­nen mit ihrer Arbeit: Eine Abordnung zelebriert die für Nitsch typischen sogenannten Schüttbilder, bei denen Farbe am oberen Rand der Leinwand ausgegossen wird und dann in Rinnsalen hinunterläuft. Gelb und orange leuchten die ersten Rinnsale, während eine zweite Mannschaft den Bühnenboden grober bearbeitet und meist mit schwungvollem Anlauf Farbe aus Eimern auf den weißen Boden leert. Platsch!, macht es immer wieder, gern platzt das Geräusch auch in leise Stellen oder Generalpausen herein. Die Boden-Truppe nimmt bisweilen die Besen zur Hand und schrubbt geräuschvoll Farbschlieren ineinander. Derweil bliebt es vorne am Bühnenrand durchweg oratorisch. Die Sän­ge­r*in­nen treten auf und ab, Spiel und Gesten bleiben bloß angedeutet, das Geschehen verlagert sich ausschließlich in die Musik und, ja tatsächlich, in die völlig abstrakte, aber immer beredtere Dynamik der rinnenden Farben, mal in dickem Fluss, mal in feinstem Strahl, von leuchtenden Neon- bis hin zu opaken Erdtönen, auf geheimnisvolle Weise synchronisiert mit den inneren Zuständen, die Wagners Musik schildert und unbewusst rumoren lässt. Die Ma­le­r*in­nen arbeiten, so heißt es, mit Knopf im Ohr und folgen, mit gewissen Freiräumen der Improvisation, Nitschs minutiösen Anweisungen, der offenbar so etwas wie eine Farbpartitur entworfen hat. Brünnhildes  Todesverkündung wird vorbereitet mit einem Schwall in Mintgrün, dann folgen Flieder und Gelb, keineswegs plattes Schwarz. Je mehr das Auge sich an den Farbrausch und seine eigenwillige Dramaturgie gewöhnt, desto interessanter wird es. Tatsächlich geschieht ja nichts auf der Bühne, außer dass sich in jeder Sekunde Farbe bewegt, rinnt, tropft und spritzt und neue Farbe die alte überlagert. Die äußere Handlung von Wagners Musiktheater gerät dadurch vollständig aus dem Blick, das Geschehen wendet sich vielmehr nach innen, lauscht auf die Zustände, das Fließen der inneren Emotionsströme. Am Ende vermisst man fast nichts und schon gar keine schlechte Regie [...]."
taz – Die Tageszeitung: Mit Schrubbern und Eimern (Regine Müller, 2021), abgerufen am 17.05.2022 [https://taz.de/Hermann-Nitsch-in-Bayreuth/!5786154/]

Diskografie (Auswahl)

2020 Orgelkonzert – AngelicA 2019 (Bologna)
2020 2. Streichquartett in 6 Sätzen für 2 Violinen, Viola und Violonchello - Albertina Quartett (LP; Trost Records)
2020 Akustisches Abreaktionsspiel (CD/LP; Tochnit Aleph)
2019 Traubenfleisch (LP; Tochnit Aleph)
2019 2. Streichquartett in 6 Sätzen für 2 Violinen, Viola und Violonchello - Albertina Quartett (Trost Records)
2018 Musik der 135. Aktion, Kuba (Trost Records)
2018 Traubenfleisch (Tochnit Aleph)
2017 Orgelkonzert Jesuitenkirche Wien (CD/LP; Trost Records)
2016 Hermann Nitsch und seine Musik (nitsch museum/Ö1)
2016 Orgelkonzert Berlin 2016 (Tochnit Aleph)
2016 Musik der 25. Aktion, Wiederaufführung 1982 (LP; Cien Fuegos)
2016 Streichquartett in 4 Sätzen (Tochnit Aleph)
2016 Streichquartett (Romenthalquartett) (Tochnit Aleph)
2015 6. Sinfonie (Allerheiligensinfonie) (Tochnit Aleph)
2015 Sinfonie für Mexico City (Tochnit Aleph)
2015 Münchner Konzert (Tochnit Aleph)
2012 Hermann Nitsch: Tilburg (LP; Dead Mind Records)
2010 Eight Symphony (Tochnit Aleph)
2010 "Die Ägyptische" (9. Sinfonie) (Gramola)
2009 Musik der 122. Aktion (Alga Marthen)
2008 Hermann Nitsch. Die Geburt Des Dionysos Christos (LP; VOD)
2008 Nitsch für Anton Bruckner. Bruckner V. Reloaded (Preiser Records)
2007 Zur Weihe des Hauses MZM (Stadtkapelle Mistelbach)
2006 Hermann Nitsch. Die Musik des 6-Tage-Spiels 1998, 3.-9. August 1998 (2. Gesamtausgabe) (Verlag das O.M. Theater)
2006 Das Aktionstheater des Hermann Nitsch zwischen Herkunft und Zukunft (Edition Kröthenhayn)
2006 Musik der 56. Aktion: Requiem für meine Frau Beate (Edizioni Morra/Alga Marghen)
2006 Hermann Nitsch. Das Orgien Mysterien Theater 120. Aktion (Verlag das O.M. Theater)
2004 Sinfonia Punta Campanella in 4 Movimenti (Fondazione Morra)
2003 Musik der 80. Aktion (Alga-Marghen)
2002 Hermann Nitsch. Die Musik des 6-Tage-Spiels 1998 (1. Gesamtausgabe) (Cortical Foundation "Gary Todd")
2001 Klaviersonate für Arnulf Rainer (LP; Welt am Draht)
2001 Orgelkonzert: St. Ulrich im Greith (Kulturhaus St. Ulrich im Greith)
2001 Harmoniumwerk 9-12 (Cortical Foundation "Gary Todd")
2001 Harmoniumwerk 5-8 (Cortical Foundation "Gary Todd")
2001 Harmoniumwerk 1-4 (Cortical Foundation "Gary Todd")
2001 7. Sinfonie: Von Rita zum 62. Geburtstag 29.8.2000 (Edition Hundertmark)
2001 8. Sinfonie (LP; Cortical Foundation "Gary Todd")
2000 Das 6-Tage-Spiel des Orgien Mysterien Theaters: 3. Tag (LP/CD; Cortical Foundation "Gary Todd")
1999 Das 6-Tage-Spiel des Orgien Mysterien Theaters: 3. Tag (CD/LP/CDR; Cortical Foundation "Gary Todd")
1999 Das 6-Tage-Spiel des Orgien Mysterien Theaters: 5. Tag (LP; Cortical Foundation "Gary Todd")
1998 Musik der 66. Aktion (Alga-Marghen)
1998 Musik der 38. Malaktion für sieben Bläser und Orgel (LP; Welt am Draht)
1998 Island: Eine Sinfonie in 10 Sätzen (Cortical Foundation "Gary Todd")
1996 Musik der 60. Aktion Berlin 1978 / Musik für Rita Geburtstag (Alga-Marghen)
1995 Komposition für Orgel in fünf Sätzen (Yedermann Productions)
1994 Musik der 80. Aktion: 1. Tag, Kreuzigung des Ödipus, Ausweidung von Schafen (Dom America)
1991 Musik der 80. Aktion: 1. Tag, Sonnengesang, Stierschlachtung, Ausweidung (Dom America)
1989 Die Tiefe des Alls: Harmoniumwerk 1983–1989 (MC; Verlag das O.M. Theater)
1989 Island: Eine Sinfonie in 10 Sätzen (MC; Dieter Roth Verlag)
1989 Orgelkonzert Toronto (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 6. Sinfonie (Allerheiligensinfonie) (MC; Edition Freibord)
1988 Musik der 84. Aktion: Pfingstaktion (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 6. Sinfonie (Allerheiligensinfonie): Generalprobe mit Orgelfinale (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 Musik der 85. Aktion: Brudermordermord (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 Orgelkonzert – Das Zürcher Konzert (LP; Schedle & Arpagaus)
1988 Musik der 45. Aktion (Ausschnitte) und Klaviermusik (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 Musik der 14. Aktion, Wiederaufführung 1988 (MC; Verlag das O.M. Theater)
1988 Musik der 25. Aktion, Wiederaufführung 1982 (MC; Verlag das O.M. Theater)
1987 Orgelkonzert und Orgelstück Prinzendorf (MC; Edition Hundertmark)
1985 Musik der 77. Aktion und Nachtstück für Harmonium ( (MC; Verlag das O.M. Theater)
1985 7. Sinfonie (MC; Dieter Roth Verlag)
1984 Musik der 80. Aktion (MC; Dieter Roth Verlag)
1984 Klaviersonate und Nachtstück für Harmonium (LP; Yedermann Productions)
1980 Musik der 68. Aktion (MC; Dieter Roth Verlag)
1980 Musik der 66. Aktion (MC; Dieter Roth Verlag)
1980 5. Sinfonie (MC; Verlag das O.M. Theater)
1980 Island: Eine Sinfonie in 10 Sätzen (LP; Dieter Roth Verlag)
1979 Musik der 60. Aktion (LP; Dieter Roth Verlag)
1979 Abschöpfungssymphonie (LP; Edition Hansjörg Mayer)
1978 Das Berliner Konzert. Selten gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente (LP; Edizioni Lotta Poetica & Edizioni Morra)
1978 56a Azione Chiesa S. Lucia Bologna (55. Aktion) (LP; Edizioni Lotta Poetica & Edizioni Morra)
1977 Das Berliner Konzert. Selten gehörte Musik – Musica che si ascolta raramente (LP; Edizioni Morra/Rosanna Chiessi Pari & Dispari/Edition Hansjörg Mayer)
1975 Romenthalquartett (LP; Edition Hansjörg Mayer)
1975 Münchner Konzert (LP; Edition Hansjörg Mayer)
1973 Akustisches Abreaktionsspiel (LP; Edition Klewan)

Literatur

mica-Archiv: Hermann Nitsch

1986 Rychlik, Otmar / Gargerle, Christian (Hrsg.): Das früheste Werk. Wien: Sonderzahl Verlag.
1988 Jaschke, Gerhard: Das rote Tuch – Der Mensch das unappetitlichste Vieh. Wien: Edition Freibord.
1988 Schwarz, Dieter: Aktionsmalerei – Aktionismus, Wien 1960–1965. Zürich: Seedorn Verlag.
1989 Klocker, Hubert: Der Zertrümmerte Spiegel, Wien 1960–1971 (Wiener Aktionsmus II). Klagenfurt: Ritter Verlag.
1994 Jaschke, Gerhard: Reizwort "Nitsch" - Das Orgien Mysterien Theater im Spiegel der Presse. Wien: Sonderzahl Verlag.
1994 Kunsthalle Krems: Hermann Nitsch. Eine biographische Skizze. Krems: Kunsthalle Krems.
1997 Brannte, Johannes: An die Grenzen des guten Geschmacks? Gedanken zum Orgien Mysterien Theater von Hermann Nitsch. In: Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 4/97. München: Verlag Schnell und Steiner. S. 368–377.
1998 Adamik, Lajos: Bild.Frei.Machen. Budapest: Balkon.
1999 Spera, Danielle: Hermann Nitsch - Leben und Arbeit. Wien: Brandstätter Verlag.
1999 Braun, Kerstin: Der Wiener Aktionismus. Positionen und Prinzipien. Wien.
1999 Atlas Archive Documents of the Avant-Garde Number 7. The Vienna Actionists. London: Atlas Press.
2001 Dreher, Thomas: Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia. München: Wilhelm Fink Verlag. S. 163–192, 207, 214–216, 243–249, 269–272, 281–298.
2001 Jahraus, Oliver: Die Aktion des Wiener Aktionismus. Subversion der Kultur und Dispositionierung des Bewusstseins. München: Wilhelm Fink Verlag.
2004 Adamik, Lajos: Hermann Nitsch. Budapest: Metronóm Kiadó.
2005 Niger, Hortus / Nitsch, Hermann: Nitsch als Pädagoge. Hohenems: Bucher Verlag.
2005 Schmied, Erika / Schmied, Wieland: Der Mensch hinter seinen Aktionen. Salzburg: Residenz Verlag.
2005 Klocker, Hubert. Wiener Aktionismus. Sammlung Hummel. Mailand: Mazzotta.
2005 Spera, Danielle: Spera, Danielle: Hermann Nitsch - Leben und Arbeit. 2. überarbeitete/ergänzte Ausgabe. Wien: Brandstätter Verlag.
2007 Martin, Henry: Winterreise. From Asolo to New York and vice versa. Verona: Archive Francesco Conz.
2007 Schmied, Wieland: Nicht nur Frabe, sondern auch Blut - 14 Versuche aus 18 Jahren. Heidenreichstein: Bibliothek der Provinz, Weitra.
2008 Martin, Freya: Der Nitsch und seine Freunde. Wien, Graz, Klagenfurt: Styria Verlag.
2008 Levy, Aaron: Blood Orgies, Nitsch in Amerika. Philadelphia: Slought Foundation.
2008 Jaschke, Gerhard: Immer wieder Nitsch. Stimmen zum Sechs-Tage-Spiel. Prinzendorf: Verlag des O.M. Theaters.
2008 Koch, Wolfgang (Hrsg.): Blut in den Mund. Hermann Nitsch am Wort von A bis Z. Klagenfurt: Wieser Verlag.
2009 mica: 40 Jahre ORF-RSO Wien: Jubiläumskonzert live in Ö1 und 40 geschenkte Orchesterminiaturen von Cerha, Essl, Nitsch, Zabelka u.v.a. In: mica-Musikmagazin.
2009 Gorsen, Peter: Das Nachleben des Wiener Aktionismus. Klagenfurt: Ritter Verlag.
2010 mica: Eröffnung des KLANG:TEPPICH 2010 im Haus der Musik. In: mica-Musikmagazin.
2011 Badura-Triska, Eva: Die Erweiterung der Malerei. Vom Tafelbild zur Aktion. In: Badura-Triska, Eva / Klocker, Hubert (Hrsg.): Wiener Aktionismus. Kunst und Aufbruch im Wien der 1960er-Jahre. Köln: Verlag Walther König. S. 31–42.
2011 Klocker, Hubert / Nitsch, Hermann: Biografie. In: Badura-Triska, Eva / Klocker, Hubert (Hrsg.): Wiener Aktionismus. Kunst und Aufbruch im Wien der 1960er-Jahre. Köln: Verlag Walther König. S. 383–389.
2012 Husslein-Arco, Agnes: Utopia. Gesamtkunstwerk. Wien: Verlag Walther König.
2012 Kupczynska, Kalina: Vergeblicher Versuch das Fliegen zu erlernen. Würzburg: Verlag Königshausen-Neumann.
2013 mica: shut up and listen! Festival und Award 2013. In: mica-Musikmagazin.
2013 mica: shut up and listen! 2013 – Interdisziplinäres Festival für Musik und Klangkunst. In: mica-Musikmagazin.
2013 Edinger, Nikolaus: Kathartische Exzesse: Eine Reise durch die Empfindungswelten des Orgien Mysterien Theaters von Hermann Nitsch. Hamburg: Disserta Verlag.
2014 Daub, Adrian: Hermann Nitsch – Austria in the age of postscandalous culture. In: German Life and Letters, 67/2.
2015 Karrer, Michael  (Hrsg.): Herrmann Nitsch – Das Gesamtkunstwerk des Orgien Mysterien Theaters. Köln: Verlag Walther König.
2016 Nitsch, Rita (Hrsg.): Morra & Nitsch. Biografia di un'Amicizia. Prinzendorf: Verlag des O.M. Theaters.
2018 Spera, Danielle: Spera, Danielle: Hermann Nitsch - Leben und Arbeit. 3. überarbeitete/ergänzte Ausgabe. Graz: Leykam.
2019 Alf Lechner Stiftung (Hrsg.): Hermann Nitsch: Das Gesamtkunstwerk. Dortmund: Kettler Verlag.
2019 Koch, Wolfgang: Finding Hermann Nitsch. Neue Thesen zum Orgien Mysterien Theater. Aktionskunst im 21. Jahrhundert. Wien: Hollitzer Verlag.
2019 Albertina Wien: Hermann Nitsch. Räume aus Farbe (Ausst.-Kat., 17.5.–11.8.2019). Wien: Hirmer Verlag.
2021 Essl, Helmut (Hrsg.): Hermann Nitsch – 20th painting action Vienna Secession. Bielefeld: Kerber Verlag.
2022 Scheib Christian: Hermann Nitsch – Ein musikalisches, persönliches in memoriam. In: mica-Musikmagazin.

Publikationen der Künstlers
1969 Nitsch, Hermann: O.M. Theater. 3-Tage-Fest. 6. Abreaktionsspiel. München: Avant Art Galerie Casa.
1969 Nitsch, Hermann / Wiener, Oswald / Gorsen, Peter: Das O.M. Theater. Darmstadt, März-Verlag.
1972 Nitsch, Hermann: Harmating – Ein Fest. In: Brus, Günther (Hrsg.): Die Schastrommel, Bd. 5. Bozen: Interfunktionen.
1974 Nitsch, Hermann: Nitsch O.M. Theater. Neapel: Edizioni Morra.
1975 Nitsch, Hermann: O.M. Theater, Action 48 – Paris 1975. Paris: Galerie Stadler.
1975 Nitsch, Hermann: O.M. Theater 1975. Diessen/Ammersee.
1975 Nitsch, Hermann: Die Eroberung von Jerusalem. Neapel: Edizioni Morra.
1976 Nitsch, Hermann: Partitur zur 50. Aktion. In: Brus, Günther (Hrsg.): Die Drossel 15. Berlin: Die Drossel.
1976 Nitsch, Hermann: König Ödipus. Eine spielbare Theorie des Dramas. Neapel, Reggio Emilia, München: Chiessi/Morra.
1976 Nitsch, Hermann: 1., 2., 3. und 5. Abreaktionsspiel, Urfassungen, Polizeiberichte, Gerichtsakten. Neapel, Reggio Emilia, München: Chiessi/Morra.
1976 Nitsch, Hermann: das orgien mysterien theater 2, theoretische schriften, partiturentwurf des 6 tagesspiels. Neapel, Reggio Emilia, München: Chiessi/Morra.
1977 Nitsch, Hermann: Partitur zur 56. Aktion, Requiem für meine Frau Beate. Neapel: Edizioni Morra.
1977 Nitsch, Hermann: Die Eroberung von Jerusalem. In: Brus, Günther (Hrsg.): Die Drossel 17. Berlin, Neapel: Die Drossel/Edizioni Morra.
1979 Nitsch, Hermann: Das O.M. Theater – Partituren aller aufgeführten Aktionen 1960-79 (1.-32. Aktion) Bd. 1. Neapel: Edizioni Morra.
1979 Nitsch, Hermann: Frühe Aktionen. Neapel, Reggio Emilia, München: Chiessi/Morra.
1980 Nitsch, Hermann / Weiermeier, Peter: Neapolitanische Aktion. Allerheiligenpresse.
1981 Nitsch, Hermann: Behauptungen und Beschreibungen zum Projekt des O.M. Theaters (Ordensregeln). Altona - Hohengebraching/Wien: Das hohe Gebrechen.
1981 Nitsch, Hermann / Wunderlich, Wolfgang / Drews, Jörg / Priessnitz, Reinhard / Brus, Günter / Tunner, Wolfgang: Projekt Prinzendorf. Das O.M. Theater von Hermann Nitsch. Entwürfe, Partituren, Bedingungen der Realisation.
1982 Nitsch, Hermann: Die Wortdichtung des O.M. Theaters. Prinzendorf: Das O.M. Theater.
1983 Nitsch, Hermann: Das O.M. Theater – Lesebuch. Wien: Freibord.
1983 Nitsch, Hermann: Das O.M. Theater – Die Partitur des 1. Tages und der 1. Nacht des 6-Tages-Spieles. Prinzendorf: Das O.M. Theater.
1984 Nitsch, Hermann: Das O.M. Theater – Partituren aller aufgeführten Aktionen. Band 4. 27.-30. Juli 1984. 80. Aktionen in Prinzendorf. Vom Sonnenaufgang des 27. Juli bis zum Sonnenaufgang des 30. Juli 1984. Wien: Freibord.
1985 Nitsch, Hermann: Der Gesichtssinn im Orgien Mysterien Theater. In: Hefte für Kultur und Politik.
1986 Nitsch, Hermann: Das O.M. Theater – Partituren aller aufgeführten Aktionen 1960-79 (33.-65. Aktion) Bd. 2. Neapel: Edizioni Morra.
1986 Nitsch, Hermann: Asolo – 2. Fest. Neapel: Edizioni Morra.
1986 Nitsch, Hermann: Harmating – Ein Fest. Neapel: Edizioni Morra.
1986 Nitsch, Hermann: König Oedipus - Eine spielbare Theorie des Dramas. Berlin: Edition Kalter Schweiss.
1988 Nitsch, Hermann: Das Orgien Mysterien Theater, 80. Aktion. München: Fred Jahn.
1988 Nitsch, Hermann: Kampf und Aggression im Gefüge der Schöpfung. In: Tunner Wolfgang (Hrsg.): Krahofer Blätter, Band II. München: Universität München.
1989 Nitsch, Hermann: Cuma König Ödipus lll. Fest. Neapel: Edizioni Morra.
1990 Nitsch, Hermann: Das Orgien-Mysterien-Theater. Manifeste, Aufsätze, Vorträge. Salzburg: Residenz-Verlag.
1991 Nitsch, Hermann (Hrsg.): Galerie Krinzinger 1991. Wien: Galerie Krinzinger und Nitsch-Archiv.
1994 Nitsch, Hermann: Cuma, l. und ll. Band. Prinzendorf: Das O.M. Theater.
1994 Nitsch, Hermann: La composizione testuale del Teatro delle Orge e dei Misteri 1957–1962. Neapel: Edizioni Morra.
1995 Nitsch, Hermann: Zur Theorie des O.M. Theaters – Zweiter Versuch. Salzburg: Residenz-Verlag.
1996 Nitsch, Hermann: Die Wortdichtung des O.M. Theaters ll. Wien: Freibord.
1997 Nitsch, Hermann: The Fall of Jerusalem. London: Atlas Press.
1998 Nitsch, Hermann: Partitur des 6-Tage-Spiels Teil 1. Wien: Freibord.
1998 Nitsch, Hermann: Partitur des 6-Tage-Spiels Teil 2. Wien: Freibord.
1998 Nitsch, Hermann: Partitur des 6-Tage-Spiels Teil 3. Wien: Freibord.
2000 Nitsch, Hermann (Hrsg.): Asolo Raum 1973. Wien: Galerie Krinzinger.
2001 Nitsch, Hermann: Edipo Re – Una Teoria di Rappresentazione del Dramma 1964. Neapel: Edizioni Morra.
2001 Nitsch, Hermann: Cuma König Ödipus lll. Fest. Prinzendorf: Das O.M. Theater.
2003 Nitsch, Hermann / Rychlik, Otmar: Das Sechstagespiel. Ostfildern: Hatje Cantz.
2005 Nitsch, Hermann: Partitur der 122. Aktion. Prinzendorf: Das O.M. Theater.
2005 Nitsch, Hermann / Klöckler, Hubert / Hüttler, Michael: Wiener Vorlesungen - Internationale Beiträge zur Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Wien: Böhlau.
2006 Nitsch, Hermann / Rychlik, Otmar: Das Orgien Mysterien Theater, 122. Aktion, Burgtheater 2005. Edition Kunst/Agentur.
2008 Nitsch, Hermann: Nitsch Museum Neapel. Neapel: Edizioni Morra.
2009 Nitsch, Hermann: Das Sein. Zur Theorie des Orgien Mysterien Theaters. Graz: Styria Verlag.
2010 Nitsch, Hermann: Essere Teorie del Orgien Mysterien Theater, ed. Styria. Stralci brevi dall’edizione orginale. Neapel: Edizioni Morra.
2013 Nitsch, Hermann: Das Konzept des Orgien Mysterien Theaters – Malaktionen. Vescon.
2018 Nitsch, Hermann: Zeichnungen. Prinzendorf: Verein zur Förderung des Orgien Mysterien Theaters.

Quellen/Links

Webseite: Hermann Nitsch
Wikipedia: Hermann Nitsch
Art in Words: Hermann Nitsch Biografie (2022)
Webseite: Nitsch Foundation
Webseite: Hermann Nitsch Museum
Webseite: Museo Hermann Nitsch (Archivio Laboratorio per le Arti Contemporanee) Napoli
Österreichischer Kunstsenat: Hermann Nitsch
Österreichische Mediathek: Hermann Nitsch
Podcast: Kosmischer Lärm - Hermann Nitsch und das Gesamtkunstwerk (Deutschlandfunk Kultur - Neue Musik, 2021)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 18. 5. 2022): Biografie Hermann Nitsch. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/60972 (Abrufdatum: 19. 5. 2022).